Schützenwesen im NWDSB

  • Axel, ich sehe da keinen widerspruch in meinen Beiträgen.

    bei dem einen geht es um die "Mitgliederverichtung" die da aktiv vom bezirk und kreis betrieben wird und ob es wirklich das ist was wir wollen/wollten

    und beim anderen geht es darum ob die SSG beim Landesverband anerkannt wird/nicht wird/werden muss und ich es nicht weiß weil ich die atzung jetzt nicht wortgetreu im gedächnis habe.

    Also klär mich da bitte auf

  • Wenn alle Artikel zusammen bewertet werden, ist doch zu erkennen, dass die Austrittswelle erst nach
    dem Kauf und Umbau des neuen LLZ in Bassum ihren Ursprung fand.
    Ob die Traditionsschützen die Sportschützen brauchen, oder umgekehrt, ist nur schwer oder gar nicht zu werten.
    Es war zumindest im NWDSB vor "LLZ Neu" nicht das große Thema.

    Das Problem liegt doch im finanziellen Bereich der Vereine. Dazu kommt, dass das Schützenwesen in den nördlicheren Gemeinden
    nicht den Stellenwert wie im Süden der Republik geniest. Somit ist die Vereinszugehörigkeit wesentlich
    geringer, aber die Kosten für den laufenden Schießbetrieb wohl etwa gleich hoch.
    Wenn der finanzielle Spielraum immer enger wird, wird man gegensteuern, eine Kosten-Nutzen-Rechnung anstellen
    und Entscheidungen treffen. Die lautet meistens Sparen. An diesem Punkt sind Verein und Mitglieder angelangt.

    Womit wieder bei dem Thema Informationsdefizite von Seiten des NWDSB /LLZ.
    Fehlen diese Informationen, wird, wie es nun teilweise geschieht, mit dem Bauch abgestimmt.
    Ob diese Entscheidungen richtig oder falsch sind, möchte ich nicht beurteilen.
    Die Finanzdecke wird durch die Austrittswelle der Mitglieder und Vereine für den NWDSB jedoch noch dünner.
    Wenn es dann zum finanziellen Gau kommt, was ich nicht hoffe, ist alles weg. Die Gläubiger stehen bereit und sollte etwas verbleiben,
    fällt es lt. Satzung an die Stadt Bassum.
    Ich habe Heute einen Interessanten Artikel zum Thema "Verschuldung" gelesen.

    Neu-Verschuldung, wie gerade aktuell in den Medien, funktioniert ja nur im deutschen Staatshaushalt. (Ich bleibe im Lande)
    Hierzu hat Dr. Oliver Rottmann, Universität Leipzig, Institut für öffentliche Finanzen und Public Management in der NEZ einen Kommentar gegeben.

    Ich zitiere sinngemäß:
    auf die Frage: Wie wichtig ist aus ökonomischer Sicht ein ausgeglichener Haushalt?
    Seine Antwort: Ob der Haushalt ausgegliche ist, ist erst einmal nachrangiger Natur. Interessant ist, wofür Kredite getätigt werden.
    Wenn es sich beispielsweise um Schulden für Zukunftsinvestitionen handelt,
    kommen künftigen Generationen Nutzengewinne zu. ( es sind Bereits 296,5 Mrd. Euro)

    Ja, so einfach ist das. Auch Schulden sind Nutzengewinne. Aber alles muss ich nicht verstehen oder einem Dr. glauben!!!!!!!!!!!!

    Ich wünsche noch einen schönen Nachmittag

    Claus-Dieter


  • Ob die Traditionsschützen die Sportschützen brauchen, oder umgekehrt, ist nur schwer oder gar nicht zu werten.
    Es war zumindest im NWDSB vor "LLZ Neu" nicht das große Thema.

    Die Tatsache dass es in anderen Regionen und Staaten funktioniert sollte als Nachweis, dass es geht reichen.

    Zitat


    Das Problem liegt doch im finanziellen Bereich der Vereine.

    Dazu kommt, dass das Schützenwesen in den nördlicheren Gemeinden
    nicht den Stellenwert wie im Süden der Republik geniest. Somit ist die Vereinszugehörigkeit wesentlich
    geringer, aber die Kosten für den laufenden Schießbetrieb wohl etwa gleich hoch.

    Ich würde jetzt aus süddeutscher Sicht das Gegenteil behaupten. Wir sollten hier auch grundsätzlich Schützenwesen und Schützenverein (in der nicht norddeutschen Ausprägung) unterscheiden.

    Zitat


    Wenn der finanzielle Spielraum immer enger wird, wird man gegensteuern, eine Kosten-Nutzen-Rechnung anstellen
    und Entscheidungen treffen. Die lautet meistens Sparen. An diesem Punkt sind Verein und Mitglieder angelangt.

    und da sagen dann bei meinen Segelfliegerverein die Nichtflieger: Flugzeuge verkaufen und den Platz als Weide verpachten. :rolleyes: So erscheint mir die Einstellung einiger Traditionsschützen.

    Das Problem lieg hier doch darin dass die geringeren Beiträge vermehrt in den Sport fließen und das schafft dann bei der schweigenden Mehrheit Unfrieden.

    Zitat


    Womit wieder bei dem Thema Informationsdefizite von Seiten des NWDSB /LLZ.
    Fehlen diese Informationen, wird, wie es nun teilweise geschieht, mit dem Bauch abgestimmt.
    Ob diese Entscheidungen richtig oder falsch sind, möchte ich nicht beurteilen.

    Wobei, die Diskussion auch zeigte dass einiges an Information da war, nur nicht verstanden wurde.

    Zitat


    Die Finanzdecke wird durch die Austrittswelle der Mitglieder und Vereine für den NWDSB jedoch noch dünner.
    Wenn es dann zum finanziellen Gau kommt, was ich nicht hoffe, ist alles weg. Die Gläubiger stehen bereit und sollte etwas verbleiben,
    fällt es lt. Satzung an die Stadt Bassum.

    Nur gibt es halt bei einer Verschleppung für die Vorstandschaft noch zusätzliche Probleme die ihnen persönlich bleiben.

    Richtig nur braucht es die die sich für die zukünftige Generationen verschulden und heute die Kosten tragen wollen bzw. können. Aber die Generation Fun sieht sich ja nicht mal in der Lage jährlich nur bei einem Schützenfest auf eine Maß (für die Norddeutschen einen Liter Bier) zugunsten der Verbands zu verzichten.

    Karl

  • Richtig nur braucht es die die sich für die zukünftige Generationen verschulden und heute die Kosten tragen wollen bzw. können. Aber die Generation Fun sieht sich ja nicht mal in der Lage jährlich nur bei einem Schützenfest auf eine Maß (für die Norddeutschen einen Liter Bier) zugunsten der Verbands zu verzichten.

    Seit wann bezeichnet man die Rentner als "Generation Fun"?

    Axel

  • Tatsächlich geht man ja mittlerweile von über 5Millionen Euro Kosten aus. Das übertrifft sogar die Einschätzung von Pessimisten (siehe den Zeitungsbericht von Wilhelm).
    Die Commerzbank will mit dem geforderten Eigenanteil den Glauben der Mitglieder an die Zukunftsfähigkeit des Verbandes testen. Ausser Mayton (und die müssen ja) hat keiner Geld gegeben. Man fordert nun die Bezirke und Kreise. Tatsächlich rechnet man mit 7-10Tsd austritten. Bhv, Os und nun Lüneburg kollabieren.
    Scheinbar traut nun keiner mehr dem NWDSB eine Zukunft zu. Zumindest verwettet niemand sein Geld darauf. Und dass ist es schließlich, was zeigt wo wir stehen.
    Jetzt plant jeder seine Zukunft. Neuer Verband, Auslagerung der WBK Inhaber in SSGs (siehe hier auch die TO des DT im Oktober), Verbandswechsel. Jedenfalls wars das mit dem NWDSB.

  • Hallo Nordwest,
    so schnell würde ich den Verband nicht aufgeben, da ich immer noch daran glaube, dass es auf der nächsten Delegiertentagung Teilnehmer/innen geben wird, die neben Jürgen Wintjen die Verantwortlichen für die zunehmend kritischere finanzielle und konzeptionelle Situation des Landesverbandes dazu auffordern, das wahre Ausmaß der Bau- und Finanzierungsdefizite um das LLZ mitzuteilen.

    Sofern sie dazu weiterhin nicht in der Lage sind, bzw. dies ablehnen, sollte m. E. (ich wiederhole mich mit dieser Forderung) die Delegiertenversammlung eine Istaufnahme durch einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer zusammen mit einem Architekten beauftragen. Erst mit dem Vorliegen objektiver Werte können dann zukunftsweisende Beschlüsse bis zur Vereinsebene hin gefasst werden.

    Die Tatsache, dass in dem NOZ-Bericht
    http://www.noz.de/lokales/papenb…n-landesverband

    allein der Geschäftsführer Andreas Viebrock und nicht die drei Präsidenten sowie der Schatzmeister zitiert wurden, ist für mich ebenfalls besorgniserregend. Da fehlt mir die Präsenz in der Öffentlichkeit!

    Der NWDSB-Ehrenschatzmeister ist da aktiver und kümmert sich um einen Experten – bisher zwar noch ohne Namen/unbekannt – zum Thema Satzungsfragen.

    „Hallo Hartwig,
    Deine Befürchtung von vor einigen Tagen, dass die Gründung der SSG zum Austritt von Vereinen führen könnte, hat sich leider bewahrheitet. Aufgrund des Zeitungsartikels über den Austritt des SchV Wremen ist festzustellen, dass ein Verstoß gegen die Satzung des NWDSB zu befürchten ist.
    Der Verstoß wird konkret eintreten, wenn der SchV Wremen für 2015 keine Mitglieder mehr meldet. Von den Beurteilungskriterien zu § 10 Ziff. 4 Satz 2 Buchst. a) treffen vorliegend die Ziffern 1.1.2 und 1.1.3 zu. Der Bezirk Bremerhaven-Wesermünde verstößt gegen unsere Satzung, wenn er die sich abzeichnende Entwicklung duldet.

    Er hätte, da ihm die Entwicklung bereits im Vorfeld bekannt war, die SSG gar nicht aufnehmen dürfen (§ 9 Ziff. 3 + 5 der Satzung). Der Bezirk müsste jetzt unter Fristsetzung aufgefordert werden, die SSG auszuschließen. Kommt der Bezirk dem nicht nach, hätte der NWDSB einen Ausschlussgrund gegenüber dem Bezirk. Maßnahmen gegenüber dem ausgetretenen SV Wremen haben weder der NWDSB, da unsere Satzung die Ausschlussmöglichkeit nur gegenüber den unmittelbaren Mitgliedern (den Bezirken) kennt, noch der Bezirk B’hv-WEM, da der Bezirk nur gegenüber Mitgliedsvereinen tätig werden kann. Und Wremen ist durch seinen Austritt ja kein Mitglied des Bezirks mehr, jedenfalls spätestens ab 1.1.2015.

    Wenn die Vereine des Bezirks auf die Monopolstellung des NWDSB anspielen, dann wäre ihnen unsere Satzung mit den einschlägigen Beurteilungskriterien entgegen zu halten. Unter Meldung aller ihrer Mitglieder könnten diese Vereine Mitglied im NWDSB bleiben bzw. wieder werden und die SSG daneben gleichfalls. Das Präsidium sollte zu diesem für uns existenzbedrohenden Komplex unverzüglich eine Entscheidung treffen. Ziel des Präsidiums müsste sein, an den Bezirk heranzutreten, wie oben ausgeführt. Wir haben ja einen Juristen in unserer Reihe, der uns dabei sicherlich (hoffentlich) gut vertreten kann. Notfalls wäre mal wieder Klaus Seeger gefragt.“

  • Wenn die Vereine des Bezirks auf die Monopolstellung des NWDSB anspielen, dann wäre ihnen unsere Satzung mit den einschlägigen Beurteilungskriterien entgegen zu halten. Unter Meldung aller ihrer Mitglieder könnten diese Vereine Mitglied im NWDSB bleiben bzw. wieder werden und die SSG daneben gleichfalls. Das Präsidium sollte zu diesem für uns existenzbedrohenden Komplex unverzüglich eine Entscheidung treffen. Ziel des Präsidiums müsste sein, an den Bezirk heranzutreten, wie oben ausgeführt. Wir haben ja einen Juristen in unserer Reihe, der uns dabei sicherlich (hoffentlich) gut vertreten kann. Notfalls wäre mal wieder Klaus Seeger gefragt.“

    Am Ende hat der NWDSB weder die Mitglieder der Vereine noch die der SSG. Ob das wirklich sinnvoll ist? Am Ende sitzen die Mitglieder in den Vereinen am längeren Hebel.

    Axel

  • Hallo Nordwest,
    so schnell würde ich den Verband nicht aufgeben, da ich immer noch daran glaube, dass es auf der nächsten Delegiertentagung Teilnehmer/innen geben wird, die neben Jürgen Wintjen die Verantwortlichen für die zunehmend kritischere finanzielle und konzeptionelle Situation des Landesverbandes dazu auffordern, das wahre Ausmaß der Bau- und Finanzierungsdefizite um das LLZ mitzuteilen.

    Schwer vorzustellen dass Leute, denen bisher 1,50 € Mehrbelastung zu hoch sind, nach Darlegung aller Kosten dann bereit sein sollen ein vielfaches zu zahlen, aber der Glaube oder die Hoffnung stirbt zuletzt.

    Karl

  • Es liegt nicht an den 1,50 € Mehrbelastung. Ob dieser Betrag zu hoch oder gar zu niedrig angesetzt ist, kanndoch nur beurteilt werden, wenn der Gegenwert bekannt ist.
    Es wurde im Forum schon oft genug erwähnt, das die Informationen zu der baulichen und finanziellen Situation für das LLZ ein großes Versäumnis darstellt.
    Hierzu fehlten aber auch klare Fristen, stattdessen wurde nur immer auf die nächst Delegiertenversammlung gewartet.
    Jedes Schützenmitglied, das mit seinem Geld haushalten muss, wird doch dem "Schlechten" kein "Gutes" Geld hinterher werfen. Und solange durch den Vorstand und den Geschäftsführer keine Aufklärung der Mitglieder über die Finanzen und die weitere bauliche Entwicklung erfolgt, wird sich die Situation weiter verschärfen. Dazu nimmt die Austrittswelle so langsam Fahrt auf, wodurch sich die negative Haushaltslage weiter verschlechtert.
    Ich möchte nicht hoffen, dass es zum "Gau" kommt, aber die zur Zeit herschende Situation trägt nicht zu einer Verbesserung und Beruhigung der Sachlage bei.


    Claus-Dieter

  • ... ein weiterer Verein mit über 300 Mitgliedern, der SV Barenburg / Bezirk Diepholz, der über den Austritt aus dem NWDSB und dem Landessportbund Niedersachsen nachdenkt.


    http://www.kreiszeitung.de/lokales/diepho…tt-3866639.html

    Vielleicht treten sie doch nicht aus, weil sie keine ausreichenden Informationen zur weiteren Entwicklung des NWDSB haben X( ?

    Bin gespannt, welche Informationen die Verbandsspitze den Delegierten für den außerordentlichen Delegiertentag im Oktober präsentiert?

  • Zitat

    Die Alternative wäre eine Anpassung der Mitgliedsbeiträge des Schützenvereins Barenburg. „Die haben wir allerdings erst vor zwei Jahren deutlich erhöht.“ 40 Euro pro Jahr zahlen erwachsene Mitglieder, Ehrenmitglieder (im Alter über 65 Jahre, das sind rund ein Viertel der Schützen) 20 Euro, unter 18-Jährige fünf Euro.

    Was versteht der Verein denn unter einer "deutlichen erhöhung der Mitgliedbeiträge" wenn sie die Beiträge auf diese Zahlen angehoben haben?


  • Was versteht der Verein denn unter einer "deutlichen erhöhung der Mitgliedbeiträge" wenn sie die Beiträge auf diese Zahlen angehoben haben?

    Auf dieser Basis ist dann die Weitergabe der beschlossenen 3 € oder realistischer betrachteten erforderlichen ~ 10 € sicher eine deutliche Erhöhung.

    Karl

  • Tja, wenn ich mich in der dörflichen Umgebung bei mir umschaue, da sind 40-50 Euro als passiver Beitrag in den Sportvereinen durchaus anzufinden. Ich bin als eher aktiver Schütze auch für höhere Beiträge, ähnlich denen eines aktiven Fußballspielers. Da zahlen Jugendliche häufig auch 80€ und Erwachsene über 100€ pro Jahr. Nur muss man auch sehen, dass viele Vereine nicht aktiv an Meisterschaften teilnehmen, deren Mitglieder kann man eher als passiv einordnen, oder es sind von 100 Mitgliedern 3-4 Teilnehmer. Andersrum sorgen viele von denen durch die aktive Teilnahme am geselligen Teil des Übungsabends, dass Geld in die Kasse kommt. Und die lockere Teilnahme an Wettkämpfen auf unteren Ebenen oder traditionellen Pokalschießen, dass würde ich auch eher einer passiven Rolle zuordnen.

  • Der Verein hätte ja auch eine der anderen beiden möglichkeiten wählen können die für die Bezahlung zur verfügung standen.
    Da wäre zum einen 3 Raten a 9 Euro Pro Mitglied oder gleich komplett Zahlen und nur 24 Euro Pro Mitglied zahlen.

    Damit wären sie schneller raus gewesen aus der Bezahlung, auch wenn jetzt wohl nochmal €4,50 pro Mitglied draufzahlen müssen.

  • Ich glaube nicht dass man das Problem damit löst dass man sich mit anderen Verbänden vergleicht oder wie man einen offensichtlich zu niedrigen Deckungsbeitrag für den Verein am günstigsten abwickelt.

    Der Blick sollte mal auf das eigentliche Problem, die drohende oder schon eingetretene Insolvenz gerichtet werden.

    Karl

  • Tja, wenn ich mich in der dörflichen Umgebung bei mir umschaue, da sind 40-50 Euro als passiver Beitrag in den Sportvereinen durchaus anzufinden.

    Die Option einer passiven Vereinsmitgliedschaft gibt es nur für Vereine, welche die Verbandsumlage aus der eigenen Tasche bezahlen. Lies die Satzungen.

    Axel

  • Das Problem ist doch eigentlich das, viele Vereine machen nur ihre Tradition . Einige haben Sportschützen in geringer Zahl und die Vorstände bewegen sich nicht ein gesundes Gleichgewicht in ihren Vereinen her zu stellen. Entweder mangelt es an Trainer, Sportleiter die die jungen Leute an das Sportschießen bringen. So mit, dümpeln viele Vereine vor sich hin, was vor fünfzig Jahren gut war ist auch heute noch gut. Die Beiträge die genannt worden sind ein Witz, wenn früher was kaputt ging waren Geschäftsleute da oder Landwirte die das mal eben reparieren ließen. Mit einem Wort gesagt, die Zeit wurde verschlafen und heute ist der Scherbenhaufen da. Daher auch kein Geld, wenn solche Dinge passieren wie sie jetzt sind. Ich denke, wenn ein Verein einigermaßen über die Runden kommen will, sind ein Monatsbeitrag von 10,00 € und Jugend 5,00€ mindestens erforderlich. Die Aussage, dann laufen uns die Mitglieder weg ist doch nicht erwiesen, denn wer den Schießsport betreiben will hat auch das dafür über. Wie schon erwähnt Sportvereine haben das ganz andere Beiträge.

    Kogge

  • Die Option einer passiven Vereinsmitgliedschaft gibt es nur für Vereine, welche die Verbandsumlage aus der eigenen Tasche bezahlen.

    Da hab ich mich vlt. falsch ausgedrückt, es ging mir nicht darum, dass Verbandsabgaben gespart werden, es ging mir eher um den Vergleich zu üblichen Beitragshöhen in andern Vereinen im Dorfleben. Und da sind die in den Schützenvereinen überwiegenden Beitragshöhen für aktive Mitglieder, die dort aber auch oft als grenzwertige Belastung angesehen werden, vergleichbar mit den passiven Beiträgen von Sportvereinen. Und es gibt auch passive Beiträge in dieser Höhe, in denen Verbandumlagen enthalten sind, auch laut Satzung. Diese Option wird oft angewendet, wer sollte denn sonst die Verbandsumlagen bezahlen wenn nicht der Verein aus eigener Tasche. Verstehe von daher den Einwand nicht.

  • Das Problem ist doch eigentlich das, viele Vereine machen nur ihre Tradition . Einige haben Sportschützen in geringer Zahl und die Vorstände bewegen sich nicht ein gesundes Gleichgewicht in ihren Vereinen her zu stellen. Entweder mangelt es an Trainer, Sportleiter die die jungen Leute an das Sportschießen bringen. So mit, dümpeln viele Vereine vor sich hin, was vor fünfzig Jahren gut war ist auch heute noch gut. Die Beiträge die genannt worden sind ein Witz, wenn früher was kaputt ging waren Geschäftsleute da oder Landwirte die das mal eben reparieren ließen. Mit einem Wort gesagt, die Zeit wurde verschlafen und heute ist der Scherbenhaufen da. Daher auch kein Geld, wenn solche Dinge passieren wie sie jetzt sind. Ich denke, wenn ein Verein einigermaßen über die Runden kommen will, sind ein Monatsbeitrag von 10,00 € und Jugend 5,00€ mindestens erforderlich. Die Aussage, dann laufen uns die Mitglieder weg ist doch nicht erwiesen, denn wer den Schießsport betreiben will hat auch das dafür über. Wie schon erwähnt Sportvereine haben das ganz andere Beiträge.

    Kogge


    Ich weiss ja nicht, wo du lebst, aber bei uns sind die Gegebenheiten ein wenig anders als du sie beschreibst. Unser Verein ist in einer dörflichen Gegend, der Stand in einem Nebendorf mit 100 Einwohnern. Die Zentralstadt mit ca. 10.000 Einwohnern ist ca. 10 km entfernt. Dort gibt es einen großen Fußballverein mit ca. 200 Jugendlichen (alle Klassen von D-Jugend bis A-Jugend mindestens Bezirksliga, meist sogar Verbandsliga) einen großen Handballverein mit ebenfalls hochklassigen Jugendmannschaften und daneben noch 4-5 kleinere Sportvereine, u.a. unseren Schützenverein. Was meinst du, wieviele Jugendliche da bei mir Schlange stehen und diesen so ungemein interessanten und in der Öffentlichkeit angesehenen Schießsport betreiben wollen ? Genau --> wenige. Daher ist das Thema gar nicht, ob Jugendliche 2 oder 5 Euro bezahlen (bei den 10 Jugendlichen macht das kaum was aus), aber die restlichen 80-90 Mitglieder sind bei weitem nicht alles aktive Sportschützen, noch nicht mals ehemalige (von diesen beiden Gruppen bekommen ich auch höhere Beiträge) sondern vielfach Leute, die irgendwann einmal aus einer Laune heraus beigetreten sind um den Verein zu unterstützen. Bei jeder Beitragserhöhung setzt bei denen aber ein Überlegungsprozess ein, warum sie eigentlich noch Mitglied im Verein bleiben sollen. Und je höher der Beitrag geht, umso mehr wird überlegt. Und eines ist klar, wenn ich von meinenm jetzigen 30 EUR für passive Mitglieder auf über 50 EUR gehe (auch wenn's in mehreren Schritten ist) sind Minimum 50% der Passiven weg, wetten ? Und das man das mit dem höheren Beitrag ausprobieren soll lässt sich aus der Ferne gut sagen, wenn mir vor Ort die Leute weglaufen und mir diese Einnahmen fehlen wenn's shief geht. :/ Und nochmals, die Masse der Leute in einem Schützenverein will den Schießsport nicht BETREIBEN. Übrigens: Unsere Sportler bezahlen heute schon über "Sonderabgaben" einen mehr als doppelten Beitrag und damit auch einverstanden. Sie wissen nämlich was die Sportanlagen kosten. Aber das sind eben nur max. 30% unserer Mitglieder.

  • Ich lebe in einer Stadt mit etwas über 100000 t. Einwohner wir haben 15 Schützen Vereine was glaubst Du was das für ein Buhlen um Mitglieder ist. Aber wenn ich bestehen will muss ich Beiträge über 10,00 € im Monat nehmen und wir haben noch nicht mal einen eigenen Schießstand und müssen Miete zahlen. Bei uns sind auch nur ca. 40% Sportschützen wen ich das Auflageschießen dazu zähle allerdings mit Jugend.