Schützenwesen im NWDSB

  • Natürlich wäre es möglich gewesen von Anbeginn einen höheren Kostenbeitrag anzusetzen. Dann hätte es aber auch deutlich mehr Widerspruch gegen das Vorhaben gegeben und es wäre u.U. schon der Planungsphase gescheitert.

    Was doch nichts anderes heißt, als das es nie eine Mehrheit gegeben hätte, hätte man die Wahrheit gesagt.

    Dennoch, wer sich 2009/10 sich an der Abstimmung beteiligte und sich von gewählten Delegierten vertreten ließ, kann sich nicht so ohne weiteres aus der Verantwortung stehlen. Das ist unsportlich!

    Es wurde unter falschen Voraussetzungen abgestimmt. Deswegen kann man sich moralisch gesehen (rechtlich sowieso) sehr wohl aus der Verantwortung nehmen.

    Je größer der räumliche Abstand der Vereine zum LLZ ist, umso stärker sind auch die Fliehkräfte an den Rändern

    Warum ist dann die Kritik in Hoya so groß, dass selbst der Präsident den Hut nehmen muss? Der Bezirk hätte doch eigentlich den größten Nutzen. Oder sieht er am ehesten was wirklich da steht.

  • Dennoch, wer sich 2009/10 sich an der Abstimmung beteiligte und sich von gewählten Delegierten vertreten ließ, kann sich nicht so ohne weiteres aus der Verantwortung stehlen. Das ist unsportlich!
    Denn was ist die Alternative?

    In meinen Augen sind wir beim NWDSB-Tag 2009/2010 nur "leicht" übers Ohr gehauen worden, den so wie der damalige Schatzmeister Hartwig Kruse seinen Bericht verfasste, war die Finanzierung des LLZ überhaupt kein Problem. Aber von dem Mitgliederschwund, der schon seit 2000 spürbar war, wurde überhaupt nicht geredet.
    Und in in nächsten Jahren wurde über Probleme ja auch nicht gesprochen.
    Und wenn ich mich so an vergangene Deligiertentage und auch Versammlungen erinnere, so muß ich feststellen, wenn der Kassenbericht bzw. die Bilanz verlesen wurde, das die meisten Mitglieder oder Delegierte mit einem Ausdruck des Unwissenden im Saale gesessen haben. Aber nicht nur beim NWDSB. Vielleicht sollte man besser bei der Auswahl der Delegierten aufpassen?

  • Was doch nichts anderes heißt, als das es nie eine Mehrheit gegeben hätte, hätte man die Wahrheit gesagt.

    Nordwest,

    Du lässt hier die üblichen Stammtischsprüche von Leuten die nicht wissen um was es wirklich geht ab.

    Die Vorschriften bei derartigen Bauten lassen nun mal keine Sicherheitszuschläge für alle möglichen und unmöglichen Eventulalitäten zu. Das ist jedem der schon mal ein Gartenhaus oder etwas größeres vor dem Bau kalkuliert hat bekannt, wird allerdings gerne verdrängt. Bei einem Gebrauchtobjekt sind natürlich die Unwägbarkeiten noch größer.

    Soweit ich das hier verfolgen konnte sind in Bassum doch auch Probleme aufgetaucht mit denen man wirklich nicht rechnen musste und das dann dem Präsidium vorzuwerfen ist auch nicht gerade sachlich.

    Karl


  • Du meinst wohl eher Kreis- und Bezirksmeisterschaften. Von der prozentualen Mitgliederzahl nutzt nur ein sehr geringer Teil ein LLZ. und ein "Landes"leistungszentrum bräuchte eigentlich ein Land auch nur einmal. Genau wie einen "Landes"trainer und einen "Landes"verband. Nicht drei. Gilt auch für hauptamtliche Verwaltung. Wenn natürlich zwei Landesfürsten Bundeschef werden wollen, sich den Weg dahin mit ihrem Landesdenkmalzentrum zu pflastern versuchen, wen kann es noch wundern, dass nur Wüste übrigbleibt. Es wird jetzt dringend Zeit in Niedersachsen einen Neuanfang zu wagen. Die Gefahr, dass es auseinanderbricht ist groß. Auch im NSSV.

    Die Frage nach mehreren Verbänden in einem Bundesland kann man sicher stellen, berücksichtigen muss man allerdings das die Verbände meist wesentlich älter als die Bundesländer sind, man könnte natürlich auch überlegen ob man sich die Ebene der Landesverbände in der Organisation nicht erspart. Darüber braucht man meiner Ansicht nach nicht diskutieren da keine Aussicht auf sinnvolle Änderung besteht.

    Wenn, wie im Norden das Schützenwesen überwiegend aus "Nichtschützen" besteht muss man die grundsätzliche Frage ob man sich den Schießbetrieb leistet stellen. Die Gründung eines Neuen Verbands mit den gleichen schwer vereinbaren Zielen ist da keine Lösung. (s. auch Schwarzpulvers Beitrag von den verbandslosen Traditionalisten) Selbst die Frage ob die Traditionsschützen vielleicht im Heimatverein besser vertreten sind sollte gestellt werden dürfen.

    Die im nördlichen Deutschland etwas höhere Dichte von Leistungszentren ist wenn sie entsprechend betrieben werden schon Sinn.
    Was nützt mir in Hochbrück eine Olympiaschießanlage wenn für mich als Bayer die meisten Trainingszentren der anderen DSB-Verbände näher sind. Lediglich Barleben und die nördlich davon gelegenen Verbände sind für mich weiter entfernt.

    Karl

  • Meine Position ist damit unverändert.
    Das LLZ hielt ich seinerzeit nicht für unabweisbar und bewertete die Finanzierung als zu optimistisch. Allerdings unterließ ich es nachdrücklich dagegen zu opponieren und sehe mich deshalb verpflichtet für die Folgen einzutreten. Mit meiner Bewertung von 2009/10 bin ich nicht allein, sondern in guter Gesellschaft auch mit denjenigen, die heute im Forum – mit der Gnade später Erkenntnis – das große Wort führen.
    Wir können alle nur darauf hoffen, dass wir in Kürze verbindliche Zahlen bekommen und über eine belastbare neue Planung zu früherer Einigkeit zurückfinden.
    Gruß
    Joachim


    Hallo,
    nicht nur dir ging es so mit den Optimismus, aber sehe es doch etwas anders. Der NWDSB hatte ja Zeit genug die Karten auf den Tisch zu legen, musste erst Wiesbaden eingeschaltet werden? Schweren Herzens werden auch wir uns dafür einbringen das LLZ weiter zu bauen, voraus gesetzt, dass alles auf den Tisch kommt und nicht neue Überraschungen auf uns warten.

  • Dann wollen wir zum Wohle der Sportschützen hoffen, das beim NWDSB-Delegiertentag auch das auf den Tisch kommt, was die Herren in Wiesbaden verhandelt haben:

    Berechnung der aktuellen Baukosten auf Grundlage eines Architekten

    Ermittlung der zukünftigen Betriebskosten

    Erstellung eines Finanzierungsplanes

    Erstellung einer perspektivischen Darstellung über einen längeren Zeitraum zum LLZ

    Und über den Neuen Verband müssen DSB und NWDSB noch in sich gehen.

  • Ich war zwar nicht da, ich weiß aber das ein eingereichter Antrag aus dem bezirk Bremerhaven von der Versammlung abgelehnt wurde.
    Und das der neue Referent für Behindertenangelegenheiten (oder so ähnlich), ein eher inaktives Mitglied unseres Forums ist.

  • Hallo erzwo,

    worum ging es denn in dem abgelehnten Antrag?

    Welche Beschlüsse gab es denn zum TOP 12. Festlegung von Beiträgen und sonstigen Leistungen für 2015?

    Was ist am Gerücht dran, dass es eine neue Kostenrechnung für die Fertigstellung des LLZ gibt?

  • Wenn ich den Inhalt des Antrages richtig in Erinnerung habe, ging es unter anderem üer die offenlegung der Kosten UND der Beauftragung eines unabhängigen Wirtschaftsunternehmens bezüglich des Baus/Ausbaus des LLZ.
    Der Antrag hatte sich meines wissens nach dem Gespräch unter Führung des DSB erledigt, da bei den Gesprächen genau das rauskam was man im Antrag geschrieben hatte, mit ausnahme des Wirtschaftsunternehmens.

    Was den Punkt Top 12 angeht kann ich nix sagen, war nicht dabei.

    Und was das Gerücht angeht, da kann ich nur spekulieren. Soweit ich gehört habe musste der Architekt ein Testat für die Commerzbank anfertigen was noch gemacht werden muß und was das Kosten wird. Ich würde jede Wette eingehen das er dafür neue Angebote einholen musste, da die alten Preise, von 2008/2009/2010??, durch den Baustopp keine gültigkeit mehr haben und die neuen Preise in den letzten 4-6 Jahren mit sicherheit nicht gefallen sind. Es ist durchaus möglich das durch die querälen der letzten Jahre, dieser anonymen zuspielung irgendwelcher zahlen/zeitungsartikel an die Commerzbank, der anonymen Anzeige usw die Kosten für uns alle unnötig in die Höhe getrieben wurden, was den/die Kauf/Bau/Fertigstellung des LLZ angeht.

  • Hallo erzwo,
    wenn jetzt auf der Delegiertentagung erneut keine belastbaren Informationen zu den noch für

    a) die Fertigstellung des LLZ und
    b) die vorhandenen Risiken im Zusammenhang mit dem Betrieb des LLZ

    anzusetzenden Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie Reparaturkosten vorgelegt wurden, wird wohl auch die Commerzbank noch keine Informationen erhalten haben.

    Es würde mich auch nicht wundern, wenn die Commerzbank selber einen neutralen Gutachter beauftragt, der die Angelegenheit schneller bearbeitet. Es ist m. E. schon viel zu viel Zeit verstrichen.

    Wären die Anlagen bereits fertig gestellt worden, könnten auch schon Kostenvorteile gezogen werden.

    Die Gründe für die Verzögerungen sind bekannt und allein vom Bauherrn und Investor NWDSB zu vertreten.

    Die Commerzbank als Kreditgeber kümmert sich mit Sicherheit nicht um die verbandsinternen Streitigkeiten. Sie verlangt juristische und materielle Sicherheiten, die im Ergebnis nur durch ein fertig gestelltes, funktionsfähiges, konzeptionell genutztes LLZ realisierbar sind.

    Der NWDSB ist m. E auch gut beraten, sich mit einer alternativen Rest- oder gar Umfinanzierung zu beschäftigen.

    Die für eine Auszahlung gesperrten 150 T€ aus dem bereits zugesagten 1,5 Mio.-Darlehen sind schon ein deutliches Zeichen. Die Mitglieder als auch die finanzierende Bank haben m. E. dieselbe Zielrichtung. Was fehlt, sind die Fakten durch den NWDSB. Ich hoffe, dass der DSB im Gespräch mit dem NWDSB auf diese Notwendigkeit hingewiesen hat – ebenfalls aus Eigeninteresse.

  • Ich habe mitbekommen, dass die Bezirks Präsidenten eine aktuelle Übersicht der zu erwartenden restlichen Kosten bekommen haben. Wilhelm, dann wende dich doch an deinen Präsi und bitte ihn um die Info. Und vielleicht solltest du am nächsten Delegiertentag auch mal teilnehmen, das steht ja jedem Mitglied frei.

    Außerdem hat sich der Präsi des DSB zu dem Gespräch in Wiesbaden geäußert, damit auch Informationen aus 1. Hand geliefert.
    Es soll insgesamt eine ruhige Versammlung gewesen sein, die durchaus Vertrauen wieder aufgebaut hat. Das finde ich gut!

    Gruß

  • Moin Wilhelm,

    Das Testat vom Architekten lag erst zwei tage vor beginn der Delegiertensitzung vor.
    Daher konnte sich noch kein überblick gemacht werden und man sich auch noch nicht mit der Bank in Verbindung setzen.
    das was uns noch mitgeteilt wurde war das die Summe die noch gebraucht wird sich auf 750.000 € erhöht hat.
    bis zum Herbst soll es aktuelle zahlen geben die auch transparent genug sind damit sie jeder versteht und dann soll auch das Thema Beiträge mit geklärt werden.

    Gruß

  • Laut dem Architekten liegen die Kosten mttleirweile bei 3,99 Millionen Euro. Die Finanzierungslücke beträgt 750.000 Euro, die Kredite liegen bei 2Millionen (Bank und Stadt).
    Der Finanzberichgt sagt aus, es gab eine Verminderung des Eigenkapitals in 2013 von 31.609 Euro. Für 2014 ist ein Verlust von 55.700 Euro kalkuliert.
    Beitragserhöhung sowie das Vorziehen der Sonderumlage auch ohne Gewährung des Kredites sollen im Herbst beschlossen werden.