Zukunft Sportschiessen -Wir sind auf dem Weg-

  • Wir haben kein wirkliches Problem (außer dem von außen künstlich erzeugtem) mit unserem Sport und unseren Disziplinen

    Also ich sehe da sehr wohl Probleme, die haben allerdings nix mit Gesetzen oder Kalibergrössen zu tun.

    Warum gibt es denn in den Schützenvereinen keinen richtigen Trainigsbetrieb ?
    Warum gibt es keine guten Trainer, bzw die, die es gibt sind so selten, dass sie nur bei den Besten trainieren ?

    Die Schützenhäuser stehen die meiste Zeit in der Woche ungenutzt rum. Und mit einer oder auch zwei unangeleiteten Trainigseinheiten kann man nicht gezielt Leistung aufbauen.
    Ich hab' zwei Jahre versucht einen Trainer zu bekommen. Und obwohl ich sogar bereit war zu zahlen hat das mangels Verfügbarkeit nicht geklappt.
    Ich hatte hier mal nach einem Stand angefragt, an dem man längere Trainigseinheiten machen kann - keine Antwort.
    Die Lehrgänge, die in Wiesbaden durchgeführt werden sind echt klasse - fallen aber öfters mangels Beteiligung aus.

    Warum ist im Schiesssport die Einstellung zur Leistung und dem gezielten Aufbau so extrem schwach ausgeprägt.

    Das ist die Hauptfrage die sich mir immer aufdrängt und was ich noch in keiner Sportart so erlebt habe.

    Gruss Axel

  • Warum gibt es denn in den Schützenvereinen keinen richtigen Trainingsbetrieb ?
    Warum gibt es keine guten Trainer, bzw die, die es gibt sind so selten, dass sie nur bei den Besten trainieren ?

    Das liegt an einer von Grund auf verfehlten Aus- und Fortbildungskonzeption im DSB und daher auch bei fast allen Landesverbänden. Das habe ich im übrigen schon vor einigen Monaten hier analysiert und näher dargelegt; und auch die denkbare Abhilfe. *schulterzuck*

    Carcano

  • Was steht da drinnen, außer viiiiiiieeeeeeel BlaBla? Zumindest keine Ziele oder Ergebnisse von irgendwas. Nichts. Zwei Seiten heiße Luft, die ein Politiker nicht besser hätte formulieren können.

    Richtig, ich denke ein Verband ist jedoch gut beraten auf übereilte Schnellschüsse zu verzichten und gewonnene Erkenntnisse sehr gezielt rauszugeben. Die dafür angedachten Kanäle sind bereits aufgezählt. Geduld. ;)

    Gerhard Seemüller

    „Great minds discuss ideas;
    average minds discuss events;
    small minds discuss people.“

  • Hallo Axel,

    was ich damit sagen wollte, war, das wir nicht grundsätzlich ein Problem mit unseren Strukturen und insbesondere nicht mit den von uns angebotenen Disziplinen haben und bezog sich hauptsächlich auf so Forderungen nach angeblich doch viel moderneren und damit vermeintlich auch interessanteren und spaßigeren Disziplinen.

    Ich sehe auch noch nicht einmal so wie Du ein Hauptproblem im Leistungsbereich und in dessen Unterstützung, auch wenn das regional wohl unterschiedlich sein kann. Unser Ausbildungskonzept ist so sicher nicht optimal, da stimme ich Carcano ohne weiteres zu. Aber trotz des vorhandenen Gemurkses kommt doch noch immer recht viel dabei herum, wenn man sich mal so unseren Nachwuchs ansieht und auf welchem Niveau da teilweise geschossen wird. Man muss wohl auch sagen, dass der DSB für viele Vereine vor Ort auch erst mal recht weit weg ist. Ich kenne hier vor Ort aber jedenfalls noch genug gute Kaderschmieden, wo ich auch unbesorgt Talente hin vermitteln könnte. Mir macht daher auch mehr der gemeine Breitensport vor Ort Sorgen, welcher eben auch den gemütlichen Rundenwettkampf auf Kreisebene beinhaltet, wo auch jemand mit 320 Ringen seine Freude haben kann. Eine zu starke Orientierung an den Leistungsbereich führt unweigerlich auch zu einer immer stärkeren Konzentration auf weniger Vereine und dort bleibt dann auch erfahrungsgemäß oft nur noch wenig Platz für den Breitensport. Und genau in diesem Bereich direkt an der Basis fehlen uns heute oft die Leute, die den ganzen Laden dann am Laufen halten, wie ich ja oben schon erläutert hatte. Natürlich ist es auch nicht sinnvoll, dass sich, wie es zumindest hier in Westfalen regelmäßig passiert, für die höheren Position im Verband oft nur Leute aus dem traditionellen Bereich wählen lassen. Aber auch hier sind letztendlich wir noch oder ehemals aktiven Schützen gefragt.

    Die Gründe für dieses Problem sind sicher vielfältig und wohl auch nicht ganz so leicht zu lösen. Nur glaube ich, das dieser Punkt eine der Schlüsselstellen für die zukünftige Entwicklung ist. Aber es ist natürlich in erster Linie mein subjektiver Eindruck und der ist natürlich auch fast nur regional geprägt. Daher muss das auch nicht überall in anderen Regionen so vorrangig sein und ich muss damit auch nicht generell richtig liegen. Aber deshalb tauschen wir uns ja hier auch aus.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

  • Hallo Axel,

    was ich damit sagen wollte, war, das wir nicht grundsätzlich ein Problem mit unseren Strukturen und insbesondere nicht mit den von uns angebotenen Disziplinen haben und bezog sich hauptsächlich auf so Forderungen nach angeblich doch viel moderneren und damit vermeintlich auch interessanteren und spaßigeren Disziplinen.

    Ach komm, vier GK-KW Disziplinen mit genau dem gleichen Ablauf, lediglich in unterschiedlichen Kalibern, dass ist lieblos.

    BBF

  • Ach komm, vier GK-KW Disziplinen mit genau dem gleichen Ablauf, lediglich in unterschiedlichen Kalibern, dass ist lieblos.

    Das Liebevolle kannst du ja eh bei den anderen Verbänden schießen oder hättest du gern, dass der DSB auch diese Disziplinen anbietet?

    Nicht alle seine Fähigkeiten und Kräfte soll man sogleich und bei jeder Gelegenheit anwenden. - Baltasar Gracián

  • Murmelchens reichhaltiger Beitrag verdient eine längere Antwort:

    was ich damit sagen wollte, war, das wir nicht grundsätzlich ein Problem mit unseren Strukturen und insbesondere nicht mit den von uns angebotenen Disziplinen haben und bezog sich hauptsächlich auf so Forderungen nach angeblich doch viel moderneren und damit vermeintlich auch interessanteren und spaßigeren Disziplinen.


    An einer attraktiven Liste B ist ja auch nichts verkehrt. Manche Landesverbände haben keine oder fast gar keine (die Landesverbände sind dann auch danach - interessanter Indikator), andere haben die ihrige mit Mini-Abwandlungen überladen.
    Interessanter wäre es, zu überlegen, *wie* eigentlich eine Disziplin auf die Liste B kommt. Klar, im Verein kann man schießen, wie man lustig ist, und kann auch überregionale Wettkämpfe ausrichten. Aber was muss geschehen, damit der Verband über den DSB beim Bundesverwaltungsamt die Aufnahme in die Liste beantragt?

    "Spaßig" ist in diesem Zusammenhang von Dir freundlich-locker gemeint, und von mir auch so verstanden. Natürlich ist Leistungsport nicht Jux und Dollerei, aber gerade im Breitensport können Abwechslung und ungewöhnliche Anforderungen eine schöne Sache sein. Wer jemals ersucht hat, mit einer kleinen Westentaschenpistole (Browning Baby, Astra Cub) auf 25 Meter eine gute Gruppe zu schießen - die Waffen halten durchweg den 8er-, wenn nicht den 9er-Ring -, der weiß, dass Freie Pistole einfach dagegen ist. :)

    Ich sehe auch noch nicht einmal so wie Du ein Hauptproblem im Leistungsbereich und in dessen Unterstützung, auch wenn das regional wohl unterschiedlich sein kann. Unser Ausbildungskonzept ist so sicher nicht optimal, da stimme ich Carcano ohne weiteres zu. Aber trotz des vorhandenen Gemurkses kommt doch noch immer recht viel dabei herum, wenn man sich mal so unseren Nachwuchs ansieht und auf welchem Niveau da teilweise geschossen wird. Man muss wohl auch sagen, dass der DSB für viele Vereine vor Ort auch erst mal recht weit weg ist. Ich kenne hier vor Ort aber jedenfalls noch genug gute Kaderschmieden, wo ich auch unbesorgt Talente hin vermitteln könnte. Mir macht daher auch mehr der gemeine Breitensport vor Ort Sorgen, welcher eben auch den gemütlichen Rundenwettkampf auf Kreisebene beinhaltet, wo auch jemand mit 320 Ringen seine Freude haben kann. Eine zu starke Orientierung an den Leistungsbereich führt unweigerlich auch zu einer immer stärkeren Konzentration auf weniger Vereine und dort bleibt dann auch erfahrungsgemäß oft nur noch wenig Platz für den Breitensport.


    Das ist ein so dichter und wichtiger Absatz, dass man eigentlich einen Aufsatz als auch nur annähernde Antwort dazu schreiben müsste, und doch Frank nur schwer gerecht werden könnte. Ich will versuchen, meine Bemerkungen dazu etwas zu gliedern.

    a) Im Kader-Bereich ist die Erfassung und Ausbildung nach wie vor ganz gut, jedenfalls in den größeren Verbänden. Da sind auch A- und B-Trainer verfügbar. Das Problem dort ist zum einen die enorme Ungleichheit zwischen großen und kleinen Landesverbänden (die neuen Bundesländer haben's besonders schwer, trotz Suhl). Zum zweiten ist das Kader-Konzept als solches eines, das sich immer wieder neu bewähren und rechtfertigen muss, und keine heilige Kuh. Einige Verbände setzen auf 1 großes und teures Landesleistungszentrum, andere bilden kleinere Subzentren in den Regionen (modisches Neudeutsch nimmt den Deppensingular: "in DER Region"), mit verschiedenen Namen.

    b) Ein altes Problem, das jetzt bedrohlich wird, ist die traditionelle Engführung des Kader-Begriffs, der in DE in den meisten Landesverbänden - es gibt wenige Ausnahmen - nur (!) den Jugend- und Juniorenbereich erfasst.
    Das wird katastrophal, weil diese Altersgruppen einfach wegbrechen. Hier muss mittlerweile schnellstens auch leistungssportlich reagiert werden (geschieht teilweise schon, aber viel zu langsam und zögerlich), indem das Kaderkonzept auf diejenigen Schützen ausgeweitet wird, die auch in Zukunft noch neu zum Sport dazukommen werden. Und das sind zukünftig zumeist Erwachsene, und nicht mehr Youngster, diese Zeiten sind vorbei.

    Jungen Schießsportnachwuchs von höchstem Talent (Weltklasse) gibt es in Indien, Thailand, Mongolei, Malaysia, Iran - aber immer weniger bei uns. Das ist nun einmal so.

    Und dasjenige wertvolle Potential, das wir tatsächlich haben, nämlich junge Migrantinnen und Migranten, wird NICHT genügend angesprochen und beworben. Da gibt's nur pauschale Lippenbekenntnisse zu verbalpolitischer Korrektheit, weil der D_O_SB das so erzwingt, aber ohne echte Handlungen. Der Deutsche Fußballbund ist da weit fortschrittlicher, lässt den Worten Taten folgen, und ist demzufolge auch erfolgreich. Schaut Euch die jungen Spielerinnen dort an.

    c) Große Schwächen - teilweise existenzbedrohende - bestehen auf der unteren Ebene des Trainings und der Anleitung. Sowohl im Hinblick auf Breitensport (was jeder Dorfturnverein hinbekommt, nämlich das Angebot einer regelmäßigen strukturierten [!] und geleiteten "Übungsstunde", ist bei Schützen nicht zu schaffen - warum nicht?), als auch in der Talentsichtung und Weiter(be)förderung. Zum letzteren aber noch separat. Der französische Schießsportverband FFTir ist uns da *enorm* voraus, und hat eine wesentlich besseres und weitsichtigeres Konzept. Noch dazu ein praktikables und einfach umsetzbares. Der DSB (besonders Beate Dreilich) steckt dagegen lieber den Kopf in Papiere und vernachlässigt seine Basis.

    d) "Kleinere Kaderschmieden". Das wäre einmal ein gutes Thema für einen vergleichenden DSZ-Artikel, der einen gewissen Überblick über die ansätze und Konzepte liefert. Mal ehrlich, was weiß denn ein Bezirkssportleiter im Nordwestdeutschen Schützenbund (da, wo das Land platt und das Moor weit ist) über die Arbeit eines C-Trainers in einem kehrwochengeprägten württembergischen Talentzentrum? Und doch haben beide Verbände ähnliche Ansätze entwickelt. Hier wäre Austausch und Befruchtung sehr hilfreich, inspirierend, könnte auch dazu führen, dass man Fehler oder Irrwege der Anderen nicht wiederholt, von Erfolgen dagegen lernt...
    Und genau das unternimmt z.B. der Württembergische Schützenverband, allerdings erst einmal durch gemeinsame Treffen und Austausch auf innerländlicher Ebene; Sobigrufti hat dazu gerade zwei interessante Artikel ins Forum gestellt.

    Die Gründe für dieses Problem sind sicher vielfältig und wohl auch nicht ganz so leicht zu lösen. Nur glaube ich, das dieser Punkt eine der Schlüsselstellen für die zukünftige Entwicklung ist. Aber es ist natürlich in erster Linie mein subjektiver Eindruck und der ist natürlich auch fast nur regional geprägt. Daher muss das auch nicht überall in anderen Regionen so vorrangig sein und ich muss damit auch nicht generell richtig liegen. Aber deshalb tauschen wir uns ja hier auch aus.


    Regionale Unterschiede sind wichtig. Die Probleme der mitteldeutschen Verbände sind in der DSZ von Michael Eisert fantastisch klar und anschaulich analysiert worden. Und das sind durchaus andere als die Probleme in sauerländischen oder niedersächsischen Traditionsschützenregionen. Selbst der demographische Faktor schlägt sich dort anders nieder. Aber man kann eigentlich immer auch von den Anderen lernen. Von anderen Kreisen, anderen Gauen / Bezirken, anderen Ländern, selbst anderen Schießsportverbänden. Man muss nur wollen. :)

    Beste Grüße,
    Carcano

    Einmal editiert, zuletzt von Carcano (4. August 2011 um 11:49)

  • Hallo Frank,

    was ich damit sagen wollte, war, das wir nicht grundsätzlich ein Problem mit unseren Strukturen und insbesondere nicht mit den von uns
    angebotenen Disziplinen haben und bezog sich hauptsächlich auf so Forderungen nach angeblich doch viel moderneren und damit
    vermeintlich auch interessanteren und spaßigeren Disziplinen.

    Da bin ich komplett deiner Meinung. Ich will auch kein Realvideospiel. Sport soll Sport bleiben !

    Ich glaube wir sind da in einer ähnlichen Richtung, haben aber unterschiedliche Definitionen von Leistungssport und Breitensport.

    Oben in der Spizenklasse haben wir wohl kein Problem (Aussage eines Bundestrainers). Ich seh' das allerdings auch anders. Bei den
    Männern Gewehr könnte schon mehr los sein - wenn man bedenkt, dass wir hier in D die beste Liga der Welt haben.
    Aber das soll nicht unser Problem sein.

    Das was ich gemeint habe spielt auf Vereinsebene bei den ganz normalen Schützen, die keine Change auf irgendwelche Kader oder
    Leistungsgruppen haben.
    Ob die dann 320 oder 360 schiessen ist im Prinzip egal. Der 320-Schütze würde bestimmt auch gerne mal 330 schiessen.
    So ist das zumindest bei denen die ich kenne.
    Der ganz normale Schütze wird im Verein alleingelassen.
    Klar bekommt man von den Mitschützen mehr oder weniger brauchbare Tipps, aber das bringt einen im Sinne einer kontinuierlichen Leistungsentwicklung nicht weiter. Diese Tipps sind auch sehr mit Vorsich zu geniessen.

    Eine Betreuung findet aber auf Vereinsebene nicht statt. Es gibt kein geplantes Trainig und keine Trainer. Als Training werden halt immer wieder die üblichen Wettkampfprogramme geschossen ohne wirklich problemorientiert zu trainieren.

    Als Gegenbeispiel nehme ich mal einen Leitathletikverein.
    Da gibt es Trainigsgruppen je nach Alter, Leistungsfähigkeit und Disziplin
    Selbst beim Lauftreff am Samstag ist ein Übungsleiter dabei.
    Und bei allen anderen Vereinen ist es ähnlich

    Nur im Schützenwesen wurstelt jeder mehr oder weniger vor sich hin. Wenn jemand mal richtig gut wird ist das eher Zufall oder halt Ausdauer. Wenn er dann nicht zu alt ist, hat er dann eventuell die Change in einen Kader zu kommen.
    Wobei ich bis auf Landesebene bisher noch nie einen guten Trainer kennengelernt habe.
    Die Guten gibts scheinbar erst ab Bundesebene.

    Warum ist das im Schützenwesen so ?
    Bei allen anderen Vereinen funktioniert es doch auch vernünftig.

    Die Zusammenlegung von Vereinen halte ich für notwendig um die guten Schützenhäuser erhalten zu können und um gute Mannschaften bilden zu können. Denn in einer Mannschaft steigt auch gleich wieder die Motivation.
    Mir fällt kein Grund ein warum in jedem Kaff ein Schützenhaus stehen muss. Die dort vorhandenen Anlagen sind dann oft zu klein um einen Rundenwettkampf in vernünftiger Zeit durchzubringen.
    Der Stammtisch kann ja in die örtliche Kneipe verlagert werden.

    Gruss Axel

  • Vieleicht liegte s einfach daran, dass es Schützen gibt, die zwar zum einen keine Chance, wie Du es sagst, auf Kader haben, auf der anderen Seite aber auch keine Lust darauf haben, sondern einfach nur zum Spaß schießen wollen.
    Natürlich dabei auch die Leistung versuchen zu verbessern, aber das steht nicht im Vordergrund.

    Der Vergleich mit anderen Sportarten ist etwas anders zu betrachten. Auch die normalen Vereine, wie Fußball, Handball, etc. auf lokaler Ebene sind viel auf das ehrenamtliche Engagement ihrer Mitglieder angewiesen. Erst ab bestimmten Leistungsebenen, bekommt der Trainer auch ein Entgeld für seine eigentlich Arbeit.
    Bei meinen Buben haben wir Jahr um Jahr darum gebangt, ob die nächste Fußballsaison weitergehen wird, oder ob die Mannschaft eingestampft wird. Mittlerweile sind wir soweit, dass die Kids und deren Eltern keine Lust mehr darauf haben, ständig zu warten, sodaß es diese kommende Saison keine C-Jugend geben wird. Die meisten anderen Kinder, uns wurde das erst mitte der Sommerferien mitgeteilt, wo keine Sau zu Hause ist, haben sich schon in andere Vereine angemeldet. Das wars mit der Fußballjugend.

    Es sind also nicht nur die Schützenvereine, sondern alle Vereine sind betroffen, von der Miserie. Nur fällt das bei den anderen Vereinen oftmals nicht so arg auf, weil sie wesentlich mehr Mitglieder haben, als ein Schützenverein.

    Würde nun sich ein Schützenverein z.B. mit dem örtlichen Turn- und Sportverein zusammentung und als ein Verein auftreten, würden auch die finanziellen Aspekte besser zu regeln sein.

  • Das Liebevolle kannst du ja eh bei den anderen Verbänden schießen oder hättest du gern, dass der DSB auch diese Disziplinen anbietet?


    Was sollte ich den dagegen haben? Ob da DSB oder BDS/BDMP/DSU auf den Auswertebogen steht, ist doch mir völlig egal

    BBF

  • Das Liebevolle kannst du ja eh bei den anderen Verbänden schießen oder hättest du gern, dass der DSB auch diese Disziplinen anbietet?

    Was spricht denn dagegen, wenn dadurch neue Mitglieder gewonnen werden können und etweas mehr Abwechslung in die Vereine kommt?

  • @BBF

    Was sollte ich den dagegen haben? Ob da DSB oder BDS/BDMP/DSU auf den Auswertebogen steht, ist doch mir völlig egal

    Gerade dir wäre dies nicht egal. Würdest vermutlich zwar mitschießen aber dem DSB dann unterstellen sie würden von anderen Verbänden abkupfern.


    Dan More

    Was spricht denn dagegen, wenn dadurch neue Mitglieder gewonnen werden können und etweas mehr Abwechslung in die Vereine kommt?

    Wie groß wär der Zulauf in einem gewöhnlichen Wald- und Wiesenverein? 1, 10, 100 Personen?


    Axel

    Warum gibt es denn in den Schützenvereinen keinen richtigen Trainigsbetrieb ?
    Warum gibt es keine guten Trainer, bzw die, die es gibt sind so selten, dass sie nur bei den Besten trainieren ?

    Die Schützenhäuser stehen die meiste Zeit in der Woche ungenutzt rum. Und mit einer oder auch zwei unangeleiteten Trainigseinheiten kann man nicht gezielt Leistung aufbauen.
    Ich hab' zwei Jahre versucht einen Trainer zu bekommen. Und obwohl ich sogar bereit war zu zahlen hat das mangels Verfügbarkeit nicht geklappt.
    Ich hatte hier mal nach einem Stand angefragt, an dem man längere Trainigseinheiten machen kann - keine Antwort.
    Die Lehrgänge, die in Wiesbaden durchgeführt werden sind echt klasse - fallen aber öfters mangels Beteiligung aus.

    Warum ist im Schiesssport die Einstellung zur Leistung und dem gezielten Aufbau so extrem schwach ausgeprägt.


    Das mit den fehlenden Trainern lässt sich hier sehr gut verdeutlichen "klick" der Aufwand ist für viele Personen sicherlich zu groß um sich den ganzen (Leidens)Weg anzutun. Die Bürokratie ist hier einfach unüberschaubar...

    Nicht alle seine Fähigkeiten und Kräfte soll man sogleich und bei jeder Gelegenheit anwenden. - Baltasar Gracián

  • Dan More

    [quote='Dan More','index.php?page=Thread&postID=22850#post22850']Was spricht denn dagegen, wenn dadurch neue Mitglieder gewonnen werden können und etweas mehr Abwechslung in die Vereine kommt?

    Wie groß wär der Zulauf in einem gewöhnlichen Wald- und Wiesenverein? 1, 10, 100 Personen?


    @ wegi82,

    jedes neue Mitglied in einem Schützennverein, einer SLG, einer BDS oder DSU Gruppe ist gut für das Schützenwesen.
    Die Wald und Wiesen Vereine sind es letztlich, die den Breitensport anbieten und i.d.R. die erste Anlaufstelle für Jungschützen und sonstige Interessierte.

    Also nenn mir bitte einen Grund, was dagegen sprechen würde, zusätzlich modernere Disziplinen, sofern der Stand es hergibt, in die Vereine mit aufzunehmen, um so ein breiteres Feld an Schützen anzusprechen.
    Ob nun Fallplatte mit der KK oder GK, aber auch mit der mehrschüssigen LP, speedshooting, wie es der BDS anbietet oder Dynamischen KK Schießen mit KK Slebstladegeweheren. Das sind alles durchaus interessante Disziplinen, über die man durchaus nachdenken kann und die auch Frischfleisch in die Vereine bewegen können.

  • @BBF


    Gerade dir wäre dies nicht egal. Würdest vermutlich zwar mitschießen aber dem DSB dann unterstellen sie würden von anderen Verbänden abkupfern.

    Vor was hast du Angst? Es sei dir versichert, dass ich dies nicht tun würde. Zumal das kopieren in anderen Kulturkreisen ein Zeichen von Wertschätzung ist.

    Der Link mit Trainerausbildung hat mich doch interessiert, vielleicht versuche ich noch diesen Trainer C Breitensport zu machen.

    BBF

    2 Mal editiert, zuletzt von BBF (4. August 2011 um 17:32)

  • Dan More

    jedes neue Mitglied in einem Schützennverein, einer SLG, einer BDS oder DSU Gruppe ist gut für das Schützenwesen.
    Die Wald und Wiesen Vereine sind es letztlich, die den Breitensport anbieten und i.d.R. die erste Anlaufstelle für Jungschützen und sonstige Interessierte.

    Also nenn mir bitte einen Grund, was dagegen sprechen würde, zusätzlich modernere Disziplinen, sofern der Stand es hergibt, in die Vereine mit aufzunehmen, um so ein breiteres Feld an Schützen anzusprechen.
    Ob nun Fallplatte mit der KK oder GK, aber auch mit der mehrschüssigen LP, speedshooting, wie es der BDS anbietet oder Dynamischen KK Schießen mit KK Slebstladegeweheren. Das sind alles durchaus interessante Disziplinen, über die man durchaus nachdenken kann und die auch Frischfleisch in die Vereine bewegen können.


    1.) über den Begriff "modern" lässt sich sowieso streiten. Kann dir ja auch einen Apfel auf den Kopf setzen und während ich einen Kopfstand mache schäl ich mit einem Blasrohr die Schale runter. wär das auch modern?
    2.) "der Stand es hergibt" ist der springende Punkt. Kann mir kaum vorstellen, dass sich soviele Stände einen Umbau antun würden wenn sie nicht wissen wie dann die Auslastung sein wird.
    3.) nur weil man einen Stand hat muss das noch lange keine Anlaufstelle sein. Hier sind die Personen die dahinter stehen viel wichtiger. Die braucht es dann auch damit die Leute dann nicht wieder abhauen. Ein GK-Stand nützt nichts wenn in einem Verein nur Luft geschossen wird.
    damit sowas läuft dauert das länger und geht nicht von heut auf morgen...


    @BBf

    Vor was hast du Angst? Es sei dir versichert, dass ich dies nicht tun würde. Zumal das kopieren in anderen Kulturkreisen ein Zeichen von Wertschätzung ist.

    Kann dir nicht sagen wo du hier Angst rauslesen kannst. Es hat sich halt durch deine postings hier im Forum gezeigt, dass du dem DSB eigentlich nichts positives abgewinnen kannst.
    Jaja die "anderen" Kulturkreise... Erzähl das mal einem Industriellen der wird dir dann schon sagen was er von den "anderen" Kulturkreisen in punkto kopieren hält....

    Nicht alle seine Fähigkeiten und Kräfte soll man sogleich und bei jeder Gelegenheit anwenden. - Baltasar Gracián


  • 1.) über den Begriff "modern" lässt sich sowieso streiten. Kann dir ja auch einen Apfel auf den Kopf setzen und während ich einen Kopfstand mache schäl ich mit einem Blasrohr die Schale runter. wär das auch modern?
    2.) "der Stand es hergibt" ist der springende Punkt. Kann mir kaum vorstellen, dass sich soviele Stände einen Umbau antun würden wenn sie nicht wissen wie dann die Auslastung sein wird.
    3.) nur weil man einen Stand hat muss das noch lange keine Anlaufstelle sein. Hier sind die Personen die dahinter stehen viel wichtiger. Die braucht es dann auch damit die Leute dann nicht wieder abhauen. Ein GK-Stand nützt nichts wenn in einem Verein nur Luft geschossen wird.
    damit sowas läuft dauert das länger und geht nicht von heut auf morgen...

    Hallo,

    zu 1.: Er schrieb modern und nicht albern! :rolleyes:
    zu 2.: Viel Umbau ist dazu gar nicht nötig! Für´s Speedschießen kostet es einen etwas anderen Scheibenträger (etwa 20€) und fertisch! Und was die Fallplatte betrifft, so gibt es auch da günstige Lösungen, unter anderem auch für KK-Pistolen (was mächtig Spaß macht)!
    zu 3.: Natürlich braucht es im Verein Leute die es auch passend vermitteln können, ohne macht es ja keinen Sinn. Außerdem kann so etwas mittelfristig umgesetzt werden, sofern die Vereinsmitglieder auch des Willens sind, und genau daran scheitert so etwas meistens!!!

    Gruß
    Turrican

    Gestern standen wir am Abgrund. Heute sind wir einen Schritt weiter!

  • Kann dir nicht sagen wo du hier Angst rauslesen kannst. Es hat sich halt durch deine postings hier im Forum gezeigt, dass du dem DSB eigentlich nichts positives abgewinnen kannst.

    Du solltest einmal versuchen die Beiträge etwas unvoreingenommener zu lesen, ich kann dem DSB durchaus etwas positives abgewinnen, dennoch und da gebe ich dir recht, stehe ich den derzeitigen Strukturen, Personen, Verfahren und Disziplinen nach fast 25 Jahren Mitgliedschaft im DSB kritisch gegenüber.

    Zitat

    Jaja die "anderen" Kulturkreise... Erzähl das mal einem Industriellen der wird dir dann schon sagen was er von den "anderen" Kulturkreisen in punkto kopieren hält....

    Da ich selbst schon im Auftrag eine solchen Industriellen in China war und dort auch die Möglichkeit hatte mit ihm persönlich zu sprechen, muss ich dir sagen, dass du überrascht wärst, wie der das so sieht. Zitat: "Wieso, es ist doch nicht schlecht, dass die Chinesischen Standards unsere Konstruktionsunterlagen als Grundlage haben." Als sich herausstellte, dass die neuen Standards der Chinesischen xxxxwirtschaft die selben "Fehler" beinhalteten wie gewisse Versionsstände der Konstruktionsunterlagen. Der Profit überwiegt den Verlust an know-how. wenn du dafür Zugang zum Markt bekommen kannst.

    2 Mal editiert, zuletzt von BBF (4. August 2011 um 18:50)

  • Hallo,

    zu 1.: Er schrieb modern und nicht albern! :rolleyes:
    zu 2.: Viel Umbau ist dazu gar nicht nötig! Für´s Speedschießen kostet es einen etwas anderen Scheibenträger (etwa 20€) und fertisch! Und was die Fallplatte betrifft, so gibt es auch da günstige Lösungen, unter anderem auch für KK-Pistolen (was mächtig Spaß macht)!
    zu 3.: Natürlich braucht es im Verein Leute die es auch passend vermitteln können, ohne macht es ja keinen Sinn. Außerdem kann so etwas mittelfristig umgesetzt werden, sofern die Vereinsmitglieder auch des Willens sind, und genau daran scheitert so etwas meistens!!!

    Gruß
    Turrican


    zu 1.) vielleicht finde ich ja Fallplatte und Speedschießen albern. also wo ist da die Grenze? 8)
    zu 2.) wie sieht es bei euch aus mit Behörden? Umbau so einfach und dann scheiterts daran?
    zu 3.) die Leute müssten halt erst wieder aus den anderen Verbänden wieder zum DSB wechseln. ob sie das machen ist eine andere Frage. Glaube eher nicht, da sie sich im ihren Verband mit Gleichgesinnten eher wohler fühlen als in einem DSB-Verein mit Tradition.


    @BBF

    bitte such mir mal 5 posts raus in denen du dem DSB positives abgewinnen kannst. bis du die nicht gefunden hast darfst du nichts mehr im Forum posten :D

    anderes Beispiel: 1 Industrieofen verkauft und 1 Jahr später als die Servicetechniker hinkamen mussten sie in ihrem Betrieb anrufen um herauszufinden welcher der Öfen (mittlerweile standen 3 dort) der originale war. sogar die Seriennummer war bei allen gleich.

    Wenn sich die Chinesen nur mit "Standards" zufrieden geben würden wär es ja nicht so schlimm

    Nicht alle seine Fähigkeiten und Kräfte soll man sogleich und bei jeder Gelegenheit anwenden. - Baltasar Gracián

    Einmal editiert, zuletzt von wegi82 (4. August 2011 um 18:30)


  • zu 1.) vielleicht finde ich ja Fallplatte und Speedschießen albern. also wo ist da die Grenze? 8)

    Die Erfahrung der anderen Verbände sowie meine persönlichen Erfahrungen lehren, dass ein größer Teil Personen diese Disziplinen als sehr spannend und interessant betrachten. Ich verwende die Fallscheiben gerne um DSB only Schützen einen Blick über den Tellerrand zu ermöglichen. Und wir sind noch nie mit unverschossener Munition vom Stand gegangen.

    Aber da ich gerade nachgesehen habe, wohnst die ja in Österreich (welches ja ein teilweise liberaleres Waffenrecht hat) von daher kann ich jetzt nicht ganz nachvollziehen warum du gegen den Versuch argumentierst die Attraktivität der DSB Disziplinen zu erhöhen?

    Zitat

    zu 3.) die Leute müssten halt erst wieder aus den anderen Verbänden wieder zum DSB wechseln. ob sie das machen ist eine andere Frage. Glaube eher nicht, da sie sich im ihren Verband mit Gleichgesinnten eher wohler fühlen als in einem DSB-Verein mit Tradition.

    Viele sind doch Zwangsmitglied im DSB, da die Stände zum überwiegenden Teil in der Hand der DSB Vereinen sind. Es geht doch um die Gewinnung von neuen Mitgliedern.

    BBF

  • Eine Betreuung findet aber auf Vereinsebene nicht statt. Es gibt kein geplantes Trainig und keine Trainer. Als Training werden halt immer wieder die üblichen Wettkampfprogramme geschossen ohne wirklich problemorientiert zu trainieren.

    Ich sehe da vor allem ein Defizit im Erwachsenenbereich, im Kinder- und Jugendbereich wird meistens ein strukturiertes Training und geeignete Ausrüstung angeboten, aber erwachsene Neueinsteiger finden in vielen Vereinen keinen Trainer.

    Gerhard Seemüller

    „Great minds discuss ideas;
    average minds discuss events;
    small minds discuss people.“