Mitgliederentwicklung im Deutschen Schützenbund

  • Wie schon gesagt: Ich würde klar davon abraten. Missionierungseifer erweckt Misstrauen und Ablehnung. Das musste die „Waffenlobby“ (ich schreibe das bewusst in Anführungszeichen, denn die richtige Waffenlobby interessiert sich kein bisschen für Sportwaffen) hier bereits feststellen. Den stärksten Eindruck hinterlässt aber sowieso die eigene Erfahrung.

    Bei solchen Aktionen wie Sponsoring von Sportvereinen sehe ich einen sehr großen Stolperstein: Schützen die sich unter Vorwänden an Kinder und Jugendliche heranmachen und sie mit Waffenbesitz und Waffenrecht gewissermaßen zwangsweise konfrontieren? Da würde ich selbst als Jugendleiter eines Schützenvereins ganz entschieden dagegen protestieren. :thumbdown:

    Gerhard Seemüller

    „Great minds discuss ideas;
    average minds discuss events;
    small minds discuss people.“

  • Alsogut geronimo,

    wie sollte dann Deiner Meinung nach die normale Bevölkerung aufgeklärt werden?
    Wie sollen die Lügen der Waffenantis wieder ins gerade Licht gerückt werden?`

    Durch Schnupperschießen, Lichtgewehrschießen, oder sonstige derart gelagerte Veranstaltungen wird das in der Kürze, die den Sportschützen zur Verfügung steht, nicht zu schaffen sein.

    Außerdem, auch im Schützensport betreiben wir Jugendarbeit. Was also ist verwerflich daran, über den Tellerrand hinaus zu schauen und verschiedenen Jugensportmannschaften etwas unetr die Arme zu greifen?

    Die LWB sind Weltmeister darin, Vorschläge zu zerreden und bis zum umfallen zu diskutieren. Aber sehr schlecht darin, auf Vorschläge einzugehen und zumindest zu versuchen diese Vorschläge in die Realität umzusetzen.

  • Hallo, Dan More den Weg den Du beschreibst ist der Richtige. Wir haben zum Beispiel Flyer gedruckt und über eine Firma die Flyer abschnittsweise in der Stadt verteilen lassen. Wir werben in der Zeitung, habe jetzt gerade wieder an unsere Zeitung eine Werbung ab gegeben, wo wir auch Lichtpunkt und Armbrust anbieten. Wir sind in der glücklichen Lage auch Sponsoren zu haben die uns unterstützen. Mehr kann ich als kleiner Verein nicht tun. Jetzt ist es an den Verbänden wach zu werden. Ich habe heute meinen neuen TrainerC Ausweis bekommen, dort steht doch ganz groß drauf Deutscher Olympischer Sport Bund, also lag ich in einem meiner vorhergehenden Berichte gar nicht so falsch! Die Dachorganisation ,wo alle Sportarten vertreten sind müssen unseren DSB mit unterstützen, denn egal welche Sportart betrieben wird, wenn es schon fast fünf minuten nach zwölf ist kann man nur geschlossen vor gehen. Es wird viel Geld ausgegeben, ich wäre bereit einen Euro zu spenden, wenn die dort oben sich einen guten PR Manager anheuern würden der den Laden in Schwung bringt. Da wäre das Geld gut angelegt.

    Gruß Kogge

  • Hallo, Dan More den Weg den Du beschreibst ist der Richtige. Wir haben zum Beispiel Flyer gedruckt und über eine Firma die Flyer abschnittsweise in der Stadt verteilen lassen. Wir werben in der Zeitung, habe jetzt gerade wieder an unsere Zeitung eine Werbung ab gegeben, wo wir auch Lichtpunkt und Armbrust anbieten. Wir sind in der glücklichen Lage auch Sponsoren zu haben die uns unterstützen. Mehr kann ich als kleiner Verein nicht tun. Jetzt ist es an den Verbänden wach zu werden.

    Genau so sehe ich das auch.
    Nicht jeder Verein hat das nötige Kleingeld, um solche Flyer drucken zu lassen. Hier könnte genauso eine art Gemeinschaftstopf bereitgestellt werden, wo die Vereine sich solche Werbemittel drüber anforder können, etc.

    Mein Vorschlag hat auch, nicht wie Geronimo es denkt, mit Missionieren zu tun, sondern mit Aufklärung.
    Wenn ich Missionieren wollte, würde ich versuchen wollen, die gesamte Bevölkerung zu Waffenbesitz zu bekehren. Das ist aber blödsinn.
    Es geht darum, die Bevölkerung aufzuklären, Míßverständnisse auszuräumen und Lügen über den lagen Waffenbesitz zu aufzudecken.


    Ich habe heute meinen neuen TrainerC Ausweis bekommen, dort steht doch ganz groß drauf Deutscher Olympischer Sport Bund, also lag ich in einem meiner vorhergehenden Berichte gar nicht so falsch! Die Dachorganisation ,wo alle Sportarten vertreten sind müssen unseren DSB mit unterstützen, denn egal welche Sportart betrieben wird, wenn es schon fast fünf minuten nach zwölf ist kann man nur geschlossen vor gehen. Es wird viel Geld ausgegeben, ich wäre bereit einen Euro zu spenden, wenn die dort oben sich einen guten PR Manager anheuern würden der den Laden in Schwung bringt. Da wäre das Geld gut angelegt.

    Gruß Kogge

    Genau so sieht es aus!

  • wie sollte dann Deiner Meinung nach die normale Bevölkerung aufgeklärt werden?
    Wie sollen die Lügen der Waffenantis wieder ins gerade Licht gerückt werden?

    Na durch positive Medienpräsenz. :)

    Durch Schnupperschießen, Lichtgewehrschießen, oder sonstige derart gelagerte Veranstaltungen wird das in der Kürze, die den Sportschützen zur Verfügung steht, nicht zu schaffen sein.

    Klar, der eine oder andere Schützenverein hat einige Jahrzehnte geschlafen und fatalerweise die Jugendarbeit und überhaupt die Mitgliedergewinnung vernachlässigt. Da braucht's ein deutliches Zeichen, dass sich der Verein wieder zurück meldet. Nur warum immer diese Weltuntergangsstimmung? Die meisten Schützenvereine haben längst einen Weg gefunden Interessierte und Öffentlichkeit sehr gezielt anzusprechen. Die regelmäßigen Berichte in der Tageszeitung sind sowieso selbstverständlich, oder?

    Hallo, Dan More den Weg den Du beschreibst ist der Richtige. Wir haben zum Beispiel Flyer gedruckt und über eine Firma die Flyer abschnittsweise in der Stadt verteilen lassen. Wir werben in der Zeitung, habe jetzt gerade wieder an unsere Zeitung eine Werbung ab gegeben, wo wir auch Lichtpunkt und Armbrust anbieten. Wir sind in der glücklichen Lage auch Sponsoren zu haben die uns unterstützen. Mehr kann ich als kleiner Verein nicht tun.

    Eine zeitsparende aber kostenintensive Möglichkeit. Ich würde die Flyer entweder selbst austragen oder einfach einem Zeitungsausträger mitgeben. Eine kommerzielle Werbeanzeige ist ebenfalls recht kostspielig. Eine gelungene Vorankündigung (Text + Foto) erzielt sogar oftmals eine bessere Wirkung und ist völlig kostenlos.

    Nicht jeder Verein hat das nötige Kleingeld, um solche Flyer drucken zu lassen. Hier könnte genauso eine art Gemeinschaftstopf bereitgestellt werden, wo die Vereine sich solche Werbemittel drüber anforder können, etc.

    Die deutsche Schützenjugend hat übrigens recht ansprechende Informationen zu Schulsport und Lichtschießen. Die besten Werbeflyer sind aber noch immer die selbst erstellen. Der Verein kennt seine Zielgruppe und weiß am besten wo seine Stärken liegen und was er anbieten kann und will. Ein farbiges Papier und ein normaler Laserdrucker und schon kann's losgehen. Bei vielen Onlinedruckerein gibt's allerdings schon 1000 Flyer für 50 Euro.

    Mein Vorschlag hat auch, nicht wie Geronimo es denkt, mit Missionieren zu tun, sondern mit Aufklärung.

    Das glaube ich dir gerne. Entscheidend ist aber nicht nur wie's gemeint ist, sondern wie's aufgefasst wird.

    Gerhard Seemüller

    „Great minds discuss ideas;
    average minds discuss events;
    small minds discuss people.“

  • Lieber Gerhard,

    egal, wie viel viel gut gemeinte Imagepflege wir betreiben und auch egal, wie viele neue Mitglieder wir gewinnen können, es wird uns nichts nützen, wenn die gesetzlichen Rahmenbedingungen die bisherige Ausübung des Schießsports weiter einschränken oder sogar ganz unmöglich machen.

    Es gibt mittlerweile recht einflussreiche politische Kräfte in diesem Land, die wollen den Schießsport schlicht und einfach verbieten, obwohl sie die Realitäten kennen. Man kann versuchen, sich dagegen zu wehren oder es bleiben lassen. So einfach ist das und mehr Möglichkeiten gibt es da auch nicht. Mit einem tollen Image im Dorf erreicht man da alleine gar nichts. Biathlon hat ein ganz tolles Image. Nützen tut das aber auch nichts.

    Dazu bedarf es wirklicher Lobbyarbeit mit gezielter Einflussnahme auf politischer und auch medialer Ebene. Über die Art und Weise, wie diese Lobbyarbeit vonstatten gehen soll, kann man sicher streiten, aber nicht über deren Notwendigkeit.

    Die Schützen vor Ort und in den Vereinen könnten diese Lobbyarbeit unterstützen, indem sie die wirkliche Bedrohung als solche endlich wahrnehmen und akzeptieren, sich solidarisieren und sich nicht auch noch mit so haltlosen Scheinlösungen wie den Lichtgewehren bei den Gegnern anbiedern würden. Menschen, die sich für ein liberales Waffenrecht einsetzen, sind weder potentielle Gewaltbefürworter noch irgendwie durchgeknallte Waffenfetischisten oder Narren. Richtig schlimm wird es, wenn diese Schichtweise selbst von aktiven Schützen unterschwellig oder sogar offen vertreten wird. Hier wäre einfach mal informieren und dann gründlich nachdenken angesagt.


    Wir sind in den letzten Jahren auch deshalb immer wieder Zielscheibe der Kampagnen geworden, weil wir uns das auch bisher immer gefallen lassen haben und nicht wenige von uns dafür auch noch so schön Verständnis aufgebracht haben.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    • Die Argumente sind ausgetauscht
    • Es wurde verurteilt und in Schutz genommen
    • Einige haben von Ihren Aktivitäten berichtet
    • Andere haben gegrumelt
    • ... und alle sind sich einig, dass es 5 vor 12 ist.


    Die Analyse war also ok. Wie geht es aber weiter?

    • Wer formuliert die Ziele?
    • Wer bindet diese in einen zeitlichen Rahmen ein?
    • Wer teilt die sich jetzt freiwillig meldenden Meisterschützen entsprechend ihren Talenten in Arbeitsgruppen ein?
    • Wer kontrolliert die Erreichung der Ziele und leitet gegebenenfalls unterstützende Massnahmen ein?


    Hört sich skuril an? Ja, leider

    Hallo Volker,
    in einem Betrieb, mit von der Geschäftsführung einheitlich beschriebenen und von allen Mitarbeitern/innen durch aktive Arbeit verwirklichten Ideal- und Formalzielen wirst Du damit Erfolg haben.

    In einem Verbandswesen, mit vielen Häuptlingen mit unterschiedlichsten Ansprüchen und Kompetenzen in der gegenwärtigen und auf die Zukunft ausgerichteten Arbeiten wird das leider nicht funktionieren. Es spielt leider auch keine Rolle, ob in diesem (m. E. sehr gutem) Forum viele Ideen und Ansätze in der praktischen Arbeit an der Basis oder in allen übrigen Foren Lösungen vorgeschlagen werden: Der DSB und seine Untergliederungen aber auch alle anderen Verbände haben die Betroffenheitsschwelle in wirklichkeit noch nicht erreicht.

    Auch an der Basis, in den Vereinen, ist das Problem "Zerfall des Schützenwesens" durch irreal verschärfte Gesetze, Investitions- und Reparaturstau, Überalterung, verändertem Konsum- und Freizeitverhalten, Demographischer Wandel, Forum Demographie , usw. nicht wirklich angekommen. Darüber in Vorträgen zu referieren ist auch mit größtem Engagement und Erläuterung der gegenwärtigen Situation, negativen Zukunftsszenarien nur begrenzt erfolgreich -eben bis zu dem Punkt, wo nach der Empathiephase die Arbeitsphase beginnt/beginnen sollte.

    "5 vor 12" bedeutet bei den einen 5 Stunden, bei anderen 5 Minuten oder 5 Sekunden. Für die ersten Vereine ist die Zeit auch schon abgelaufen - ein stiller Tod. Kaum jemand nimmt daran Anteil. Warum auch?

    Natürlich muss der Verband, bzw. dessen Geschäftsführung die abgestimmten Rahmenbedingungen setzen! Schließlich werden dort auch Arbeitsplätze aus den Beiträgen der noch 1,4 Mio Mitglieder finanziert. An der Stelle sollte schon sowas wie "Selbsterhaltungstrieb" einsetzen.

    Oder "vertraut man oben" darauf, dass die nächste Beitragserhöhung den steigenden Mitgliederrückgang ausgleichen wird? Das wird wohl nicht so einfach sein, eher den Mitgliederrückgang beschleunigen. Auch die anderen Geldquellen Sponsoring und Zuwendungen aus öffentlichen Haushalten/DOSB wird zusehends professionell leistungsabhängig und im Wettbewerb mit anderen Sportverbänden stattfinden.

  • Hallo,

    ich denke mal, wenn die Grünen und die Roten die Regierung übernehmen wo zur Zeit kaum ein Zweifel besteht, sieht es um uns schlecht aus aber sie werden sich kaum trauen unseren Sport von der Bildfläche verschwinden zu lassen. Man wird uns zwar die Daumenschrauben noch fester andrehen, aber wie gesagt unser Dachverband mit seinen untergeordneten Verbänden ist gefragt. Denn wenn es so wäre, würden alle schießsportfreudigen Nationen das nicht so hin nehmen. Denkt mal an Biathlon, moderner Fünfkampf, Auch wenn unsere Gegner noch so viel Krach schlagen, wir sind immerhin 1,5 Millionen und dazu kommen noch eine Menge Sympathisanten. Ich glaube in den schönen Süden unseres Landes gäbe es einen riesigen Aufschrei wenn nicht noch mehr als das.


    Gruß Kogge

  • Hallo,

    ich denke mal, wenn die Grünen und die Roten die Regierung übernehmen wo zur Zeit kaum ein Zweifel besteht, sieht es um uns schlecht aus aber sie werden sich kaum trauen unseren Sport von der Bildfläche verschwinden zu lassen. Man wird uns zwar die Daumenschrauben noch fester andrehen,

    Mit viel Vaseline läßt sich alles ganz gut ertragen.....

  • Das Problem ist doch die desinformation und der Mangel an Information.

    Bislang ist es meist so gelaufen, dass Gruppen wie das AAW und die IANSA, die politisches Gehör haben, ihre Argumente weitestgehend ohne wirkliche und sachliche Gegenwehr verbreiten konnten. Hinzu kommt die Betroffenheitsmethode des AAW, als Angehörige von Opfern.
    Die Medien haben in den seltensten Fällen sachliche und vernünftig argumentierende Vertreter der LWB in Diskussionsrunden eingeladen, weil sie eben alle Argumente der Antis in der Luft zerrissen hätten, binnen weniger Minuten.

    Aber auch in den seltensten Fällen haben sich die Verbände oder das FWR als vertreter der Verbände öffentlich und lautstark zu Wort gemeldet, um haltlose Anschuldigungen und Lügen zu entkräften.

    Der kleine Verein kann nicht die gesamte Aufklärung und PR für den Verband selber stemmen. Die Verbände sind hier gefragt, um eben PR selber zu betrreiben aber auch den Weg an die Landesverbände vorzugeben, wie die PR auszusehen hat.
    Aber diese PR, egal wie sie aussieht, kostet viel Geld, und Herr Kohlheim sagte in einem Interview, dass der DSB dafür keine Gelder übrig hat.
    Und genau hier kommt mein Vorschlag oder auch jeder andere Vorschlag zur Geldgewinnung für PR zum Tragen.

    Wie gesagt, wie diese PR am Ende aussieht ist erstmal Nebensache. Wenn aber die Verbände hier nicht in die Puschen kommen und solche ideen aufgreifen und in die Tat umsetzen, dann wird es nichts werden.

    Die Grünen werden in die Regierung kommen, mit den Roten. Beide, gesteuert durch die Grünen (siehe Koalitionsvertrag BW) wollen insbesondere GK im Schießsport verbieten. Das bedeutet das Schützen aufhören werden.
    Danach wird KK dran sein! Denn das Ziel wird es sein, den Schießsport in Gänze auszurotten.
    In Bremen wettern sie schon gegen die Lichtgewehre und wollen auch diese verbieten lassen.

    Der einzige Weg, dies noch zu verhindern, ist den Parteien den Nährboden für weitere ideologisch gesteuerte Verschärfungen und Verbote zu nehmen, ist die Öffentlich aufzuklären und hinter uns zu bekommen.

  • Hallo,

    Michael wir werden es ertragen müssen. Wir geben hier unsere Meinungen zum Besten, was wir und die Verbände tun sollten, aber ändert sich dadurch was? Auch wenn die dort oben vom DSB unsere Meinungen und Wünsche lesen sollten, ändert das was? Ich glaube, es könnte sich etwas ändern, wenn der Landesverband dem man angehört sich uns anschließt und die dort oben mal kräftig Feuer unter den Hintern macht. Aber meistens laufen auch die schon mit Scheuklappen durch die Gegend, blos nicht anecken.

    Gruß Kogge

  • Hallo Kogge,

    frontal und auf einmal können sie uns zur Zeit wohl noch nicht erledigen. Deshalb bedienen sie sich ja auch der Strategie der kleinen (und größeren) Nadelstiche und greifen uns von allen Seiten her an. Sei es über das total vermurkste Waffenrecht, siehe dazu unsere aktuelle Diskussion bezüglich Altersgrenzen Armbrust, sei es durch weitere Auflagen bezüglich Schießstände, natürlich immer für die Umwelt, sei es durch gezielte Kampagnen der Medien. Hinzu kommt, dass die einzelnen Gruppierungen bewusst gegeneinander ausgespielt werden. Jäger gegen Sportschützen, GK gegen KK und Druckluft, Traditionelle gegen sportliche Schützen usw. Selbst regional treten wir über die Landesverbände oft mit Sonderwegen und Einzellösungen in Konkurrenz zu einander auf und machen einen auf Klein-Klein, statt uns untereinander zu solidarisieren. Wir selbst machen diese Spielchen leider noch viel zu oft mit, weil wir hoffen, uns damit in eine vermeintlich bessere Position zu bringen. Am Ende verlieren wir aber alle.

    Diese Angriffe zeigen auch Wirkung. Ich habe in letzter Zeit schon oft Schützen gehört, die sich fragten, warum sie sich das alles noch antun. Damit wären wir dann auch wieder direkt beim Thema dieses Beitragsstrangs.

    Wie schon gesagt, noch können wir uns wehren oder es bleiben lassen. Die Geschichte zeigt jedenfalls, dass es immer besser ist, rechtzeitig etwas zu tun, statt zu warten, bis das sprichwörtliche Kind erst mal komplett im Brunnen ist.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank - habe eigentlich ein heiteres Gemüt, bin aber auch Realist

  • Hallo Murmelchen,

    wenn wir mal unsere Beiträge von oben nach unten durchlesen, was lesen wir? Wir wollen alle das Gleiche, unseren schönen Sport erhalten. Es fehlt blos die initial Zündung, wer packt es an, wie kriegen wir es hin. Wir werden immer wieder auf den gleichen Nenner kommen, wir die Vereine die wissen was die Stunde geschlagen hat versuchen mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln zu retten was zu retten ist. Aber es bleibt dabei, die Verbände sind an der Reihe. Was sehr wichtig ist, es sollten alle Schießsparten an ein Strang ziehen und sich nich zerfleischen, wie es hier im Forum schon zu lesen war. Jeder Schütze/in soll seinen Guster nachgehen und auch von den Verbänden unterstützt und anerkannt werden. Denn wenn wir uns nicht einig sind, haben unsere Gegner noch leichteres Spiel.

    Gruß Kogge

  • Ich möchte an dieser Stelle nochmals auf den Beitrag von Wilhelm zurückkommen:

    Mitgliederentwicklung im Deutschen Schützenbund - Seite 17 - Organisation und Verwaltung - Meisterschützen

    Natürlich hat Wilhelm recht. Die Struktur des DSB lässt ein echtes Engagement seiner Funktionäre auch nicht zu. Zuviel haben sie zu verlieren, wenn sie gegen den politischen Strom schwimmen. Zu schnell können sie von Fördermittel abgeschnitten werden und dann ist es aus mit reisen, repräsentieren und sich hofieren lassen. Leider gilt das auch für die kleineren Verbände, auch Ihnen kann die Hölle geboten werden, über das Wie mag ich hier nicht reden, zuviele lesen mit.

    Aber was ist dann die Konsequenz? Ausschließlich Aktionen auf Vereinsebene? Sicher besser als Nichts und Hochachtung den Akteuren, aber ist das ausreichend? ich meine Nein, die Politik nimmt nur die Masse war. Die Masse muss vertreten werden, dies geht nun mal nur über Verbände, Lobbygruppen, etc. Ich wäre froh, wenn der DSB diese Lobbygruppe wäre, er ist sie nicht. Zuviele Häuptlinge sagt Wilhelm. In der Tat, so ist es. Aber wir alle sollten die Konsequenz daraus ziehen. Die Schützenverbände können uns zur Zeit aus dieser Misere nicht herausbringen.

    Ich sehe nur noch die Chance über eine verbandunabhängige Interessenvertretung. Nach dem Sündenfall des FWR sehe ich da prolegal als heute einzige existente Alternative.

    Versteht mich bitte nicht falsch. Ich bin im DSB, FWR, BDS und prolegal und zwar nach und nach in dieser Reihenfolge. Ich engagiere mich auch in keinem dieser Verbände auf der "Leitungsebene"; es muss eben auch Indianer geben, nicht nur Häuptlinge. Ein einfacher zur Jagd gehender Indianer, der mit seiner Frau auch Sportschießen betreibt möchte einfach seine Waffen und sein Hobby behalten. Dies ist nur über ein starkes Lobying möglich, das sich ohne Wenn und Aber zum legalen privaten Waffenbesitz bekennt.

    Wie gesagt, prolegal ist für mich zur Zeit die einzige existente Alternative. Die Vereine sind die einzelnen Finger, sie verantworten Sympathie oder Antipathie der Öffentlichkeit. Die Politik aber braucht mehr, sie braucht die Faust - in Gestalt klarer, kompetenter, intelligenter Argumentation mit der Legitimation möglichst aller.

    Ceterum censeo IANSAm esse delendam

  • Ich stimme Volker hier zu.

    Problem ist nur, dass eben zu wenig Zeit übrig ist, und der DSB und das FWR ein Schreiben ab die LV`s herausgegeben hatte, in der sie sich von PL und der FvLW distanzieren und den Mitgliedern abraten in einer der beiden Vertretungen Mitglied zu werden.
    Und hier kommt eben wieder das Leid zum Tragen: Was der DSB seinen LV`s sagt, wird gemacht.
    Von daher, ist es schon schwierig, bis hin zu unmöglich, in der kurzen Zeit, die uns geblieben ist, PL oder die FvLW so stark zu machen dass sie die LWB in Gänze vertreten könnte.

  • Das Beitreten zu einer Lobbygruppe dauert nur wenige Minuten. Es kostet im Monat weniger als ein Trainingstag lang die Munition. Und es erhöht die gegenüber den politischen Entscheidungsträgern wichtige Legitimation durch die banale Mitgliederzahl. Es ist passiv, aber es ist besser als nichtstun. Und alle anderen Aktivitäten, die einige von uns auf Vereinsebene ausführen bleiben davon unberührt.

    Die Ignoranz des DSB und des DJV (ich bin da wütend und traurig zugleich) wäre für mich auch heute kein Grund prolegal nicht zu unterstützen. Und ich bin sicher, dass wir alle froh wären, würden die Funktionäre beider Verbände endlich Ihre Eigeninteressen hintenanstellen.

    Nur Minuten!

    Ceterum censeo IANSAm esse delendam