Mitgliederentwicklung im Deutschen Schützenbund


  • Bislang wurden die Mitglieder eher dumm gehalten, nach dem Motto: was der nicht weis, macht ihn nicht heiß!


    Na ja, über den Satz und die dahinter vermutete Denkweise kann man natürlich auch streiten.

    Müssen wir aber jetzt nicht tun!

    Ich finde den Vorschlag jedenfalls ganz gelungen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

  • Das ist mit Verlaub Bullshit. Bisher sind es eher die Schützen der Olympischen Disziplinen, die durch ihre passivität und untätigkeit in der Öffentlichkeitsarbeit glänzen. Was soll also diese Abgrenzung? [...] Sportschießen wurde doch nicht mit er LuPi oder dem Luftgewehr ins Leben gerufen, sondern wohl viel eher mit Vorderlapdern und Perkussionswaffen. Und die sind nunmal GK vom Kaliber her.

    Sprach's und holte zum Gegenschlag aus... ;)

    Gerhard Seemüller

    „Great minds discuss ideas;
    average minds discuss events;
    small minds discuss people.“

  • Möglich, daraus auf vorbildliche oder mangelhafte Öffentlichkeitsarbeit zu schließen ist allerdings weit hergeholt.

    Gerhard Seemüller

    „Great minds discuss ideas;
    average minds discuss events;
    small minds discuss people.“

  • Zitat von »Dan More«



    Sorry Wilhelm, aber das ist der größte Dünnsinn, den ich bisher gelesen habe.

    Lass dich doch von Wilhelm nicht so auf den Topf setzen. Wir schreiben hier von Luftschlössern. Da würde ich sogar für den DSB, BDMP und BDS je 5€/Monat geben. Aber noch einmal: Die Politik hat den Verbänden mitgeteilt, dass dieses zu Verstimmungen führen würde. Du weißt was dies in der Diplomatensprache bedeutet?


    Manchmal werde ich das Gefühl nicht los, dass du alles weißt und auch alles mitbekommst. Frage mich nur wie das bei der vom DSB betriebenen Geheimdiplomatie möglich ist???

  • Nein, aber ich mache mir meine Gedanken und bekommen seit geraumer Zeit schon mit, was passiert, was getan iwrd und was nicht getan wird.
    Auch hatte ich interessane Gespräche mit anderen Schützen wie auch Präsidenten von unterschielichen Verbänden gesprochen.

    da bekommt amn so einiges mit und kann sich einen Reim darauf bilden.

  • Wichtiger erscheint mir hier, die Gedanken frei zu machen für einen toleranteren Umgang untereinander, damit mehr Geschlossenheit entsteht

    Dem schließe ich mich an. Der Bogensport ist z.B. ein Einstieg. In meinem Berliner Bezirk wird er z.B. vom Turnverein ausgerichtet, der kostenlos die Hallen benutzen darf. Hier würden sich eventuell Vereinspartnerschaften anbieten:
    Winter = Halle = Turnsport und Sommer = Gelände = Schützenverein.

    Vorteil: Die Turner lernen die Schützen kennen zum Wohle der Kinder/Sportler.
    (Ähnliche Erfahrungen hat doch Michael Beutel berichtet, der sein Vereinsheim - sofern mich meine Erinnerung nicht trügt - einer Bauchtanzgruppe und Volksmusikern zur Verfügung stellt (oder ähnlichen Nicht-Schützengruppen)

    Den Menschen da draußen, außerhalb der SV`s muss due Angst vor uns Sportschützen/Waffenbesitzer genommen werden, die von den links gerichteten Medien gestreut wurde.

    Richtig, und dafür benötigen wir leider Geld, weil lediglich die Lokalmedien kostenlos vom Schießsport und der Jagd berichten.

    Von jedem Mitglied des DSB nur € 1,- im Monat. das sind im Monat 1,4 Millionen Euro.

    Es würde bereits 1€ pro Jahr reichen von allen Sportschützen und allen Jägern, sowie € 100,00 von jedem Händler, € 1000 von jedem Großhändler und €500,00 bis €10.000 von jedem Hersteller, je nachdem wieviel Waffen bzw. Accessiores er für Waffenbesitzer herstellt = 2,5 Mio + 100.000 + 500.000-1 Mio
    = 3,1 - 3,7 Mio. € pro Jahr

    Ich habe selbst meinem Verband (VdB) eine Werbekampagne vorgeschlagen, die aufgrund der finanziellen Mittel des FWR ausgeschlagen wurde. Der DSB ist nämlich beim FWR kein ZAHLENDES Mitglied. Er gibt nur seine Mitglieder an. Ich könnte mir vorstellen, dass es beim DJV (Deutscher Jagdverband) ähnlich aussieht, auch bei den anderen überregionalen Verbänden.

    D.h. es IST kein Geld vorhanden. Aber so kann man keine Lobbyarbeit organisieren. Aber es liegt an den Verbandsgeldern an sich. Die Landesverbände versuchen ihre Beiträge, die das LV-Haus, das Sekretariat, die Verbandszeitung uvm finanzieren, so klein wie möglich zu halten. An den DJV und DSB werden minimale Beiträge abgegeben. Und damit kann man keine großen Sprünge finanzieren.

    Wir ALLE sollten uns für ein EINMALIGES Notopfer in der doppelten Höhe wie oben engagieren.= 6,2-7,4 Mio €

    Dann geben wir den Verantwortlichen zwei Jahre Zeit für PR und Kampagnen pro-Waffen. Ändert sich in dieser Zeit die öffentliche Meinung, wird ein ähnlicher Betrag jährlich zum Zwang; ändert sich nichts, bleibt es wie jetzt: minimale Beiträge und keine Lobbyarbeit.

    Vorteile:

    • geringe EINMALIGE Mehrbelastung zum Wohl des Waffenbesitz
    • Planungssicherheit für zwei Jahre
    • mittelfristige Beschäftigung eines professionellen Lobbyisten (mit Kontakten zu den Ministerialbehörden und den Innen- und Rechtsausschüssen) mit der Aussicht - bei Erfolg - auf eine dauerhafte Einstellung (kostet sicherlich 100.000-200.000 € pro Jahr). Der Rest des Etats wird in Kampagnen, Studien und PR aufgeteilt


    Nachteil

    • alle müssten einen Obolus geben (stößt einigen schwer auf)
    • alle Verbandsspitzen müssten sich einigen, es GLEICHZEITIG zu tun
    • alle Verbandsspitzen müssten sich entscheiden, einem Profi einen Haufen Geld anzuvertrauen und gemeinsam geeignete Mittel der Kontrolle finden (Gegenargument: dieser behält seinen Job nur, wenn er etwas bewirkt, sonst läuft dieser aus - kapitalistisch könnte man noch eine Erfolgsprämie oben drauf setzen, damit er sich während der zwei Jahre nicht auf die faule Haut legt, d.h. 100.000 Gehalt plus 100%, wenn sich Wirkung zeigt)


    BTW: Die Briten haben 6 Mio Pfund seit 1997 zusammengesammelt. Sie haben eine super Lobbyarbeit (vereinsübergreifend), beim Amoklauf in Cumbria höchstprofessionell agiert, ihre Mitglieder organisiert, die Parlamente zu kontaktieren (hat funktioniert) und bringen jede Woche mit Unterstützung von Blaser, Swarovski u.a. (jagdlastig, da KK verboten) einen halbstündigen Video-Clip. Sie sind in fast jedem Forum vertreten und werben dort mit sehr preisgünstigen Versicherungen für neue Mitglieder. Es geht also, wenn man sich Mühe gibt und es organisiert. The Countryside Alliance - Countryside Alliance (Nicht wundern, obwohl die Website suggeriert, dass es zum Wohle der Landbevölkerung geht, steht Jagd und Sport an erster Stelle). Übrigens hat diese Lobby schon mehrere Awards bekommen.

  • bzgl. den Kooperationen die hier schon (mehrfach) angesprochen wurden hätte ich auch noch einen Vorschlag. Es tummeln sich ausser Großkaliberschützen auch noch so seltsame Wesen wie Sommerbiathleten im Forum herum. Sobi was ist das??????????????????
    Natürlich Laufen und schießen..... Hier bietet sich -und das tun wir auch- an, sämtliche Laufvereine und Laufvereinigungen die wie Pilze aus dem Boden sprießen anzusprechen und zu integrieren. Leute das Klappt... Selbst wenn ihr von Deutschland nach China wollt müsst ihr einen Schritt nach dem anderen tun...
    Ich rede hier nur vom Südwesten und da haben wir was vorzeigbares aufgebaut.... sogar die Schulkooperation klappt wieder weil Laufen in Verbindung mit SChiesen (und dann noch Biathlon) einfach einen anderen Namen hat. Inzwischen drucken Sie in unserer Heimatzeitung sogar wieder Schützen mit Waffen ab... Was ein Gespräch mit dem Sportredakteur doch bewirken kann. Mann muss nicht unbedingt immer alles auf einmal tun. (PS: Es waren Deutsche Meisterschaften im Sobi in Bayerisch Eisenstein und Württemberg war -mal wieder- erster im Medaillenspiegel. 80 % der Platzierungen im Umkreis von 40 Km von Boll (Meinem Verein)
    Und ausserdem wenn auch schlecht oder runtergeredet bei uns in Württemberg geht auch PR-mäßig was... wartet mal ab. Sogar nach Frankreich liebäugeln die Sobis jetzt.
    jetzt geht es mir wieder besser auch mal was positives vermerkt zu haben. Vielleicht habe ich den Schuß wirklich nicht gehört aber ich möchte zwischendurch auch mal schiessen und nicht nur sorgenvoll an morgen denken. Eine gesunde Kombination aus allem ist hier wahrscheinlich wie immer am Sinnvollsten. Also keine rosa Brille aber auch kein Tick Tick Weltuntergang
    Dieter

  • Hallo,

    Habt ihr schon mal überlegt ob die Vereine da überhaupt mit spielen würden, mit den Vereinen meine ich die Mitglieder aller Vereine. Denn wir wurden ja schon einmal um eine Spende gebeten für die maroden Anlagen in Wiesbaden und das sollte meines Wissens nur für vier Jahre sein. Was hat man in Lübeck gemacht, der DSB hat beschlossen die Erhöhung bleibt es gibt ja noch mehr Baustellen. Wurden wir die Basis gefragt? Ich kann nur von unseren Verein reden, wir hatten auch vom LSB Bremen eine Erhöhung zu dem Zeitpunkt, was mussten wir schweren Herzens machen, den Vereinsbeitrag erhöhen. Ich brauche unseren Mitgliedern zur Zeit nicht kommen um einen Euro für PR maßnahmen.

    Kogge

  • Hallo Sobigrufti,

    ja, zu euren WT-Leistungen, kann man eigentlich nur aufschauen. Herzlichen Glückwunsch zum Sieg in der Medaillenwertung -guck: Allgemein Medaillenspiegel von Deutschen Meisterschaften - Wettkämpfe - meisterschuetzen.net.

    Aber: DER NORDEN HOLT AUF ==> Platz drei in der Medaillenwertung. Die Luft wird also dünner für WT und WF. Und wenn dann im nächsten Jahr auch der KKSV Wendisch Evern (NWDSB) noch dazu kommt - dürfen wir gespannt sein!

    Aber darum geht es hier ja nicht wirklich.

    Die Frage nach der Mitgliederentwicklung im DSB wird hier behandelt.

    Du hast die richtige Antwort schon gegeben: Die Mitgliederentwicklung wird nicht nur bereits jetzt, sondern noch stärker in den kommenden Jahren vom Sommerbiathlon, bzw. Biathlon in vielen anderen Facetten - z.B. Biathlon24.de -
    positiv beeinflusst. Dass dies auch dem Einsatz der Lichtpunktgewehre im vorwaffenrechtlichen Bereich zu verdanken ist, ist schon selbstredend.

    Allerdings entwickelt sich dieser positive Trend nicht durch Vorbehalte und verbalen Austausch - es ist Arbeit gefragt, so wie Du sie erfolgreich in besondere Leistungen auch für die Öffentlichkeit kanalisierst. Die von Dir angesprochenen Kooperationen bringen unseren Sport in die Bevölkerung und damit positiv ins Gespräch - das ist ARBEIT UND PR VON UNTEN!
    Auch uns - Schützenkreis Bleckede (nicht der Schützenverein Deutsch Evern wie im Flyer/im Internet Lauftherapiezentrum Lüneburger Heide GbR fälschlicherweise beschrieben ) der aus dem LV NWDSB kommt und jetzt von einem Schützenverein aus dem Bereich HH, SK Salzhausen, um Mitarbeit gebeten wurde, bietet sich jetzt wieder die Möglichkeit, den Schießsport zu präsentieren.

    Wir freuen uns darauf am 18.09. ca. 150 Teilnehmern, Besuchern einer Walking-Veranstaltung die Faszination unseres Sports zu präsentieren. Unser Team besteht aus 6 Schützen und meiner Frau, die die Gelegenheit nutzt, Nordic-Walking kennen zu lernen.


    "Ziel des Tages ganz im Namen des Nordic Walking (NW) ist es, möglichst viele Menschen, die NW betreiben oder es kennen lernen wollen, gemeinsam in einer Veranstaltung zusammen zu bringen.
    Erfahrungsaustausch, Informationen über Neuerungen rund um das NW sammeln und natürlich das gemeinsame Walken auf verschiedenen Strecken sind die Kernelemente des Tages.
    Aussteller und am Gesundheitswesen beteiligte Institutionen informieren über die neuesten Trends und Entwicklungen. Musikalisch wird der Tag von DJ Salzi begleitet.
    Außerdem findet direkt am See und im Anschluss der 1. Sommerbiathlon für Jedermann mit einer betreuten Laserschussanlage des Schützenvereines Deutsch Evern und der Unterstützung des Schützenvereines Salzhausen statt. Jeder Teilnehmer erhält im Vorfeld die Möglichkeit, ein Schießtraining durchzuführen. Begrenzte Teilnehmerzahl beim Sommerbiathlon: Maximale 90 Teilnehmer.
    Bei Nachmeldungen am Veranstaltungstag gibt es keine Garantie auf einen Startplatz beim Sommerbiathlon. Zum Abschluss veranstaltet das
    L-L-H mit seinen Kooperationspartnern eine große Tombola."

  • Nein, aber ich mache mir meine Gedanken und bekommen seit geraumer Zeit schon mit, was passiert, was getan iwrd und was nicht getan wird.
    Auch hatte ich interessane Gespräche mit anderen Schützen wie auch Präsidenten von unterschielichen Verbänden gesprochen.

    da bekommt amn so einiges mit und kann sich einen Reim darauf bilden.

    Interessant, dass du auf etwas antwortest was an BBF gerichtet war...

    Nicht alle seine Fähigkeiten und Kräfte soll man sogleich und bei jeder Gelegenheit anwenden. - Baltasar Gracián

  • Hallo,

    Habt ihr schon mal überlegt ob die Vereine da überhaupt mit spielen würden, mit den Vereinen meine ich die Mitglieder aller Vereine. Denn wir wurden ja schon einmal um eine Spende gebeten für die maroden Anlagen in Wiesbaden und das sollte meines Wissens nur für vier Jahre sein. Was hat man in Lübeck gemacht, der DSB hat beschlossen die Erhöhung bleibt es gibt ja noch mehr Baustellen. Wurden wir die Basis gefragt? Ich kann nur von unseren Verein reden, wir hatten auch vom LSB Bremen eine Erhöhung zu dem Zeitpunkt, was mussten wir schweren Herzens machen, den Vereinsbeitrag erhöhen. Ich brauche unseren Mitgliedern zur Zeit nicht kommen um einen Euro für PR maßnahmen.

    Kogge

    Hallo Kogge,
    So penetrant es sich auch anhört, es ist m. E. bereits 5 Sekunden vor "aus und vorbei" mit der positven Entwicklung. Wenn nicht jetzt, wann soll denn noch etwas für morgen gemacht werden - nicht für uns, sondern für unsere Nachkommen, die auch die Möglichkeit erhalten sollen, Sport, Traditionen und Geselligkeit in einer doch großen Vielfalt zu pflegen/genießen/meinetwegen auch "konsumieren".

    Es geht auch nicht nur um "einen Euro für PR-Maßnahmen" - es geht um dass was uns scheinbar über zig Jahre so viel bedeutet hat. Gehören die Schützen auch schon zur "Geiz ist Geil-Gesellschaft". Gibt es noch die Verantwortung gegenüber zukünftigen Generationen oder ist es mir schlichtweg egal, was morgen passiert, Hauptsache ich habe meine Ruhe und meinen Spaß?

    Vielleicht sehe ich das zu eng, aber ich werde das Gefühl nicht los, dass diese Generation in einer einzigartigen, mit einer noch niemals in der Geschichte vorgekommenen Abartigkeit durch Egoismus und Gleichgültigkeit unverantwortlich die Zukunft ihrer Kinder belastet. Können wir es nicht doch besser machen, nur für unseren kleinen Bereich?

  • Ich Denke mal, der Springende Punkt ist die art und weise, wie die Verbände das verpacken.

    Problematisch hierbei zu bewerten ist der Punkt, dass die Verbände sich jetzt Outen müssten und somit zugeben müssten, dass sie ihre Mitglieder nicht ausreichend informiert haben, sondern viel mehr vorgegaukelt haben, alles sei gut.

    Herr Kohlheim hat aber offen in einem Zeitungsinterview zugegeben, dass der DSB für breit angelegte PR Aktionen keine Kohle hat!

    Und genau hier haben wir das Problem bzw. das Zünglein an der Waage.
    Die Verbände habe uns Jahrelang gesagt, es wäre alles nicht so schlimm, etc.
    Aber in Wirklichkeit ist es schon lange fünf vor zwölf. Also welchen Tod wollen die Verbandschefs sterben?
    Denn der Verbote oder den vor ihre Mitgliedern, da sie zugegen müssten, diese belogen zu haben?

    Mein Vorschlag mit dem € 1,- im Monat oder alle 6 Monate oder auch nur einmal im Jahr, basiert auf Freiwilligkeit, erfordert aber die Offenheit der Verbände gegenüber ihren Mitgliedern zur generellen politischen Situation der Sportschützen, Jäger und Waffensammler.

    Denn nichts ist gut, ganz im Gegenteil.
    Denn durch dieses Imageproblem der Sportschützen in der Öffentlichkeit und der damit verbundenen Tatenlosigkeit der Verbände in der Öffentlichkeit, haben die Waffengegner wie die Grünen, die unweigerlich nach der nächsten BT Wahl in der Regierung sein werden, erst die Basis, um uns eminenten Schaden zuzufügen.

    Wenn wir es aber nicht schaffen, die Öffentlichkeit auf unsere Seite zu bekommen, das sie hinter uns stehen, sieht es mau aus. Nur mit der Öffentlichkeit hinter uns, entziehen wir den Gegenern wie den Grünen oder der SPD den Nährboden für ihre Forderungen.

    Aber nochmal, dazu müssen die Verbände in die Puschen kommen und gemeinsam etwas auf die Beine stellen, aber allen voran, müssen sie die Mitglieder endlich vernünftig und sachlich aufklären.


    @ wegi,

    shit happens. Leichter Anfall von Nerven verloren oder so.... :thumbup:

  • Man kann ja vielleicht viel denken und kommt dann zu dem Ergebnis, „die Anderen“ haben Schuld. Wenn es darum geht, selber ein bisschen mehr - der eigenen Risiko- und Betroffenheitssituation entsprechend - zur Verbesserung der Situation zu leisten - wird nach Gleichheit und Solidarität gerufen. So geht es mit Sicherheit nicht!

    Es geht nur mit dem Einsatz jedes Einzelnen von uns an der Basis, wo es im Ergebnis darum geht unser schlechtes Image wählerwirksam in ein positives Image zu ändern.

    Diese Initialzündung muss koordiniert von den Verbänden kommen – die stehen als Dienstleister für die Basis unzweifelsfrei in der Pflicht. Der Erfolg wird sich jedoch nur dann wirklich einstellen, wenn wir selber, jeder Einzelne von uns, diesen Imagewandel begleitet (was voraussetzt, dass wir in der Lage sind, uns vorzustellen, warum wir in der Bevölkerung so negativ rüberkommen), wir mit einem geschlossenen Selbstbild und Selbstverständnis unseren Sport vertreten, uns mit Freunden, Nachbarn, Kollegen usw. austauschen und uns den Diskussionen stellen. Es ist m. E. neben der Sportausübung auch mehr ehrenamtlicher Einsatz erforderlich, die Bereitschaft, die von den Verbänden geforderte Dienstleistungsqualität, auch an der Basis durch Mitarbeit (Trainer, Vorstandstätigkeit usw.) den anderen, neuen Mitgliedern zu bieten.


    Passivität in der Vergangenheit kann in der Gegenwart nicht durch Anspruchstellungen und Pseudoaktivität behoben werden.

  • Hallo Wilhelm,
    Deine Argumente stimmen zwar, aber als Vorstand musst du auch deine Mitglieder dazu bringen. Mit welcher Aroganz hat man das denn in Lübeck gemacht. Ich bin der Letzte der sich nicht für unser Schützenwesen einsetzt aber es muss überall stimmen. Der Fisch stinkt immer vom Kopf.
    Gruß Kogge

  • Auch die Ereignisse in Lübeck zeigen mir, dass wir es uns miteinander/gegenseitig sehr schwer machen. Die Kommunikation hat auf beiden Seiten wohl nicht richtig funktioniert - könnte man meinen. Die Art und Weise, wie der Beschluss zur Finanzierung zustande gekommen ist, wirkt nach. Geschlossenheit in der Zukunft wird wohl auch mit dem "Nachtrag Lübeck" für einige Enttäuschte schwer werden.

    Nur sind sie enttäuscht oder haben sie, die Enttäuschten, es schlichtweg versäumt sich selber um Informationen zu kümmern? BLZ_Konzeptunterlagen_small.pdf

    Ich kann es nicht genau sagen, weil mich das Thema a) nicht so sehr interessiert hat, b) ich grundsätzlich dafür bin, dass für die Voraussetzungen zum Sportbetrieb auch Investitionen erforderlich sind. Insofern komme ich mit dem Beschluss zurecht. Ich bin auch grundsätzlich bereit für professionelle Arbeit einen höheren Beitrag zu zahlen - mit dem Ziel, das Leistung und Gegenleistung einander entsprechen.

  • Wilhelm,

    ich habe vollstes Verständnis dafür, dass Du den DSB verteidigst und eher jeden Einzelnen in der Schuld siehst, etwas zu bringen.

    Nur bezahlen ich Beiträge an einen Verband, der nach Besten Wissen und Gewissen auch meine Interessen vor der Öffentlichkeit und vor der Politik zu vertreten hat.
    Vor der Öffentlichkeit kann er das aber nur, wenn er auch Informiert, Aufklärt und kommuniziert.
    Aber nichts davon machen die Verbände.
    Ich beziehe meine Kritik nicht alleine auf den DSB, sondern auf alle Verbände, denn in Sachen Aufklärung und Information hat sich keiner der Verbände einen Punkt geholt.

    Auch Du gehst davon aus, dass Information eine reine Holschuld zu sein hat. Das ist aber falsch.
    Information ist genauso eine Brungschuld. Und es sind nunmal die Vorstände und Präsidenten, die mit der Politik Verhandeln und Diskutieren, die Informationen aber nicht weiterreichen, sondern für sich behalten und dann als das Non Plus Ultra an seine Mitglieder verkaufen, die jedesmal darauf hereinfallen.

    Wenn ein Verein oder Verband, seine Beiträge erhöht oder einen Sonderbeitrag verlangt, oder, oder, oder, dann hat genau dieser Verband seinen Mitgliedern gegenüber, von denen er den Beitrag haben möchte, Rede und Antwort zu stehen und die Informationen entsprechend zu verteilen.

  • Hallo Dan More,

    was den DSB betrifft, kenne ich keine bessere Vertretung meiner Interessen, meinem Hobby Schießsport nachzugehen. Ich weiß auch, dass ein Verband eine viel weitergehende, übergeordnete Aufgabenvielfalt zu bewältigen hat, als die Einzelinteressen von Dir und mir umzusetzen. Das führt zwangsläufig dazu, dass mir die Ergebnisse der Verbandsarbeit mal mehr oder weniger gut gefallen. Sollte in der Summe der Wertungen am Ende ein dauerhaftes „Minus“ herauskommen, muss ich mich entscheiden, ob ich weiter Beiträge zahle oder meine Mitgliedschaft aufkündige. Eine weitere Option wäre, sich aktiv an der Verbandsarbeit zu beteiligen.

    Bei einer existenziellen Thematik (weitere Verschärfung des Waffengesetzes, Imagepflege, Finanzierung …) kann ich nicht nur bewerten oder fordern, sondern dann bin ich auch in der Pflicht, zusammen mit dem Verband etwas im Rahmen meiner Möglichkeiten für die Problemlösung zu tun:
    Informationen holen und geben gehört ebenso dazu wie die Bereitschaft zu Umlagen und aktiver Mitarbeit.
    In meinem LV hat das dazu geführt, dass ich Seminare für Öffentlichkeits- und Nachwuchsarbeit angeboten und durchgeführt (1x) habe – sehr erfolgreich nach Meinung der Teilnehmer/innen. Eine Wiederholung durfte nicht stattfinden. Fatal ist nur, dass ich auf meine Frage nach dem Warum bis heute keine offizielle Antwort erhalten habe.

    Da, wie schon oft beschrieben, das Lichtschießen hier eine Erfolgstory ist, werde ich, meine Arbeit fortsetzen. Erfolg motiviert natürlich. Soll ich wegen der Inkompetenz und Trägheit eines Landesverbandes an dieser Stelle mit meiner Arbeit aufhören, an einem Punkt, wo genau das, was dringend gefordert wird, nämlich eine erfolgreiche Nachwuchsarbeit zu leisten, mein Beitrag ist?

    Würde ich damit aufhören, müsste ich konsequent sein und auch den Verband verlassen, mir ein anderes Hobby suchen. Stillhalten und zuschauen, wie der Karren noch weiter in den Sumpf gefahren wird, kann ich nicht.

    Natürlich hat der DSB es versäumt, sich durch interne und externe Maßnahmen auf eine seit langem erkennbare negative Entwicklung anzupassen. Die Mehrheit der Mitglieder hat diese negativen Entwicklungen doch auch mitbekommen – oder? Somit besteht aus meiner Sicht ein „Versäumnis-Kollektiv“ Verband-Verein-Mitglied. Alle haben mehr oder weniger die Augen zugemacht.

    Nein, ich gehe nicht davon aus, dass Informationen Holschulden für die Mitglieder sind – nur dann, wenn ich der Meinung bin, dass die Verbands-Informationen m. E. falsch, unvollständig oder missverständlich sind.

    Das Thema mit der „Geheimdiplomatie“ bleibt mir unverschlossen. Keine Ahnung was wann wie kritisch und mit welchen Zugeständnissen von wem bei der Gesetzgebung gegen unsere Interessen gelaufen ist.

    Beitragsanpassungen können nur nach einem strengen Procedere beschlossen werden. Da sollten schon alle notwendigen Fragen gestellt und beantwortet worden sein.

  • Wilhelm,

    ich bewundere, wie Du hinter dem DSB stehst und ihn aus allen Lagen verteidigst.
    Ganz ehrlich!

    Mir geht es nicht darum, was der einzelne kleine Michel in seinem Verein oder Kreis oder seiner Gau macht, da dies nur Regional ist und von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen wird.
    Mir geht es um die breite Masse der Bevölkerung, um nichts anderes. Und genau hier, und wie schon mehrfach erwähnt, sehe ich alle Verbände in der Bringschuld die Interessen aller Mitglieder, also auch Deine und meine in unserem Sinn zu vertreten. UNd das macht nunmal keiner der Verbände, denn sonst würden bereits breit angelegte Aufklärungs und Werbeaktionen laufen, die über das leidige Thema Lichtschießen hinausgehen.

    Leider ist es auch so, dass die kleinen Vereine ihre Informationen eher gefiltert von ihren Gau- oder Kreisen erhalten. Informationen, die kein Siegel des DSB auf sich tragen werden oft nicht anerkannt oder akzeptiert.
    Wir haben vor einigen Monaten eine Infoveranstaltung in einem Schützenverein abgehalten. Da konnte man sehen, wie die Augen aufgingen und das Gehirn anfing zu rattern, als wir die aktuelle Rechtslage ansprachen.
    Frage mal W.Stoecker, wie das da war.

    In dieser Beziehung haben alle Verbände, nicht nur der DSB, gänzlich versagt, seine Mitglieder hinreichend zu informieren, oder wusstest Du schon, dass die ersten Gespräche und Vereinbarungen stattfanden, bei Bestandsbesitzern anstelle von Digitalen Sperrelementen oder neuen Tresoren, biometrisch gesicherte Schlüsselschränke in der Diskussion sind?

    Die Verbände gehen nur davon aus, dass sich das kleine Mitglied seine Inforamtionen selber holt, ob sie dann richtig sind oder nicht, das interessiert die Verbände nicht. Nur haben hier die Verbände in meinen Augen eine Informationspflicht zu erfüllen, der sie nicht nachkommen.

    Ich spreche hier auch nicht von der sportlichen, sondern von der rein politischen Seite.
    Oder sollen wir einfach nur die Verbände machen lassen, bis sie uns sagen, dass wir nun alle aufs Amt tingeln können, um unsere Sportgeräte zur Vernichtung abzugeben?
    Die Verbände hätte gemeinsam ein ungeahntes Machtpotential, wenn sie die Mitglieder vernünftig informieren und mit involvieren würden. Aber aus Angst vor Politikern, die möglicherweise verärgert sein könnten, halten sie die Mitglieder lieber dumm.

    Und genau das ist letztlich der Grund, warum Vorschläge wie der meine nie durch die Verbände umgesetzt werden wird.