Mitgliederentwicklung im Deutschen Schützenbund

  • Hallo Zebo,

    vielen Dank für deinen wirklich gelungenen Beitrag.

    Die von Dir gemachten Anmerkungen bezüglich des friedlichen und lockeren Umgangs der Schützen auch über die Verbände hinaus kann ich aber auch für meine Region, zumindest aber für den Bereich, in dem ich mich so bewege, bestätigen.

    Die hier im Forum zu Tage getretenen Extrempositionen, sowohl in der einen wie in der anderen Richtung, kenne ich auch sonst so nicht. Ein paar Bedenkenträger gibt es zwar überall, aber diese richtig extremen Positionen habe ich bisher auch nur im Internet und zwar auch nur von ganz wenigen Protagonisten vernommen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank


  • Statisch vs. dynamisch

    Ein Blick in die Sportordnungen von BDS und BDMP zeigt, daß auch dort die meisten Disziplinen relativ statisch sind, d.h. Schießen und Bewegung werden nicht miteinander kombiniert. Ich denke hier im BDMP z.B. an das (auch vom DSB her bekannte) Schießen mit Ordonannzgewehren und -pistolen, ZF-Gewehren und GK-Standardgewehren 100 m und 300 m. Deshalb ist es m.E. eine unzulässige Verkürzung, wenn einerseits der DSB als „statisch“ und andererseits BDS und BDMP als „dynamisch“ dargestellt werden. Ich vermute ganz stark, daß keineswegs die Mehrheit der BDS-Mitglieder IPSC betreibt. Schon deshalb sollte man mit derartigen Verallgemeinerungen vorsichtig sein.

    Na ja, es gibt im BDS und BDMP statische Disziplinen. Darüber hinaus aber eben jede Menge halb-dynamische (Mehrdistanz, PPC1500, NPA, PP1) und richtig dynamische wie IPSC und EPP. Darüber hinaus wird oft über die Zeitkomponente und/oder durch verschiedene Anschlagsarten (bei Kurzwaffen) eine gewisse "Dynamik" erreicht.


    Zitat

    Das Verhältnis zwischen den Verbänden, …

    [...] Das hat sicher auch damit zu tun, daß die ostdeutschen DSB-Landesverbände sehr GK-freundlich sind. Insoweit dürften starke Unterschiede zu manchen westdeutschen DSB-LVs bestehen.

    Dies könnte durchaus sein, schließlich werden auch reine DSB GK Schützen von echten "olympischen" Sportschützen schräg angemacht.


    Zitat

    Wie ich trainiere

    Schon bei meinem ersten Erscheinen im Verein hatte man mir angeboten, daß ich natürlich mit sämtlichen Vereinswaffen in allen Kalibern schießen dürfe, sofern ich dies wolle. Von einem Druck, zunächst nur Luft oder KK zu schießen, konnte und kann zumindest hier keine Rede sein.

    Na, da sei froh!

    Zitat

    Allerdings kam ich schnell zu der Erkenntnis, daß ich zunächst kleinere Brötchen backen sollte. D.h. im vergangenen Jahr habe ich nur Luft geschossen und seit Februar trainiere ich verstärkt KK. Hier möchte ich zunächst ein – für mich – befriedigendes Niveau erreichen, bevor ich mich dann voraussichtlich im nächsten Jahr den GK-Kurzwaffen zuwenden werde. Das ist das Ergebnis meiner autonomen Entscheidung und ein anderes Vorgehen wäre in meinem Fall wohl Geld- und Munitionsverschwendung. ;)

    Jeder wie er mag. Jedoch wie ich es an anderer Stelle schon schrieb, es gibt Schützen die sich bei GK extrem schwer tun einfach weil sie nicht "Schussfest" sind. Bei meinem Kameraden hat es ca. 2000 Schuss gebraucht bis er dies im Griff gehabt hat.

    Zitat

    GK und viele Disziplinen als Allheilmittel?

    Das Beispiel des Landesschützenverbandes Sachsen-Anhalt zeigt m.E. auch, daß das Großkaliberschießen sowie die Disziplinenvielfalt allein keine Allheilmittel für die (Mitglieder-)Probleme im Schießsport sind. Der LSV ST hat die umfangreichste Liste B aller DSB-Landesverbände. GK-, Western- und Schwarzpulverschießen etc. werden hier viel und gern betrieben. Dennoch hat unser Landesverband ganz erhebliche Probleme mit seiner sinkenden Mitgliederzahl und der immer älter werdenden Mitgliederschaft (2/3 sind über 45).
    GK und eine Vielzahl von Disziplinen sind allein offenbar nicht hinreichend attraktiv, um neue Mitglieder in die Vereine zu ziehen.{/quote]

    Wenn es nicht aktiv kommuniziert wird und sich eine "Community" bildet nutzt es nicht.

    [quote]Und das, obwohl der „Uniformzwang“ (ein weiterer, berechtigter Kritikpunkt an den DSB-Vereinen) hier in der Region fast nirgends mehr durchgesetzt wird. Wirklich anziehend nach außen wirkt m.E. vor allem gezeigte Leistung, egal in welcher Disziplin. Insofern sollte man auch örtliche Schwerpunkte setzen, was z.T. ja schon geschieht.

    Was für Schwerpunkte?

    BBF

  • Die anderen Verbände, wie der BDS, die DSU oder der BDMP sind ja letztlich aus dem DSB entstanden, wenn man es so sagen will.
    Die Diszipline sind meist sehr ähnlich in der Durchführung, wie ich einem anderen Thread bereits erwähnt habe und es werden noch zusätzliche Disziplinen angeboten, wie das IPSC, PPC1500, CAsE, etc.
    Aber in ihrem Ursprung sind wohl alles eher DSB Diszipline, die etwas abgewandelt wurden. Und die verwendeten Sportwaffen sind etwas andere. Was sie aber nicht weniger zu Sportschützen macht.

    Die Probleme untereineander aber sind etwas komplizierter und immer von verschiedenen Faktoren abhängig.
    Wir haben einmal die Schützen selber. Mit einigen Ausnahmen, gibt es unter den Schützen weniger Probleme. Die meisten, zumindest die, die ich kennengelernt habe, kommen gut mit allen aus.
    Dann haben wir die Verbände, wo der DSB, als größter Verband, nach Außen hin, der Global Player sein will und im Namen aller Schütze sprechen möchte. Die anderen Verbände, sieht man sehr selten in irgendwelchen Diskussionsrunden oder in politischen Sitzungen.
    Daher rührt auch oftmals der Unmut, da der DSB mit dem FWR zusammen, letztlich die ganzen Entscheidungen trifft und die anderen Verbände vor vollendete Tatsachen stellt. Das hinterläst nunmal einen leicht sauren nachgeschmack.

    Mein Wunsch wäre es, dass bei Sitzungen mit der Politik, entweder alle Verbandsoberen anwesend sind, oder der DSB zumindest sagt: "Moment, dass kann ich so nicht ohne die anderne Verbände entscheiden, da es alle betrifft!"
    Aber das machen sie nicht.

  • Darüber hinaus wird oft über die Zeitkomponente und/oder durch verschiedene Anschlagsarten (bei Kurzwaffen) eine gewisse "Dynamik" erreicht.

    Das gibt es im DSB ebenfalls. Z.B. in den Disziplinen Schnellfeuer- und Standardpistole. Oder in den Zeitserien mit dem Selbstladegewehr (5 Schuß in 10 bzw. 30 sec). Auch die "lauflastigen" Disziplinen Sommerbiathlon und Schützenduell könnte man an dieser Stelle noch nennen.


    Was für Schwerpunkte?

    Mir sind beispielsweise Vereine bekannt, die sich stark auf die Pistolen- bzw. Flintendisziplinen konzentrieren und damit in sportlicher Hinsicht recht erfolgreich sind.


    @ Dan More:

    Zitat

    Daher rührt auch oftmals der Unmut, da der DSB mit dem FWR zusammen, letztlich die ganzen Entscheidungen trifft und die anderen Verbände vor vollendete Tatsachen stellt. Das hinterläst nunmal einen leicht sauren nachgeschmack.
    Mein Wunsch wäre es, dass bei Sitzungen mit der Politik, entweder alle Verbandsoberen anwesend sind, oder der DSB zumindest sagt: "Moment, dass kann ich so nicht ohne die anderne Verbände entscheiden, da es alle betrifft!"
    Aber das machen sie nicht.

    Hier liegt, glaube ich, eine Fehlwahrnehmung vor. Mir ist von höheren BDS-Funktionären mehrfach gesagt worden, daß die waffenrechtliche Zusammenarbeit mit dem DSB recht gut funktioniere, insbesondere bei der Abstimmung von Positionen gegenüber der Politik. Jürgen Kohlheim hat zudem in der Öffentlichkeit mehrfach expressis verbis alle vom BVA genehmigten Disziplinen aller Schießsportverbände verteidigt. Deshalb kann m.E. von vollendeten Tatsachen, vor die die übrigen Verbände gestellt würden, keine Rede sein. Zumal ja BDS, BDMP und DSU selbst Mitglied im FWR sind (im Gegensatz zum DSB) und auch auf dieser Schiene Einfluß nehmen.

  • Hallo Zebo,
    vielen Dank für den Hinweis auf das "Schützenduell". Bei Öffentlichkeitsveranstaltungen mit Lichtpunktgewehren (z. B. bei großen Jugend-Fußballturnieren) haben wir das Prinzip unter "Quick-Biathlon" angeboten. Das Interesse war riesengroß, den Kindern hat die Kombination aus Dynamik und Statik viel Spaß gemacht - und nicht nur den Kindern. Manches Duell wurde als Familien-Duell (Eltern-Kinder) ausgetragen.

  • Hier liegt, glaube ich, eine Fehlwahrnehmung vor. Mir ist von höheren BDS-Funktionären mehrfach gesagt worden, daß die waffenrechtliche Zusammenarbeit mit dem DSB recht gut funktioniere, insbesondere bei der Abstimmung von Positionen gegenüber der Politik. Jürgen Kohlheim hat zudem in der Öffentlichkeit mehrfach expressis verbis alle vom BVA genehmigten Disziplinen aller Schießsportverbände verteidigt. Deshalb kann m.E. von vollendeten Tatsachen, vor die die übrigen Verbände gestellt würden, keine Rede sein. Zumal ja BDS, BDMP und DSU selbst Mitglied im FWR sind (im Gegensatz zum DSB) und auch auf dieser Schiene Einfluß nehmen.

    Du hast es korrekt beschrieben, Zebo. So verhält es sich tatsächlich.

    Carcano

  • @BBF

    Ich habe das Gefühl, du warst noch nie auf einer großen DSB-Meisterschaft, wie z.B. Die Bayerische oder Deutsche Meisterschaft in München, denn dann würdest du deine Aussage " auch reine DSB-GK-Schützen werden von den "Olympischen" schief angesehen" nie machen!

    Dort finden z.B. die Waffenkontrolle vom LG bis zum schwersten GK gemeinsam statt, Wettkämpfe in LG,KK,GK oder Trap verlaufen parallel. Die Schützen "besuchen" die jeweils anderen und schauen ihnen bei ihren Disziplinen zu, egal ob olympisch oder GK.

    Du tust mir ehrlich gesagt schon leid, dass du all diese schönen Facetten des friedlichen Miteinanders nie kennen lernen durftest und stattdessen so verbittert für deine vermeintlichen Ziele kämpfst (kämpfen musst?)

    Mit bestem Schützengruß aus Niederbayern

    dingo

  • Es gibt zwar *manche* Funktionäre in manchen Landesverbänden (weniger in der DSB-Leitungsebene), die das so sehen, und natürlich viele Trainer (Evelyn Höller im RSB ist die einzige mir bekannte Trainerin, die insoweit toleranter und offener ist). Aber es prägt nicht "den" DSB und "die Atmosphäre in den DSB-Vereinen und Verbänden insgesamt, Gottlob nicht. Die Beispiele des friedlichen und konstruktiven Miteinanders sind häufiger. Und ist Hessen ist der unsägliche Seeger nun auch endlich abgetreten.

    Gruß, Carcano

  • autsch.....

    ich habe es ja schon weiter vorne erwähnt.
    Die Vielfalt, die Jugendarbeit, etc. ist stark Regionsabhängig und Vereinsabhängig.

    Ich glaube es ist unumstritten, dass es noch immer Schützenvereine in Deutschland gibt, die sehr rückständig und borniert sind. Nur ihre eigenen Disziplinen sehen und alles andere nicht anerkennen oder wollen, genauso wie es Vereine gibt, die offen für alles sind, was möglich ist.
    Ich glaube auch nicht, dass der Hauptstreitpunkt hier ein Mangel an Disziplinen in den jeweiligen Verbänden ist, sondern eher, wie schon ein paar mal erwähnt, die eher ablehnende Haltung mancher Vereine und deren Vorsitzenden.
    Ich selber kann mich über das Miteinander in anderen Vereinen nciht beklagen, was ich auch nicht mache, sondern viel eher über bestimmte Geschehnisse in der Verbandsführung, wie der unsägliche Auftritt Ambachers im BR Alpha, die mangelnde Gegensteuerung bei Verleumdungen und Diffamierungen in den Medien, seitens der Verbände (da passiert schlichtweg zu wenig), die formelle Ablehnung anderer Interessensvertretungen (wie Pro Legal oder die FvLW) die in einem Rundschreiben des DSB ausgesprochen wurde, etc.
    ich denke das sind Situationen, die nahezu jeder von uns schon mal mitbekommen hat und, wenn er ehrlich ist, nur mit dem Kopf schütteln konnte.

    Es ist soweit richtig, dass ein Herr Kohlheim immer wieder mitteilt, dass der DSB hinter all seinen Disziplinen steht, nur bringt das recht wenig, wenn zum einen im Vorfeld Herr Ambacher bestimmte Disziplinen im TV verleumdet und zu anderen diese Mitteilung von Herrn Kohlheim dann einige Tage danach kommt, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen und ertrunken ist. Von den Zuschauern der BR Alpha Sendung, wird kaum einer diese Mitteilung mitbekommen haben.
    Auch hat man einen Herrn Gepperth vom BDS oder einen Herr Gepperth vom BDS oder einen Herrn Streitberger vom FWR im TV sehen können, was aber eher die absolute Seltenheit darstellt, genauso wie das Erscheinen in Sachverständigen Ausschüssen der Regierung, wie kurz nach Winnenden.

    Was genauso sauer aufstößt ist die mangelhafte Transparenz der politischen Gespräche und die damit verbundene Informationspolitik zu der Basis runter. Hier geschieht viel zu wenig, aus meiner Sicht.

    Wir dürfen auch eines wirklich nicht vergessen, z.B. in Bayern scheint eine eher weniger negative Einstellung der Bevölkerung zum Sportschießen zu herrschen, als in anderen Bundesländern, wie Baden Würtemberg, NRW oder Bremen. Oftmals ist es auch abhängig von den Gemeinden und Städten.
    Ich finde es sehr gut, dass in Bayern die Jugendarbeit zu funktionieren scheint und damit auch für Nachwuchs gesorgt wird, aber in anderen Bundesländern sieht es nunmal etwas anders aus. In meinem Verein, findet keine Jugendarbeit statt, leider. Warum, kann ich nicht sagen, ich weis es nicht, es ist aber so.
    Und wie in meinem Verein, wird es auch in vielen anderen kleinen Schützenvereinen auch sein.
    Sind da die Disziplinen schuld? Keine Ahnung, wohl eher die ploitische Lage, die negative Einstellung zu dem Sport, die Dank Politik und Medien erzeugt wird, aber auch das heraufgesetzte Mindestalter, dass es schwer macht für NAchwuchs zu sorgen, wenn die Kinder schon in den Fängen der anderen Sportarten sind, wie Fußball, Leichtathletik, etc.
    Weitere Sportarten hinzunehmen, wollen viele Kinder nicht, da sie dann kaum noch Zeit für Freunde haben und die Eltern auch nicht, da sonst das Schulische zu kurz kommt und die Kinder auch zum Sport gebracht werden müssen. Und darauf hat die heutige Generation von Eltern leider kaum noch lust.

    Die Gründe, für den Mitgliederschwund, worum es ja in diesem Thread eigentlich geht, sind vielschichtig und auch Regionsabhängig. Was beim einen klappt, muss nicht auch beim anderen Verein oder Bundesland klappen.

    Was es defakto nichts bringt, ist wenn wir uns weiter hier die Köpfe heißlamentieren, wie scheiße oder toll dieser und jener Verband ist. Jeder hat seine positiven und negativen Erlebnisse mit seinem Verband oder Landesverband gemacht. Es ist nicht alles Friede, freude Eierkuchen, weder im DSB, noch im BDMP, der DSU oder dem BDS. Das hat man aber in allen Sportarten und Vereinen so. Der einzige Unterschied ist aber, dass in keinem anderen Sport, soviel Negativpresse und so eine negative Grundeinstellung vorhanden ist, wie beim Sportschießen.

  • Hallo Dan More,
    zum Thema "Spaltung" sei folgendes angemerkt. In meinem jetzigen Verein wird zwar nicht geknobelt, aber schiessen ist eher eine Begleiterscheinung. Im Schülerbereich wird noch immer aufgelegt geschossen, die Anforderungen des DSB insgesamt nicht eingehalten. Meine Überlegung geht dahin mich möglicherweise von diesem Verein zu trennen, er entwickelt sich nicht weiter. Mit einem Pressluftgewehr gelte ich dort als "Sportschütze", die Ergebnisse beweisen das Gegenteil. Das aber eine Verbesserung möglich ist, das Schiessen den Älteren erleichtert wird, dies wird nicht erkannt und das sind mögliche Gründe um den Verein zu wechseln.

  • Hallo Heiko,

    das was Du schreibst, hat ja vordergründig erstmal nicht viel mit Spaltung zu tun, sondern zeigt ehr das auf, was ich geschrieben hatte.
    Nämlich die regionalen Unterschiede in den Vereinen.

    Aber was hindert Dich daran, in Deinem Verein mehr auf Leistung zu gehen und auch die Jugend dahin aufzubauen?

  • Ich will es mal so formulieren und werde dafür wahrscheinlich ein wenig die Fänge ernten:

    Vieles von dem, was über Waffenrechtsthemen geschrieben wird, ist oftmals Panikmache. Vieles aber auch nicht.
    Eine gewisse Panik wird häufig versiúcht zu verbreiten, eher unbewußt, in dem alle Zwischenfälle, bei denen Schusswaffen im Spiel waren, zu zerpflücken und überall zu verlinken. Damit verbreiten wir meist auch Themen, die gar nicht so verbreitet worden wären.
    Aber es gibt auch einige Themen, über die wir uns schon unsere Gedanken machen müssen und auch diese Informationen verteilen sollten, wie alles rund um Armatix, bzw. die Verordnungsermächtigung des BMI zur Waffenaufbewahrung und der darin enthaltetenen Passage der Biometrie, oder auch die politische Entwicklung, die derzeit den legalen Waffenbesitzern eher negativ eingestellt ist (siehe BW mit MP Kretschmann, der selber Sportschütze ist, aber GK verbieten will). Die Befürchtung ist realistisch, dass hier abermal versucht werden wird, entgegen allen Fakten und gesundem Menschenverstand, einen faulen Komromiß mit der BW LAndesregierung und somit mit den Grünen einzugehen.
    Das würde abermals eine Scheibe der eh schon sehr dünnen Salami der LWB bedeuten.

    Manchmal ist es aber auch erforderlich, gewissen Themen eher aggressiv an den Mann zu bringen, da sie sonst Gefahr laufen nicht erkannt zu werden.

  • Um nochmal auf da Ursprüngliche Thema zurückzukommen, die Mitgliederentwicklung.

    ja, wir tangieren das Thema ab und an immermal wieder ;)

    Die Schützenvereine haben es Jahrzehntelang versäumt sich den begebenheiten anzupassen.

    Es fehlt in den Schützenvereinen nicht nur die Jugend, es fehlt die Basis der 18 - 45 Jährigen und das massiv. Es geht hier bei uns im bezirk sogar soweit, das bis zu 80% der Mitglieder in einem Verein in der Alters bis Seniorenklasse angesiedelt ist. Die vereine veraltern zusehens.
    es wird sicherlich nur noch zwischen 10 - 15 Jahre dauern, dann haben wir 20 - 30% weniger Schützenvereine wie heute und der negativtrend wird dann sicherlich noch anhalten.

  • Lasst die Gegner doch "unter Beobachtung" totrennen, und ich gehe davon aus, das wenn unsere Verbände -wie immer die auch heissen- dann eingreifen wenn notwendig würden unsere Schießsportgegner ganz nett alt ausssehen. Das wäre doch auch eine Alternative wenn auch etwas blauäugig.

    In der Tat, sehr blauäugig.

    Wenn unsere Verbände dies bei den letzten Gesetzesverschärfungen und bei den derzeitigen Anfeindungen die wir erfahren müssen getan hätten und tun wollten hätten sie das wohl getan. Aber die Schmuse-Appeasementpolitik die da getrieben wird ist viel zu PC als daß sie etwas in unserem Sinne bewirken würde. Und daß Ambacher/Keusgen/Lange usw. bzgl. legalem Waffenbesitz bei den Kaminzimmergesprächen mal "auf den Tisch hauen" glaube ich eher weniger. Da gibt's Kaffee und Schnittchen, etwas smalltalk, bussibussi, das Versprechen auf weitere "Gespräche" und das war's.

    Wenn's mal wieder hart auf hart kommen sollte steht keiner der "gepeaseten" Politiker hinter uns, da könnt Ihr euch drauf verlassen. Die Erfahrungen der Vergangenheit zeigen dies, immer und immer wieder, leider.

    "Totrennen lassen" ist nicht, wehret den Anfängen, dann muß es erst gar nicht soweit kommen.

    Gruß
    Michael

  • welche Alternativen gibt es dann eigentlich um diese eskalierende Spirale endlich mal zu unterbrechen und in die andere Richtung zu gehen. Je mehr die Waffenbesitzer jammern, desto aktiver werden die Anti-Waffengegner.

    Immer noch einen oben drauf (wir werden hier, da und dort bedroht) bringt doch nichts. Was das für Diskussionen auslöst wird in den USA deutlich wo der Waffenbesitz (bisher noch) in den meisten Bundesstaaten ein Grundrecht ist.

    was ist dann zur Zeit wirklich geplant??? Lasergewehre -kommen jetzt vermehrt auf den Markt- was ist wenn ich die nicht kaufe?????? bzw. benutze.

    Die Waffengegner können sich viel besser auf die Gegenartumente einstellen wenn wir ständig jammern.

    Wenn die Gespräche eben im smaltalk stattfinden und dann das Waffenrecht verschärft werden soll kann man immer noch reagieren. Aber laufend den Gegener irgendwo in der Wand vermuten - ist das wirklich sinnvoll- Muss ich jedesmal wenn ich eine (legale) Waffe in die Hand nehme überlegen wie schlecht ich jetzt bin??? Nö Nö Nö - das tue ich nicht

    Und letztendlich die Aufbewahrung ist kein Thema für mich. Safety first.... Sollte eigentlich für alle gelten.

    Ich weiss, ich bin jetzt etwas provokativ, aber würde das nicht wirklich (ein bisschen) Sinn machen??


    Grüßle

    Dieter

  • welche Alternativen gibt es dann eigentlich um diese eskalierende Spirale endlich mal zu unterbrechen und in die andere Richtung zu gehen. Je mehr die Waffenbesitzer jammern, desto aktiver werden die Anti-Waffengegner.

    Immer noch einen oben drauf (wir werden hier, da und dort bedroht) bringt doch nichts. Was das für Diskussionen auslöst wird in den USA deutlich wo der Waffenbesitz (bisher noch) in den meisten Bundesstaaten ein Grundrecht ist.

    Bislang sieht es doch eher so aus: Die Verbände informieren ihre Mitglieder gar nicht oder erst sehr spät und verkaufen dann die erarbeiteten Kompromisse im Waffenrecht als einen Sieg und das Non plus Ultra.

    Das Paradoxe an der ganzen Misere ist leider, dass die Fakten allesamt für uns, also für den legalen Waffenbesitz sprechen, aber leider wollen weder unsere Verbandschefs diese Karte richtig ausspielen, noch wollen die Politiker diese Karte wirklich akzeptieren und den Waffengegnern mal richtig einen vor den Koffer donnern. Die ganzen Forderungen nach Verschärfung und Verboten basieren alle samt auf Ideologie, nicht auf Fakten.



    was ist dann zur Zeit wirklich geplant??? Lasergewehre -kommen jetzt vermehrt auf den Markt- was ist wenn ich die nicht kaufe?????? bzw. benutze.

    Bremen fordert bereits jetzt schon ein Verbot von Lichtimpulsgewehren. Sie wollen, das an keinen Waffen oder Waffenähnlichen Geräten Kinder trainiert werden.

    Die Lichtimpulsgewehre sind ganz nett für Kaufhäuser, bringen aber bei Veranstaltungen wie Promi-Biathlon gewisse Gefahren für den Legalwaffenbesitz.
    Schon jetzt hört man die Sprüche, dass man auch genauso mit Licht schießen könnte, anstelle von klein- oder großkalibrigen Waffen.
    Lichtgewehre stellen für mcih somit keine Alternative dar.


    Die Waffengegner können sich viel besser auf die Gegenartumente einstellen wenn wir ständig jammern.

    Naja, das Problem ist, dass die Waffengegner seit Jahren auf uns herumhacken, uns beleidigen, diffamieren und uns Killer und Mörder schimpfen. Wir aber, dürfen ja kein falschen Wort in den Mund nehmen, sonst sind wir gleich die bösen.


    Wenn die Gespräche eben im smaltalk stattfinden und dann das Waffenrecht verschärft werden soll kann man immer noch reagieren. Aber laufend den Gegener irgendwo in der Wand vermuten - ist das wirklich sinnvoll- Muss ich jedesmal wenn ich eine (legale) Waffe in die Hand nehme überlegen wie schlecht ich jetzt bin??? Nö Nö Nö - das tue ich nicht

    Naja, es ist schon in Ordnung, dass die Gespräche hinter verschlossener Tür stattfinden, aber genauso muss es für uns legitim sein, mal auf den Putz zu hauen und zu sagen, eben reichts!

    Aber da haben die Verbandsfürsten dann wieder zu wenig Arsch in der Hose und trauen sich das nicht wirklich, obwohl es wirklich angebracht wäre.
    Im Prinzip hätten die Verbände sämtliche juristischen Mittel ausschöpfen müssen, als die letzte Gesetzesverschärfung im >Eilverfahren durchgepeitscht wurde, um zu verhindern, dass dies geschieht. Aber sie haben nichts dergleichen gemacht, stattdessen uns betüddelt und gesagt, es ist alles nicht so schlimm. Die Kontrollen werden schon nicht so schlimm werden, etc.
    Das aber jetzt Freiburg bis zu € 400,- an Gebühren für eine Kontrolle verlangen kann, auch wenn keine Beanstandungen da sind, daran haben die rein gar nicht gedacht, oder die Versuche der Waffenbesitzsteuer.



    Die Kommunikationswege müssen besser werden und die Basis sollte auch mit involviert werden.


    Und letztendlich die Aufbewahrung ist kein Thema für mich. Safety first.... Sollte eigentlich für alle gelten.

    Ich weiss, ich bin jetzt etwas provokativ, aber würde das nicht wirklich (ein bisschen) Sinn machen??


    Grüßle

    Dieter


    Hierbei stimme ich Dir zu 100% zu, sofern nicht die Maßnahmen ins Lächerliche gehen und nur noch dazu dienen, durch das auferlegen weiterer Kosten den legalen Waffenbesitz zu reduzieren.

  • Lichtpunktgewehre sollen nur für den Einstieg, für Kinder ab sechs Jahren, sein. Welche Vorteile dies hat dürfte ersichtlich sein, sonst dürften Kinder erst ab 12 Jahren mit dem Luftgewehr schiessen.

  • Lichtpunktgewehre sollen nur für den Einstieg, für Kinder ab sechs Jahren, sein. Welche Vorteile dies hat dürfte ersichtlich sein, sonst dürften Kinder erst ab 12 Jahren mit dem Luftgewehr schiessen.


    Das selbe Argument hat Anschütz bei der Präsentation seiner KK Sportgewehre mit Smartgun Technologie der Firma Armatix vorgetragen.
    Nur wenn gesagt wird, Kinder können unter 12 Jahren an diesen Geräten trainieren, ist es ein leichtes, dass das Mindestalter noch weiter hochgesetzt wird und weitere Einschränkungen kommen.

  • Lichtpunktgewehre sollen nur für den Einstieg, für Kinder ab sechs Jahren, sein. Welche Vorteile dies hat dürfte ersichtlich sein, sonst dürften Kinder erst ab 12 Jahren mit dem Luftgewehr schiessen.

    Nein, das ist nicht ersichtlich. Ersichtlich ist vielmehr, dass Deutschland durchaus die vernünftigen französischen Altersregelungen übernehmen sollte. Das hat ja auch der DSB redlich versucht und sich dafür stark gemacht.

    Carcano