DSB 2.45 Zentralfeuerpistole

  • Die S&W M52 und die SIG P240 - beide im Kaliber .38 Special - sind nicht als Diven bekannt, es sei man mißbraucht sie, indem sie mit unpassendem Futter versorgt. (SIG P240 mit zu stark geladene Patronen .38 Special mit HBWC-Geschossen)

    Mit der S&W M52 wurde übrigens William Blankenship (USA) im Jahre 1966 in Wiesbaden Weltmeister.

    Schützen mit der SIG P240 bin ich öfters in KM und BM begegnet. Die S&W M52 ist seltener hierzulande.

    Eigentlich sind die Patronen .32 S&W long und die .38 S&W Special für Revolver gemacht. Wegen des überstehenden Randes kann es bei Pistolen gelegentlich zu Zuführungsproblemen kommen, insbesondere wenn das Magazin und die Zuführungsrampe der Pistole zu steil sind.

  • Die S&W M52 und die SIG P240 - beide im Kaliber .38 Special - sind nicht als Diven bekannt, es sei man mißbraucht sie, indem sie mit unpassendem Futter versorgt. (SIG P240 mit zu stark geladene Patronen .38 Special mit HBWC-Geschossen)

    Mit der S&W M52 wurde übrigens William Blankenship (USA) im Jahre 1966 in Wiesbaden Weltmeister.

    Schützen mit der SIG P240 bin ich öfters in KM und BM begegnet. Die S&W M52 ist seltener hierzulande.

    Eigentlich sind die Patronen .32 S&W long und die .38 S&W Special für Revolver gemacht. Wegen des überstehenden Randes kann es bei Pistolen gelegentlich zu Zuführungsproblemen kommen, insbesondere wenn das Magazin und die Zuführungsrampe der Pistole zu steil sind.

    Jein, die 240er braucht ein paar Eigenschaften der Munition unbedingt, damit sie zuverlässig funktioniert, das habe ich jetzt eigentlich schon öfter gehört. Das mit dem Problem der Hohlböden und höherem Gasdruck ist bekannt, ich füttere meine mit WCs ohne Hohlboden. Dazu ein nicht zu knapper Rollcrimp für die Zuführung, dann läuft die.

    Mit einigen Fabrikladungen hatte sie Funktionsstörungen.

    Die S&W M52 eines Vereinskollegen hat er zwar soweit zuverlässig zum Laufen gebracht, aber die Präzision ist noch nicht wie erwartet, da muss er noch optimieren, die zeigt sich da zickiger.

    Ich finde die WC-Pistolen schon bissl divenhaft, was aber hauptsächlich an der zweckentfremdeten Munition liegt. Pistolen mit gasdruckschwachen Revolverpatronen zum Laufen zu bekommen, bei denen die Minimal- und die Maximalladung nur wenige Zehntelgrains auseinander liegen ist schon eine Herausforderung.

    Bekennender DSB-Schütze
    ------------------------------
    FWR, FvLW, pro-legal
    ------------------------------
    Ceterum censeo IANSAm esse delendam
    (Internet-Fundstück)

  • Die schweizer Nationalmannschaft ist seinerzeit mit der SIG P210-5 Heavy Frame im Kaliber 7,65 Para ausgerüstet worden. In welchen Wettkämpfen die Schweizer mit dieser Pistole angetreten sind, ist mir leider nicht bekannt. Auch die schweizer Polizei ist anfangs mit Pistolen in diesem Kaliber ausgerüstet worden. Einige Jahre später ist sie auf das Kaliber 9 mm Para umgerüstet worden.

    Eine Patrone, die von vornherein für Pistolen konzipiert worden ist, wäre vermutlich die bessere Wahl für Sportpistolen in der Disziplin ZFP gewesen. Die Wechselsysteme der KK-Pistolen mit den unverriegelten Masseverschlüssen lassen aber keine so starken Pistolenpatronen zu.

    https://larvatus.livejournal.com/692853.html?

  • Eine Möglichkeit wäre die 7,65 Browning gewesen, die ist für Masseverschlüsse gedacht.

    Bekennender DSB-Schütze
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    FWR, FvLW, pro-legal
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    Ceterum censeo IANSAm esse delendam
    (Internet-Fundstück)

  • Ich vermute, daß es in den jungen Jahren dieser Disziplin hauptsächlich modifizierte Dienstwaffen waren (SIG P210-5, Colt 1911 Gold Cup, S&W K-38, Benelli B76), aber auch gelegentlich speziell für den Sport konstruierte Kurzwaffen (ZKR-551).

    Wann wurde denn die Benelli B 76 oder SIG 210-5 entwickelt.

    Wurde bei der Disziplin auch die zugelassene Munition geändert?

    Ich konte erstmals in den späten 60ern unseren Freunden, die Alten sagten Besatzer bei Wettkämpfen zuschauen. Da gab es jede Menge Revolver von S&W und Colt, teilweise aus früheren Dienstwaffen umgebaut. Einige deutsche kauften dann auch Korth, wenn der Python zu teuer war.

    Selbst eine S&W M 52 (.38 Special WC) will praktisch keiner mehr.

    Als sie noch gesucht wurden um die M39 auf Stahlgriffstück aufzurüsten wollte keiner verkaufen.

    Die schweizer Nationalmannschaft ist seinerzeit mit der SIG P210-5 Heavy Frame im Kaliber 7,65 Para ausgerüstet worden. In welchen Wettkämpfen die Schweizer mit dieser Pistole angetreten sind, ist mir leider nicht bekannt.

    Auch wenn ich nicht so der geübte Denker bin:

    In der Schweiz ist sportliches und militärisches schießen stark verbunden, 50 m mit mehrschüssiger KW ist für das Land typisch. Warum dafür keine optimierte Waffe?

    Eine Patrone, die von vornherein für Pistolen konzipiert worden ist, wäre vermutlich die bessere Wahl für Sportpistolen in der Disziplin ZFP gewesen.

    Oder Pistolen sind für die Disziplin die nicht so gute Wahl.

    Zur Zeit der Einführung war die Wahl durchaus nachvollziehbar.

  • Wenn sie das gesucht hätten, hätten sie ja auch in dem Kaliber bauen können, .22 hatten sie ja schon.

    Haben "sie" ja auch. Die Pardini HP in 7,65mm Browning, die es seit einigen Jahren gibt, wird von denen, die sie schießen, hervorragend beurteilt.

    Carcano

  • Haben "sie" ja auch. Die Pardini HP in 7,65mm Browning, die es seit einigen Jahren gibt, wird von denen, die sie schießen, hervorragend beurteilt.

    Carcano

    Das ist aber keine Militärwaffe von denen Hans48 oben geschrieben hat.

    Gelesen habe ich das schon öfter, gefunden habe ich daß das System in Trumpland als "Kit" angeboten wurde und erst seit einem Jahr als komplette Waffe/Wechselsystem auf der offiziellen Seite von Pardini aufgeführt ist.

    Über die Disziplin in der die Waffe genutzt wird habe ich bisher nichts gefunden.

    Vielleicht magst Du ja mal einige Sätze dazu schreiben.

  • Die Pardini HP in 7,65mm Browning, die es seit einigen Jahren gibt, wird von denen, die sie schießen, hervorragend beurteilt.

    Muss es schon eine ganze Weile geben, wir haben eine in der Familie (mein Sohn schießt die) - als Wechselkit .32/.22.

    https://pardini.de/w_sp_hp.html

    Da bereits eine Pardini RF (.22) im Bestand war, haben wir auf die zweite eine Picaschiene draufbauen lassen - um die sportliche Nutzungsmöglichkeiten deutlich zu erweitern. Ja, schießt wie Gift, im Prinzip wie die .22er, nur etwas mehr "Bumms". Aber nicht wirklich viel.

    Jeden Tag ´ne grüne Tat: Verbieten, was ein andrer mag!

    "Das Scheibenbild zeigt zum Schützen." (DSB Sportordnung 0.4.1.1)

  • Muss es schon eine ganze Weile geben, wir haben eine in der Familie (mein Sohn schießt die) - als Wechselkit .32/.22.

    https://pardini.de/w_sp_hp.html

    Da bereits eine Pardini RF (.22) im Bestand war, haben wir auf die zweite eine Picaschiene draufbauen lassen - um die sportliche Nutzungsmöglichkeiten deutlich zu erweitern. Ja, schießt wie Gift, im Prinzip wie die .22er, nur etwas mehr "Bumms". Aber nicht wirklich viel.

    Das ist aber das bekannte .32 WC, Carcano meint die .32 ACP, die scheint es nur in USA zu geben.

  • Über die Disziplin in der die Waffe genutzt wird habe ich bisher nichts gefunden.

    Vielleicht magst Du ja mal einige Sätze dazu schreiben.

    Ja.

    Die Disziplin heißt "NRA Precision Pistol" oder verbreiteter und umgangssprachlicher "NRA Bullseye". Sie hat damals in den 1960ern auch die ISSF Standardpistole ein wenig mit inspiriert, und gilt - zu Recht - als die "Kaiserdisziplin" des gesamten Pistolenschießens.

    Die drei Durchgänge werden i.d.R auf drei Distanzen geschossen, i.d.R. 50 feet, 25 yards und 50 yards. Standardmäßig jeweils 30 Schuss.

    Es gibt drei Kaliberklassen, nämlich .22, von .32 aufwärts ("Centerfire"), und .45. Die Lauflänge (einschließlich Trommel) nicht mehr als 10 Zoll.

    Der Großwettkampf ("2700", die Ringzahl wurde aber noch nie erreicht) wird sogar mit drei verschiedenen Waffen als Aggregat geschossen, an mehreren Tagen.

    Die 7,65x17mm (.32 ACP oder 7,65 Browning) wurde als neuere Idee primär im Hinblick auf den 50-yards-Teil von einigen Schützen gewählt, weil die .32 S&W long WC auf diese Entfernung Stabilisierungsschwierigkeiten zeigt.

    Carcano

    Einmal editiert, zuletzt von Carcano (10. Mai 2025 um 06:27)

  • Im Verein weitgehend unbekannt, im Bezirk 7 Starter insgesamt, auf der LVM (RSB) knapp 60 Starter insgesamt, am stärksten H3 und H4 vertreten.

    Grundsätzlich stimme ich in der Tendenz der Aussage "eher nicht so bedeutend und wird überwiegend von Älteren geschossen" zu. Bei der Starterzahl bei der LM des RSB muss man aber wissen, dass das die angetretenen Starter sind. Qualifiziert waren fast 120 und damit war die Kapazität der Anlage in Essen für den Tag ausgereizt. Die hohen Ausfallzahlen haben unterschiedliche Gründe, haben aber sicher am wenigsten mit Unattraktiv zu tun.

    Aber tatsächlich schießen viele jüngere Schützen lieber die beidhändigen Disziplinen, wenn sie denn GK schießen wollen.

    Und ja, die .32er ist eher giftig bzw. zickig und man hat bei einem technischen Fehler schneller einen Schuss im Weißen, was einige "junge Wilde" dann mangels ausreichender Frustrationstoleranz schnell enttäuscht zurücklässt. Insofern sieht man dort in der Masse tatsächlich eher die ältere Generation. Und die .38er ist da deutlich weniger verbreitet als die .32er.

  • Qualifiziert waren fast 120 und damit war die Kapazität der Anlage in Essen für den Tag ausgereizt. Die hohen Ausfallzahlen haben unterschiedliche Gründe, haben aber sicher am wenigsten mit Unattraktiv zu tun.

    Wenn ich die Ergebnisse betrachte hätte man die Kapazität nicht ausnutzen müssen.

    Und ja, die .32er ist eher giftig bzw. zickig und man hat bei einem technischen Fehler schneller einen Schuss im Weißen, was einige "junge Wilde" dann mangels ausreichender Frustrationstoleranz schnell enttäuscht zurücklässt. Insofern sieht man dort in der Masse tatsächlich eher die ältere Generation. Und die .38er ist da deutlich weniger verbreitet als die .32er.

    Dann sollten sie halt wie früher wieder die .38er nehmen, da war ja alles besser.

    Wenn es für die Jungen zu anstrengend ist müssen sie halt auflegen.

    poolbaucenter
    27. Januar 2024 um 19:25

    Aber tatsächlich schießen viele jüngere Schützen lieber die beidhändigen Disziplinen, wenn sie denn GK schießen wollen.

    Das sind wesentlich mehr als früher Zentralfeuer geschossen haben. Aber auch daß ist mehr das Geschäft der nicht mehr so jungen Teilnehmer.

  • Ein sehr lange bestehender Weltrekord in CFP wurde 1963 von Thomas D. Smith III. bei den Panamerikanischen Spielen aufgestellt: 597 Ringe, 299 Präzision und 298 Duell. Da die Duellscheiben zum 1.1.1989 geändert wurden, kann dieser Weltrekord nicht mehr abgelöst werden. Thomas D. Smith III. benutzte dabei eine modifizierte Colt 1911-Pistole im Kaliber .38 Special.

    https://www.nramuseum.org/guns/the-galle…tic-pistol.aspx

    .45 WC (Scharfrand). Das waren noch Zeiten! 😂

  • Bei der Frage, ob es schon eine Fabrikpatrone in .32 ACP gibt, die auf sportlichen Bedarf hin konstruiert ist, bin ich auf eine Patrone von Winchester gestoßen. Die Patrone weist ein Kegelstumpfgeschoß auf und unterscheidet sich damit von den üblichen Rundkopfgeschossen. Allerding hat sie einen FMJ, so daß sie für den internationalen CFP-Einsätz nicht geeignet ist.

    https://winchester.com/Products/Ammunition/Handgun/USA/Q4255

    Und hier noch dokumentiert!