• Leider dürfen nur ehemalige Nationalkader-Athleten direkt mit dem B-Trainer anfangen, der Rest von uns muss ganz unten in der Basis anfangen.

    Auch ich würde mir eine stärkere Modularisierung der Ausbildung wünschen. Dann könnte man sich die Ausbildung so zusammenbauen, wie man es braucht.

    Viele Themen in der C-Trainer Ausbildung sind schön und gut, z.B. der komplette Sport-Teil, spielen aber im alltäglichen Training nur eine untergeordnete Rolle.

    Dageben werden viele Themen gar nicht oder nur kurz angesprochen, die aber deutlich praxisrelevanter wären. Z.B. Fehlererkennung und Beseitigung, d.h. wenn ich einen Fehler / Problem bei einem Schützen erkenne, was mache ich dagegen. Beim C-Breitensport beschränkt sich das auf den groben Äußeren Anschlag. Alles was darüber hinausgeht, kommt erst in C-Leistung, wenn nicht sogar erst im B-Trainer dran. Aber sind wir mal ehrlich, die wenigsten von uns werden einen B-Trainer machen. Dafür gibt es einfach zu wenige Plätze.

    Ziel des C-Breitensport ist halt die Vermittlung des DSB Technikleitbilds. Also wie erkläre ich einem Anfänger was Doppelatmung ist. Der Schütze soll einen halbwegs technisch sauberen Schuß abgeben können. Alles was danach kommt, darum muss sich ein C-Leistung oder ein B-Trainer kümmern... :)

    Walther LP500E / Steyr LP10e
    Pardini SP RF / HP / Hämmerli 150

    Trainer C Breitensport

  • a) Ziel des C-Breitensport ist halt die Vermittlung des DSB Technikleitbilds. Also wie erkläre ich einem Anfänger was Doppelatmung ist. Der Schütze soll einen halbwegs technisch sauberen Schuß abgeben können.

    b) Alles was danach kommt, darum muss sich ein C-Leistung oder ein B-Trainer kümmern... :)

    a) Ja, so wird es gemäß den offiziellen Richtlinien vermittelt. Aber nur der Präzisionsschuss stehend.

    b) Woher willst du die C-Leisung und B Trainer holen fürs Liegendschießen, 3 Stellung, Duell und Schnellfeuer?

    Das sind in der Regel Basistrainer, die praktisch gelernt haben, wies geht. Nicht, wie man es optimal vermittelt.

    Dafür müsste es mehr extra Lehrgänge geben mit geringen Einstiegsqualifikationen. Trainer müssen sich ja sowieso dauernd weiterbilden, um die Lizenz zu behalten.

    Da haben wir insgesamt noch viel Luft nach oben.

    Jeden Tag ´ne grüne Tat: Verbieten, was ein andrer mag!

    "Das Scheibenbild zeigt zum Schützen." (DSB Sportordnung 0.4.1.1)

  • a) Ja, so wird es gemäß den offiziellen Richtlinien vermittelt. Aber nur der Präzisionsschuss stehend.

    b) Woher willst du die C-Leisung und B Trainer holen fürs Liegendschießen, 3 Stellung, Duell und Schnellfeuer?

    Das sind in der Regel Basistrainer, die praktisch gelernt haben, wies geht. Nicht, wie man es optimal vermittelt.

    Dafür müsste es mehr extra Lehrgänge geben mit geringen Einstiegsqualifikationen. Trainer müssen sich ja sowieso dauernd weiterbilden, um die Lizenz zu behalten.

    Da haben wir insgesamt noch viel Luft nach oben.

    Volle Zustimmung!

    Bei Liegend, 3-Stellung oder Duell würde ich sogar sagen, es wird in der Regel von erfahrenen Schutzen vermittelt, die es irgendwann auch irgendwie gelernt haben. Eine Trainerausbildung haben da die wenigsten.

    Mir fällt es immer bei Duell auf. Da heißt es einfach: "Du hast drei Sekunden für den Schuss". Aber wie man ein Duellschuss wirklich aufbaut, wissen die wenigsten. Dementsprechend sind auch die Ergebnisse.

    Was die extra Lehrgänge angeht, bin ich auch voll bei dir. Da könnte man viel mehr machen.

    Walther LP500E / Steyr LP10e
    Pardini SP RF / HP / Hämmerli 150

    Trainer C Breitensport

  • Btw: Auch das DSB-Technikleitbild des Duellschusses mit seinen Phasen ist im Internet veröffentlicht. Man kann sich "auch so mal" weiterbilden.

    Btw2: Habe letztens beim BDS Duell (heißt dort Intervall) geschossen. Dauernd wurde ich angemufft, ich solle meinen Finger deutlich sichtbar aus dem Abzug nehmen, beim Hoch- wie beim Runtergehen (!!!) ... was für ...

    (Und nein, das ist nicht im SpHB so geregelt!)

    Jeden Tag ´ne grüne Tat: Verbieten, was ein andrer mag!

    "Das Scheibenbild zeigt zum Schützen." (DSB Sportordnung 0.4.1.1)

  • Habe letztens beim BDS Duell (heißt dort Intervall) geschossen. Dauernd wurde ich angemufft, ich solle meinen Finger deutlich sichtbar aus dem Abzug nehmen, beim Hoch- wie beim Runtergehen (!!!) ... was für ...

    (Und nein, das ist nicht im SpHB so geregelt!)

    Die 3 Punkte näher auszuführen hätte ich selbst auch gute Lust. Wir haben ja auch hier im Forum einen derartigen Deppen oder besser gesagt, einen Dauertroll (seine Äußerung in diesem Punkt war nur ein Detail), daran wirst auch Du Dich noch erinnern.

    Dabei ist das innerhalb des BDS vielleicht sogar zu einen gewissen Grade noch "nachvollziehbar". Die besondere Betonung der "trigger finger control" liegt beim BDS an der starken Prägung durch IPSC, und bei dieser Schießsportart ist natürlich wegen der Bewegung und des Positionswechsels ein genaues Achten auf den längs ausgestreckten oder unterhalb des Abzugs befindlichen Zeigefinger wichtig. Das hat dort ja auch seinen guten Sinn.

    Aber es wäre völlig völlig falsch, dies für den statischen Duellschuss zu verlangen, gleich ob es eine Intervallsequenz ist, die eigentliche Schnellfeuerpistole, oder Standardpistole. Im Gegenteil ist ja der Abzugskontakt und ein gewisser Druckvorzug beim statischen Schuss sogar unverzichtbar, wenn er lege artis aufgebaut wird.

    Carcano

  • Auf die Anregung oder den Vorschlag von Califax, welchen ja auch Tharkadaufgenommen hatte, möchte ich aber gern noch einmal gesondert eingehen. Califax hat zwei Aspekte betont, und die stehen nicht zueinander im Widerspruch, sondern können sich durchaus ergänzen.

    Zum einen kann natürlich ein wirklich interessierter und verbesserungswürdige Schütze/Schützin auch selbst lesen, es gibt ziemlich gute Bücher. Sogar auf Deutsch. Vermutlich gibt es auch entsprechende YouTube-Clips, aber da ich nicht hauptberuflich Analphabet bin, lese ich lieber.

    Dann hat man immer noch die theoretische Möglichkeit, bei größeren Vereinen oder Leistungszentren zu antichambrieren oder darum zu bitten, doch gnadenhalber und demütig eventuell am Kadertraining teilnehmen zu dürfen, man kann auch versuchen, mit einem Trainer privat eine entsprechende (natürlich honorierte, und zwar angemessen honorierte) Fortbildung zu vereinbaren. Das ist aber alles selbstverständlich einiger Mehraufwand und mehr Mühe an Beziehungspflege, als die schlichte Teilnahme an einem von vornherein öffentlich ausgeschriebenen Kurs oder Lehrgang.

    Wenn ich das erste Posting von Califax richtig verstanden habe, meinte er, dass im Rahmen der sicher zu erwartenden, weil obligatorischen Trainerfortbildung es auch entsprechende zusätzliche Module oder Kurzkurse (etwa einen Tag oder ein Wochenende) geben sollte, anstatt das alles auf eine höhere Qualifikationsebene im Vollpaket (C-Leistung, B, Großmeister von Stuhle des Großen Orient) verlagern zu wollen. Das wäre sehr sinnvoll, und gerade Schnellfeuerpistole wäre dafür z.B. ein gutes Ergänzungsbeispiel. Und dann wäre es natürlich auch richtig und gut, wenn das nicht nur als Trainerfortbildung für bereits qualifizierte Scheininhaber angeboten würde, sondern als freies Fortbildungsangebot, an dem auch andere interessierte Schützen teilnehmen können (und sollen !).

    Das hängt eben alles davon ab, wie engagiert ein Landesverband in dem Bereich ist (der einzige, der sich so wirklich Mühe zu geben scheint, scheint mir der BSSB zu sein ?) und es hängt schließlich entscheidend davon ab, dass es auch genügend Freiwillige gäbe, die solche Lehrinhalte vermitteln können und freiwillig vermitteln wollen. Vielleicht hapert es daran noch am meisten?

    Carcano

  • Und dann wäre es natürlich auch richtig und gut, wenn das nicht nur als Trainerfortbildung für bereits qualifizierte Scheininhaber angeboten würde, sondern als freies Fortbildungsangebot, an dem auch andere interessierte Schützen teilnehmen können (und sollen !).

    Genau das ist der Punkt, in einem anderen Thread hier wurde darüber auch schon diskutiert, als um die Voraussetzungen für die Trainerausbildung ging. Ich hätte gern eine Trainerausbildung absolviert, brauche aber mehr als Präzision um den SpoPi Schützen auch Duell nahezubringen. Doch das ist in Breitensport Trainer C garnicht enthalten. Und die ganzen aderen Ausbildungen die Vorraussetzng für Trainer C sind muss man auch erstmal machen. Für mich wären solche Kurse für einzel Themen, die man einfach so buchen könnte, perfekt. Da könnte man sich genau rauspicken was man braucht und für den Verein wichtig ist.

    Vielleicht kommt so was ja mal, ich wäre dabei.

    Es muss mehr geschossen werden!
    Schießsport ist Vielfalt: Mitglied im DSB, BDS, BDMP

  • Wir haben bei uns darüber diskutiert, ob Inhalte der C-Trainer Leistungsausbildung als Gegenstand von Fortbildungen angeboten werden sollen. Also z.B. eine Tagesfortbildung zum Thema Sportpistole Duell. Im Rahmen der Ausbildung C-Leistung nimmt das Thema Duell etwa 6 LE in der Theorie und 5 LE in der Praxis ein. Wir kombinieren das Thema zugleich mit Schießtechnik-Leistungsdiagnostik Video. Lässt man die Leistungsdiagnostik weg, könnte damit auch eine Tagesfortbildung über 8 LE gestaltet werden.

    Bisher gibt es keine expliziten Fortbildungen für Trainer C-Basis Breitensport zum Thema Sportpistole. Die Angebote im Bereich Sportpistole richten sich alle an Trainer C Leistung. Bisher war es nicht unüblich, dass sich darauf auch Trainer C-Basis Breitensport angemeldet habe. Wir überlegen ernsthaft, dass zukünftig zu unterbinden, weil das Niveau dieser Fortbildungen deswegen sehr niedrig ist. Ich weigere mich bisher ein Fortbildungsangebot für C-Trainer zu machen, in denen nur das wiederholt wird, was bereits Gegenstand der Ausbildung war. Eine Fortbildung soll auf das aufsetzen, was Gegenstand der Ausbildung war und nicht nur schlichte Wiederholung dessen, was alle bereits wissen müssten.

    Nun könnte man das Angebot machen wie ich es oben skizziert habe. Also eine Fortbildung Sportpistole Duell für Trainer C-Basis Breitensport. Nach meinen vorherigen Ausführungen wäre das keine Fortbildung für einen Trainer C-Leistungssport, weil es da ja nur Wiederholungen geben würde. Die Veranstaltung dann noch für alle Interessenten öffnen, würde bedeuten, dass man nicht mal das Wissen eines Trainer C-Basis Breitensport voraussetzen könnte. Dann müsste es ein Jedermann-Lehrgang werden. Das halte ich nicht für realistisch. Zum einen haben wir jetzt schon Probleme qualifizierte Referenten zu finden und zum anderen müsste dazu das Bezahlungssystem für die Referenten geändert werden. Für 70 EUR am Tag wird das schwierig.

    Ich sehe noch nicht, warum eine isolierte Duellfortbildung oder besser Duellausbildung so zwingend ist. Wer Wissen zu Duell für sich erwerben möchte, kann einen Jedermann-Lehrgang in Wiesbaden beim DSB machen. Ansonsten bleibt die nicht gerade sehr aufwändige Option den C-Trainer Leistung zu besuchen. Neben den Duell-LE gibt es da bei uns auch weitere Inhalte, die aus meiner Sicht Sinn ergeben, wenn ich Sportler trainerieren will. Die Ausbildung zum Trainer C-Basis Breitensport bietet wirklich nur den Einstieg mit den Basics. Die 120 LE, die da vorgesehen sind, sind durch den DSB und auch meinen Landesverband nicht optimal genutzt. Aber auch das ist nur meine persönliche Meinung.
    Bei uns muss zwingend die Jugendbasislizenz absolviert werden. Für die Trainerausbildung ist davon aber nicht alles spannend. Trotzdem sind da aber schonmal 20 LE weg. Der Schießsportleiter ist ebenfalls ein Muss. Das gibt der DSB vor. Der wird bei uns so gestaltet, dass er eben gerade nicht auf die spätere Trainertätigkeit abzielt. Wieder sinnlos 20/30 LE weg. Ließe man da einiges weg, würde das schon Spielräume für spannendere Inhalte ergeben. Da muss man aber realistisch bleiben.
    Wir haben bei uns diese Woche Bildungsausschusssitzung. Da stehen die Vorstufenqualifikationen und ihre Ausrichtung auf der Agenda. Ich glaube nicht, dass wir da große Sprünge machen werden. Keiner der Referenten von JuBaLi oder Schießsportleiter wird da freiwillig was abgeben. Und gegen was anderes austauschen, fehlt den meisten Referenten die Qualifikation. Unsere Referenten dort haben nicht unbedingt einen Trainerschein.

  • Bisher gibt es keine expliziten Fortbildungen für Trainer C-Basis Breitensport zum Thema Sportpistole.

    Da war ja früher wirklich mal was besser, da war Freie Pistole und OSP beim Übungsleiter dabei.

    Btw2: Habe letztens beim BDS Duell (heißt dort Intervall) geschossen. Dauernd wurde ich angemufft, ich solle meinen Finger deutlich sichtbar aus dem Abzug nehmen, beim Hoch- wie beim Runtergehen (!!!) ... was für .

    Das sind halt Praktiker.

  • Da war ja früher wirklich mal was besser, da war Freie Pistole und OSP beim Übungsleiter dabei.

    Das sind halt Praktiker.

    Da habe ich missverständlich ausgedrückt oder Du hast den Kontext falsch verstanden. Zu den Zeiten als die Trainerausbildung noch nicht geteilt war, umfasste die Ausbildung auch deutlich mehr Stunden. Das waren drei Zeitwochen, die da absolviert werden mussten. Mittlerweile ist das getrennt. Der Umfang nach meiner Wahrnehmung in Summe aber ähnlich.
    Die Inhalte zum Kleinkaliberschießen sind mittlerweile im zweiten Teil der C-Trainerausbildung (aka C-Trainer Leistungssport) enthalten. Da Freie Pistole nicht olympisch ist es auch nicht mehr Ausbildungsinhalt).

  • Zu den Zeiten als die Trainerausbildung noch nicht geteilt war, umfasste die Ausbildung auch deutlich mehr Stunden. Das waren drei Zeitwochen, die da absolviert werden mussten.

    Schon richtig, das war der Lehrgang auf dem untersten Level, auch wenn er sich Leistungssport nannte war jedem klar dass es um den Anfänger ging.

    Mag sein dass man da noch etwas weniger abgehoben agierte.


    Die Inhalte zum Kleinkaliberschießen sind mittlerweile im zweiten Teil der C-Trainerausbildung (aka C-Trainer Leistungssport) enthalten.

    Demnach findet im Basisbereich alles mit LG/LP statt?

  • OK, ich bin Akademiker, bilde mich regelmäßig fort und bin geübt Informationen aufzunehmen. Daher bin ich vielleicht kein Maßstab für alle. Aber das macht einfach keinen Spaß, wenn es nur darum geht, Stunden abzusitzen.

    es müsste, wie bei vielen IHK oder Staatsexamenskursen eine offen begehbare Prüfung geben.
    so verlieren unnötig tote Stunden ihren Schrecken und es gibt letztenendes mehr Absolventen.

    Ja, so ist es wohl. Ich – Trainer-C-Basis – habe nun etwa 180 Stunden Seminare hinter mir und dabei größtenteils Zeit abgesessen und wohl eine Tankfüllung Benzin verbraucht. Okay, okay im Standaufsichtsseminar habe ich gelernt, dass auch ein Luftdruckschießstand einen Notausgang haben muss und in der Waffensachkunde habe ich gelernt, wie groß der Gefahrenbereich ist, wenn ich eine Großkaliberwaffe am Waldrand abfeuere. Zur Schießtechnik gab's nur den Standard, den ich schon Jahre zuvor den Büchern entnommen hatte.

    Ich bin nun für Trainer-C-Leistung angemeldet und hoffe immer noch auf Neuigkeiten: Wie erkenne ich, welche Konsequenzen welche Ungenauigkeiten in der Technik bei welchem Schützen haben? Wie stelle ich fest, welches Zielbild der Schütze sieht? Welche Lehrmethode sollte ich bei welchem Schützen in welcher Situation einsetzen?

    Prüfungen ohne Zeit in Seminaren abzusitzen, wären mir auch bis zum jetzigen Stand sehr viel lieber gewesen.

    Solche Prüfungen dürften und sollten allerdings anspruchsvoll sein, damit die Qualität der Absolventen garantiert wird. Die bisherigen Prüfungen waren eher lasch wurden nahezu durchgehend von allen Teilnehmern bestanden, was den Eindruck, man würde nur Zeit absitzen, verstärkt.

    Sportbootführerschein Binnen

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  • Ich bin nun für Trainer-C-Leistung angemeldet und hoffe immer noch auf Neuigkeiten: Wie erkenne ich, welche Konsequenzen welche Ungenauigkeiten in der Technik bei welchem Schützen haben? Wie stelle ich fest, welches Zielbild der Schütze sieht? Welche Lehrmethode sollte ich bei welchem Schützen in welcher Situation einsetzen?

    Darf ich fragen, in welchem Landesverband Du Dich zum C-Trainer Leistungssport angemeldet hast und in welcher Disziplin?

    Zitat von tmtriumph

    Wie erkenne ich, welche Konsequenzen welche Ungenauigkeiten in der Technik bei welchem Schützen haben?

    Schwierige Frage, die auch im C-Trainer Leistung nicht vollständig beantwortet werden dürfte. Kausalitäten zwischen den Technik-Soll/Ist-Abweichungen und den sich daraus ergebenden Konsequenzen sind nicht immer einfach oder isoliert zu erkennen. Grundsätzlich sollten in der Ausbildung hier aber einige Informationen im Bereich Leistungsdiagnostik kommen.

    Zitat von tmtriumph

    Wie stelle ich fest, welches Zielbild der Schütze sieht?

    Sehr spannendes Thema! Da wir keinen Direkt-Anschluss an den Sehnerv des Sportlers haben, bleibt für den Trainer hier viel offen.
    Hier kann und muss die Schießtechnik-Leistungsdiagnostik Antworten liefern. Auch muss klar werden, wo hier die Grenzen des Erkennbaren liegen. Hier wird der Trainer zum Detektiv, der aus vielen kleinen Bruchstücken ein klares Bild zusammen setzen muss. Ich hoffe, dass das Thema bei Euch in der Ausbildung auf der Agenda steht.

    Zitat von tmtriumph

    Welche Lehrmethode sollte ich bei welchem Schützen in welcher Situation einsetzen?

    Methodenkompetenz sollte ein sehr wichtiges Thema innerhalb der Ausbildung sein. Das lässt sich nach meiner Erfahrung nur eingeschränkt aus Lehrbüchern lernen. Im Idealfall hat ein Trainer für ein Trainingsthema nicht nur eine Methode, sondern ein ganzes Methodenbuffet aus dem er und der Sportler auswählen kann. Nicht jede Methode funktioniert bei jedem Sportler.

    Hier haben viele Trainer - insbesondere die ohne Praxiserfahrung - Probleme. Das erlebe ich oft in Fortbildungen. Im Erkennen von Soll/ISt-Abweichungen im Technikablauf sind vielen Trainer recht gut. Auf die Frage, welches Thema sie als erstes angehen und was der Sportler machen soll, um die festgestellte Abweichung weg zu trainieren, tun sich viele Trainer in Fortbildungen dann schwer.

    Wenn Trainer in Fortbildungen von mir aufgefordert werden, den Sportlern eine konkrete Vorgehensweise auf ein erkanntes Problem in Form einer Handlungsanweisung/Instruktion, fehlt es oft an Erfahrung im praktischen Tun.

    Im Bereich Methodenkompetenz sollte man immer schauen, was andere Trainer praktizieren. Ich versuche immer über den Tellerrand zu schauen, was andere Trainer so machen. Da sieht man oft Sachen auf die man vielleicht selbst nicht gekommen wäre. Insbesondere in einer Trainerausbildung sollten die Referenten hier einiges anbieten und auch in den praktischen Einheiten ausprobieren lassen.