• Da kannste mal sehen wie sich dieses Mindset verbreitet...

    Als würde der Österreicher von Deutschen was annehmen, außer dem Geld der Touristen.

    Das Mindset scheint schon schützentypisch, daß findet sich ja weniger bei Sportlern, die wissen dass eine derartig negative Einstellung nur runterzieht.

  • Schade, dass man kein "ROFL" vergeben kann. You made my day, Hansaxel!

    Jeden Tag ´ne grüne Tat: Verbieten, was ein andrer mag!

    "Das Scheibenbild zeigt zum Schützen." (DSB Sportordnung 0.4.1.1)

  • Als würde der Österreicher von Deutschen was annehmen, außer dem Geld der Touristen.

    Manche Verhaltensweise kommt schon rüber, wenn auch nicht in völlig unverwässerter Reinheit. Beispielsweise wird die Inntal- und Brennerautobahn intensiv von deutschen Touristen genutzt. Und die bringen ihren sportiv- aggressiv- hackordnungsorientierten Fahrstil mit. Und die Alpenbewohner kopieren den mehr schlecht als recht. Daß da deutlich mehr drin ist im täglichen Überlebenskampf um den bitter erkämpften Platz im Stau, wird uns Berglern erst klar, wenn es auf dem mittleren Ring um München herum Richtung Norden geht.

    Wie viel schöner fährt es sich doch auf Kreta oder auch nur in Kärnten oder Ungarn. Oder auch in Tirol auf Nebenstraßen abseits vom Teutonensturm.

    Das Geld der Touristen ist äußerst hart verdient: Schienentröster-Berghütte

    Früher standen die Menschen einander näher. Was blieb ihnen auch übrig, so ganz ohne Feuerwaffen.

    It’s nice to be a Preiss.
    It’s higher to be a Bayer.
    And it's a Gottesgab to be a Schwab.
    But the highest you ever werden kann, is to be an Austrian!

  • Manche Verhaltensweise kommt schon rüber, wenn auch nicht in völlig unverwässerter Reinheit. Beispielsweise wird die Inntal- und Brennerautobahn intensiv von deutschen Touristen genutzt. Und die bringen ihren sportiv- aggressiv- hackordnungsorientierten Fahrstil mit. Und die Alpenbewohner kopieren den mehr schlecht als recht.

    Das sieht man dann auf unserer Autobahn, das deutsche Eck kennst Du anscheinend nicht.

    Daß da deutlich mehr drin ist im täglichen Überlebenskampf um den bitter erkämpften Platz im Stau, wird uns Berglern erst klar, wenn es auf dem mittleren Ring um München herum Richtung Norden geht.

    Letzte Woche hat mir erst ein Wiener erklärt daß München auch verkehrstechnisch nur ein Dorf sei.

    Wie viel schöner fährt es sich doch auf Kreta oder auch nur in Kärnten oder Ungarn. Oder auch in Tirol auf Nebenstraßen abseits vom Teutonensturm.

    Die Österreicher fahren halt flott, wenn es die deutschen machen nennt man sie Raser.

    Einmal editiert, zuletzt von Hansaxel (23. August 2025 um 11:26)

  • Das sieht man dann auf unserer Autobahn, das deutsche Eck kennst Du anscheinend nicht.

    Ich kenne beide und vermeide die Langversion auf der Autobahn tunlichst. Das "kleine deutsche Eck" dagegen finde ich auf den Landstraßen angenehm und reizvoll zu fahren.

    Seit einigen Wochen werden aber diese kleineren Grenzübergänge deutscherseits mit allerstrengster allerhöchstselbst angeordneter Genauigkeit überwacht. Der König von Bayern will das so.

    Vor Reichenhall hatte ich das enorme Glück, an so einer neu aufgebauten provisorischen Grenzstation vorbeifahren zu können, weil jedes kleinste Fleckchen mit einem Fahrzeug belegt war, das soeben "zerlegt" wurde. Man hatte schlicht keinen Platz für mich und mußte mich mit erkennbarem Bedauern vorbeiziehen lassen.

    Am Rückweg vermied ich Deutschland völlig und schaukelte durch eine verträume Alpenlandschaft dem Sonnenuntergang entgegen nach Tirol. Ich hatte nämlich eine gerade frisch erworbene Langwaffe mit dabei, die natürlich noch nicht im EU Feuerwaffenpass gelistet war. Noch dazu im pöööööööööööösen Kaliber .223 Rem. Es gibt Amtshandlungen, die muß ich einfach nicht haben. Gerade nicht im besten und sichersten Deutschland aller Zeiten. Wer will schon in der Abendzeitung als Austro- Terrorist auf die Titelseite?

    Letzte Woche hat mir erst ein Wiener erklärt daß München auch verkehrstechnisch nur ein Dorf sei.

    Wenn ein Wiener das sagt, dann ist das einer unmittelbaren göttlichen Offenbarung mindestens gleich gestellt. Zweifler daran enden nach der Folter auf dem Scheiterhaufen. Und das ist für die harmlosen Vergehen. Die ernsten Fälle müssen den Rest ihres Lebens in Wien verbringen. Also in der Hölle auf Erden.

    Früher standen die Menschen einander näher. Was blieb ihnen auch übrig, so ganz ohne Feuerwaffen.

    It’s nice to be a Preiss.
    It’s higher to be a Bayer.
    And it's a Gottesgab to be a Schwab.
    But the highest you ever werden kann, is to be an Austrian!

  • Als würde der Österreicher von Deutschen was annehmen, außer dem Geld der Touristen.

    Das Mindset scheint schon schützentypisch, daß findet sich ja weniger bei Sportlern, die wissen dass eine derartig negative Einstellung nur runterzieht.

    Sag mal, musst Du immer so ironisch sein, was die Österreicher machen, machen wir auch hier geht es um den Schießsport und nicht so dämliche Kommentare.

  • Ich sehe es kritisch wenn Kinder bei Olympia starten dürfen. V. Almsick war 14 Jahre alt, also mehr Kind als erwachsen.

    Der Umgang der Medien mit den Aktiven, vor allem hämische Schlagzeilen sind unter dem Strich nur eine Frechheit. Ich hab oft den Eindruck, da schreiben Journalisten völlig frei von jeder Fach- und Sachkenntnis.

    Bei Erfolg, werden die wie ein Wanderpokal rumgereicht und wenn die Ergebnisse nicht den Vorstellungen entsprechen, dann wird medial draufgeschlagen.

    Selbst bei normalen Schützenvereinen sind schon Schützen verheizt worden. Da wurde nicht gebremst, im Gegenteil. Einen Fall hab ich noch gut im Gedächtnis. Die Jungschützin, mit sehr guten Ergebnissen war plötzlich überall im Einsatz. Neben Kadertrainig, Jugend-, Damen- und erste Mannschaft. Nach relativ kurzer Zeit war Ende, sie hatte keine Lust mehr. Der Grat zwischen optimaler Förderung und Überforderung ist oft schmal. Leitlinie muss immer sein, dem Schützen muss es gefallen, wir können nur motivieren. Es bringt absolut nichts wenn die jungen Schützen nach ein paar Jahren die Nase voll haben und das Gewehr in die Ecke schmeißen.

    Die schlechtesten Schützen haben die besten Ausreden.:sobbing: ^^

    Einmal editiert, zuletzt von jomei (26. August 2025 um 10:23)

  • Es bringt absolut nichts wenn die jungen Schützen nach ein paar Jahren die Nase voll haben und das Gewehr in die Ecke schmeißen.

    Richtig. Und das gilt auch für die Pistole. In einem Gespräch mit einem der Landesoberen wurde mir nahegelegt, schon mit 11 oder 12 Jahren die Kinder in die jeweilige Sparte (Kurz- oder Langwaffe) je nach Erfolgsaussichten fest einzuteilen, um sie optimal und effizient auf erfolgreichen Durchmarsch bis möglichst zur EM zu trimmen. Die Kinder waren aber an Beidem interessiert und freuten sich über die Abwechslung und die größere gemeinsame Freundesgruppe. Ich hab seine Wünsche also elegant ignoriert und wir haben gar nichts getrennt, sondern versucht, den Kindern sportliche Fairness, Kameradschaft, Respekt auch vor Luftdruckwaffen und ein solides Sicherheitsbewußtsein beizubringen.

    Das gelang auch sehr gut. Nebenbei hatten zwei der Kinder dann noch während der Plandemie bei der ÖM vorderste Plätze (1 und 2) erreicht. Unsere Zweitplatzierte mußte sich nur einem Mädel geschlagen geben, die von ihrem Vater begleitet wurde, der alles genauestens überwachte. Ich hatte den Eindruck, daß sie weniger ihre Träume ausleben durfte als seine Träume ausleben mußte. Die sah sogar während der Siegerfotos ständig ängstlich zu ihrem Vater hin, ob sie die vorher auswendig gelernte korrekte Haltung des Täfelchens mit den Daten zum Bewerb einhielt. Auf einen entsprechenden Blick hob sie das Täfelchen höher und schaltete ihr aufgesetztes Siegerlächeln eine Stufe intensiver.

    Mir tat das gedrillte Mädel leid und ich fühlte mich darin bestätigt, den Kindern was beizubringen aber mit Blick auf deren Nutzen für ihr weiteres Leben. Wenn das Interesse eines Kindes gegen den Ehrgeiz der Eltern, eines Vereines oder Verbands abzuwägen ist kommt für mich ganz vorne die Frage, was dem Kind gut tut. "Alles Andere ist primär", wie man im Fußball zu sagen pflegt...

    Früher standen die Menschen einander näher. Was blieb ihnen auch übrig, so ganz ohne Feuerwaffen.

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    And it's a Gottesgab to be a Schwab.
    But the highest you ever werden kann, is to be an Austrian!

  • Schönes Posting von CoolMint - dankeschön! Ich sehe das genauso wie Du.
    Wir haben die damit zusammenhängende Problem (und auch die Dysfunktionalitäten des alt überkommenen Kadersystems =O) in der Vergangenheit in verschiedenen umfänglichen Threads erörtert. Es verlohnt auch jetzt noch den Blick dort hinein.

    Carcano

  • Die Kinder waren aber an Beidem interessiert und freuten sich über die Abwechslung und die größere gemeinsame Freundesgruppe.

    Genau aus diesem Grund organisieren wir das Training abwechslungsreich und bieten denen, die wollen, ab 14 Jahren fast die gesamte Palette möglicher BDS Disziplinen mit KK Pistole, Büchse, Selbstladebüchse und ggf. Dopelflinte an. - incl. Teilnahme an den jeweiligen LMs. Dass das nicht genauso strukturiert trainiert werden kann, liegt an den begrenzten Ressourcen an Zeit und Stand.

    Jeden Tag ´ne grüne Tat: Verbieten, was ein andrer mag!

    "Das Scheibenbild zeigt zum Schützen." (DSB Sportordnung 0.4.1.1)

  • CoolMint das Phänomen sehen wir leider immer wieder im Sport - Eltern, Trainer die Ihre eigene nicht geschaffte Karriere in den Kindern ausleben wollen.... schlimm genug. In den allermeisten (wenn nicht allen die ich kenne) Verbandsstrukturen ist man sich dieses Problems aber bewusst und achtet seitens der Verbände / Trainer darauf - in den höheren Kadern auch mithilfe der (Team-)Psychologen oder hier innerhalb des Sportinternats z.B. mit den Soziologen / Betreuern innerhalb des Internats.

    Aber leider sind von diesem Phänomen auch junge Vereinssportler betroffen. Wenn es dann im Verein kein steuerndes Organ / steuernde Person gibt wird es schwierig.


    Carcano auch wenn ich wie üblich keine inhaltliche Antwort bekomme - oder doch?

    Worin liegt denn die "Dysfunktionalitäten des alt überkommenen Kadersystems" - ich kenne bislang an Argumenten von dir hier immer nur den Verweis auf die Studie/Dissertation von Andreas Albert (Bindung und Dropout im Nachwuchsleistungssport) die du in meinen Augen (das habe ich schon mal dargelegt - nicht korrekt auslegst (im übrigen auch Andreas Albert selbst einige Schlußfolgerungen zieht die er - sagen wir mal - exklusiv hat und die sich nicht unbedingt mit weiteren Ergebnissen decken.)

    s. -> RE: Talentsuche

    Aber ich bin gespannt - vielleicht - wie ich hoffe kommt ja mal eine faktisch begründete Antwort - was in unserem Kadersystem dysfunktional ist - würde mich wirklich interessieren - und vor allem, wie man das besser lösen kann.

  • Was wollen wir, was brauchen wir?

    Gewünscht werde gute Schützen, die möglichst hochklassig schießen. Da sieht die Laufbahn dann idealerweise so aus, als Schüler schon in einem hochkarätigen Kader. Keine großartigen Probleme im schulischen Bereich. Dazu bedingungslose Unterstützung durch die Eltern. Spätestens mit Beginn des Berufslebens fällt die Entscheidung, was ist dem mittlerweile jungen Erwachsenen wichtig. Kann er Sport und Beruf unter einen Hut bringen.

    Ich behaupte mal, in jedem Verein tauchen jedes Jahr junge Schützen mit Potential auf. Manchmal werden die nicht entdeckt, manchmal haben die nicht das Ziel in den Leistungsbereich zu gehen, manche werden gute und andere sehr gute Schützen. Auf die internationale Leistungsebene schaffen es nur sehr wenige. Dafür muss alles passen, ein Verein der nicht im Weg steht, überdurchschnittliches Können, Nervenstärke, die Bereitschaft vom Sport sein Leben zu bestimmen lassen etc.

    Damit das funktioniert brauchen wir aber auch andere. Das sind die, die aus Spaß an der Freud schießen. Die guten Schützen, die hochklassig geschossen haben und ihre Erfahrungen und ihr Wissen Weitergeben können. Die entdecken dann auch leichter die Ausnahmetalente. Damit der Laden (Verein) läuft noch jede Menge engagierte Mitglieder.

    Die große Kunst ist dann immer, alle unter einen Hut zu kriegen, dass der Bundesligaschütze genau so am Vereinsabend auftaucht wie der Schlumpfschütze (bitte nicht despektierlich verstehen, die schießen ihre Wettkämpfe mit dem gleichen Ernst). Hier müssen sich die Alten auch immer mal fragen was kann ich dazutun. Der Verein muss bereit sein die Talente „abzugeben“ für Kadervereine schießen zu lassen. (Ich hab oft genug Vereinsfunktionäre erlebt, denen war es wichtiger, dass auf den Ergebnislisten SV Kleinkleckersbach steht, als das Vorankommen der Schützen.)

    Insgesamt ergibt sich da ein Spannungsfeld, dass es schwierig macht.

    Ich sehe zum momentanen Aufbau keine besseren Alternativen. Sicher kann man auf allen Ebenen etwas verbessern, aber insgesamt sind wir doch auf einem hohen Niveau. Schützen in der Klasse einer Sonja Pfeilschifter, einer Petra Horneber und eines Ralf Schumann betreten nicht alle Naselang den Schießstand.

    Die schlechtesten Schützen haben die besten Ausreden.:sobbing: ^^

  • Was wollen wir, was brauchen wir?

    Da beginnen bei Schütze und Vereinen schon die Unterschiede.

    Gewünscht werde gute Schützen, die möglichst hochklassig schießen. Da sieht die Laufbahn dann idealerweise so aus, als Schüler schon in einem hochkarätigen Kader. Keine großartigen Probleme im schulischen Bereich. Dazu bedingungslose Unterstützung durch die Eltern.

    Wünsche sind schon was feines, arbeiten müssen wir aber mit dem was kommt.

    Spätestens mit Beginn des Berufslebens fällt die Entscheidung, was ist dem mittlerweile jungen Erwachsenen wichtig. Kann er Sport und Beruf unter einen Hut bringen.

    Ein Zeitpunkt für viele die bisher die Träume anderer erfüllt haben für sich selbst zu entscheiden.

    Manchmal geht es nun mal nicht, das sollte dann auch ein Trainer oder Verein verstehen.

    Ich behaupte mal, in jedem Verein tauchen jedes Jahr junge Schützen mit Potential auf. Manchmal werden die nicht entdeckt, manchmal haben die nicht das Ziel in den Leistungsbereich zu gehen, manche werden gute und andere sehr gute Schützen. Auf die internationale Leistungsebene schaffen es nur sehr wenige. Dafür muss alles passen, ein Verein der nicht im Weg steht, überdurchschnittliches Können, Nervenstärke, die Bereitschaft vom Sport sein Leben zu bestimmen lassen etc.


    Damit das funktioniert brauchen wir aber auch andere. Das sind die, die aus Spaß an der Freud schießen.

    Gerade die Vereine brauchen die nicht. Die sind aber da und nur mit denen können wir arbeiten weil die Talente doch recht selten sind. Was hilft uns wenn der Kreis- Gau- und Landesmeister dann nicht für Hochbrück qualifiziert ist.

    Die guten Schützen, die hochklassig geschossen haben und ihre Erfahrungen und ihr Wissen Weitergeben können. Die entdecken dann auch leichter die Ausnahmetalente. Damit der Laden (Verein) läuft noch jede Menge engagierte Mitglieder.

    Kann sein muss nicht sein.


    Die große Kunst ist dann immer, alle unter einen Hut zu kriegen, dass der Bundesligaschütze genau so am Vereinsabend auftaucht wie der Schlumpfschütze (bitte nicht despektierlich verstehen, die schießen ihre Wettkämpfe mit dem gleichen Ernst). Hier müssen sich die Alten auch immer mal fragen was kann ich dazutun. Der Verein muss bereit sein die Talente „abzugeben“ für Kadervereine schießen zu lassen.

    Welcher Bundesligaschütze, der aus USA oder Indien? Vielleicht hat der Schütze der mehrmals die Woche trainiert auch noch andere Interessen als einen Vereinsabend.

    (Ich hab oft genug Vereinsfunktionäre erlebt, denen war es wichtiger, dass auf den Ergebnislisten SV Kleinkleckersbach steht, als das Vorankommen der Schützen.)

    Insgesamt ergibt sich da ein Spannungsfeld, dass es schwierig macht.

    Da stimme ich Dir vollkommen zu.

    Zitat


    Ich sehe zum momentanen Aufbau keine besseren Alternativen. Sicher kann man auf allen Ebenen etwas verbessern, aber insgesamt sind wir doch auf einem hohen Niveau. Schützen in der Klasse einer Sonja Pfeilschifter, einer Petra Horneber und eines Ralf Schumann betreten nicht alle Naselang den Schießstand.

    Da gäbe es einiges, aber noch mehr Tabus daß eine Diskussion nicht lohnt.