Beiträge von Lanfear

    Hugo165

    Nein, das sollte von jedem Pistolenschützen so angestrebt werden. Dass man am Anfang dieses Zielbild nicht exakt halten kann, ist richtig. Man hält dabei in einem, mehr oder weniger großen Halteraum an. Das Zentrum dieses Halteraums sollte wie oben beschrieben sein.

    Wenn das Trefferbild dann nicht mittig liegt, muss man an der Visierung drehen.

    Bei dem Teilsatz "... das sollte von jedem Pistolenschützen so angestrebt werden." bin ich ja noch bei Dir. Der Rest ist Unsinn.

    Ab 385+! Dazu stehe ich! Die Mittelpunkt des Halteraumes muss so gewählt werden, dass die Visierung bei den Schwankungen nicht ins Schwarze gerät.

    Bei der Grenze von 385+ kann ich nicht zustimmen. Die zentrale Aussage danach ist aber völlig richtig. Das Kontrollweiß sollte so gewählt werden, dass bei Bewegungen im Halteraum die Kornoberkante nicht den Spiegel berührt.

    Also bestimmt sich die Kontrollweißhöhe nach den jeweiligen Fähigkeiten im Bereiche Haltestabilität. Das passt dann auch zu der nachstehenden Aussage:

    Bei vielen Schützen hat sich ein Zielbild bewährt, wo der Lichtspalt in der Kimme links und rechts etwa genauso breit ist wie der Spalt unter schwarz. Hat den Vorteil dass der Kopf dieses Bild gut abspeichern kann weil der Geist Symmetrie sucht.

    Wenn die Abstände gleich groß sind, lassen sich Fehler im Zielbild einfacher wahrnehmen. Das ist erstrebenswert, aber nicht dogmatisch zu verstehen.

    Über den Strahlensatz lässt sich ausrechnen, wie breit das Korn sein muss, damit es der Spiegelbreit entspricht. Nach meiner praktischen Erfahrung muss man allerdings von errechneten Breite einen Abschlag von ca. 15% vornehmen, damit das Korn nicht breiter als der Spiegel wahrgenommenn wird.

    Und was Feinwerkbau nicht hat, das kann man sich im 3D-Druck selbst herstellen. Das Material ist nicht so langlebig wie Stahl, aber einfach verfügbar. Die Kantenschärfe reicht nach Rückmeldung der Schützin.
    Problem war hier, dass die P8X bei mittiger Kimmeneinstellung in die 4 links getroffen hat. Wenn sie die Kimme komplett an den Rand gedreht hat, dann kam sie gerade so in die Mitte, hatte aber keine Verstellreserve mehr.
    3D-Druck kann man auch nutzen, um die richtige Kornbreite zu ermitteln.

    Woher nimmt man nur die Arroganz zu behaupten, dass grundsätzlich eine schlechte Trainerausbildung stattfindet, die aus "Dasitzen und Konsumieren" besteht?

    Wer hat das wo gesagt? Habe ich wohl nicht mitbekommen?
    Ich neige ja auch dazu, mich über meine Trainerkollegen zu beschweren. Wenn Trainer grundlegende Dinge nicht wissen, kaum Methodenkompetenz haben und z.B. Periodisierung ein Fremdwort ist, stelle ich mir die Frage, woher das kommt.
    Ich habe es mehrfach erlebt, dass in Trainerausbildungen für C-Leistung oder B-Leistung Teilnehmer mit eher dürftigen Vorwissen dabei sind.

    An deren Motivation und Einstellung liegt es meistens nicht. Kommt zwar auch vor, habe ich aber selten erlebt.
    Die meisten mit fachlichen Defiziten haben in der vorhergehenden Ausbildung die nötigen Themen schlicht nicht behandelt.
    Ich höre regelmäßig die Aussage in diesem Zusammenhang, dass ihnen vorher einfach niemand so erklärt hat.

    Also ja. es gibt schlechte Trainerausbildung. Zum einen ist das durch die Vorgaben bedingt und zum anderen weil die Ausbilder entweder fachlich schlecht sind oder keine Lust haben. Es gibt Landesverbände im DSB da würde ich niemand die Trainerausbildung empfehlen.

    Ansonsten kannst Du gerne mal bei einer Standard-Trainerfortbildung bei uns im Landesverband dabei sein. Ich bin immer wieder aufs Neue überrascht wie niedrig das Niveau ist.

    Ich glaube es steht der Aufsicht nicht zu, zu bewerten, wie und wieviel ein Schütze trainiert hat.

    Die Aufsicht hat lediglich das Training mit erwerbscheinpflichtigen Waffen zu bestätigen, nicht mehr und nicht weniger.

    Training ist ein zielgerichteter Prozess. Wenn die Aufsicht keine Kompetenz diesbezüglich hat, wie soll sie das dann beurteilen, ob es sich um Training handelt?
    Ist aber tatsächlich auch nicht nötig. Das Waffengesetz verlangt ja auch gar nicht, dass trainiert wird. Der Gesetzgeber verlangt meines Erachtens nach eine niedrigere Stufe als Training.

    Nach dem Wortlaut des Gesetzes muss der Schießsport sowohl für den Bedürfniserwerb als auch für den Bedürfniserhalt ausgeübt werden.

    Die bloße Schießsportausübung ist sicher niedrigschwelliger anzusehen als Schiessporttraining. Ausübung muss nämlich im Gegensatz zu Training nicht zielgerichtet sein. Ab welchem Umfang - gemessen an der Schusszahl oder ggf. an der Zeit - die gesetzliche Schwelle zur Schießsportausübung überschritten ist, ist sicher nicht eindeutig.

    Ich würde aber davon ausgehen, dass eine Ausübung erst dann anzuerkennen wäre, wenn eine gewisse Dauer überschritten ist. Wo das genau liegt? Gute Frage!

    Da es aber keine genauen Regelungen gibt, kann jeder, der solche bedürfnisrelevanten Schießsportausübungen bestätigt, auch festlegen, wie sie stattzufinden haben.

    Das ist meiner Meinung nach und Beobachtung falsch. Es GIBT ausreichend ausgebildete Trainer, die nur eben nicht als Trainer aktiv sind.

    Kann ich für Hessen bestätigen. Jedes Jahr 8-10 C-Trainer Basis Schwerpunkt Pistole. Dennoch ändert sich in den Vereinen kaum was.
    Deutlich auch bei Fortbildungen der C-Trainer wahrnehmbar. 80-90% der Teilnehmer trainieren niemanden.

    Das ist nur bedingt richtig. Es gab genügend, die etwas dagegen gehabt hätten, nur wurden die (wie immer) leider nicht gefragt (Nachwuchsbundestrainer, Landestrainer, Sportler usw.)!

    Kann ich so nicht stehen lassen. Die Landestrainer und die Nachwuchsbundestrainerin sind genau im Bild gewesen.
    Ich bin mir sehr sicher, dass die Nachwuchsbundestrainerin zum Zwecke einer gemeinsamen Stellungnahme die Landestrainer aufgefordert hat, ihr mit Stellungnahmen und Begründungen zuzuarbeiten. Es kam nur eine Zuarbeit und die war auch noch zu spät.

    Anscheinend war es dann noch nicht so wichtig. Daher ist es zu keiner Eingabe an die Sportleitersitzung von dieser Seite gekommen.

    Ehrlicherweise muss ich auch sagen, dass es für die Arbeit im Nachwuchskader keine Rolle spielt, ob die Juniorinnen eine eigene Mannschaftswertung haben oder nicht. Ich hätte es auch begrüßt, wenn es auch weiterhin eine eigenständige Mannschaftswertung gegeben hätte. Aber so ergeben sich neue Möglichkeiten, dass Damen und Juniorinnen gemeinsame Mannschaften bilden können.

    Vielleicht sollte man eher überlegen, den Damen III und IV eine eigene Mannschaftswertung zu geben.

    Ich nutz mal diesen Thread, da es eher um die DM geht. Weiß jemand, wieso es dieses Jahr keine Juniorinnen I Mannschaften bei 2.40 gibt?

    Das ist das Ergebnis der Sportleitersitzung DSB irgendwann in 2024. Es gab keinen ernstzunehmenden Widerstand gegen den Vorschlag der Sportleitung. Hintergrund der Abschaffung der Juniorinnen-Mannschaftswertung dürfte die chronisch geringe Anzahl an Mannschaften gewesen sein. Das waren immer nur 6-10 Mannschaften.
    Das ist jetzt erstmal bis 2028 fix:
    https://www.dsb.de/fileadmin/DSB.…_21.02.2025.pdf

    Lanfear

    Bei Schnellfeuer sind die Limits in allen Klassen deutlich niedriger, gibt es dafür einen Grund?

    Das die Limitzahlen in einer eher wenig frequentierten Disziplin stark schwanken, halte ich aber für nicht ungewöhnlich. besonders deutlich wird das bei den Junioren. die Anzahl der Startplätze hat sich von 2024 zu 2025 nicht geändert. In 2024 waren 37 Junioren vorgesehen. In 2025 sind 26 Junioren zugelassen. Bei den Mannschaften ist in 2025 eine weniger zugelassen. Passend dazu ist das Mannschaftslimit bei den Junioren von 1366 auf 1422 gestiegen.

    KlasseLimit 2024Limit 2025
    Jun I456446
    Jun II438408

    Das Limit liefert immer der Schütze, der gerade noch zu den Meisterschaften zugelassen wird. Schaut man sich die Starterzahlen für die nationale Rangliste bei Schnellfeuerpistole an, ahnt man das hier nur wenige Sportler am Start sind. Die Disziplin zu trainieren verlangt einiges an Aufwand, den man im Regelfall im Nachwuchs nicht betreiben wird. Die meisten Starter bei Schnellfeuerpistole im Nachwuchsbereich haben oder hatten einen Kaderkontext. Das führt am Ende zu nicht allzu vielen Startern in der Disziplin.

    In Hessen stehen wir meistens bei Schnellfeuerpistole und dem Nachwuchs ganz gut da. Dennoch hatten wir in diesem Jahr nur 2 Starter bei Jun I und 4 Starter bei Jun II. Diese 6 sind alle Landes- oder Bundeskader.

    In Bayern gab es 3 Starts bei den Jun I und 5 Starter bei Jun II.

    In den anderen LV sieht es meistens schlechter aus. Bei den wenigen Starterzahlen schwankt das Limit dann schon deutlich.

    Ich bin nun für Trainer-C-Leistung angemeldet und hoffe immer noch auf Neuigkeiten: Wie erkenne ich, welche Konsequenzen welche Ungenauigkeiten in der Technik bei welchem Schützen haben? Wie stelle ich fest, welches Zielbild der Schütze sieht? Welche Lehrmethode sollte ich bei welchem Schützen in welcher Situation einsetzen?

    Darf ich fragen, in welchem Landesverband Du Dich zum C-Trainer Leistungssport angemeldet hast und in welcher Disziplin?

    Zitat von tmtriumph

    Wie erkenne ich, welche Konsequenzen welche Ungenauigkeiten in der Technik bei welchem Schützen haben?

    Schwierige Frage, die auch im C-Trainer Leistung nicht vollständig beantwortet werden dürfte. Kausalitäten zwischen den Technik-Soll/Ist-Abweichungen und den sich daraus ergebenden Konsequenzen sind nicht immer einfach oder isoliert zu erkennen. Grundsätzlich sollten in der Ausbildung hier aber einige Informationen im Bereich Leistungsdiagnostik kommen.

    Zitat von tmtriumph

    Wie stelle ich fest, welches Zielbild der Schütze sieht?

    Sehr spannendes Thema! Da wir keinen Direkt-Anschluss an den Sehnerv des Sportlers haben, bleibt für den Trainer hier viel offen.
    Hier kann und muss die Schießtechnik-Leistungsdiagnostik Antworten liefern. Auch muss klar werden, wo hier die Grenzen des Erkennbaren liegen. Hier wird der Trainer zum Detektiv, der aus vielen kleinen Bruchstücken ein klares Bild zusammen setzen muss. Ich hoffe, dass das Thema bei Euch in der Ausbildung auf der Agenda steht.

    Zitat von tmtriumph

    Welche Lehrmethode sollte ich bei welchem Schützen in welcher Situation einsetzen?

    Methodenkompetenz sollte ein sehr wichtiges Thema innerhalb der Ausbildung sein. Das lässt sich nach meiner Erfahrung nur eingeschränkt aus Lehrbüchern lernen. Im Idealfall hat ein Trainer für ein Trainingsthema nicht nur eine Methode, sondern ein ganzes Methodenbuffet aus dem er und der Sportler auswählen kann. Nicht jede Methode funktioniert bei jedem Sportler.

    Hier haben viele Trainer - insbesondere die ohne Praxiserfahrung - Probleme. Das erlebe ich oft in Fortbildungen. Im Erkennen von Soll/ISt-Abweichungen im Technikablauf sind vielen Trainer recht gut. Auf die Frage, welches Thema sie als erstes angehen und was der Sportler machen soll, um die festgestellte Abweichung weg zu trainieren, tun sich viele Trainer in Fortbildungen dann schwer.

    Wenn Trainer in Fortbildungen von mir aufgefordert werden, den Sportlern eine konkrete Vorgehensweise auf ein erkanntes Problem in Form einer Handlungsanweisung/Instruktion, fehlt es oft an Erfahrung im praktischen Tun.

    Im Bereich Methodenkompetenz sollte man immer schauen, was andere Trainer praktizieren. Ich versuche immer über den Tellerrand zu schauen, was andere Trainer so machen. Da sieht man oft Sachen auf die man vielleicht selbst nicht gekommen wäre. Insbesondere in einer Trainerausbildung sollten die Referenten hier einiges anbieten und auch in den praktischen Einheiten ausprobieren lassen.

    Da war ja früher wirklich mal was besser, da war Freie Pistole und OSP beim Übungsleiter dabei.

    Das sind halt Praktiker.

    Da habe ich missverständlich ausgedrückt oder Du hast den Kontext falsch verstanden. Zu den Zeiten als die Trainerausbildung noch nicht geteilt war, umfasste die Ausbildung auch deutlich mehr Stunden. Das waren drei Zeitwochen, die da absolviert werden mussten. Mittlerweile ist das getrennt. Der Umfang nach meiner Wahrnehmung in Summe aber ähnlich.
    Die Inhalte zum Kleinkaliberschießen sind mittlerweile im zweiten Teil der C-Trainerausbildung (aka C-Trainer Leistungssport) enthalten. Da Freie Pistole nicht olympisch ist es auch nicht mehr Ausbildungsinhalt).

    Wir haben bei uns darüber diskutiert, ob Inhalte der C-Trainer Leistungsausbildung als Gegenstand von Fortbildungen angeboten werden sollen. Also z.B. eine Tagesfortbildung zum Thema Sportpistole Duell. Im Rahmen der Ausbildung C-Leistung nimmt das Thema Duell etwa 6 LE in der Theorie und 5 LE in der Praxis ein. Wir kombinieren das Thema zugleich mit Schießtechnik-Leistungsdiagnostik Video. Lässt man die Leistungsdiagnostik weg, könnte damit auch eine Tagesfortbildung über 8 LE gestaltet werden.

    Bisher gibt es keine expliziten Fortbildungen für Trainer C-Basis Breitensport zum Thema Sportpistole. Die Angebote im Bereich Sportpistole richten sich alle an Trainer C Leistung. Bisher war es nicht unüblich, dass sich darauf auch Trainer C-Basis Breitensport angemeldet habe. Wir überlegen ernsthaft, dass zukünftig zu unterbinden, weil das Niveau dieser Fortbildungen deswegen sehr niedrig ist. Ich weigere mich bisher ein Fortbildungsangebot für C-Trainer zu machen, in denen nur das wiederholt wird, was bereits Gegenstand der Ausbildung war. Eine Fortbildung soll auf das aufsetzen, was Gegenstand der Ausbildung war und nicht nur schlichte Wiederholung dessen, was alle bereits wissen müssten.

    Nun könnte man das Angebot machen wie ich es oben skizziert habe. Also eine Fortbildung Sportpistole Duell für Trainer C-Basis Breitensport. Nach meinen vorherigen Ausführungen wäre das keine Fortbildung für einen Trainer C-Leistungssport, weil es da ja nur Wiederholungen geben würde. Die Veranstaltung dann noch für alle Interessenten öffnen, würde bedeuten, dass man nicht mal das Wissen eines Trainer C-Basis Breitensport voraussetzen könnte. Dann müsste es ein Jedermann-Lehrgang werden. Das halte ich nicht für realistisch. Zum einen haben wir jetzt schon Probleme qualifizierte Referenten zu finden und zum anderen müsste dazu das Bezahlungssystem für die Referenten geändert werden. Für 70 EUR am Tag wird das schwierig.

    Ich sehe noch nicht, warum eine isolierte Duellfortbildung oder besser Duellausbildung so zwingend ist. Wer Wissen zu Duell für sich erwerben möchte, kann einen Jedermann-Lehrgang in Wiesbaden beim DSB machen. Ansonsten bleibt die nicht gerade sehr aufwändige Option den C-Trainer Leistung zu besuchen. Neben den Duell-LE gibt es da bei uns auch weitere Inhalte, die aus meiner Sicht Sinn ergeben, wenn ich Sportler trainerieren will. Die Ausbildung zum Trainer C-Basis Breitensport bietet wirklich nur den Einstieg mit den Basics. Die 120 LE, die da vorgesehen sind, sind durch den DSB und auch meinen Landesverband nicht optimal genutzt. Aber auch das ist nur meine persönliche Meinung.
    Bei uns muss zwingend die Jugendbasislizenz absolviert werden. Für die Trainerausbildung ist davon aber nicht alles spannend. Trotzdem sind da aber schonmal 20 LE weg. Der Schießsportleiter ist ebenfalls ein Muss. Das gibt der DSB vor. Der wird bei uns so gestaltet, dass er eben gerade nicht auf die spätere Trainertätigkeit abzielt. Wieder sinnlos 20/30 LE weg. Ließe man da einiges weg, würde das schon Spielräume für spannendere Inhalte ergeben. Da muss man aber realistisch bleiben.
    Wir haben bei uns diese Woche Bildungsausschusssitzung. Da stehen die Vorstufenqualifikationen und ihre Ausrichtung auf der Agenda. Ich glaube nicht, dass wir da große Sprünge machen werden. Keiner der Referenten von JuBaLi oder Schießsportleiter wird da freiwillig was abgeben. Und gegen was anderes austauschen, fehlt den meisten Referenten die Qualifikation. Unsere Referenten dort haben nicht unbedingt einen Trainerschein.

    Die Thüringer Mannschaft ist da geteilter Meinung. Ich habe die K12 in Erwägung gezogen und mich halt mit den Leuten unterhalten, die viel Erfahrung damit haben.

    Bis auf ein paar anfängliche Probleme mit der Schwergängigkeit des Ladehebels sind mir keine Probleme mit der K12 bekannt.
    Ich kenne in meinem Umfeld einige K12-Schützen. Auch da bisher keine Probleme. Handfeste Gründe, warum man keine K12 nehmen will, fallen mir nur wenige ein.

    • Kein verstellbarer Griff. Ist für mich kein Kriterium. Kann man anpassen.
    • Kimme in Laufrichtung nicht verstellbar. Ist für mich aufgrund der doch recht langen Visierlinie von ca. 390mm auch eher irrelevant

    Also LP400 und somit die von dir nicht erwähnte Hämmerli AP20 Pro - nicht gut, dafür aber Tesro PA10 und quasi Teilenspender LP300 - gut? Könntest du da vielleicht auf Details eingehen?

    Die LP400 von Walther hatte von Anfang an massive Probleme mit der Einstellbarkeit des Abzugs. Das ist nach mehreren Überarbeitungen zwar besser geworden, aber meiner Meinung nach immer noch nicht gut. Der Abzug lässt sich einfach sehr bescheiden einstellen und die Wunschkonfiguration ist da nicht immer möglich. Dass der Abzug dann auch so bleibt, wie er eingestellt war, ist auch nicht immer gegeben.
    Der Abzug von der Walther LP500 ist um Welten besser zu konfigurieren. Ich finde es zwar immer noch schlecht, dass man zum Einstellen des Abzugs das Abzugszüngel entfernen oder zumindest beiseite tun muss. Ist aber auch bei Steyr nicht besser. Dass es besser geht, zeigt Feinwerkbau und Pardini.
    Die AP20 ist meines Wissens nach baugleich mit der LP400. Also kein Unterschied nach meiner Wahrnehmung.

    Die Tesro PA10 basiert - wieder nur meinem Wissen nach - auf der Konstruktion der Walther LP300. Ich habe gehört, dass Peter Römer (Chef von Tesro) an der Konstruktion der LP300 bei Walther wesentlich beteiligt gewesen sein soll . Ist aber nur Hörensagen.
    Ich würde Tesro auf jeden Fall vor einer gebrauchten LP300 bevorzugen. Die Tesro gibt es als Neuware mit voller Ersatzteilversorgung.
    Bei der LP300 wäre ich mir ob der Ersatzteilversorgung nicht so sicher. Ob eine LP300 als Ersatzteillager für eine Tesro PA10 taugt? Gute Frage, weiß ich aber nicht.

    Bevor ich eine Tesro PA10 kaufen würde, würde ich immer schauen, ob ich gebraucht eine Premium-LP bekommen kann.

    Gerade gesehen: Bei eGun gibt es die LP500 als Basismodell für 1.385 EUR. Sicherlich auch eine Option Budget-Bereich.

    wen ich es aus diesen beiden texte sehe ist der griff der faktor ?

    und nicht der hersteller und die schuss quallität ?

    Aus meiner Sicht nicht.
    Der Griff ist eher der irrelevante Faktor, weil der angepasst werden kann. Was aber technisch an einer Pistole fehlt, kann man nur mit großem Aufwand oder gar nicht nachrüsten.
    So wirst du einen Absorber bei einer Steyr LP2 im Vergleich zu einer Steyr LP10 nicht ergänzen können. Bei einer Pardini K12 kann man keine Elektronik nachrüsten. Es gibt einfach keine dafür.
    Um bei der Wahrheit zu bleiben, sollte man auch bei den Griffen nicht naiv sein. Wer einen elektronischen Abzug in Betracht zieht, sollte sich darüber im klaren sein, dass die Elektronik auch Platz braucht und damit die Gestaltungsfreiheit beim Griffbu einschränkt. Siehe z.B. Morini CM200El. Auch bestimmen die Griffaufnahmen darüber was beim Griffbau machbar ist oder nicht. Die recht voluminöse Griffaufnahme bei Pardini macht es nicht gerade einfach, Griffe für kleine Hände zu gestalten. Wenn dann noch eine starre Verschraubungsachse wie bei der K12 dazu kommt, freut sich der Griffbauer.
    Und dennoch ist der Griff nicht der entscheidende Faktor. Wie FrankyE schon geschrieben hat, spielen andere Faktoren ebenfalls eine wichtige Rolle:

    • Einstellbarkeit der Visierung (z.B. Kimmenbreite und Kimmentiefe)
    • Einstellbarkeit des Abzugszüngels
    • Erreichbarkeit der Stellschrauben ohne Demontage von Griff und Abzugszüngel
    • Lademechanismus mit Lademulde oder direkt in den Lauf
    • Ladeklappe oder Ladehebel
    • Verstellbarkeit der Visierlänge
    • Mechanischer oder Elektronischer Abzug
    • Griffverstellbarkeit

    Um konkret zu werden. Bei solidem Budget macht man bei folgenden Modellen nichts falsch:

    • Steyr LP10evo
    • Feinwerkbau P8X
    • Pardini K12
    • Walther LP500

    Bei knappem Budget gerne auch die Vorgängermodelle Steyr LP10 (ohne evo) oder die Feinwerkbau P44. Von den Vorgängermodellen Pardini K10 oder Walther LP400 würde ich abraten.

    Alternativ wäre die Tesro PA10 noch zu erwähnen. Zwar nicht die neueste Technik, aber viel Waffe für's Geld bei knappem Budget.

    Bisher gibt es bei den Meisterschaften keine Option die Einzelwertung und die Mannschaftswertung zu trennen.
    Wenn die Damen und Herren in der Einzelwertung gemischt an den Start gehen dürfen, dann gibt es auch gemeinsame Mannschaften. Beispiele wären hier die die 2.50 GK-Disziplinen oder auch Standard- oder Zentralfeuerpistole. Da es in diesen Disziplinen keine Damenklassen gibt, müssen die Damen dann bei den Herren starten. Gibt es separate Damenklassen, dann gibt es keine Optionen bei den Mannschaften zu mischen.

    Grds. wäre das aber machbar. Dazu müsste dann halt die DM-Ausschreibung geändert werden. Vielleicht ist der neue Vizepräsident Sport beim DSB für so einen Vorschlag zugänglich. Ich glaube aber eher nicht.

    Meine Damen im Verein würden das nicht begrüßen. Dann müssten sie in der Mannschaftswertung gegen die Männer antreten.