Geringerer Hochschlag, schnellere Zielwiederauffassung insbesondere in den schnellen Serien (Standardpistole und OSP).
Carcano
Bei Schnellfeuerpistole würde ich aufgrund der seitlichen Bewegungen davon abraten mit hohen Gewichten am /im Laufmantel zu schießen, wenn man nicht entsprechend fortgeschritten ist. Um keine nachteiligen Effekte aufgrund der horizontalen Beschleunigung in Kombination mit der Massenträgheit beim Wechsel von Scheibe zu Scheibe zu bekommen, braucht es eine gut entwickelte Haltekraft und entsprechend hohe Wiederholungszahlen im Training. Dies gilt, wenn auch nicht ganz so stark, auch für Sportpistole Duell und Standardpistole. Dort gibt es allerdings nur vertikale Beschleunigungen. Anfänger haben nach meiner Meinung in den "dynamischen" Disziplinen SP Duell, Standard und SFP eher Nachteile als Vorteile, wenn Zusatzgewichte verwendet werden.
In den statischen Disziplinen sorgen die Gewichte grds. für ein erhöhtes Ruhegefühl, da größere Kräfte erforderlich sind, um die Waffe aus ihrer Position zu bringen. Hat sich die Waffe dann aber doch aus der Position bewegt, braucht es wieder größere Kräfte, um sie wieder "einzufangen". Instabilitäten im Handgelenk potenzieren sich meines Erachtens mit hohen Gewichten. Der kritische Effekt wird umso größer, je weiter die Gewichte vom Handgelenk entfernt sind. Wenn Gewichte unbedingt sein müssen, dann würde ich sie eher am Griff als am Laufende anbringen. Dazu bieten sich z.B. Slotcargewichte oder Auswuchtgewichte zum Ankleben aus. Zusammenfassend ergibt sich daraus: Je besser die Handruhe/Haltekraft/Handgelenkstabilität desto eher sind Gewichte sinnvoll.
Im Schüler- und Jugendbereich finde ich sie völlig fehl am Platz.