Beiträge von Lanfear

    Geringerer Hochschlag, schnellere Zielwiederauffassung insbesondere in den schnellen Serien (Standardpistole und OSP).

    Carcano

    Bei Schnellfeuerpistole würde ich aufgrund der seitlichen Bewegungen davon abraten mit hohen Gewichten am /im Laufmantel zu schießen, wenn man nicht entsprechend fortgeschritten ist. Um keine nachteiligen Effekte aufgrund der horizontalen Beschleunigung in Kombination mit der Massenträgheit beim Wechsel von Scheibe zu Scheibe zu bekommen, braucht es eine gut entwickelte Haltekraft und entsprechend hohe Wiederholungszahlen im Training. Dies gilt, wenn auch nicht ganz so stark, auch für Sportpistole Duell und Standardpistole. Dort gibt es allerdings nur vertikale Beschleunigungen. Anfänger haben nach meiner Meinung in den "dynamischen" Disziplinen SP Duell, Standard und SFP eher Nachteile als Vorteile, wenn Zusatzgewichte verwendet werden.

    In den statischen Disziplinen sorgen die Gewichte grds. für ein erhöhtes Ruhegefühl, da größere Kräfte erforderlich sind, um die Waffe aus ihrer Position zu bringen. Hat sich die Waffe dann aber doch aus der Position bewegt, braucht es wieder größere Kräfte, um sie wieder "einzufangen". Instabilitäten im Handgelenk potenzieren sich meines Erachtens mit hohen Gewichten. Der kritische Effekt wird umso größer, je weiter die Gewichte vom Handgelenk entfernt sind. Wenn Gewichte unbedingt sein müssen, dann würde ich sie eher am Griff als am Laufende anbringen. Dazu bieten sich z.B. Slotcargewichte oder Auswuchtgewichte zum Ankleben aus. Zusammenfassend ergibt sich daraus: Je besser die Handruhe/Haltekraft/Handgelenkstabilität desto eher sind Gewichte sinnvoll.

    Im Schüler- und Jugendbereich finde ich sie völlig fehl am Platz.

    Da kann man bei der Landesmeisterschaft anscheinend mit 81 (einundachtzig) Ringen (von 600) in der Sportpistole Dritte werden, und mit 503 Ringen nur Fünfte. Falls die Angaben in der offiziellen Ergebnisliste des Verbandes stimmen (Lanfear möge zunächst ihn und dann mich ggf. korrigieren).

    Carcano

    Da fehlt eine Vier vor der 81. Unsere Schützin hat 481 Ringe in der Qualifikation geschossen und ist dann im Finale Dritte geworden. Unter anderem auch angesichts solcher Finale im KK-Bereich hat die Sportleitung des HSV mit meiner Unterstützung beschlossen in 2018 keine KK-Finale mehr auszutragen.

    Ich mache ja viel mit Scatt. Aber die Scatt Expert Software kannte ich noch nicht. Habe es gerade mal getestet. Nach der Installation konnte ich damit auch ältere nicht mit dem MX-02 erstellte Scatt-Dateien öffnen. Allerdings nicht alle. Mal sehen, was die Expert-Version anderes kann als die Professional.

    Danke für den Hinweis

    Scatt ist da zu Recht das Maß der Dinge. Die Alternativsysteme wie Trace, Noptel oder SAM Funktrainer sind auch nicht für den schmalen Geldbeutel zu haben.

    Wenn es nur darum geht den Zielweg grob zu visualisieren, kannst Du eine Videoaufzeichnung von vorne machen. Dann im Anschluss die kostenlose Software Kineovea verwenden und damit für jeden Schuss eine Trajektorie für die Kornbewegung machen. Das geht halbwegs automatisch, wenn das Korn gegen einen hellen Hintergrund zu sehen ist. Ist aber trotzdem mühsamer als mit Scatt. Aufnahmen mit möglichst vielen frames per second (fps) erleichtern die Sache mit 50 fps lassen sich gute Ergebnisse erzielen.

    Auf dem Beispielsbild ist der Hintergrund nicht optimal. Kinovea bietet sogar einen Mehrwert ggü Scatt, da hier der gesamte Weg visualisiert werden kann. Mit Scatt geht das in der Regel nur ab der 2. Hälfte der Arbeitsphase, also etwa ab Höhe des 6er-Rings oben auf der Scheibe.

    Die weiße Scheibe hat meines Erachtens folgende Effekte:

    • Vereinfachte Wahrnehmung einer fehlerhaften Positionierung des Korns im Kimmenausschnitt
    • Vereinfachung der Arbeitsphase (Erreichen des Halteraums von oben), da kein störender Spiegel durchfahren werden muss
    • Bei Anfängern fehlende Orientierung aufgrund des schwieriger abgrenzbaren Halteraums. Fortgeschrittene Schützen stört das nicht so stark.
    • Keine Möglichkeit ein Ergebnis wie z.B. eine 10 zu schießen

    Diese Effekte gehen verloren, wenn auf eine weiße Scheibe zu viele Schüsse abgeben werden. Je stärker die Löcher auf der Scheibe wahrnehmbarer werden, desto geringer der Effekt der weißen Scheibe. Soll der Effekt erhalten bleiben, muss rechtzeitig die Scheibe gewechselt werden.

    Daraus ergeben sich für mich z.B. folgende Trainingsanwendungen:

    • Training der Gesamtkoordination unter reduzierten Bedingungen:
      Training im Anfängerbereich, wenn vom Aufgelegtschießen in das freihändige Schießen gewechselt wird. Die Vereinfachung der Arbeitsphase kommt hier zum Einsatz. Aufgrund der noch groben Form des Bewegungsablauf und der schwierigeren Orientierung sind insbesondere Höhenschwankungen zu erwarten. Auch die seitlichen Schwankungen können hierdurch etwas erhöht sein.
    • Training des Zielens beschränkt auf die Kornpositionierung ohne zeitgleich die Lage im Halteraum (oder nur sehr eingeschränkt) wahrzunehmen.
    • Training zum Schießen eines Schussbildes in üblicher Halteraumgröße in der Scheibenmitte. Damit kann erarbeitet werden, dass für das Beibehalten des Halteraums im unteren Bereich der Scheibe kein Spiegel notwendig ist und Bewegungen in diesem Halteraum akzeptabel sind. Der fehlende Bezug zum Spiegel reduziert die Bewegungswahrnehmung, nicht aber die Bewegung. Diese Erkenntnis erleichtert die Schussauslösung trotz vorhandener "normaler" Bewegungen im Halteraum. Damit kann auch die Akzeptanz für ein größeres Kontrollweiß herausgearbeitet werden.

    Durch die weiße Scheibe kann sich der Schwierigkeitsgrad auch deutlich erhöhen. Im Einzelfall sicherlich auch sinnvoll einsetzbar.

    • Beginn der Arbeitsphase unterhalb zwischen Scheibenoberkante und Spiegeloberkante. Durch die Wegnahme der Spiegeloberkante wird das Anhalten am Ende der Auftaktphase schwieriger.
    • Aktive Druckerhöhung in der Arbeitsphase. Die fehlende Orientierung ohne den Spiegel macht die Handhabung der Druckerhöhung schwieriger.

    Meistens sackt das Korn nach unten (Feinkorn) und ich verreiße dadurch nach unten.

    Hallo Lusche,

    was ich an Deinem Schussbild sehe sind eindeutige Zielfehler.

    Feinkorn ist auch bei mir ein Zielfehler. Diese Info hat Lusche72 ja bereits bei der Beitragserstellung mitgeteilt.

    Mich würde daher interessieren, wo Du im gezeigten Schussbild ohne weitere Informationen die eindeutigen Zielfehler erkennst?

    Nach meiner Einschätzung ist das so ohne weiteres sehr schwierig. Die Treffer der von mir grün markierten Gruppe liegen zu tief. Die Ursachen für die tiefe Lage sind nicht zwangsläufig Zielfehler. Denkbar wären auch Halteruheprobleme oder Auslösefehler. Für die tief links liegende gelbe Gruppe kommen als Ursachen ebenfalls Auslöseprobleme in Frage.

    Diese Fragen lassen sich einfacher einschätzen, wenn mittels Zielweganalyse (z.B. Scatt) mehr Informationen vorliegen würden. Würde es sich bei den blauen Punkten um die Mittelpunkte des Zielens bei Kontrollzeit 1s handeln, würde ich Dir zustimmen. Aber selbst mit Zielwegdaten sind die Ursachen nicht immer eindeutig zu ermittelt. Die Beurteilung nur anhand von Trefferlagen kann meines Erachtens nur zu einer vorsichtigen Trendeinschätzung führen.

    Ich bin daher sehr gespannt auf Deine Ausführungen

    Matze1965 Hinweis für die Griffwinkelverstellung in Richtung abgewinkeltes Handgelenk halte ich für hilfreich. Hierdurch werden Zielfehler mit Feinkorn leichter vermieden, da das Handgelenk eine höhere Grundspannung und weniger Bewegungsspielraum nach unten hat. Trotz der hierfür besseren Handhaltung lassen sich solche Zielfehler am Ende meiner Erfahrung nach nur mit genügend spezieller Haltekraftausdauer und geringer Fehlertoleranz ggü Feinkorn in der Arbeitsphase vermeinden. An der Stelle stimme ich harleymueller dann gerne wieder zu.

    gute Arbeit, der K12 gefällt mir von den Proportionen am besten. Sagt natürlich trotzdem nix ob er passt. Aber Grifftechnisch - super !

    Linksgriff für eine Pardini K12 LP, von Lanfear

    Sieht aus wie ein Wohlfühlgriff :thumbup:

    Danke für die Blumen. Der K12-Griff ist der neueste der drei Griffe und steht daher evolutionär derzeit am Ende. Aber auch da ist noch Luft nach oben. Die anderen beiden müssen bei nochmal in die Werkstatt für ein paar Verbesserungen.

    Hier nochmal 3 Bilder vom K12-Linksgriff:

    Linksgriff für eine Sportpistole FAS 602.

    Umbau aus einem alten Rechtsgriff. Neue Handauflage aus Holz angebaut und den Rest aus 2K-Spachtel Rex-Lith Holz modelliert.


    Rechtsgriff für eine Sportpistole Pardini SP

    Ausgangsbasis war ein Rink S-Griff. Der Griff war in der Höhe zu groß. Es wurde ein Holzkeil auf die Handauflage aufgebracht und der Griff geringfügig verlängert. Durch den Keil mussten die Fingerpositionen neu gemacht werden. Als Material wurde Morini 2K-Griffpaste verwendet.


    Linksgriff für eine Pardini K12 LP

    Ausgangsbasis war der neue Originalgriff Größe M von Pardini. Der war allerdings zu groß. Die alte Fingerauflage aus Holz wurde so weit wie möglich entfernt und neu modelliert. Der Griff wurde an Handauflage und Seitenwand erheblich nach hinten verlängert. Die Seitenwand wurde zum Daumenrand erhöht. Das Griffoberteil wurde ebenfalls nach hinten verlängert. Verwendet wurde hier ebenfalls Rex-Lith Holz, das anschließend noch gefärbt wurde.

    Vielleicht hättest Du die Pardini SP Rapid Fire probieren sollen. Die soll bekanntlich einen besseren Abzug besitzen. Ich jedenfalls habe mich jetzt definitif für die SP RF entschieden.

    Da wäre ich mal gespannt, wie sich der Abzug der Pardini SP von dem der Pardini RF unterscheidet? Meines Wissens nach unterscheiden sich die SP und die RF in folgenden Punkten:

    • RF hat skeletierten leichten Verschluss
    • RF hat schmaleres Korn
    • RF hat 6 Wolframgewichte mit passenden Federn anstelle Stahlgewichten
    • RF hat stärkere Magazinfedern

    In früheren Versionen soll auch der Lauf der RF abweichend gewesen sein, um im Patronenlager eine Art Kompensatoreffekt zu erreichen. Mittlerweile gibt es da keine Abweichungen mehr.

    Von einem anderen Abzug habe ich noch nie gehört und auch noch keinen anderen gesehen.

    700g:300g ist für den Anfang vielleicht nicht ganz so progressiv wie no.limits 815g auf dem Vorzug.

    Die Länge des Vorzugswegs ist eher Geschmackssache. Hier gilt dennoch: Je schneller desto kürzer. Bei den Schnellfeurern gibt es daher nur einen sehr kurzen Vorzugsweg.

    Dass nur 2 Teams pro LV starten dürfen, ist für den Anfang vertretbar. Spannend dürfte dann wirklich die Frage werden, wie die 2 Teams auf der LV-Ebene ermittelt werden.

    Das die Beiden Temamitglieder dann auch noch die Disziplin für den gleichen Verein schießen müssen macht das Ganze doch zu einer Totgeburt, oder was meint Ihr?

    Meine Info lautete ausdrücklich, dass die Starterauf der DM nicht aus einem Verein sein müssen. Es ist nur erforderlich, dass bei ihre Startberechtigung für 2.10/1.10 für den gleichen LV haben müssen. Das wäre auch bei zwei verschiedenen Vereinen des gleichen LV erfüllt.

    Wie ich am Wochenende in Suhl bei der Rangliste Pistole vernehmen durfte, soll es bereits dieses Jahr bei der DM die MixedTeam-Wettbewerbe als Rahmenprogramm geben.

    Dazu werden pro LV zwei Teams an den Start gehen dürfen. Die Schützen müssen dabei die Startberechtigung für 1.10 oder 2.10 für einen Verein aus dem LV haben, für den sie starten wollen.

    Dieser Modus soll dann auch für die kommenden Jahre beibehalten werden. Meine Infos dazu stammen aus dem Pistolenbereich. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass es bei Luftgewehr MixedTeam andere Modi geben wird.

    Das würde bedeuten, dass der LV Saar ebenso zwei Teams stellen darf wie der LV Bayern. Kann ich mir nicht so recht vorstellen, dass sich die Bayern damit anfreunden können. Es bleibt auf jeden Fall spannend wie die LV die jeweils zwei Teams bestimmen werden.

    National gibt es da noch nichts. Auch international bisher nur provisorische Regeln. Die findest Du hierim Detail hier:

    http://www.dsb.de/media/EVENTS/2…ifle_Pistol.pdf

    Ansonsten ganz grob:

    Qualifikation:

    10 Minuten Vorbereitungszeit und Probeschießen

    30 Minuten Jeweils 25 Schuss pro Teammitglied. LG mit Zehntel, LP ohne.

    Halbfinale:

    Die besten 8 Teams kommen weiter in die beiden Halbfinals. Im ersten HF schießen die Teams 1,4,5 und 8. Im Zweiten HF die Teams 2,3,6 und 7.

    Alles in Zehntelwertung

    3 Minuten Vorbereitungszeit und Probeschießen

    2 Serien mit je 3 Schuss pro Teammitglied in jeweils 150s

    Dann beginnt die Eliminationsphase

    1 Serie mit je 2 Schuss pro Teammitglied in 100s

    Das viertplatzierte Team scheidet aus.

    1 Serie mit je 2 Schuss pro Teammitglied in 100s

    Das drittplatzierteTeam scheidet aus. Zwei Teams verbleiben

    1 Serie mit je 2 Schuss pro Teammitglied in 100s

    Die Positionen 1 und 2 aus dem Halbfinal stehen fest. Platz 2 schießt im kleinen Finale um Bronze. Platz 1 um Gold.

    Medalmatches

    1 Minute Vorbereitungszeit ohne Probeschießen

    1 Schuss pro Teammitglied in 50s

    Das jeweils bessere Team bekommt einen Punkt. Wer zuerst 7 Punkte hat, gewinnt.