Beiträge von Königstiger

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    Ich habe dem anderen Thread, auf den Königstiger verwies, entnommen, dass die Jacke eine andere sein soll als fürs Stehenschießen. Dann wird's doch etwas zu kompliziert für mich einfach gestrickten Pistolenbenutzer. Dann gab es da noch einige beunruhigende Hinweise
    Ich lerne also:

    LG stehend mit geliehener Jacke und geliehenem Gewehr; KK liegend lass ich dann mal bleiben.

    DANKE!

    Da hast du mich wohl mißverstanden. Zum Stehend- und liegendschießen wird in der Regel die gleiche Jacke benutzt. Es gibt zwar reine Stehend- und Liegendschießjacken aber die werden ganz ganz selten benutzt da die gewehrschützen oft alle Stellungen schießen.

    Ausgehend von jemandem der den Sport wirklich regelmäßig ausüben will, und auch nur mit minimalen Ehrgeiz, dem würde ich schon eine Schießjacke empfehlen. Und je besser diese passt desto mehr Vorteile kannst du daraus ziehen.

    Die Stützwirkung ist schon enorm im Vergleich zu einer ganz normalen Straßenjacke.

    Der Matze hat es ja schon etwas näher erläutert aber beim reinen Stehendschießen macht die Schießjacke ganz schnell 20-30 Ringe Unterschied im Vergleich zu ohne aus. Kommt auf das Leistungsneveau des Schützen an.

    Welche Ansprüche hast du ? Möchtest du nur 1-2 mal am Schießen teilnehmen, dann leih` dir von irgendjemandem eine Schießjacke aus.

    Zum Thema KK liegendschießen, da geht ohne Schießjacke gar nichts, siehe dazu :

    Grundausstattung für Liegendschießen?

    Rein aus Sicherheitsgründen gibt es absolut keinen Grund nicht am KK liegendschießen teilzunehmen, ob du dir aber damit einen Gefallen tust must du selbst entscheiden. An deiner Stelle würde ich es vorher mal ausprobleren.

    uboot

    Ich steh immer noch ein bisschen auf dem Schlauch meine aber verstanden zu haben daß du quasi den Kopf nicht so richtig hinter den Diopter bekommst ?

    Ist dir bewußt daß du zum Liegendschießen die Hakenkappe nach oben verschieben musst ?

    Und das verkanten, das ist wie gesagt kein Problem. Die Lage/Winkel des Gewehres musst du ja ohnehin auch kontrollieren wenn du nicht verkanten wollen würdest.

    Ich komme da nicht weiter.

    Der gesamte Schaft muß weiter weg. ...

    ...

    Bei dem Schaft beschleicht mich die Überlegung, ob ich in einen neuen investieren soll, bevor ich den jetzigen anpasse. Er liegt mir auch zu weit vom Kopf weg,...

    ? ? ?

    Ich kann dir nicht so ganz folgen ...

    Am Schaft liegt es sicher nicht. Bis auf Kleinigkeiten lässt sich dieser auf fast alle Schützen einstellen, es sei denn du fällst extrem aus der Norm.

    Ich hab mir das Adlerauge gleich beim Gewehrkauf einbauen lassen. Aber das Ringkorn wurde nicht getauscht. War das ein Fehler?

    Selbstverständlich ein Fehler!

    ich kenne das so daß das Adlerauge vorne, also Mündungsseitig in den Korntunnel geschraubt wird. Somit ist das Korn natürlich zu klein. Ich würde ohnehin ein verstellbares empfehlen.

    uboot

    Ich habe einen Centra Score Korntunnel. Dieser hat einen Querbalken und ist verdrehbar, das reicht mir zur Kontrolle der Verkantung. Eine Wasserwage lenkt mich zu sehr ab. Die Gefahr sich darauf zu sehr zu konzentrieren und den Rest (Nullpunktkontrolle, Auslösen etc. ,..) unbewußt zu vernachlässigen ist mir zu groß.

    Das Nichtbeachten dessen kann sich im Endeffekt weitaus mehr negativ auf den Schuß auswirken als eine nicht 100% gleichmässige Verkantung. Natürlich lässt sich der Gebrauch der Wasserwaage trainieren aber in meinem Fall mit ca. 3 – 4000 Schuß KK (nicht nur liegend) im Jahr ist das zu wenig.

    Eine Wasserwaage ist m.E. sinnvoll wenn ich den Rest sehr gut im Griff habe, bei Wettkampfergebnissen von Anfang 580 bis 590 Ringen denke ich daß noch genügend Baustellen vorhanden sind die es gilt abzustellen bevor ich über den Einsatz einer solchen nachdenke.


    Ritter

    … markiere dir die Einstellung einfach mit Edding

    Habe ich zu ungenau beschrieben; ich müßte das Gewehr näher an den Kopf bringen, um mit unverkantetem Kopf durch den Diopter zu spechten. Daran hindert mich die Schaftbacke. Am liebsten würde ich den Schaft nach links verkanten; das soll ja mit Wasserwaage gehen, aber trotz mangelnder Erfahrung möchte ich das nicht machen.

    Sind mit 30° der Winkel zwischen linkem Unterarm und Auflage gemeint?

    ...

    Das verkannten ist kein Problem. Ohne wird es sowieso kaum gehen, also völlig normal. Aber man braucht dafür keine Wasserwaage. Zeitgleich kann man auch die Hakenkappe nach rechts verschieben (von hinten gesehen), das bringt das Gewehr auch näher zum Kopf.

    Und ja, mit den 30° hast du recht.

    Nochmal,

    … um Dir die Basics anzueignen ist dein Schaft allemal gut genug.

    Natürlich lässt sich ein vielfach verstellbarer Schaft wesentlich besser an die jeweiligen anatomischen Gegebenheiten des Schützen anpassen als einer der kaum Verstellmöglichkeiten hat.

    Gerade die Hakenkappe kann am Anfang sehr tückisch sein, sie zwingt den Schützen ziemlich rigide in Position. Und wenn die Einstellung nicht stimmt schadet sie mehr als sie nutzt. Deshalb würde ich deine Hakenkappe gegen eine austauschen bei der der Haken demontierbar ist z.B. MEC Free Position oder TecHro Fusion.

    Und wenn du später einen anderen Schaft verwendest kann du diese weiterbenutzen, mittels eines Adapters sind heute die meisten Schaftkappen an nahezu jeden Schaft montierbar.

    Für mich selbst kann ich übrigens sagen daß es den optimalen Schaft nicht gibt, einen der alle Features/Verstellmöglichkeiten die mir wichtig sind in sich vereint. Und ich habe einige durch.


    Sonst brauchst Du noch

    - am Anfang jemanden der sich mit der Materie auskennt, die von mir erwähnte Literatur wäre eine sinnvolle Ergänzung. Eventuell bietet dein LV wie der DSB selbst auch Jedermann Lehrgänge an, das wäre auf jeden Fall sinnvoll investiertes Geld.

    - Eine gut passende Schießjacke (hier würde ich auf Qualität achten, z.B. sind die Simetra Jacken binnen relativ kurzer Zeit verschlissen)

    - einen Schießhandschuh (den erwähnten Thune Solid/open kann ich auch empfehlen)

    - einen Handstop (am besten einen der im Durchmesser nicht so groß ist, der spreizt die Hand nicht so auf)

    - einen Schießriemen (am besten einen aus Kunststoff der sich nicht dehnt)

    Aufzeichnungen der Schafteinsteinstellungen machen, oder Markierungen.

    Die Kondition kommt mit dem Schießen, schießen, schießen ,…ich hatte ja erwähnt daß die Schmerzen nie ganz wegzubekommen sind.

    http://www.schiesssporttrainer.ch/forum/showthread.php?t=198

    Ich habe es nur so am Rande mitbekommen da ich es mich, da kein BDMP Mitglied, nicht tangiert. Das geht so glaube ich schon seit Jahren so daß man sich dort gegenseitig zerfleischt, man möge mich ggf. verbessern


    https://forum.waffen-online.de/topic/451058-b…pr%C3%A4sident/

    https://forum.waffen-online.de/topic/449473-b…serh%C3%B6hung/

    https://forum.waffen-online.de/topic/450217-f…bdmp-ende-2015/

    https://forum.waffen-online.de/topic/451059-b…e-m%C3%B6glich/

    Ah, das ist so eine Art „Zwischenmodell“, aktueller Abzug mit Schiebesicherung aber noch alter Kammerstengel. wahrscheinlich der Vorläufer vom 1813.

    Ich habe auch so was in der Art, nennt sich Modell 1910, ist aber ein 1913 System drinne. Keine Ahnung warum Anschütz dies so macht…

    Aber, das reicht Dir für die ersten Schritte vollkommen aus und könnte zug um zug ausgebaut werden. Ich würde allerdings vorher einen Munitionstest machen, das X bedeutet nicht das wofür es viele halten. Wenn der Lauf nicht absolut „gurkig“ ist kann man darauf aufbauen.

    Die Handballenauflage aber gleich entfernen, die Gefahr daß mit der rechten Hand unbewußt Druck auf Schaft ausgeübt wird sollte tunlichst vermieden werden.

    Sofern Du dann feststellst daß Liegendschießen „dein Ding“ ist, kannst Du Hakenkappe, Handstop/Schießriemenhalter, Visierung nach und nach austauschen und ggf. beim späteren Wechsel auf einen anderen Schaft weiterverwenden.

    Welches Gewehr verwendest Du derzeit, hast ein Bild ?

    Grundsätzlich ist es natürlich auch möglich mit älteren Systemen bzw. Läufen in Verbindung mit einem modernen Schaft Spitzenleistungen zu erbringen.

    Ausgesuchte/passende Munition ist natürlich die Voraussetzung . Aber das dann an die Grenze zu bringen, dazu ist kein Schütze in der Lage. Der Mensch ist immer der limitierende Faktor.

    Zum Thema Keppeler hatte ich ja schon mal was geschrieben Keppeler KK-Alu Schaft und zum Handschuh, doch auch da gibt es Unterschiede. Sauer fertigt z.B. einen reinen Liegendhandschuh.

    Was die Irisblende anbelangt, da denke ich geben sich Centra oder Gehmann nichts. Was mir dort wichtig ist daß neben den Standardfunktionen (verstellbar, versch. Farb- und Polfilter) diese möglichst demontierbar (zum reinigen) und kurzer Bauart ist.

    Kurz deshalb, weil es Anatomisch und Anschlagsbedingt sein kann den Diopter nach vorne schieben zu müssen und evtl. die Lademulde überdeckt

    Als Grundausstattung brauchst du natürlich ein Gewehr, eine Schießjacke, einen Schießriemen/Handstop, einen Schießhandschuh und eine Matte zum drauflegen.

    Zum Gewehr ist zu sagen daß, da du ja praktisch "von 0" anfängst auch für die ersten Schritte einen Standardschaft verwenden kannst. Klar sind dann nicht X Verstellmöglichkeiten vorhanden aber du läufst dann auch nicht die Gefahr dich damit zu verzetteln. Das Gewehr sollte beim Liegendschießen relativ „Halsnah“ ein gesetzt werden, nur soviel zum Thema „gekröpfter Schaft“. Du legst dann praktisch nur noch den Kopf von oben kommend auf der Schaftbacke ab.

    Die Lochgröße des Diopters kannst du erstmal durch das vor- oder zurückschieben des Diopters regulieren. Solltest du allerdings eine Brille zum Schießen benötigen wäre anzuraten einen richtige Schießbrille zu verwenden.

    Die Schießjacke sollte zum Liegendschießen vor allem im Schulterbereich gut passen so daß Dir nicht der Schießriemen am Oberarm herunter rutscht.

    Ein Handschuh ist wegen der Schmerzen obligatorisch, liegendschießen tut nun einmal weh, das lässt sich zwar etwas durch das Training und entsprechende Ausrüstung minimieren, aber ganz abstellen lassen sich die Schmerzen nicht.

    Die grüßte Hilfe wäre daß du jemanden hättest der sich dir dazu annimmt, vorausgesetzt derjenige weis auch was er tut. Des weiteren wäre etwas Literatur hilfreich