Grundausstattung für Liegendschießen?

  • Als nächstes Utensil ist wahrscheinlich ein guter Schießhanschuh angebracht.

    Ich habe 2 Modelle gefunden, die brauchbar sein könnten:

    Der. oder der Gehmann Schießhandschuh von Baur, aber da funktioniert kein link.

    Gibt es Einwände/bessere Empfehlungen?

    Es ist das edelste Privileg des Starken, sich auf die Seite der Schwachen zu stellen.

    3 Mal editiert, zuletzt von uboot (23. Oktober 2017 um 15:56)

  • Auf den Ersten Blick würde ich sagen, dass das die gleichen Handschuhe sind bzw. der Aufbau gleich ist.

    Ich weiß nicht ob das Gummi fest ist oder wie das Grip Material aufgenäht und flexibel ist.

    Ich finde bei dem Modell von Thune gut, dass er zwischen Daumen und Zeigefinger, auf der Handrückseite aus "Plastik" ist.

    Mir drückt der Riemen dann nicht mehr so viel, sondern der Druck verteilt sich gut.

    Pausen kann man beim 60 Liegend machen, ich würde das aus meiner Erfahrung nur bedingt empfehlen.

    Wenn ich das Wettkampfprogramm von 30 Schuss schieße mache ich immer 1bis 2 Pausen zwischendrin.

    Wenn du Elektronik hast braucht man eigentlich keine Pause oder 1. Das Problem was man beim Seilzug im Wettkampf hat ist, dass Scheiben gewechselt werden müssen (1 bis 2 Personen für mehr als 4 Mann) und die Scheibe ja vor und zurück muss, dadurch ergibt sich dann eine Ordentliche Zeitstreckung, da ich nach jedem Schuss gucke wo ich gelandet bin. Ich habe dabei nicht immer das Gewehr in der Schulter ( ich nehme es auch nicht zum laden raus, da fällt mir auch wieder ne Geschichte von ner Meisterschaft ein, wo einer das Gewehr geladen bekommen hat vom Trainer) sondern lege es mit der Kappe auf den Tisch auf (habe es also nur in der Linken Hand). Das reicht für mich eigentlich meißtens.

    Aufstehen oder den Stützarm bewegen erachte ich da für weiniger nützlich, da dann der Nullpunkt ins Nirgendwo wandern kann, das Anschlagsgefühl aufeinmal nicht mehr stimmen kann etc.

    Somit hat man dann denke ich mehr Nerven aufgebraucht wenn man das so macht anstelle dessen.

    So weit ich mich auskenne mit den frühen Anschütz Gewehren hießen die schweren Systeme nicht schon immer Supermatch, sondern waren durch die Maße abgegrenzt. Da können dir sicher die Expterten mehr dazu sagen. Wie Königstiger schon sagte ist das ein "Zwischenmodell". Wenn du dir eine Visierlinenerhöhung kaufen wollen würdest nimm die für die 54er Systeme, da deins wohl noch das alte Prisma hat.

    Die Hakenkappe ist auch etwas komisch, die war auch bei mir dran, damit konnte auch keiner schießen.

    Ich würde die Verkaufen, gibt noch gut Geld auf Egun wenn die Führungsplatte dabei ist(ich habe 130 Euro bekommen, war allerdings die mit drehbarem Haken).

    Eine neue Hakenkappe solltest du dir kaufen, ich weiß auch nicht ob die überhaupt noch Regelkonform ist.

    So jetzt fängt das Leid an mit der neuen Hakenkappe.

    Die neuen Kappen haben andere Aufnahmen als die, die bis zum 1913er verbaut wurden (da war glaube ich die Führungsplatte mit der neuen Hakenkappe (die die Retro jetzt ist) dabei). Wenn man diese Platte hat ist die Montage von z.b. einer Free Position ohne Probleme (zwar mit Unterlegscheiben) möglich.

    Diese Platte wird aber nicht mehr hergestellt, Anschütz hat die noch Vorrätig und verkauft die über Egun (nur mir Privat nicht X(), andere Shops im Ausland haben die auch noch Vorrätig. Ich habe meine aus Bulgarien relativ günstig bekommen. Basteln kann man die auch selbst, Maße kann da sicher einer beisteuern und wenn es an der Stange scheitert, da müsste ich noch 2 Stück da haben.

    Ich lege auch mal ein Bild vom Übeltäter bei, die Stange ist für die Hakenkappe die am 1913 dran war gedacht.

    Neuer Schaft stellt sich zuerst die Frage ob es Holz werden soll oder nicht. Aber besser ist kein Schaft, nur anders/besser Einstellbar;).

    Ich kann zumindest mit Alu nichts anfangen, was das Schussgefühl betrifft, ist schlecht zu beschreiben aber irgendwie "härter".

    Holz gibt es auf dem Mark die noch gebaut werden (rede da nicht von denen die es nicht für Anschütz gibt wie z.b. die von Tanner) den von G&E, den Walther Anatomic, die Anschütz Standard Dinger (sind nicht gerade so schön), Bleiker hat einen (weiß aber nicht ob der passt).

    Anschütz stellt nach meinen Infos keine Supermatch Schäfte mehr in dem Sinne her.

    Sonst gibts viele Aluschäfte, die aber dem G&E oder Anatomic in der Verstellung in nichts nach stehen.

    Da gilt aber auch Testen und nochmal testen.

    Die mit Alu Erfahrung können da sicher mehr Infos geben.

    Grüße

  • Mit den Handschuhen bekomme ich so langsam ein Gefühl, auf was ich achten soll - danke!

    Bei dem Schaft beschleicht mich die Überlegung, ob ich in einen neuen investieren soll, bevor ich den jetzigen anpasse. Er liegt mir auch zu weit vom Kopf weg, sodaß ich den nach rechts beugen muß, was am nächsten Tag zu Nackenschmerzen führt. Kann man sicher kompensieren, aber muß vielleicht nicht sein.

    Bin ja mit Herrn Peter/Keppeler schon länger in losem Kontakt (siehe #1) und schau' mal, welche Möglichkeit ich da mit meinem bestehenden System hätte.

    Kannst Du zu #22 noch was sagen? Wie trainiert Ihr Liegendschützen? Auch Trockenanschläge? Kraft/Kondition/Dehnungen?

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  • Er liegt mir auch zu weit vom Kopf weg, sodaß ich den nach rechts beugen muß, was am nächsten Tag zu Nackenschmerzen führt

    Meinst du, dass du verkanten musst um das Ding unter den "Augenknochen" zu bekommen ?

    oder passt dir die Backe nicht ?

    Wenn man basteln will kann man da auch eine andere montieren.

    Also du solltest generell erstmal deinen Anschlag aufbauen und z.b. darauf achte, dass du die 30 Grad einhälst.

    Du kannst ja mal Bilder von dir im Anschlag reinstellen wenn du keinen Trainer hast.

    Kraft brauchst du nicht viel, du musst ja nicht das Gewicht vom Gewehr tragen, das macht ja der Riemen für dich.

    Kondition wird/wurde in dem Sinne trainiert, dass ich durch 70 bis 75 Schuss komme ohne zu sterben, weil alles schmerzt.

    Dehnung in der Form wie man die z.b. in den Büchern von Bernd Klingner sieht, sollten aber auch die normalen Übungen sein.

    Trockenanschläge kann man machen um z.b. den Ablauf zu Trainieren oder den Ziel Komplex.

    Wo ich noch komplett aktiv geschossen KK habe lief das über sein Schüsse machen und das trainieren wo es fehlt.

    Dann kamen noch Pausen und Trockenanschläge dazu.

    Die die das schon länger machen können da sicherlich mehr sagen über die Abläufe ihres Trainings.

    Grüße

  • Nochmal,

    … um Dir die Basics anzueignen ist dein Schaft allemal gut genug.

    Natürlich lässt sich ein vielfach verstellbarer Schaft wesentlich besser an die jeweiligen anatomischen Gegebenheiten des Schützen anpassen als einer der kaum Verstellmöglichkeiten hat.

    Gerade die Hakenkappe kann am Anfang sehr tückisch sein, sie zwingt den Schützen ziemlich rigide in Position. Und wenn die Einstellung nicht stimmt schadet sie mehr als sie nutzt. Deshalb würde ich deine Hakenkappe gegen eine austauschen bei der der Haken demontierbar ist z.B. MEC Free Position oder TecHro Fusion.

    Und wenn du später einen anderen Schaft verwendest kann du diese weiterbenutzen, mittels eines Adapters sind heute die meisten Schaftkappen an nahezu jeden Schaft montierbar.

    Für mich selbst kann ich übrigens sagen daß es den optimalen Schaft nicht gibt, einen der alle Features/Verstellmöglichkeiten die mir wichtig sind in sich vereint. Und ich habe einige durch.


    Sonst brauchst Du noch

    - am Anfang jemanden der sich mit der Materie auskennt, die von mir erwähnte Literatur wäre eine sinnvolle Ergänzung. Eventuell bietet dein LV wie der DSB selbst auch Jedermann Lehrgänge an, das wäre auf jeden Fall sinnvoll investiertes Geld.

    - Eine gut passende Schießjacke (hier würde ich auf Qualität achten, z.B. sind die Simetra Jacken binnen relativ kurzer Zeit verschlissen)

    - einen Schießhandschuh (den erwähnten Thune Solid/open kann ich auch empfehlen)

    - einen Handstop (am besten einen der im Durchmesser nicht so groß ist, der spreizt die Hand nicht so auf)

    - einen Schießriemen (am besten einen aus Kunststoff der sich nicht dehnt)

    Aufzeichnungen der Schafteinsteinstellungen machen, oder Markierungen.

    Die Kondition kommt mit dem Schießen, schießen, schießen ,…ich hatte ja erwähnt daß die Schmerzen nie ganz wegzubekommen sind.

    http://www.schiesssporttrainer.ch/forum/showthread.php?t=198

  • besorg Dir ein notitzbuch. Da trägst Du sämtliche Einstellungen ein......nachvollziehbar

    Dann einen eigenen Riemen, handschuh und stopper.....

    Irgendwann auch ne eigene jacke. Schau wie Du Deine kappe einstellen kannst oder gegen eine andere tauschen.

    Genau schaun wie deine wange angepasst werden kann. Oft gibts möglichkeiten die nicht offensichtlich sind.

  • Wo wir gerade bei Einstellungen sind;

    Schießt einer von euch die Free Position bzw. eine Hakenkappe ohne Zahlen an allen Teilen ?

    Ich habe nämlich das Problem, dass ich mir das schlecht notieren kann, da die relativ Komplex und ich nach nem Guten halben Jahr auch nicht mehr schnell weiß was was ist, da die Stange an der die Führung hängt nicht beschriftet ist und ich die zumindest immer drehen muss.

    Gibts da irgendwelche Tricks zu ?

    Grüße

  • Ist sogar ne gute Idee, Zollstock ist sowieso immer da und die Führungsschiene macht ja keine Bewegungen durch.

    Wird dann denke ich mal auf unteres Ende der Führungsschiene bis mitte Kappe rauslaufen, ist ja nicht weit entfernt und ich habe die Führung übergangen.

    Grüße

  • Habe ich zu ungenau beschrieben; ich müßte das Gewehr näher an den Kopf bringen, um mit unverkantetem Kopf durch den Diopter zu spechten. Daran hindert mich die Schaftbacke. Am liebsten würde ich den Schaft nach links verkanten; das soll ja mit Wasserwaage gehen, aber trotz mangelnder Erfahrung möchte ich das nicht machen.

    Sind mit 30° der Winkel zwischen linkem Unterarm und Auflage gemeint?

    Ich habe einen älteren Kameraden, der mir ein wenig auf die Sprünge hilft; der wird meinen Anschlag dann schon hinbiegen. Ich habe ein gutes Körpergefühl und traue mir zu, einen guten spannungssymmetrischen und ermüdungsarmen Anschlag zu finden.

    Beim Abziehen hilft mir das Training von der Freien Pistole.

    Momentan geht es mir darum, grobe Fehler zu vermeiden und die wichtigsten Untensilien zu haben, um mir das Leben nicht unnötig schwer zu machen.

    Ja, Schießriemen ist aus Kunststoff.

    Krafttraining mache ich sowieso für die Pistole und Konditionstraining auf dem Rad. Das wird dann schon erstmal reichen.

    Aus Euren Ausführungen entnehme ich, daß der Anschlag gute 80% ausmacht. Da habe ich gut zu tun.

    Handschuh besorge ich mir auch gleich, da das "Fensterleder" ziemlich knautschig ist; wird auch bereits allseitig belächelt.

    Königstiger: Dein Trainingshinweis zum Schluß ist ziemlich hilfreich :)

    Ich denke, daß ich jetzt erstmal genug Hinweise habe, um mich einfuchsen zu können. Sehr falsch kann's nicht laufen.

    Wollte halt vermeiden, anfangs Fehler mitzuziehen, die ich dann wieder mühsam abtrainieren muß.

    Also dann vielen Dank für Eu're guten Ratschläge und Eu're Zeit :)

    Ich melde mich wieder.

    Gruß

    Wolfgang

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    2 Mal editiert, zuletzt von uboot (24. Oktober 2017 um 07:42)

  • Habe ich zu ungenau beschrieben; ich müßte das Gewehr näher an den Kopf bringen, um mit unverkantetem Kopf durch den Diopter zu spechten. Daran hindert mich die Schaftbacke. Am liebsten würde ich den Schaft nach links verkanten; das soll ja mit Wasserwaage gehen, aber trotz mangelnder Erfahrung möchte ich das nicht machen.

    Sind mit 30° der Winkel zwischen linkem Unterarm und Auflage gemeint?

    ...

    Das verkannten ist kein Problem. Ohne wird es sowieso kaum gehen, also völlig normal. Aber man braucht dafür keine Wasserwaage. Zeitgleich kann man auch die Hakenkappe nach rechts verschieben (von hinten gesehen), das bringt das Gewehr auch näher zum Kopf.

    Und ja, mit den 30° hast du recht.

  • Das verkannten ist kein Problem. Ohne wird es sowieso kaum gehen, also völlig normal. Aber man braucht dafür keine Wasserwaage. Zeitgleich kann man auch die Hakenkappe nach rechts verschieben (von hinten gesehen), das bringt das Gewehr auch näher zum Kopf.

    Und ja, mit den 30° hast du recht.

    Wie kontrollierst Du ohne Wasserwaage den konstanten Verkantungswinkel? Das traue ich mir trotz gutem Augenmaß nicht wiederholgenau zu.

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  • Mache mal bitte ein Bild der Schaftbacke von der linken Seite aus.

    Als nächstes nimm bitte mal die Schaftbacke komplett heraus (Schraube lockern und hoch ziehen..) und schau Dir die Konstruktion von unten an.

    Oft kann man die Wangenauflage etwas verschieben. Ob das hier bei Deinem Schaft geht da bin ich überfragt. Ein Bild könnte helfen. Vielleicht besteht auch die Möglichkeit ein paar Schräubchen zu lösen und das Teil weiter rechts wieder anzuschrauben.

    Ansonsten eine Visierlinienerhöhung nehmen. Die meisten können auch seitlichen Versatz. Diopter und Korntunnel auslagern.Damit werden Deine Probleme mit der Schaftkappe nicht kleiner.....bleiben aber Lösbar.

    Ich hätte glaube ich noch eine neue oder neuwertige Hakenkappe zu Hause liegen. Auch Anschütz.

    Matze

  • Hi Matze,

    in #11 sind Bilder, allerdings von rechts, aber wie der Schaft von links aussieht, wird wohl klar sein.

    Werde heute abend das Ding auseinander nehmen und ein Bild machen.

    Ich vermute, daß eine Visierlinienerhöhung weitaus mehr bringt.

    Schritt für Schritt . . .

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  • uboot

    Ich habe einen Centra Score Korntunnel. Dieser hat einen Querbalken und ist verdrehbar, das reicht mir zur Kontrolle der Verkantung. Eine Wasserwage lenkt mich zu sehr ab. Die Gefahr sich darauf zu sehr zu konzentrieren und den Rest (Nullpunktkontrolle, Auslösen etc. ,..) unbewußt zu vernachlässigen ist mir zu groß.

    Das Nichtbeachten dessen kann sich im Endeffekt weitaus mehr negativ auf den Schuß auswirken als eine nicht 100% gleichmässige Verkantung. Natürlich lässt sich der Gebrauch der Wasserwaage trainieren aber in meinem Fall mit ca. 3 – 4000 Schuß KK (nicht nur liegend) im Jahr ist das zu wenig.

    Eine Wasserwaage ist m.E. sinnvoll wenn ich den Rest sehr gut im Griff habe, bei Wettkampfergebnissen von Anfang 580 bis 590 Ringen denke ich daß noch genügend Baustellen vorhanden sind die es gilt abzustellen bevor ich über den Einsatz einer solchen nachdenke.


    Ritter

    … markiere dir die Einstellung einfach mit Edding

    Einmal editiert, zuletzt von Königstiger (24. Oktober 2017 um 12:26)

  • So einen Korntunnel finde ich deutlich besser, da ich ohnehin den Querbalken im Blick habe und er meine Referenz ist.

    Ich wußte nur nicht, daß es sowas giebt . . .

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  • Matze1965

    Das scheint der Nachfolger meines Schaftes zu sein.

    Bei mir ist die Backe auf ner Art Winkel aufgesetzt, die dann mit ner Skalierung im Schaft steckt.

    Die Backe selbst ist auf den Winkel geschraubt, was heißt man kann sie durch ein anderes Holz ersetzen oder in geringem Maße durch neues Bohren versetzen.

    Irgendeiner, ich glaube FrozenBarbie hat da mal was gebastelt zu.

    Königstiger Edding hällt leider nicht auf dem Alu.

    Grüße