Hi,
der Logic Belt ist ganz sicher ein sehr guter Schießriemen und der längt sich auch nicht während eines Wettkampfes.
Langlöcher (im Millimeterbereich) treten, wenn überhaupt, auch nur nach Jahren auf und das auch nur, wenn wirklich mit viel Kraft gearbeitet wird. Auch wenn das Material in der Hinsicht auch tatsächlich etwas weniger gut ist als das von Thune verwendete, so ist es doch auch sehr gut. Der @mouchehunter hat die (noch etwas bessere) Charakteristik des Thune Materials schon ganz gut beschrieben. Mein Logic Belt ist nach gut 20 Jahren aus der Verschraubung des hinteren Teilstücks gerissen und die Langlöcher kann man inzwischen auch ganz gut erkennen. Aber wie schon gesagt, dass spielt sich immer noch im Millimeterbereich ab.
Und das heißt jetzt auch bestimmt nicht, dass man sich sofort von seinem noch guten Logic Belt trennen muss, nur weil dass Material der Thune Riemen noch einen Tick besser ist.
Wenn man also im Laufe einer Serie absackt, dann hat das ganz bestimmt nichts mit dem Logic Belt zu tun. Aber es gibt natürlich auch viele andere Möglichkeiten, warum das passiert. Möglicherweise arbeitet man beim Aufbau noch etwas mit Kraft, man 'wandert' etwas nach vorne, die Jacke gibt noch etwas nach oder dreht sich noch etwas über den Arm.
Eine Möglichkeit, zu testen, wie kraftfrei der Anschlag wirklich aufbaut, wäre den Stützarm z. Bsp. mal mit einem passenden Keil zu unterstützen. Trifft man dann besser und sackt man dann nicht mehr ab, weiß man, wo noch Optimierungsbedarf besteht.
Dieses Absacken passiert übrigens eher, wenn man zum Laden immer im Anschlag bleibt. Nimmt man das Gewehr jedes Mal aus der Schulter, gibt man dem Material und dem Körper eher die Gelegenheit, sich wieder etwas zu entspannen und so bietet sich damit auch die Möglichkeit, dass sich dadurch wieder die ursprünglichen Verhältnisse für einen wiederholgenauen Anschlag einstellen.
Zum Thema Wettkampfpause: Auch das kann man so weit trainieren, dass man auch im Wettkampf den Anschlag auflösen kann und danach auch sofort wieder in der Mitte landet. Einfach mal nach jeweils 10 Schuss den Anschlag komplett auflösen, kurz aufstehen und danach den Anschlag wieder so sauber aufbauen, dass man auch gleich wieder in der Mitte landet. Kleiner Tipp am Rande: Damit der Lauf nicht zu sehr auskühlt, am besten eine leere Hülse im Lager lassen oder einen gut passenden Stöpsel verwenden.
Apropos, auch die These, wonach ein guter Liegendanschlag immer weh tun muss, würde ich so allgemein nicht unterschreiben. Es stimmt zwar schon, dass sich ein fester Anschlag leichter schießt und ein bisschen unbequem ist Liegend sicher auch immer, aber das mit dem immer weh tun muss auch nicht sein. Und sollte etwas doch über einen längeren Zeitpunkt weh tun, so muss man an dieser Stelle halt noch etwas optimieren. Schon Kleinigkeiten wie ein paar Striche mit der Raspel, die den Schaft an der Stelle etwas schmaler und runder machen oder ein anderer Handstop oder auch ein anderer Handschuh können oft schon Wunder wirken. Und auf den spitzen Ellenbogenknochen muss man sich ja auch nicht unbedingt legen.
Mit bestem Schützengruß
Frank