Mit Verlaub, Freunde,
ist es eigentlich wirklich so schwierig, zu differenzieren? Oder sich wenigstens ansatzweise so auszudrücken, dass es nicht völlig missverständlich rüberkommt?
@MichaelB, der übrigens weiß, wovon er hier schreibt, hat doch völlig Recht. Natürlich ist jemand, der heutzutage im Wettkampf mit einem FWB 600 oder meinetwegen auch FWB 602 gegen Schützen mit modernen Match LGs antritt, diesen gegenüber deutlich im Nachteil. Der eine mehr, der andere weniger, der Nachteil ist aber immer gegeben. Und da beißt die Maus auch keinen Faden ab.
Die Gründe, warum das so ist, wurden auch in diesem Forum schon oft genannt. Ich erspare mir deswegen jetzt auch weitere Einzelheiten. Nur soviel, wer hier tatsächlich nicht in der Lage ist, die Entwicklung im Bereich der LGs aufgrund der eigenen Wahrnehmung zu beurteilen, kann sich ja mal schlau machen oder sich auch erinnern, was vor 30 Jahren in der Regel denn so in der Spitze aber auch in der Breite geschossen wurde.
Natürlich stellten die Modelle der 600er Reihe mal die Spitze im Match LG Bereich dar. FWB hatte zu der Zeit sogar fast schon eine Monopolstellung und mit diesen Gewehren wurden auch die Olympischen Spiele bestritten, es wurden damit Weltrekorde aufgestellt. Nur ist das, wie schon gesagt, 30 Jahre her.
Natürlich kann man auch heutzutage noch wundervoll mit diesen Gewehren schießen und viel Freude damit haben. Hinzu kommt auch noch, diese Gewehre sind sehr zuverlässig und aus meiner Sicht auch noch qualitativ hochwertiger gefertigt als die modernen LGs. Und kleine Bomben hat man auch nicht an Bord. 
Nur ändert das alles nichts daran, dass man mit diesen Gewehren heutzutage im Wettkampf ganz klar im Nachteil ist.
Ich würde sogar soweit gehen, dass Gewehrschützen, welche noch mit Modellen aus dieser Zeit antreten, sogar noch stärker benachteiligt sind als Pistoleros, welche mit Pistolen aus der Zeit gegen die Konkurrenz mit modernen LPs antreten. Ich kann das auch begründen. Aber während die Pistolenschützen hier im Forum und insbesondere ihre Lautsprecher seit einiger Zeit ja schon fast mantramäßig und aus meiner Sicht auch ein bisschen überzogen auf die Nachteile der älteren Modelle hinweisen, scheint man bei den Gewehrschützen hier ja fast schon die Rolle rückwärts zu proben, also weg von den Meisterschützen und hin zum gepflegten Resi-Stammtisch. Muss das so sein? Man vergleiche hier mal die Beiträge der Gewehrfraktion aus den Anfangszeiten des Forums.
Und wer jetzt immer noch nicht versteht, was der böse Onkel denn da schon wieder zu meckern hat, der sollte sich mal mit so Begriffen wie der Schussauslösezeit, der Reaktion der Waffe im Schuss usw. beschäftigen. Es sind nicht nur die modernen Schäfte und es ist nicht nur der Wegfall der Spannarbeit. Es ist die Summe all dieser Verbesserungen, die den Unterschied ausmachen.
Mit bestem Schützengruß
Murmelchen