Beiträge von Murmelchen

    Hallo Ronny, hallo Freunde,

    ich habe hier noch eine Sportordnung von 1989. Das ist noch ein richtig schönes übersichtliches, kleines Ordnerchen im Vergleich zu dem Werk von heute.

    Sicherlich haben auch etliche Schützen und auch die Hersteller durch ständiges Ausloten und und teils auch Überschreiten der Grenzen ihren Teil zu der heutigen Komplexität der Sportordnung beigetragen.

    Ein nicht geringer Teil in den letzten 15 Jahren geht aber auf das Konto unseres Vize Sport, der ja offensichtlich überhaupt kein Händchen und Gespür für so ein komplexes Regelwerk hat. Und das ist jetzt gar nicht mal despektierlich gemeint. Es tut unserer Sportordnung und unserem Sport nur nicht gut.


    Mit bestem Schützengruß

    Hallo Freunde,

    das mit dem Korntunnel und dessen Überstand ist übrigens ein weiteres schönes Beispiel für eine nicht mehr funktionierende Sportordnung.


    Der Punkt 9.7.3, wonach der Korntunnel die Mündung max. 50 mm überragen darf, in Teil 1 unter 1.5.4 steht übrigens 'sichtbare Mündung, soviel zu den Feinheiten, befindet sich schon seit einiger Zeit in der Sportordnung, zumindest seit Ausgabe 2021.

    Dieser Hinweis, wonach der Korntunnel über die Mündung stehen darf, man beachte wieder die unterschiedliche Formulierung, befindet sich aber erst seit Ausgabe 2023 in dieser neuen Tabelle auf Seite 7. In der älteren dann auf Seite 8 folgenden Tabelle und in den Tabellen der Ausgaben 2022 und 2021 findet sich der Hinweis mit dem Überstand aber nicht.

    Bliebe nur noch die berüchtigte Frage, was gilt denn jetzt?

    Auch in der Synopse zur neuen Sportordnung 2024 finden sich bezüglich der Auflagetabellen keine Korrekturen.


    Dafür findet sich dort unter 1.5.4 die Änderung, wonach der Korntunnel jetzt max. 80 mm über dem Lauf stehen darf. Dort steht übrigens 'Radiale Höhe des Kronzentrums'. Kann passieren, sollte so aber nicht in so einer Korrektur und und damit ja auch Arbeitsanweisung stehen, die doch hoffentlich vorher auch mal auf Fehler hin überprüft wird, oder.


    Und wer jetzt meint, ich sei spitzfindig, stimmt, muss aber doch auch sein bei so einem Regelwerk für den immerhin viertgrößten Sportverband in diesem unseren Lande, oder?


    Mit bestem Schützengruß

    Murmelchen

    Und da sind so Nestbeschmutzer wie unsere Pfälzer Leuchte nicht Zielführend.

    Es müßte jedem auffallen wie er wieder mit konstruierter Vorgehensweise schwurbelt und stänkert. Der Name ist Programm, und den Bogen den er dann schlägt in meine Richtung um sein missratenes Ego zu mastu..... ist schon Programm.

    Und was machst Du hier gerade?

    Egal, auf jeden Fall mal wieder eine äußerst gewählte Ausdrucksweise.


    Mit bestem Schützengruß

    Murmelchen - mag auch kein Gesinnungsforum

    Hallo Obelix,

    ich habe bisher nur geschrieben, dass der Korntunnel jetzt bei den Auflagedisziplinen max. 80 mm lang sein darf und über die Mündung hinausragen darf. Auf die unter Punkt 9.7.3 angegeben max. 50 mm Überstand bin ich bisher nirgends eingegangen. Von daher habe ich auch nichts falsches geschrieben.

    Auch wusste ich bisher nicht, dass Du Auflage schießt und dachte daher, du meintest mit den 50 mm auch die Länge des Korntunnels, wie er ja nach 1.5.4 für LG und GK-Standard noch immer festgelegt ist.

    Ich behaupte jetzt mal, da ich ja jetzt glaube zu wissen, was Du meinst, dieser maximale Überstand von 50 mm bezieht auf das vordere Endes des Korntunnels und das sichtbare Endes der Laufmündung gemessen senkrecht zur Laufachse. Aber ob das unser Vize Sport jetzt auch so sieht, kann ich Dir auch nicht sagen.


    Mit bestem Schützengruß

    Murmelchen

    Hallo Obelix,

    die obigen Anmerkungen bezüglich der max. 80 mm und über die Mündung hinaus beziehen sich (bisher) nur auf die Auflagedisziplinen.

    Für LG und GK-Standard gelten nach Regel 1.5.4 nach wie vor die 50 mm und zudem darf der Korntunnel die sichtbare Laufmündung nicht überschreiten.


    Mit bestem Schützengruß

    Muemelchen

    Hi Calli,

    und wie Du weiter oben schon schriebst, es gilt die Sportordnung. Auf einem "Zettel" dürfen nur Erklärungen oder Erläuterungen für das laufende Sportjahr stehen, aber keine neuen oder der aktuellen Sportordnung widersprechende Regeln. Diese Anmerkungen müssen dann, wenn nötig, zum Ende des Sportjahres in die nächste Sportordnung eingearbeitet werden. Die "Zettel" verlieren automatisch zum Endes des Sportjahres ihre Bedeutung. Sie dürfen nur an einem zentralen Ort angeboten werden, Stichwort Server des DSB, unterhalb der Sportordnung und es darf, wie schon gesagt, immer nur eine gültige Ausgabe davon geben. Zusätzlich sollte ein Archiv, klar gekennzeichnet, sowohl mit älteren Ausgaben dieser "Zettel" nebst den jeweils zugehörigen Sportordnungen in elektronischer Form gepflegt werden, damit man bei Bedarf auch Änderungen nachvollziehen kann.

    Und wie Du schon schriebst, es sollte neben dem Regeln der ISSF eine nationale Sportordnung geben mit eher breitensportlichem Charakter. Nicht alles, was international wichtig und richtig ist, muss auch national Bedeutung haben und auch eins zu eins immer so umgesetzt werden. Wir haben vielleicht ein paar Hundert Schützen in Deutschland, für die diese ISSF-Regeln in Betracht kommen, wir haben aber auch gut Hunderttausend Schützen in diesen Land, die diese Regeln weniger interessieren, die manche Feinheiten und Spitzfindigkeiten sogar regelmäßig stören.

    Nur ein Beispiel: muss ich wirklich auf einer Kreismeisterschaft auf einem Stand mit schlechten Lichtverhältnissen auf eine Blende für meine empfindlichen Augen verzichten, nur weil man international schöne Bilder möchte und mein schönes Gesicht gut zu erkennen sein soll? Und es gibt viele solcher Beispiele.


    Liebe Schützen, schaut euch doch einfach mal diese neue Synopse für das Sportjahr 2024 an. Das sagt doch schon alles. Die ganze Sache wird doch mittlerweile nur noch völlig irre. Anders kann man das doch gar nicht mehr nennen, oder?


    Mit bestem Schützengruß

    Murmelchen

    Hallo Freunde,

    die Problematik mit der Armbrust ergibt sich, wie weiter oben schon angedeutet, Stichwort Rasanz, durch die deutlich langsamere Fluggeschwindigkeit des Bolzens oder Pfeils gegenüber den viel schnelleren Geschossen einer Büchse. 10m Armbrust ca. 80 m/s, LG ca. 175 ms, KK-Büchse ca 330 m/s. Dadurch wird der oben beschriebene Verkantungskreis auch deutlich größer und dadurch reichen auch schon sehr kleine Winkelabweichungen beim ungewollten Verkanten, um den Pfeil in die Neun oder gar noch weiter weg zu befördern.

    Nur, und jetzt kommt das Mantra, mit der Höhe der Visierlinie über dem Lauf hat auch das bei der Armbrust nichts zu tun.

    Wie jetzt schon öfter geschrieben, der gute Jeroen hat das in seinem weiter oben verlinkten Artikel so schön herausgearbeitet, da bedarf es eigentlich gar keiner weiteren Erklärungen mehr. Und wer mit Englisch nicht klar kommt, selbst die anschaulichen Illustrationen sollten doch eigentlich schon reichen und zur Not gibt es den Text im Original ja auch noch auf Holländisch. ;)


    Mit bestem Schützengruß und angenehme Nachtruhe 8)

    Murmelchen

    "deine Theorie"

    Du bist der Meinung, wenn ich die Waffe verdrehe geht der Schuss genau dort hin, was das Diopter anzeigt. Richtig?


    also "deine Theorie" wenn ich die Waffe um 90 Grad drehe, geht der Schuss auch immer noch dort hin, was das Diopter anzeigt???

    Wie kommt Du denn auf den Blödsinn und wo bitte soll ich das denn so von mir gegeben haben?

    Ich wiederhole mich, lies doch bitte einfach mal den von mir verlinkten Beitrag.

    Da sind sogar einige schöne Bildchen drin und auch sonst ein paar durchaus wichtige Erkenntnisse. So darf man mit dem LG sogar bis zu 8 Grad verkanten, ohne aus der Zehn zu kommen, beim KK-Gewehr auf 50m aber nur knapp 4 Grad. Das ist schon ein Unterschied.

    Jeroen Hogema: The effect of rifle cant on the point of impact

    Durch das Verkanten bildet sich ein Kreis, dessen höchster Punkt bei einem mit 0,0 Grad eingeschossenen Gewehr genau durch die Mitte der Scheibe geht und dessen tiefster Punkt durch den Treffpunkt verläuft, welcher sich ergibt, wenn man das Gewehr um 180 Grad dreht, die extremste Form des Verkantens. Die beiden größten seitlichen Abweichungen ergeben sich, wenn man um 90 Grad verkantet.

    Nur und jetzt kommt der entscheidende Punkt, der Durchmesser dieses Kreises ist nur von der Rasanz des jeweiligen Geschosses und von der Entfernung zum Ziel hin abhängig, nicht aber von der Höhe der Visierlinie über dem Lauf.

    Meine Theorie

    je weiter sich das Diopter und der Korntunnel von dem Gewehr entfernt sind - je höher ist die geschossene Verkanntung sichtbar

    Und das ist wie schon mehrfach geschrieben so schlicht falsch. Du darfst das natürlich auch weiterhin gerne glauben, es ist aber nicht ganz fair, das so auch als 'Wahrheit' zu verkaufen, wenn Du es nicht besser weißt.


    In der Hoffnung, jetzt alle Klarheiten beseitigt zu haben verleibe ich mit bestem Schützengruß

    Murmelchen

    Um das besser darzustellen, verwenden wir bei und im Verein

    die Videos von Heinz Reinkemeier


    je höher der Korntunnel - desto mehr wirkt sich die Verkanntung aus.


    Canting / Verkanten video268 - YouTube

    Zumindest aus dem Video 268 geht deine These so nicht hervor.

    Aber lies doch mal den von mir verlinkten Artikel.

    Da geht der Autor unter Punkt 4.3 ganz klar auf die Visierlinienerhöhung ein. Zudem bezieht er in der Zusammenfassung unter Punkt 5 sogar Stellung zu den Thesen von Reinkemeier und Co. Nichts gegen den guten Heinz, aber der ist in erster Linie nun mal Psychologe.


    Ich habe hier übrigens noch ein weiteres Dokument zum Thema, befürchte aber, das geht ein bisschen zu steil.


    Mit bestem Schützengruß

    Murmelchen

    Hallo Ronny,

    Wenn man bei uns zu einem kleineren Wettkampf fährt

    und man an einen Kampfrichter der alten Garde kommt,

    bei dem es nur eine Sportordnung gibt

    und der nicht mal weiss, dass eine TK gibt.

    ist es besser man führt alles mit

    und wenn Du mir dann als Kampfrichter der alten Garde diese schönen Zettel, teils ja sogar noch ohne Briefkopf und Datum, vorlegst, woher soll ich denn dann wissen, ob diese Zettel denn überhaupt noch gültig sind, wenn da in meiner aktuellen Sportordnung etwas ganz anderes drin steht?

    Nur mal so als Beispiel: Wir schießen zur Zeit noch nach der Sportordnung von 2023 und wir reden hier schon über die SpO von 2024. Wie kann da ein Zettel von 2018 noch Gültigkeit besitzen, wo doch die Sportordnung seit dem schon zig mal überarbeitet wurde?

    Du siehst, es ist nicht immer ganz so einfach ...


    Mit bestem Schützengruß

    Murmelchen

    Weil eine minimale Verkantung des Gewehrs, eine größere Auswirkung im Trefferbild hat.

    Es erscheinen seitlich Schwankungen im Trefferbild.

    Das stimmt so aber nicht beziehungsweise an den größeren Schwankungen ist nicht die höhere Visierlinie schuld.

    Eine Visiererhöhung vergrößert nicht den Verkantungsfehler, also den Fehler, der durch unterschiedliches Verkanten entsteht. Dieser Verkantungsfehler ist nur von der Rasanz des Geschosses und der Entfernung zum Ziel, zur Scheibe, abhängig.

    Das haben wir hier schon oft behandelt.

    Und hier folgt noch eine fundierte Erläuterung:

    Jeroen Hogema: The effect of rifle cant on the point of impact


    Mit bestem Schützengruß

    Murmelchen