Beiträge von Murmelchen

    Blau = Gewehrhalle 300m (50+100m)

    In der Tat, das ist - im Gegensatz zu unseren Freunden in der Schweiz - eine der ganz wenigen zivil nutzbaren 300m Bahnen, die wir in Deutschland noch haben.

    Da darf man das dann ruhig auch mal herausstellen.


    Apropos, gab es da nicht mal diesen Fernsehbeitrag von der WM in München, wo einer während des 300m Wettkampfs in aller Seelenruhe ein Nickerchen hielt?


    Mit bestem Schützengruß

    Murmelchen

    Der Vorstoß vom NRW ist bundesweit genauso fruchtlos, wie Faeser ihr Verbot von Halbautomatischen Gewehren .

    Dann erklär den Schützen und Jägern in NRW, von denen mit Hinweis auf möglichen Widerruf der Erlaubnis verlangt wird, innerhalb von 3 Monaten Nachweise der sicheren Schlüsselaufbewahrung zu erbringen, was sie tun sollen, wenn das deiner Meinung nach so fruchtlos ist.


    Mit bestem Schützengruß

    Murmelchen

    Lieber Carcano,

    es ist ja schön und gut, dass das Forum Waffenrecht sich so positioniert und wie das von deinen Kollegen bewertet wird. Ich befürchte nur, den betroffenen Schützen und Jägern in Nordrhein-Westfalen wird das auch nicht helfen. Weder der DSB noch der WSB haben sich jedenfalls zu dem Thema bisher öffentlich geäußert noch positioniert.

    Ich behaupte jetzt mal, diese neue Auslegung des Waffenrechts wird jetzt so nach und nach auf alle Bundesländer ausgedehnt und wird so de facto geltendes Recht. Und wie immer wird es dagegen von den Verbänden und den Betroffenen auch keinen nennenswerten Widerstand geben. Zumal die Forderung an sich ja eine gewisse Logik nicht entbehrt und zudem der Spaltpilz durch die ja teils schon vorhanden Schränke mit Zahlenschlössern auch schon gesät wurde. Und die Tresorbauer dürfte es ja auch freuen.

    Die Behörden in NRW werden das so jedenfalls mit mehr oder weniger großer Intensität durchziehen und wenn die betroffenen Schützen und Jäger den 'neuen Auflagen' nicht nachkommen, dann werden die die jeweiligen Erlaubnisse wohl auch widerrufen, einfach weil sie es können und weil sie am längeren Hebel sitzen. Dann bleibt nur noch die Klage mit mehr oder weniger ungewissem Ausgang und in unserem Fall auch ohne wirkliche Unterstützung durch die Verbände und durch die Sportkameraden. Ich habe jedenfalls überhaupt keinen Bock, mit Verlaub, mir so etwas auf meine 'alten Tage' noch anzutun. ich weiß eh nicht mehr, ob ich mir das alles noch lange so antun soll. Etliche Freunde und alte Weggefährten von mir haben jedenfalls inzwischen längst die Konsequenzen gezogen.


    Mit bestem Schützengruß

    Murmelchen

    Das ist Realsatire...

    Natürlich nicht.

    Die haben nur vergessen dabei zu schreiben, dass der Zettel - sagte ich gerade etwa Zettel - mit der Nummer dann auch wieder in einen Nuller- oder Einser-Schrank gehört. Fortsetzung folgt ...

    Ich vertrete mittlerweile ja eh die Auffassung, dass die Waffen nur dann wirklich sicher sind, wenn der Besitzer sich selbst mit wegsperrt.


    Mit bestem Schützengruß

    Murmelchen

    Ah so...

    Wieder was gelernt. Ich bin von den Auflagewettbewerben noch ein paar Jahre entfernt, ist mir vielleicht deswegen nicht bewusst.

    Es ist noch gar nicht sooo lange her da war die Probe noch in allen Disziplinen in die Gesamtwettkampfzeit integriert und konnte frei gewählt werden.

    War für mich auch immer die bessere Regel aber gut ...


    Mit bestem Schützengruß

    Murmelchen

    Nach langer Abstinenz gibt es wieder je 2025/2026 einen Weltcup in München.

    Wenn ich jetzt nicht völlig falsch informiert bin,

    dann gibt es auch schon 2024 wieder einen ISSF-Weltcup in München, Ende Mai - Anfang Juni.

    Ist ja schließlich auch 'the home of shooting',

    sagt zumindest Garry Anderson und der muss es ja wissen.


    Und in Ungarn sind gerade die Europameisterschaften Druckluft gestartet.

    https://esc-shooting.org/news/read/2024…ith-records-915


    Mit besten Grüßen

    Murmelchen

    Hallo Mike,

    ich habe so einen Diopter. Das ist aber kein 6805, sondern ein 6804/25. Ich habe den damals mit einem LG 2001 bekommen. Das Teil ist mit 0,2 mm auf 10 m angegeben und für LG Stehend hat das damals für mich auch gut funktioniert. Der Diopter ist aber eher ein einfaches Modell mit Gleitlager. Auf 50 m war der für mich Liegend zu viel schwammig. 1 oder 2 Klicks waren da nicht wirklich sauber reproduzierbar. Da war mir der 6702 von Anschütz und der Hämmerli 460 trotz der nur 10 Klicks und der geringeren Auflösung deutlich verlässlicher.


    Mit besten Grüßen

    Murmelchen

    Als jemand, der in einer Diktatur großgeworden ist, spüre ich den Verfall der Demokratie in unserem Land. Spüre, wie der kalte aber stinkende Atem der Diktatur immer stärker wird.

    Ich hatte das große Glück in den Sechzigern und Siebzigern im Westen aufwachsen zu dürfen, gut behütet auf dem Land am Rande des schönen Sauerlandes. Mir hat es nie an etwas gefehlt und ich hatte bisher ein gutes Leben. Ich musste als Jugendlicher zwar auch erst einmal damit klarkommen, aus dem Land der Täter zu stammen und was Menschen Menschen so antun können. Aber ich hätte nie gedacht, dass ich so etwas auch noch mal erleben könnte.

    Nur geht es mir leider inzwischen genau wie Dir. Auch ich nehme den Verfall immer stärker war, ich würde sogar sagen, den Verfall unserer Gesellschaft. Und mir macht das Angst. Ich befürchte sogar, dass wir inzwischen schon wieder so weit sind, dass wir nicht mehr vernünftig die Kurve kriegen.

    Wie ich schon schrieb, unser Sport und das damit verbundene Waffenrecht ist in dem Zusammenhang sicher eher unwichtig. Aber gerade das Waffenrecht ist immer auch ein Gradmesser für eine funktionierende freiheitlich demokratische Gesellschaft.


    Mit bestem aber doch auch besorgtem Schützengruß

    Murmelchen

    "weil jeder wo eine Waffe besitzt gesetzlich verpflichtet ist mehrmals im Jahr zu schiessen"

    Danke Italien :thumbup:

    In Deutschland nicht vorstellbar - denn da kommt gleich wieder das Argument mit dem 80 Jahre alten Opa :)

    Und das ist auch gut so. Wobei es ja eigentlich traurig ist, dass so ein Argument überhaupt nötig ist. Warum wird da überhaupt Zwang ausgeübt? Warum kann man Opa Paschulke nicht einfach sein Gewehr lassen?


    In Deutschland wird die ganze Thematik doch eh völlig schizophren behandelt. Und das liegt ganz sicher nicht nur an unserer Vergangenheit. Wir sind auch so, leider.

    Wenn Du hier als Reservist an einer Wehrübung teilnehmen willst, bei der auch Schießtraining auf dem Programm steht, musst Du dich durch einen formalen Akt erst wieder in den aktiven Dienst versetzen lassen. Ansonsten darfst Du selbst als Angehöriger einer Reservistenkameradschaft nur nach einer genehmigten Sportordnung schießen und alles, was auch nur entfernt nach Verteidigungs- oder gar Gefechtsschießen aussieht, ist ganz großes Hundepfui.

    Anderseits schreibt man dann den Sportschützen bis ins kleinste vor, wie sie ihren Sport zu betreiben haben und verlangt als Bedürfnisnachweis regelmäßiges Schießen, erzwingt sogar die Wettkampfteilnahme.

    Wie man das auch deutlich besser machen könnte, zeigt die Schweiz. Dort gibt es in fast jedem Dorf einen 300 m Stand zur Wehrertüchtigung, von dem auch die Sportschützen profitieren.

    Und diesen Eiertanz zwischen Sportschütze und Reservist gibt es dort so auch nicht. Ich bin beides, oder besser gesagt, ich war es. Ich unterliege nicht mehr der Wehrpflicht. Ich kann und konnte das zwar immer differenzieren und unterscheiden, aber letztendlich war und bin ich eine Person.

    Apropos, ich hatte beim Bund zwar nie viel mit Schießen zu tun, ich behaupte jetzt aber mal, ich habe dort von meinem Kenntnissen und Fähigkeiten als Sportschütze profitiert.


    Mit bestem Schützengruß

    Murmelchen

    Mit Verlaub, das was Du hier gerade abziehst, ist schon ziemlich üble Propaganda.

    Niemand bekommt in diesem Land legal mal ebenso eine erlaubnispflichtige Waffe und das weißt Du auch.

    Zuverlässigkeit, Eignung und Bedürfnis sind im Waffenrecht klar definiert und sind von den Behörden auch regelmäßig zu überprüfen. Auch die Verfassungstreue wird geprüft.

    Natürlich kann man trotz all der Vorgaben und Auflagen nie völlig ausschließen, dass da auch mal ein Bürger mit fragwürdiger Gesinnung und Vorsatz durch die Maschen schlüpft, aber das ist dann wirklich der Preis der Freiheit. Was wäre die Alternative, Totalverbot?

    Für diese Freiheit spricht aber auch, dass es selbst bei einem Totalverbot für Kriminelle und Verfassungsfeinde immer noch viele Möglichkeiten gäbe, an Schusswaffen zu kommen. Das ist übrigens auch schon jetzt so, und trotzdem ist die tatsächliche Missbrauchsrate gering, mal ganz zu schweigen von der tatsächlichen Missbrauchsrate legal besessener Schusswaffen.

    Wie wäre es denn mal mit wirklich belegbaren Zahlen zum Beispiel aus der PKS? Und selbst die Aufzählung von diesem Sportmordwaffen-Heini spricht doch eine klare Sprache.

    Es gibt nur eine sehr geringe Missbrauchsrate durch legalen Waffenbesitz und bei den wenigen Taten ist zudem immer fraglich, ob diese Taten nicht auch ohne Zugriff auf legale Waffen passiert wären.


    Mit bestem Schützengruß und angenehme Nachtruhe

    Murmelchen

    Man kann jede Neuerung auf den Prüfstand stellen und findet auch immer was dagegen.

    Sicher, nur geht es bei dem genannten Prinzip nicht darum.

    Versuche wenigsten erst mal mal zu verstehen, was mit dem Begriff 'Verhältnismäßigkeitsgrundsatz" überhaupt gemeint ist und welche elementare Bedeutung das für einen Rechtsstaat hat, auch wenn Du offensichtlich nichts mit dem Begriff 'Freiheitlich demokratische Grundordnung' anfangen kannst.

    Ich weiß ja nicht, ob Du das verstehen kannst, ich glaube immer noch an diesen Rechtsstaat und die FDG und da müssen wir auch wieder hin. Wir müssen diese schleichende Erosion der letzten Jahrzehnte stoppen und rückgängig machen. Sonst fahren wir wieder ganz böse vor die Wand. Das Waffenrecht ist dabei übrigens nur ein eher kleiner Punkt. Aber es ist immer auch ein Gradmesser für die Freiheitlichkeit einer Gesellschaft. Man vergleiche uns mal in dem Punkt mit der Schweiz.


    Mit bestem Schützengruß

    Murmelchen

    Jetzt müsste noch die 10 Jahre Bestandsschutz ( 10 Jahre WBK und kein Bedürfnisnachweiß ) wegfallen und das Waffenrecht wäre für mich,

    Nochmal, wird unser Land wirklich dadurch sicherer, weil man Opa Paschulke zwingt, sich mit 80 noch regelmäßig zum Schießstand zu schleppen, nur weil der an seiner KK-Matchbüche hängt, mit der er in grauer Vorzeit mal Weltmeister oder gar Stadtmeister von Wanne wurde?

    Auch ich möchte mir von meinem Staat nicht vorschreiben lassen, wie und mit welcher Quantität ich meinen Sport auszuüben habe.

    Und mal abgesehen davon, im Zeitalter der ganzen Umweltdiskussionen ist das mit dem Pflichtballern doch eh ziemlich hirnig, oder?


    Apropos, wie wäre es denn bei den Jägern jedes Jahr mit einer Mindeststrecke, sagen wir mal drei Schweinchen oder zwei Bambis und ein Füchschen? Absurd, ich hoffe doch.


    Mit trotzdem bestem Schützengruß

    Murmelchen

    Sind das denn nicht alles Änderungen, die nicht wenigstens im Ansatz nachvollziehbar sind?

    Nachvollziehbar ist vieles, aber wie sieht denn bei den ganzen Änderungen mit der Verhältnismäßigkeit aus? Unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung zufolge gilt nämlich der Verhältnismäßigkeitsgrundsatz.

    Und daraus ergeben sich dann so schöne Begriffe wie legitimer Zweck, Geeignetheit, Erforderlichkeit und Angemessenheit einer Maßnahme.

    Nenne mir mal eine der Änderungen der letzten Jahre, die einer objektiven Prüfung dieser Art wirklich standhält.


    Mit bestem Schützengruß

    Murmelchen

    Das wird langsam langweilig.

    Du musst Dich nicht beteiligen, wenn Dich das Thema langweilt.

    Ich habe meine WBK 2005 gemacht.

    Ja, und ich kenne noch die richtig guten alten Zeiten.

    Für meine WBK reichte noch die Mitgliedschaft im Verein, anerkannte Schießsportverbände gab es da noch nicht und für die Aufbewahrung war auch noch kein Tresor vorgeschrieben, von 'Hausbesuchen' mal ganz zu schweigen.

    Und ich kann Dich auch beruhigen, die Missbrauchsrate war damals auch nicht größer als heute. Wobei, die tatsächliche Missbrauchsrate dabei ist eh so ein Thema. Und soviel älter als Du bin ich auch nicht. Ich hatte nur die andere Feldpostnummer. Und das war auch gut so.

    Von einer Verschärfung habe ich nichts gemerkt.

    Einfach mal lesen, dann solltest selbst Du es erkennen können.

    https://www.buzer.de/gesetz/5162/l.htm

    Wenn ich im richtigen Verband bin, kann ich mir Waffen kaufen, die damals undenkbar waren.

    Nur interessieren mich diese Waffen gar nicht und ich will die auch gar nicht haben.

    Ich möchte nur für meine Einzelladerlangwaffen im cal. 22, reinrassige Wettkampfgewehre, nicht noch mehr, mit Verlaub, unnötig gegängelt werden. Ich möchte diesbezüglich die alten Zeiten zurück.


    Mit bestem Schützengruß

    Murmelchen

    Einfache Antwort! Ja!

    Dir sollte aber schon klar sein, warum es die Ausnahmen in § 12 WaffG gibt und warum die auch sehr sinnvoll sind.

    Für solche Ansichten und Forderungen dürften sich dann selbst die vielen traditionellen Schützen ganz herzlich bei Dir bedanken. Stichwort Vogel- und Königsschießen.

    Nur mal so am Rande: Wie groß ist denn das tatsächliche Restrisiko und würde die Einführung einer allgemeinen Sachkunde daran wirklich etwas ändern?


    Mit bestem Schützengruß

    Murmelchen