"weil jeder wo eine Waffe besitzt gesetzlich verpflichtet ist mehrmals im Jahr zu schiessen"
Danke Italien 
In Deutschland nicht vorstellbar - denn da kommt gleich wieder das Argument mit dem 80 Jahre alten Opa 
Und das ist auch gut so. Wobei es ja eigentlich traurig ist, dass so ein Argument überhaupt nötig ist. Warum wird da überhaupt Zwang ausgeübt? Warum kann man Opa Paschulke nicht einfach sein Gewehr lassen?
In Deutschland wird die ganze Thematik doch eh völlig schizophren behandelt. Und das liegt ganz sicher nicht nur an unserer Vergangenheit. Wir sind auch so, leider.
Wenn Du hier als Reservist an einer Wehrübung teilnehmen willst, bei der auch Schießtraining auf dem Programm steht, musst Du dich durch einen formalen Akt erst wieder in den aktiven Dienst versetzen lassen. Ansonsten darfst Du selbst als Angehöriger einer Reservistenkameradschaft nur nach einer genehmigten Sportordnung schießen und alles, was auch nur entfernt nach Verteidigungs- oder gar Gefechtsschießen aussieht, ist ganz großes Hundepfui.
Anderseits schreibt man dann den Sportschützen bis ins kleinste vor, wie sie ihren Sport zu betreiben haben und verlangt als Bedürfnisnachweis regelmäßiges Schießen, erzwingt sogar die Wettkampfteilnahme.
Wie man das auch deutlich besser machen könnte, zeigt die Schweiz. Dort gibt es in fast jedem Dorf einen 300 m Stand zur Wehrertüchtigung, von dem auch die Sportschützen profitieren.
Und diesen Eiertanz zwischen Sportschütze und Reservist gibt es dort so auch nicht. Ich bin beides, oder besser gesagt, ich war es. Ich unterliege nicht mehr der Wehrpflicht. Ich kann und konnte das zwar immer differenzieren und unterscheiden, aber letztendlich war und bin ich eine Person.
Apropos, ich hatte beim Bund zwar nie viel mit Schießen zu tun, ich behaupte jetzt aber mal, ich habe dort von meinem Kenntnissen und Fähigkeiten als Sportschütze profitiert.
Mit bestem Schützengruß
Murmelchen