Beiträge von Murmelchen

    Hallo Sylvia,

    die Entfernung ist auch bei mir immer ein Problem. Mal eben so 600km mitten in der Woche nach München fahren, ist auch bei mir nicht drin. Zumal das dann ja auch nur Sinn macht, wenn man mindestens eine Übernachtung mit einplant. Zum Glück gibt es ja das Angebot der ISSF mit der Final-Übertragung. Ist zwar nicht das gleiche wie live, aber doch eine sehr schöne Sache.

    So sehr ich den Bayern ja ihre schöne Schießanlage gönne, etwas suboptimal ist die Lage für den Rest der Schützen in Deutschland schon.


    Zu deiner Frage: Der ISCH, der jedes Jahr vom NSSV in Hannover ausgerichtet wird, könnte für Dich interessant sein. Manchmal finden auch in Suhl auf dem Friedberg interessante Wettkämpfe statt. Wenn das nicht zu weit für Dich entfernt ist, kannst Du ja mal in den entsprechenden Publikationen Ausschau halten. Es gibt auch noch jedes Jahr hier bei uns den ISAS im LLZ Dortmund, aber das ist ja für Dich auch schon wieder eine ganz schöne Strecke entfernt.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Freunde,

    wie schon im Blog dieses Forums angekündigt, findet nach der WM noch in diesem Jahr ein weiteres Highlight des internationalen Schießsports in München-Hochbrück auf der Olympia-Schießanlage statt.

    In der kommenden Woche wird dort das Weltcup Finale in den Kugeldisziplinen ausgerichtet. Im Gegensatz zur WM ist nach meinem Kenntnisstand der Eintritt sogar frei und das sonst leider übliche Parkplatzproblem dürfte sich diesmal auch in Grenzen halten. Wer also noch einmal absoluten Spitzenschießsport live vor Ort erleben möchte, sollte die Gelegenheit nutzen.

    Wer keine Möglichkeit hat, nach München zu kommen, kann die Finale auch auf der Seite der ISSF verfolgen.


    Das deutsche Aufgebot im Überblick:

    Gewehr:

    Barbara Lechner (Triftern)
    Sonja Pfeilschifter (Ismaning)
    Beate Gauß (Ammerbuch)
    Daniel Brodmeier (Niederlauterbach)
    Henri Junghänel (Breuberg)
    Julian Justus (Homberg/Ohm)
    Eva Friedel (Münstertal)
    Armin Rothmund (Brigachtal)

    Pistole:

    Munkhbayar Dorjsuren (München)
    Christian Reitz (Frankfurt/Main)
    Abdullah Ustaoglu (Karlsruhe)


    Hier der Zeitplan: Zum Übersetzen habe ich jetzt keinen Bock, dürfte aber zumindest für die Leser hier auch so klar gehen.

    MONDAY 25.10 08:00-17:00 Equipment Control
    09:00-16:30 Official Training
    15:00 Technical Meeting

    TUESDAY 26.10 08:00-09:15 10m Air Pistol Women
    08:00-10:00 50m Pistol Men
    10:00-11:45 10m Air Rifle Men
    11:15 Final 10m Air Pistol Women
    12:15 Final 50m Pistol Men
    13:00-14:15 10m Air Rifle Women
    13:30 Final 10m Air Rifle Men
    15:30 Final 10m Air Rifle Women

    WEDNESDAY 27.10 08:00-09:15 50m Rifle Prone Men
    10:30 Final 50m Rifle Prone Men
    11:45-14:00 50m Rifle 3 Positions Women
    12:30-14:15 10m Air Pistol Men
    13:00-14:30 25m Pistol Women Precision Stage
    15:00-16:00 25m Pistol Women Rapid Fire Stage
    15:30 Final 50m Rifle 3 Positions Women
    16:30 Final 10m Air Pistol Men
    17:30 Final 25m Pistol Women

    THURSDAY 28.10 08:00-11:20 50m Rifle 3 Positions Men
    09:00-10:00 25m Rapid Fire Pistol Men Stage 1
    11:00-12:00 25m Rapid Fire Pistol Men Stage 2
    12:30 Final 50m Rifle 3 Positions Men
    13:00-13:40 Semi-Final 25m Rapid Fire Pistol Men
    14:30 Final 25m Rapid Fire Pistol Men
    16:00-17:30 Champions Trophy
    20:00 Closing Banquet


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo dingo,

    Du meinst sicher den Wettkampf SG Coburg gegen SSVG Brigachtal.

    SG Coburg 3 : 2 SSVG Brigachtal

    Einzelpartien:
    Emmons, Katerina 399 : 396 Sidi, Peter
    Bär, Sabrina (9) 391 : 391 (10) Mohaupt, Tino
    Wallowsky, Jürgen (9) 396 : 396 (10) Friedel, Eva
    Hagen, Kristina (10) 391 : 391 (9) Hildebrand, Claus
    Huber, Claudia 392 : 391 Effinger, Alexander

    Gesamtringzahl: 1969 : 1965

    Kein Schütze unter 391 und Katarina Emmons lässt dem Peter Sidi keine Chance. Das ist schon hammerhart.


    Zu deinem Tipp: Da haben wir ja jetzt schon deren zwei. Wobei ich es gerade in der Südgruppe sehr schwer finde, mich dort festzulegen. Die Leistungsdichte der einzelnen Vereine ist doch geschlossen sehr hoch. Sollen wir einen Endtermin für die Tippabgabe festsetzen? Nicht das noch einer kommt und will nach dem Finale noch einen Tipp abgeben. ;)

    Ich halte mal fest: Tipp Deutscher Mannschaftsmeister LG 2010/2011

    Murmelchen: St. Hubertus Elsen
    dingo: Der Bund München


    Mit bestem Schützengruß

    Frank


    PS: Wie formatiert man hier eigentlich am besten Tabellen?

    Hallo Patrick,

    du darfst (als Männlein) in allen 50m KK-Bewerben das Freigewehr verwenden. Für 100m auch, aber da gelten kleine Abweichungen bezüglich Gewicht, Handstütze und Visierung. Maßgeblich ist die Gewehrtabelle in der Sportordnung. Beachte bitte auch den Zusatz unter der Tabelle bezüglich Sport- und Freigewehr.

    Die Festlegungen, auf die Du dich beziehst, gelten nur, wie Du schon richtig erkannt hast, für LG und GK-Standardgewehr. KK-Standardgewehre gibt es im Regelwerk der DSB-Sportordnung nicht mehr.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Sylvia,

    vielen Dank für deinen Bericht. Ist doch schön, dass es Dir so gut gefallen hat. Damit hat unser Erzwo dann ja schon mal eine gute Tat vollbracht. :thumbup: Auch mit deiner Anmerkung, dass wohl nur wir Schützen selbst etwas für die Popularität unserer Sportart tun können, liegst Du sicher richtig.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Manni380,

    das mit dem Softball ist ein gutes Beispiel. Jede Sportart, selbst wenn sie nur von ein ganz wenigen Männekes in diesem Land praktiziert wird, findet einen Platz in der Berichterstattung. Da habe ich auch kein Problem mit. Jede Sportart hat ihre Berechtigung.

    Extrem ärgerlich ist nur, dass gerade eine Sportart, die in vielen Gegenden in Deutschland in fast jedem Dorf betrieben wird, eine Sportart, in der Deutschland zur Weltspitze zählt, so gut wie überhaupt keine Resonanz in den Medien findet.

    Das Argument, dass Schießsport für Zuschauer langweilig ist, gilt doch gerade für die Bundesliga nicht. Mit ein bisschen Mühe könnte man da aus fast jedem Wettkampf einen sehr unterhaltenden Fernsehbeitrag drehen, der mit Sicherheit nicht nur Schützen ansprechen würde.

    Nur wie kann man das Fernsehen bzw. die Presse überzeugen, wenn die nicht wollen?


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Patrick,

    ich sehe das genauso wie Du. Zudem wird ja auch noch, wie ich schon schrieb, der Sportschütze als verantwortungsloser Typ gegenüber dem besonnen und korrekten Polizisten dargestellt. Der Fernsehbeitrag ist schon ein ganz übles Dingen und vermutlich auch sehr bewusst so gedreht worden.

    Aber außer Protest hat man wohl leider keine Handhabe gegen solche Machwerke.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Na ja, ein richtiger Insider bin ich jetzt auch nicht. Aber ein bisschen verfolge ich die Sache natürlich schon und wenn es meine Zeit mir erlaubt, dann schaue ich mir auch schon mal den einen oder anderen Wettkampf hier in meiner Gegend live an. Leider überschneiden sich gerade am Wochenende die Termine bei mir aber recht oft.

    Deine Idee mit der Berichterstattung finde ich auch klasse. Schauen wir mal. :) Und einen Tipp traue ich Dir auch zu. :D


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Freunde,

    wie wäre es mit einem kleinen LG Bundesliga Tipp-Spiel?

    Ich lege mich mal früh fest: St. Hubertus Elsen wird der neue Deutsche Meister 2010/2011.

    Als Westfale muss ich ja auch ein bisschen Lokalpatriotismus zeigen, auch wenn die Südliga nahezu geschlossen auf einem extrem hohen Niveau agiert.


    Es ist ja schon ziemlich traurig, dass in Deutschland mit der Bundesliga eine der hochkarätigsten Schießsportveranstaltungen stattfindet, eine Veranstaltung, die zumindest in Schützenkreisen weltweit Beachtung findet und wofür Schützen wie Olympiasiegerin Katharina Emmons geb. Kurkova sogar Anreisen aus Amerika in Kauf nehmen, welche in unserer Presse und den Medien so gut wie keine Beachtung findet.

    Sorry, aber das musste ich jetzt einfach auch noch loswerden.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Gerhard,

    deine Sichtweise mit den Fähnchen ist sicher auch richtig. Diese Fähnchen können ja durchaus einen ergänzenden Beitrag zu Sicherheit leisten. Nur scheint die menschliche Psyche oft leider so gestrickt zu sein, dass man solche Sachen zu absolut nimmt. Nur muss aber auch deutlich sagen, dass gerade bei manchen Druckluftkonstruktionen die vermeintliche Sicherheit trügerisch sein kann. Wie Du schon selbst angeführt hast, ist es jedenfalls grober Unfug, ein Fähnchen auch für die Modelle zu fordern, bei denen man so etwas nur im gespannten Zustand einführen kann. Als Beispiel führe ich hier die ersten Anschütz 2001 mit dem zwangsgesteuerten Ladeschieber an. Aber auch bei den alten FWB 150/300 und LP 65 oder 80 und 90 funktioniert die Sache ja eigentlich nur richtig im gespannten Zustand.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Gerhard,

    sieht man wirklich auf einen Blick, dass die Waffe entladen ist? Zumindest bei den Walther Modellen ist es möglich, ein Diabolo so in den Lauf zu versenken, das dahinter immer noch ein Signalfähnchen passt. Wenn dann das Fähnchen zum Teil noch aus sehr dünnem Material besteht, ist es ohne weiteres möglich, den Verschluss so zu schließen, dass das Fähnchen abschert. Da die Energie bei Pressluft ja immer (bei Vorhandensein der Kartusche) an Bord ist, besteht unter bestimmten Umständen durchaus die Möglichkeit der Schussabgabe. Aber auch ohne Diabolo kann so ein Propfen, wenn er stramm im Lauf sitzt, gefährlich werden.

    Nochmal der Hinweis: Die Signalfähnchen werden nicht vom Waffenrecht gefordert. Das war eine gut gemeinte, aber etwas kurz gedachte Erfindung des DSB, die inzwischen längst wieder aus der Sportordnung verschwunden ist. Nur einige Landesverbände reiten in den Ausschreibungen noch immer auf diesen Fähnchen herum.

    Die von Dir angesprochen Probleme bei der Waffenkontrolle sind alle vermeidbar. Meiner bescheidenen Meinung nach liegt die Ursache dafür immer an einem mangelnden Risikobewusstsein. Wie schon gesagt, es besteht im Bewusstsein einiger Schützen auch durch diese Fähnchen eine trügerische Sicherheit. Ohne dass ich jetzt hier für mich den "Ich mach immer alles richtig" Status in Anspruch nehmen möchte, achte ich schon bei der Entnahme einer Waffe aus dem Futteral oder Koffer darauf, ob dort jemand gerade ungünstig steht. Auch beim Tragen zeigt die Mündung bei mir immer entweder nach oben oder nach unten und der Finger ist immer lang. Das ist bei mir einfach so drin und das sollte sich so auch eigentlich jeder Schütze verinnerlichen. Wofür ist sonst die Sachkundeausbildung da?


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Damit ich mit meiner obrigen Bewertung nicht falsch verstanden werde, hier noch eine Anmerkung.

    Der besagte Krimi ist schon eine ziemliche Schweinerei. Hier wird ganz bewusst suggeriert, dass der tumbe Sportschütze im Gegensatz zum verantwortungsvollen Staatsdiener gezielt das Töten von Menschen trainiert. Ich bin auch fest davon überzeugt, dass die Szene so ganz bewusst gedreht worden ist. Es handelt sich dabei um eine suggestive, unterschwellige politische Botschaft, die so ähnlich wie das Produkt Placement funktioniert.

    Eine höfliche, aber konsequente Beschwerde ist sicher ganz angebracht. Hinweise auf § 15 a (1) und § 27 (7) WaffG sollten dabei nicht fehlen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Klar gibt es eine Alternative, nur wird die Dir vermutlich nicht gefallen. Ganz einfach den Quatsch mit den (Un)sicherheitsfähnchen bei Druckluft in die Tonne kloppen und wieder ganz konsequent die althergebrachten Sicherheitsregeln beachten.

    Ich habe es nämlich mittlerweile ziemlich satt, dass bei der Waffenkontrolle ganz unbekümmert Mündungen auf mich gerichtet werden und mir dann, wenn ich darauf etwas ungehalten reagiere, auch noch ziemlich vorwurfsvoll gesagt wird, da wäre doch ein Sicherheitsfähnchen im Lager. Ist doch gar nicht geladen, da kann doch gar nichts passieren. Aber dass die dummen Unfälle immer mit vermeintlich ungeladenen Waffen passiert sind, wird dabei leider konsequent ignoriert oder verdrängt. In anderen Bereichen nennt man so etwas wohl Risikokompensation.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Wobei man aber deutlich sagen muss, dass das verteidigungs- oder gefechtsmäßige Schießen in Deutschland den Sportschützen streng untersagt ist. Das führt zum Beispiel bei Reservisten zu der etwas schizophrenen Situation, dass diese bei dienstlichen Veranstaltungen erst wieder rechtlich in den Soldatenstand versetzt werden müssen, um auf Mannscheiben schießen zu dürfen. Auf den normalen Veranstaltungen der Kameradschaften ist so etwas aber auch streng verboten. Dabei dienen diese Kameradschaften doch in erster Linie der Aufrechterhaltung der Wehrfähigkeit. Na ja, sind schon etwas seltsame Zeiten hier in diesem unseren Land.

    Zu dem Krimi: Das fällt wohl unter künstlerische Freiheit. Aber wer Lust hat, kann ja mal einen freundlichen Brief an das ZDF schicken. Ein Fall für den Fernsehrat ist das so aber wohl eher nicht. Schaden kann es natürlich auch nicht.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo dingo,

    es ist sicher richtig, dass die Berichterstattung diesmal etwas weniger heftig ausfiel, weil die Täterin nicht in das von sogenannten Experten immer wieder postulierte Profil passte. Eine gebildete Frau und Mutter mittleren Alters, bei der die Schusswaffe nur ein Werkzeug von mehreren war, dass passt einfach nicht. Allerdings bin ich der festen Überzeugung, dass, wenn die Frau keine Schusswaffe eingesetzt hätte, der Fall nur eine kleine Kurzmeldung "wert" gewesen wäre. Erst die legale Schusswaffe einer ehemaligen Sportschützin machte die Taten für die Presse interessant. "Nur" mit Messer und Brandbeschleuniger wäre es eine Beziehungstat gewesen, so aber war es wieder Amok. Zynisch, aber ich vermute leider wahr.

    Womit ich aber Schwierigkeiten habe, ist die These vom vermeintlichen Versagen der Behörden. Vor 2003 bestand für die Vereine keine Pflicht zur Meldung ausgetretener Schützen. Die Behörde konnte also gar nicht so ohne weiteres wissen, dass kein Bedürfnis mehr bestand. Außerdem bestand die gesetzliche Forderung zur permanenten Bedürfnisprüfung so noch nicht. Selbst bei Kenntnis des Umzugs und Nachfrage hätte die Frau auch weiterhin die Möglichkeit gehabt, ihr Bedürfnis nachzuweisen, z. Bsp. durch eine Neumitgliedschaft oder aber als Gastschützin. Auch heute noch ist das Bedürfnis nicht unbedingt an einen Verein gebunden. Siehe § 8 WaffG. Wer also hier vom Versagen der Behörden spricht, der fordert damit (indirekt) eine totale Überwachung der Schützen. So eine Überwachung ist aber aufgrund der nur minimalen Missbrauchsrate bei den besonders gesetzestreuen Schützen völlig unverhältnismäßig und verhindert letztendlich solche Taten doch nicht.

    Das die Täterin im vorliegenden Fall im Besitz einer legalen Schusswaffe war, spielt meiner Meinung nach auch für die Taten überhaupt keine Rolle. Sie hat nicht nur diese Schusswaffe eingesetzt, sondern auch andere Tatwerkzeuge. Sie hätte ihre Taten mit großer Wahrscheinlichkeit auch ohne diese Schusswaffe ausgeführt. Mit den vorhandenen Brandbeschleunigern hätte sie sogar die reelle Möglichkeit gehabt, in dem Krankenhaus ein Inferno anzurichten, ganz ohne Schusswaffe.

    Auch hier wieder, die vorhandene Schusswaffe war nicht die Ursache für die Taten und das Nichtvorhandensein dieser Waffe hätte die Tat mit großer Wahrscheinlichkeit weder verhindert, noch wären die Taten unbedingt weniger folgenschwer gewesen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Freunde,

    in der Sportordnung wird der Begriff Pfeilhöhe benutzt. Dieser Begriff legt nahe, dass die erste Maßlinie von Spitze zu Spitze verläuft, so wie es auch in der Zeichnung der SpO verdeutlicht wird. Die zweite Maßlinie verläuft parallel zur ersten Linie durch die tiefste Stelle des Bogens. Dass diese tiefste Stelle in der Zeichnung der SpO auch genau in der Mitte liegt, ist meiner Auffassung nach hierbei irrelevant. Wenn ein Maximalmaß vorgegeben ist, dann macht es auch Sinn, sich damit auch auf die tiefste Stelle zu beziehen und so wird das in der Praxis nach meinen Erfahrungen auch angewendet.

    Also, ein gerades Hilfsmittel an die Spitzen halten und dann an der tiefsten Stelle des Bogens senkrecht dazu messen. Worüber man noch streiten kann, sind eventuelle Noppen oder Erhöhungen auf der Kappe. Wenn jemand sehr kleinlich ist, wird er immer die tiefste Stelle nehmen und dass er damit falsch liegt, ist anhand der SpO nicht wirklich zu widerlegen. Um hier unnötigen Stress zu vermeiden, sollte der Schütze lieber etwas Luft mit einkalkulieren.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Patrick,

    noch viel wichtiger ist, dass mit der Putzstockführung keine Gefahr mehr besteht, das Patronenlager zu beschädigen. Auch kann so kein Dreck oder Öl mehr versehentlich in den empfindlichen Abzug gelangen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank