Beiträge von Murmelchen

    Sind denn Kunsstoffriemen eine bessere Alternative?

    Sie längen sich wenigstens nicht oder nicht so, aber manche sind auch etwas unflexibler und andere wieder neigen auch schon mal zum Ausreißen der Löcher. Ich selbst habe (auch nach Leder) den älteren Logic Belt von AKAH und bin damit zufrieden. So langsam (nach gut 15 Jahren) fängt er jetzt aber auch an der Stelle, wo der Bügel zum Handstop hin greift, an zu verschleißen. Der grüne Kurt Thune Riemen wird aber auch oft gelobt, ist aber auch etwas weniger geschmeidig. Es gibt aber auch immer noch viele Schützen, die auch mit Leder gut klarkommen. Man muss halt nur die Problematik kennen und es ist ja auch, wie schon gesagt, vom Zug abhängig.

    Und nur für ein Bild würde ich mir so ein Gebilde nicht aufsetzten :)


    Sieht doch ganz hübsch aus. Auf jeden Fall interessant.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Was ist denn jetzt kaputt?

    Nicht nur, dass der Fokus in seiner aktuellen Printausgabe den Prozess in Winnenden etwas kritisch beleuchtet und auch noch seriöses Zahlenmaterial zu Waffen und deren Missbrauchsrate druckt, nein, die Welt hat jetzt auch noch einen Artikel veröffentlicht, der sich schon fast wie das hohe Loblied auf das deutsche Schützenwesen liest.

    Womit hat man denn den Autor gefüttert, oder sollte der doch tatsächlich mal etwas nachgedacht haben und sich dabei an schon verloren geglaubte journalistische Tugenden wie saubere Recherche und wertfreie Informationswiedergabe erinnert haben?

    Sollte das jetzt womöglich eine kleine Trendwende sein, oder doch nur zwei kleine Schwalben oder Placebos zur Beruhigung? Vielleicht haben ja die vielen Proteste (vorrangig im Internet) und die ganzen Richtigstellungen doch etwas gebracht? Auch Journalisten lesen heute manchmal Foren und nutzen das Internet.

    Na ja, lest euch hier mal selbst den Artikel in der Welt durch.

    Apropos, der Artikel enthält auch eine klare politische Aussage, die vielleicht im Zeitalter von Rot-Grün und Nannystaat so nicht jedem gefallen dürfte.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Katja,

    ich habe das mit dem High Tech LG auch mehr zur Auflockerung geschrieben. Keine Frage, die Poster sind sehr gelungen und dürften auch schon von der Ästhetik her viele Schützen und Jäger ansprechen.

    Kurze Anfrage: Ich gehe jetzt aber davon aus, dass auch der Ausdruck der Vorlagen und die Veröffentlichung so schon erwünscht und erlaubt ist, oder?


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Freunde,

    auch wenn das mit dem Service, wie hier beschrieben, bei RIKA wohl (zur Zeit?) nicht so optimal zu sein scheint, so habe ich mit den Maschinen doch bisher nur gute Erfahrungen gemacht.

    Wir haben auch eine RIKA, ich glaube EasyScore 220, und die weist bei unklaren Schüssen, z. Bsp. bei KK-Mehrschusswertung, immer deutlich darauf hin und überlässt im Zweifel immer dem Auswerter die Endscheidung. Eine DISAG RM 3 Universal versucht dagegen immer eine Entscheidung zu treffen und dann werden aus definitiv 4 Schüssen auf der Scheibe auch schon mal gerne 5 gemacht.

    Aber das hier nur als meine Anmerkung.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Doreen,

    ich werde den Anschlag mit deinen Hinweisen nochmals kontrollieren und auch den linken Ellenbogen noch weiter vor setzen und den Handstop nach vorn verschieben.
    Wenn ich mir die Bilder bei deinen Links anschaue, kann ich noch etwas flacher liegen.


    Den Aufsetzpunkt des Stützarm kannst Du noch etwas weiter vorsetzen und den Handstop und Riemenlänge dann anpassen. Dadurch kommt dein Oberarm auch noch minimal etwas flacher und dadurch dürfte auch das kippelige Gefühl noch etwas elemimiert werden. Aber mach das nur behutsam in kleinen Schritten, denn mir scheint dein äußerer Anschlag auch so schon recht gelungen. Oft werden den tieferen bzw. flacheren Anschlägen zwar Vorteile nachgesagt, aber man bekommt dadurch auch oft Probleme mit dem zielen, denn dabei muss man den Kopf auch (noch) stärker in den Nacken nehmen und so entsteht auch mehr Druck auf der Schaftbacke. Tiefere Anschläge sind also nicht immer die Lösung und die zu vereinfachte physikalische Betrachtung bezüglich Schwerpunklage und Stabilität greift bei einem so komplizierten Gebilde wie dem Liegendanschlag so auch nicht, zumal das Skelett des Menschen ja kein starres Gebilde ist, sondern aus losen Elementen besteht, die durch dehnbare Bänder und Muskeln gehalten werden. Der Typ auf der Seite von MEC mit dem ganz hohen Anschlag, Christian Klees aus Eutin, ist übrigens der ehemalige Olympiasieger und nicht die Schützen mit den flacheren Anschlägen. Suche mal nach Warren Potent. Das ist vom Körperbau her eher ein smarter Typ. Der liegt sehr flach, aber seine Kopfhaltung wirkt auch nicht wirklich entspannt. Ein Matthew Emmons liegt dagegen recht hoch und er begründet das auch mit der Kopfhaltung und dem entspannten zielen.

    mal sehen, ob das noch bequemer wird.


    Bequem ist beim Liegendanschlag immer relativ und ein Kompromiss. Ein (zu) bequemer Anschlag ist oft auch labberiger und man trifft dadurch meistens auch weniger. Ein festerer Anschlag hat Vorteile, wird aber meist auch als etwas unbequemer empfunden. Zu fest hält man natürlich nur schwer auf die lange Distanz durch. Aber durch Training gewöhnt man sich auch mit der Zeit an den Anschlag und die Druckschmerzen nehmen dann auch ab.

    Noch eine Anmerkung: Wenn Du ordentlich Zug auf dem Schießriemen hast, dann dürfte sich dein Lederschießriemen im Laufe einer längeren Schießserie etwas längen. Das ist oft etwas tückisch, weil es nur sehr unmerklich passiert und der Schütze dann oft unbewusst versucht, die Höhe durch Kraft zu halten. Das führt aber immer direkt ins Chaos. Also nur als Tipp, wenn Du das Gefühl hast, Du sinkst im Laufe einer Serie.

    Meine Schiessbrille hätte dir aber schon auf meinem Avatar auffallen können :)


    Ja sicher, aber ich hatte das erst mal unter Show fürs Photo abgebucht. 8)


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Doreen,

    Hallo Frank, ich habe das Gefühl, dass ich zu sehr auf der linken Seite liege, also quasi auf den linken Arm gelehnt.
    Weiß nicht , wie du das siehst.


    ich würde das jetzt so nicht vermuten wollen. Der Aufsetzpunkt des Stützarms liegt doch deutlich links vom Schaft. Zumindest scheint mir das so. Versuche mal beim nächsten Training, den Stützarm komplett zu entspannen und lass dann die Abzugshand komplett los. Das Gewehr sollte dann eigentlich sauber in der Position verharren, ohne wegzukippen oder ohne sich zu drehen. Wie gesagt, eigentlich sollte es so passen. Du liegst ja auch mit dem Rumpf nicht übertrieben auf der linken Seite. Ein bisschen Luft für die Bauchatmung sollte ja auch noch sein. Liegst Du denn auch mit dem rechten Hüftknochen noch auf? Verspürst Du noch genug Druck im rechten Ellenbogen. Wenn das alles passen sollte, kann man noch ein bisschen machen, indem man den Schießriemen am Arm etwas verdreht, damit der Zug etwas mehr von außen kommt. Das geht aber bei deinem Riemen nicht so gut und außerdem birgt es auch wieder leichte andere Probleme. Das ist auch eher eine Maßnahme, wenn Du deinen Pulsschlag auf dem Gewehr und damit auch auf der Mündung spürst, denn damit würde auch etwas der Druck von deiner innen liegenden Schlagader am Arm genommen werden. Aber wie gesagt, wo keine Probleme sind, soll man auch nichts machen. Physikalisch von den Kräften her ist es so, wie Du es zur Zeit hast, besser.

    Das 2. Glas ist zum Pistolenschiessen.
    Bisher hat es mich noch nicht gestört beim Gewehrschiessen.


    Sieht auf jeden Fall scharf aus. :) Wenn es Dich nicht stört, ist es auch kein Problem.

    Sehr gut beobachtet :)

    Und du hast recht, für die Fotos habe ich darauf einfach nicht geachtet.


    Ich habe auch noch gesehen, dass deine Wasserwaage noch nicht passend justiert war. Ach ja, auch dein Glas könntest Du noch etwas näher zu Dir heranstellen. Dann bräuchtest Du dich auch vermutlich noch etwas weniger verdrehen beim Beobachten der Scheibe.


    Apropos, Du kannst dir ja mal den Spaß machen und nach Photos von Sergej Martinov suchen. Der ist mit wenn nicht der beste Liegendschütze der Welt. Trotzdem liegt er immer wie auf der allerletzten Rille und seine Ausrüstung sieht auch so aus, als hätte sie schon mal bessere Zeiten gesehen. Aber versuche bitte nicht, den nachzumachen. Das kann so nicht jeder. :wacko:


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo kruemelgirl,

    mir zumindest gefällt dein Anschlag so schon sehr gut. Wüsste auf Anhieb wirklich nicht, wo ich da in Bezug auf den äußeren Anschlag noch "nörgeln" könnte. Insbesondere deine Kopfhaltung sieht so natürlich und entspannt aus und dass ist eine Schlüsselstelle für gutes Liegendschießen. Falls Du allerdings noch das Gefühl haben solltest, Dir fehlt noch ein bisschen Druck in der Schulter, dann könntest Du wohl sogar sowohl den Stützarm als auch den Handstop noch 1 bis 2 cm nach vorne schieben, ohne groß an Höhe zu verlieren.

    Die Übung mit dem Auflösen des Anschlags ist auch sehr gut. Es ist sogar noch besser, jeweils zwischendurch komplett aufzustehen. So kannst Du anhand der Trefferlage gut beurteilen, ob Dir der Aufbau des Anschlags auch immer gleichmäßig gelingt und ob da nicht doch noch unterschiedliche und vor allem seitliche Kräfte wirken. Vielleicht könnt Du ja sogar mal in eurem Verein auf diese Art einen kleinen Wettkampf organisieren. 30 Schuß Wertung, aber dabei immer nach 5 Schuss komplett aufstehen und dann ohne Probe weiter schießen. So ein Wettkampf ist normalerweise sehr interessant und bringt oft auch erstaunliche Ergebnisse und Erkenntnisse. Positiver Nebeneffekt ist dabei, dass man auch im richtigen Wettkampf nicht mehr so Angst haben muss, wenn man den Wettkampf mal unterbrechen muss.

    Kleiner Tipp: Wenn Du zwischen den Schüssen länger pausierst, dann pack Dir an besten so einen gut passenden Stöpsel ins Patronenlager, damit der Lauf nicht so schnell auskühlt.


    Zwei kleine Anmerkungen habe ich auch noch. Warum trägst Du an der Brille einen weiteren Glasträger nebst Glas? Dadurch könnten zumindest auf schlecht beleuchteten Ständen mit seitlichem Licht Reflexe und Spiegelungen entstehen, die Dich vielleicht stören könnten.

    Die Kniendrolle würde ich im Wettkampf etwas weiter vorne positionieren, damit sich nicht übermotivierte Aufsichten oder Kampfrichter genötigt sehen, da mal genauer zu schauen, ob auch wirklich nicht usw.. ;)


    Hier und hier gibt es auch noch ein paar weitere gute Anmerkungen zum Thema Liegendschießen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Gerhard,

    wirklich holperig finde ich die Hinweise jetzt nicht. Es wird zuerst darauf hingewiesen, das die Einverständniserklärung für alle Minderjährigen nötig ist. Danach werden dann die Unterscheidungen bezüglich der zulässigen Waffenarten und der besonderen Obhutspflicht bis zu einem bestimmten Alter richtig beschrieben.

    Der zweite Teil ist sicher so nicht unbedingt auf dem Formular nötig, wenn die Vereine das selbst richtig beachten. Daher könnte man es auch weglassen. Aber es ist auch eine weitere Information für den/die Sorgeberechtigten und natürlich auch ein Hinweis für nicht ganz so sattelfeste Vereine.

    Wie Du ja weißt, bin ich auch oft kritisch und mag auch überhaupt keine Überregulierungen. Aber das regelmäßige Geeiere um die Einverständniserlaubnis verstehe ich nicht. Im Gegenteil, ich erachte es fast schon als zwingend nötig, diese zu fordern, nicht nur aus waffenrechtlicher Sicht, sondern auch als so eine Art vertrauensbildende Maßnahme und auch aus Gründen der Imagepflege. Auch unabhängig vom Waffenrecht kann es riesigen Ärger geben, wenn man Jugendliche schießen lässt, ohne das die Eltern darüber Bescheid wissen. Ich habe jedenfalls auch schon früher immer erst die Eltern gefragt, wenn ich mal Jugendliche mitgenommen habe. Das muss man ja auch nicht total plump machen oder so, dass der Jugendliche sich beschämt fühlt. Da ist es doch dann auch ganz hilfreich, wenn man auf die gesetzliche Forderung verweisen kann.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Mal abgesehen vom Trefferbild sitzt das Gewehr bei der Schützin ja sehr tief und die Kappe dürfte wohl auch eher auf dem Arm als in der Schulter sitzen. Die tiefe Position wird aber auch durch die Armlänge der Stützhand und die Position der Hüfte vorgegeben. Auch das Verhältnis Oberarm zu Unterarm ist nicht immer gleich. Bei zu kurzem Oberarm kommt man erst gar nicht richtig auf die Hüfte und bei kurzem Unterarm liegt das Gewehr halt tief. Man kann dann zwar noch etwas durch die Handhaltung (Faust, flache Hand, Handknöchel) optimieren. Aber so wie früher mal auf den Fingerspitzen war ja auch nicht optimal. Man könnte das Problem ja durch eine tiefere Vorderschaftverstärkung lösen, aber da gibt es ja leider den Maximalwert in der Sportordnung.

    So bleibt eigentlich nur der Weg nach oben durch die Visierlinienerhöhung. Außerdem sollte die Schützin versuchen, wie Hotwheel schon sagte, das Gewehr etwas mehr Richtung Hals bzw. Körper zu bekommen. So liegt der Schwerpunkt wohl zu weit rechts, zumal sie ja recht gerade ohne Hohlkreuz steht, was auch im Prinzip so besser ist, aber eben auch nur wenn der Schwerpunkt inklusive Gewehr dabei noch stimmt. So zieht es einen halt nach einer Seite (von der Schützin aus gesehen nach vorne). Kann schon sein, dass sie versucht, das auszugleichen und dann oft auf der linken Seite landet.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo neuenkruger,

    Erzwo und Hotwheel haben Dir ja schon wichtige Hinweise gegeben.

    Vielleicht sind aber die Linksschüsse auch (zumindest zum Teil) die Folge von Abzugsfehlern. Schau doch mal, ob das Züngel richtig steht und wie die Schützin auslöst. Druckpunkt oder Direkt? Nicht zu soft und/oder eventuell sogar kriechend eingestellt?

    Dreh mal den Monitor und lass die Schützin die Trefferlage ihrer Schüsse möglichst genau vorhersagen. Daran kannst Du schon mal erkennen, wie gut ihre eigene Wahrnehmung schon ausgeprägt ist.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Katja,

    ich finde die Poster wirklich gelungen. Für die jüngeren Schützen brauchen wir aber noch ein Poster mit High Tech LG. Die gute alte Diana kennt wahrscheinlich nicht mehr jeder aus der neuen Generation. :D

    Auch wenn in diesem Forum nicht alle Schützen so denken, so sehe ich doch die Zeichen der Zeit und die reale Bedrohung.

    Auf unseren Stand kommen die Poster auf jeden Fall.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank


    Apropos, auch ein herzliches Willkommen in diesem Forum und vielen Dank für dein Engagement.


    dingo

    teste doch erst mal, was deine Schützen dazu sagen. Und manchmal ist ein ganz kleines bisschen Solidarität mit besorgten Schützen ja auch nicht ganz verkehrt. Man verbiegt sich damit auch nicht wirklich. Mein ja nur. ^^

    Jetzt hätten wir ja schon fast alle Regeln zusammen.

    Die vierte lautet, dass man bevor man abdrückt, sich auch noch einmal vergewissert, ob das Ziel klar ist, heißt, ob da auch wirklich keiner davor oder dahinter steht. Ok, wenn Dir gerade einer beim Abdrücken in die Bahn purzelt, biste machtlos. Dann haste zwar auch die Arschkarte, aber dafür kannst dann wirklich nichts mehr.

    Wichtig ist auch noch, dass man auch schon beim Auspacken schaut, ob da nicht gerade jemand ungünstig steht.


    Irgendwelche Stöpsel braucht es denn auch gar nicht mehr. Hihi, konnte ich mir jetzt nicht verkneifen.

    Noch ganz wichtig: Man richtet auch nie seine Waffe bei der Waffenkontrolle auf den Kontrolleur oder sonstige Mitarbeiter, auch nicht mit Stöpsel. Dann werd ich nämlich stinkig. :cursing:


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Kloaner_Schütz,

    ich ergänze mal die schon gemachten Aussagen.

    Match 54 ist im Prinzip der Überbegriff für die besseren Anschütz Systeme und geht auf das erste Baujahr zurück. Es gibt auch noch das Match 64 System, welches einfacher gehalten ist und in den Gewehren mit XX03 verbaut wurde bzw. wohl auch noch wird.

    Match 54 steht aber auch (enger gefasst) für die besseren Systeme bis Ende der Siebziger Jahre. Dazu gehören auch die 14XX und die offiziell nicht so genannten 16XX der letzten Modellreihe. Bei diesen Modellen steht immer Match 54 oder Super Match 54 auf dem Lauf. Super Match sind die Teile mit dem etwas dickeren Lauf und/oder Super Match Schaft. Sie wurden auch durch die Nummer 13 am Ende statt der 07 gekennzeichnet.

    Im Laufe der Zeit wurden die Schäfte immer wieder etwas modifiziert und bei den ganz alten aus den Sechzigern passen auch der Korntunnel und die UIT-Schiene nicht mehr zu den heutigen Zubehörteilen.

    Ende der Siebziger zum Übergang zur Modellreihe 18XX gab es dann schon Systeme mit neuem Schloss ohne die Flügelsicherung und mit neuem Abzug. Manchmal sieht man sogar welche, die schon das neue Schloss haben, aber noch den geraden Kammerstengel. Die mittlerweile berühmten Modelle mit X hinter der Seriennummer hatten das Schloss unten geschlitzt. Das sollte eine noch schnellere Auslösezeit bewirken, war aber auch etwas (dreck)anfälliger. Es gab auch noch das 1411 mit schwerem System und dem langen Liegend-Schaft.

    Die Modellreihe 18XX wurde dann so bis Ende der Achtziger gebaut. Das Modell 1807 hatte den neuen Schaft mit der verstellbaren Backe (meistens aus Kunststoff) und die markanten Ausfräsungen am Vorderschaft. Die ersten Super Match der Modellreihe hatten zwar schon die neuen Schäfte, aber noch die starre Hakenkappe (normalerweise nur für die Tonne) und alle Modelle hatten schon das neue Schloss und den neuen Abzug. Auch hier gab es noch die Modell 1810 und 1811. 11 war wieder für Liegend und 10 hatte den Lochschaft mit schrägem Vorderschaft ohne Handstütze.

    Die Modellreihe 19XX brachte dann für das Standardgewehr auch den neuen hellen Buchenschaft, wie er auch für das LG 2001 verwendet wurde. Gab es aber auch in Dunkel. An den Systemen gab es keine wirklichen Veränderungen mehr, nur wurde die Halterung vom Korntunnel von Klötzchen in Nut geändert und ist daher nicht austauschbar. Die Schäfte wurden im Laufe der Jahre bis heute etwas modifiziert und irgendwann gab es dann auch den Alu-Schaft. Es gab oder gibt auch noch das Modell 1912 als Sportgewehr (leichtes System, aber so eine Art Super Match Schaft) und Modelle mit Auflageschaft.

    Das System 20XX ist eine Neukonstruktion um das alte Schloss herum. Es kennzeichnet sich durch die eckige Form aus und wird im Gegensatz zum alten runden System (2 Schrauben) mit 4 Schrauben am Schaft befestigt. Es gibt die Modelle wieder analog zu den alten Modellreihen als Modelle 2007 und 2013. 2007 ist das leichtere System und wurde noch in die Standard-Schäfte eingebaut. Es gibt aber auch beide Systeme mit Alu-Lauf oder als klassische Super Match im Holzschaft. Es gab auch Modelle mit Kurzlauf und Hülse. Manche waren etwas umstritten wegen der Schussleistung, aber einige davon schossen auch saugut.

    Bei den Zwanziger-Systemen kann man den Lauf sehr einfach wechseln, was Dir aber in Deutschland ohne Genehmigung nichts nützt.. Dagegen kann die Befestigung im Schaft in Bezug auf die Schussleistung wegen der 4 Schrauben manchmal etwas kritischer sein. Das ist auch mit ein Grund, warum immer noch viele Schützen das runde System bevorzugen.

    Die leichteren Systeme mit 07 am Ende sind von der Schussleistung her in der Regel nicht schlechter als die schwereren Systeme mit 13 am Ende. Aber die schweren Systeme (kann man immer am besten am Übergang System-Lauf erkennen, bei 07 ist da ein konischer Adapter) sind halt etwas äh schwerer und damit auch kopflastiger. Kann im jeweiligen Anschlag gut sein, aber auch nicht immer.

    Zu den Läufen: Es gab und gibt immer kleine Unterschiede in Bezug auf die Schussleistung. Es gab und gibt einige wenige Spitzen-Läufe, die mit fast jeder Munitionsserie überdurchschnittliche Schussbilder erzielen, es gibt normale Läufe, wo man auch schon mal wegen der Munitionsserie etwas mehr testen und suchen muss und es gibt auch manchmal Gurkenläufe, auch aus dem Laden.

    KK-Läufe können auch ausgeschossen werden. Bei guter Pflege können die aber auch nach über 100 000 Schüssen noch Spitzenergebnisse bringen, sagt z. Bsp. Warren Potent. Eric Uptagrafft sagt aber auch, dass in den neueren Patronen wohl mehr Glasanteile im Pulver bzw. in den Rückständen davon sein sollen, die die Läufe (wieder) eher altern lassen. Da soll dann wohl auch schon so nach 50 000 Schuss ein Abfall der Leistung bemerkbar sein. Putzen oder nicht ist auch fast eine Glaubensfrage. Die meisten guten Leute putzen aber, einige auch wirklich akribisch.

    Noch eine Anmerkung: Die These von Barbara Lechner ist sicher nicht verkehrt, aber manchmal will auch ein guter Schütze sein Gewehr verkaufen, weil es eben gerade nicht so gut schießt oder andere Macken hat. ^^ Ja, ich weiß, die Welt ist schlecht. Nur die Schützen nicht.

    Ich habe meine Anmerkungen hier jetzt so aus dem Kopf geschrieben. Kann also sein, dass da noch kleine Unkorrektheiten drin sind, aber die grobe Richtung müsste so schon stimmen.

    Bei Bedarf kann ich Dir vielleicht auch noch bei Detailfragen weiterhelfen. Ich schieße bis auf meine ersten zwei Diana nur Anschütz und im Verein haben wir auch satt davon, was aber jetzt nicht heißen soll, dass andere Firmen nicht auch schöne Modelle hätten.


    Na, war doch wieder ganz besonnen, oder? ;)


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Freunde,

    ich würde aber generell bei Farben und Lacken von Produkten aus dem Baumark abraten, wenn man sich schon die Mühe macht und es selber versuchen will. Im guten Fachhandel gibt es gerade bei diesen Produkten in der Regel eine ganz andere Qualität, die für ein gutes Gelingen wichtig ist. Gutes Lackieren ist auch nicht so ganz einfach, soll das Resultat auch hinterher gut ausschauen und lange halten.

    Gute Erfahrungen haben schon viele Schützen mit den Autolackieren gemacht. Die haben dafür die richtigen Produkte und auch das nötige Händchen. Gut ist es natürlich immer, wenn man jemanden kennt. Airbrush bietet sich möglicherweise zur Verschönerung auch an.

    Bei den Farben muss man auch noch ein bisschen aufpassen. Nicht alles, was auf der kleinen Farbkarte auch gut aussieht, wirkt auch hinterher gut am Schaft. Man braucht dafür auch ein bisschen ein geschultes Auge.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Axel

    Kugelfänge darfst Du Dir sicher beliebig viele an die Wand hängen. Aber wenn Du darauf auch schießt, bist Du schon ganz nahe am Betrieb einer Schießstätte. Wo natürlich kein Kläger, da auch kein Richter. Aber sollte bei Dir doch mal der Kontrolleur wegen § 36 vorbeischauen und zufällig auch die Schießbahn im Keller sehen, könnte es eng werden. Mein ja nur. Ich habe meinen Kugelfang hinter einem Gardinenvorhang. 8)


    dingo

    Gerade auch bei hängenden Bahnen kann es auch Probleme geben. Wir haben auch so einen kombinierten Stand für Druckluft und KK 50m mit hängenden Scheiben und Tischen darunter. Passiert ist zwar noch nicht wirklich Schlimmes, aber einmal ist ein LG durch den Stand geflogen, weil sich der Korntunnel am Scheibenrahmen verhakt hatte und einmal ist auch mal ein KK aus dem gleichen Grund mit dem Wagen nach vorne gefahren. Ich habe auch schon mal den Taster mitfahren lassen, weil das Kabel jemand um den Scheibenwagen gewickelt hatte. Ja, Scheibenwagen weg, Taster weg, dummes Gesicht gemacht und erst mal Werkzeug holen gegangen. Taster hatte dann auch noch vier schwarze Adern ohne Nummerierung, zwei für den Taster und zwei mit 230 V für das Lämpchen. 8o

    Das mit den Scheibenzügen ist ja auch immer ein 'Kompromiss. Sie müssen ja so dicht zum Schützen kommen, dass man die Scheiben auch alleine und ohne dass man den Stand auflösen muss, wechseln kann. Alleine wechseln ist ja sogar Stehend im Wettkampf auch so vorgeschrieben.

    Aber man muss das Problem kennen und auch gerade Neulinge darauf aufmerksam machen. Gerade Frischlinge im Wettkampf vergessen so etwas auch schon mal leicht.


    Aber wie man an dem Fall sieht, wird das Ganze ja erst dann wirklich zu einem echten Problem und zu einer Gefahr, wenn die wichtige Sicherheitsregel mit dem Ablegen der geladenen Waffe nicht beachtet wird.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Freunde,

    § 11 AWaffV Aufsicht

    (1) Die verantwortlichen Aufsichtspersonen haben das Schießen in der Schießstätte ständig zu beaufsichtigen, insbesondere dafür zu sorgen, dass die in der Schießstätte Anwesenden durch ihr Verhalten keine vermeidbaren Gefahren verursachen, und zu beachten, dass die Bestimmungen des § 27 Abs. 3 oder 6 des Waffengesetzes eingehalten werden. Sie haben, wenn dies zur Verhütung oder Beseitigung von Gefahren erforderlich ist, das Schießen oder den Aufenthalt in der Schießstätte zu untersagen.
    (2) Die Benutzer der Schießstätten haben die Anordnungen der verantwortlichen Aufsichtspersonen nach Absatz 1 zu befolgen.
    (3) Eine zur Aufsichtsführung befähigte Person darf schießen, ohne selbst beaufsichtigt zu werden, wenn sichergestellt ist, dass sie sich allein auf dem Schießstand befindet.

    So lautet die gesetzliche Forderung. Wenn sich Betreiber von Schießstätten, also in der Regel Vereine, nicht an das Gesetz halten, ist das deren Sache. Im Zweifel müssen sie auch die Konsequenzen tragen.


    Hotwheel

    Aber nur, wenn diese Waffensachkunde auch die Qualifikation zur Standaufsicht beinhaltet. Wenn deine zuständige Behörde deine Sachkunde anerkennt, bist Du auch auf der sicheren Seite.

    @Jọhann

    Nur wenn die Sachkunde nicht auf bestimmte Waffenarten, z. Bsp. KK, eingeschränkt ist. Auch solche Sachkunden gibt es.


    Wie heißt es so schön, nix ist einfach, niemals.

    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Axel,

    Und wo steht das. Bzw. wo ist das geregelt. Die Regelung kenne ich auch so, aber ich finde es nicht im Waffengesetz.


    § 11 (3) AWaffV, also nicht direkt im Waffengesetz, sondern in der Allgemeinen Verordnung zum Gesetz.

    Ab wann ist denn ein Stand genehmigt. Bzw. muss ein Luftdruckstand genehmigt werden.
    Was unterscheidet den Stand, den ich im Keller habe von dem Stand im Schützenhaus bei privater, nichtöffentlicher Nutzung.


    Sobald Du eine Schießstätte errichtest und betreibst, muss die behördlich genehmigt werden. § 27 (1) WaffG
    Du darfst zwar (unter bestimmten Voraussetzungen) mit Druckluft in deinem Keller schießen, aber wenn Du dort einen Schießstand (Schießstätte) errichtest, greift wieder das WaffG, also dann auch nur mit Erlaubnis und Aufsicht. Ein fest an der Wand installierter Kugelfang kann da schon reichen und im Zweifel auch zu einer bösen Falle werden.


    Die Sache mit der Standaufsicht ist inzwischen auch etwas komplizierter geworden. Ich war früher auch ähnlich wie Zebo der Ansicht, dass die Sachkunde nach § 7 generell zur Aufsicht berechtigt, aber dem ist wohl nicht mehr so. Wir hatten hier auch schon mal einen längeren Beitragsstrang über das Thema, wo auch frank17 beteiligt war. Es ging wohl um die Aufsichtsführung durch einen Jäger auf einem DSB-Stand. Müsste durch die Suchfunktion noch auffindbar sein.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo pepsch,

    Ja ich bin rechtsschütze. Den Schaft habe ich um 15mm abgefräst, weil bei uns alle auf den Aluschaft Precise umgestellt heben und mir waren eigentlich die € 1300 zuviel.


    aber warum hast Du abgefräst? Lagst Du vorher zu hoch? Normalerweise macht man das ja doch, weil man sich davon einen Effekt verspricht.

    Links kippen des Stützarm und das verkanten nach rechts passt.


    Was meinst Du damit? Das dieser Effekt so bei Dir gleichzeitig auftritt oder das der Effekt jetzt bei Dir behoben ist? Oder passen meine Erklärungen zu deinen Effekten daz u?

    Aber das Gewehr liegt meiner meinung ein bißchen labiel in der Schulter,den rechten Arm habe ich weit nach aussen abgelegt. Habe jetzt eigentlich einen flachen Anschlag, muß die 30° messen, ich glaube bin ziemlich an der Grenze.Wenn ich mit dem Handstopp weiter vor gehe, bin ich auf der linken Nachbarscheibe und ich liege ohnehin schon ziehmlich schräg.

    Zu flach muss nicht auch gleich unbedingt wirklich stabil sein. Außerdem wird das Zielen so oft auch noch erschwert. Durch den Winkel zur Scheibe wird die rechte Schulter etwas zurückgenommen und damit auch der Druck in der Schulter verringert. Mehr Druck in der Schulter bekommst Du durch das Vorschieben des Handstops, wenn Du noch etwas Luft in der Höhe hast. Geht das Gewehr dann eher nach linke, so ist der Stützarm meistens zu weit nach recht positioniert. Siehe auch oben.

    Aber nimmt bitte meine Antworten auch nicht als zu genau. Ich tue mich immer noch etwa schwer mit der Vorstellung deines Anschlags. Ich müsste Dich wirklich mal schießen sehen. So ist das nicht wirklich mehr als Stochern im Nebel. Daher kann ich auch hier jetzt ziemlich falsch liegen mit meinen Anmerkungen.n


    Mit bestem Schützengruß

    Frank