Hallo BBF,
Bei den langweiligen Disziplinen und den verknöcherten Strukturen im DSB ist es ein Wunder, dass die Zahlen nicht noch viel schlimmer sind.
mit Verlaub, aber das ist so dummes Zeug, insbesondere in seiner Absolutheit.
Wenn die Disziplinen im DSB wirklich so langweilig wären, müssten doch die Verbände mit den vermeintlich so spaßigen Disziplinen längst wegen Überfüllung geschlossen sein. Lies Dir doch am besten hier erst mal ein paar Beiträge durch, bevor Du mit so wilden Parolen kommst. Ich habe jedenfalls nicht den Eindruck, dass die Schützen, die sich hier über ihren Sport austauschen, keine Freude und Abwechslung an ihren Disziplinen haben und das LG ist dabei ganz zweifelsohne das Sportgerät Nr. 1.
Die Aussage über die pauschal verknöcherten Strukturen im DSB ist so auch haltlos. Der DSB ist der Bundesverband und besteht aus 20 eigenständigen Landesverbänden, die wiederum unterschiedlich in Bezirke, Gaue und Kreise unterteilt sind und jeweils einen Zusammenschluss von eigenständigen Vereinen mit großer Bandbreite bilden. Zudem besteht im Schützenwesen immer das Spannungsfeld zwischen Schützentradition und modernem Breiten- und Leistungssport und das ist auch gut so, erleichtert aber auch nicht immer die Situation. Pauschale Verurteilungen werden der Sache so jedenfalls nicht gerecht und zeigen auch keine Ansätze für Verbesserungen.
Die Menschen wollen in in ihrer kostbaren Freizeit Spaß und Abwechslung, dies ist beim DSB schon sehr schwierig. Zumal die Akzeptanz im manchen Teilen der Bevölkerung immer schlechter wird, da der DSB nicht gegensteuert. Natürlich ist dies schwierig wenn man sich aus dem Topf der staatlichen Fördermittel bedienen will.
Der Schießsport war immer speziell und hat auch noch nie jeden angesprochen. Es gab und gibt so etwas wie das Wesen des Schießsports und das spricht nur einen bestimmten Teil der Bevölkerung an, so wie andere Sportarten eben andere Teile der Bevölkerung ansprechen. Für die heutige Spaßgesellschaft gibt es genug Angebote. Da müssen wir nicht auch noch unbedingt mitmischen. Der Schießsport hat nach wie vor einen beachtlichen Stellenwert in unserer Gesellschaft. In fast jedem Dorf gibt es in unserem Lande einen Verein mit Schießstand und da gehen immer noch viele Menschen ihrem Hobby oder Sport nach, von gesellig bis Leistungssport.
Der größte Teil der Bevölkerung steht dem Schießsport auch nicht ablehnend, sondern eher neutral bis desinteressiert gegenüber. Es ist auch müßig, Leute von etwas überzeugen wollen, was die nicht interessiert. Stärkere Ablehnung entsteht immer dann, wenn die Medien wieder eine Kampagne durchziehen. Es ist das unheilvolle inszenierte Wechselspiel zwischen den Medien und der Politik, was uns zur Zeit Probleme macht. Deshalb müssen wir auch dort ansetzen und deshalb begrüße ich auch die Scheiber und IGs, die mit ihren Blogs oder Beiträgen dagegen halten und die ganzen verdrehten Sachen unermüdlich richtigstellen, auch wenn es leider einige Schützen gibt, die dieses Vorgehen auch schon wieder als zu ähm aggressiv oder so empfinden. Weitere Akzeptanz in der Bevölkerung ist eher zweitrangig (Biathlon mit der Teildisziplin Sportschießen hat eine große Akzeptanz in der Bevölkerung), denn die Bevölkerung verabschiedet keine neuen Gesetze. Menschen, die sich für bestimmte Sachen gar nicht erst interessieren, werden auch ihre politischen Entscheidungen nicht danach ausrichten.
So, das war es erst mal zum Einstieg von meiner Seite aus und herzlich Willkommen bei den Meisterschützen.
Du schreibst zum Einstig recht provokativ und willst dann gleich wieder deine Ruhe haben? Na ja.
Mit bestem Schützengruß
Frank