Beiträge von Murmelchen

    Hallo Stefan,

    auch von mir ein herzliches Willkommen bei den Meisterschützen.

    Sag mal, ist die Bleicker bei Dir schon Programm, oder steht sie (auch) noch auf deiner Wunschliste. Wenn ersteres, dann könntest Du ja vielleicht mal einen kleinen Erfahrungsbericht hier einstellen.


    Mit bestem Schützengruß in die Schweiz

    Frank

    Hallo Axel,

    was ich damit sagen wollte, war, das wir nicht grundsätzlich ein Problem mit unseren Strukturen und insbesondere nicht mit den von uns angebotenen Disziplinen haben und bezog sich hauptsächlich auf so Forderungen nach angeblich doch viel moderneren und damit vermeintlich auch interessanteren und spaßigeren Disziplinen.

    Ich sehe auch noch nicht einmal so wie Du ein Hauptproblem im Leistungsbereich und in dessen Unterstützung, auch wenn das regional wohl unterschiedlich sein kann. Unser Ausbildungskonzept ist so sicher nicht optimal, da stimme ich Carcano ohne weiteres zu. Aber trotz des vorhandenen Gemurkses kommt doch noch immer recht viel dabei herum, wenn man sich mal so unseren Nachwuchs ansieht und auf welchem Niveau da teilweise geschossen wird. Man muss wohl auch sagen, dass der DSB für viele Vereine vor Ort auch erst mal recht weit weg ist. Ich kenne hier vor Ort aber jedenfalls noch genug gute Kaderschmieden, wo ich auch unbesorgt Talente hin vermitteln könnte. Mir macht daher auch mehr der gemeine Breitensport vor Ort Sorgen, welcher eben auch den gemütlichen Rundenwettkampf auf Kreisebene beinhaltet, wo auch jemand mit 320 Ringen seine Freude haben kann. Eine zu starke Orientierung an den Leistungsbereich führt unweigerlich auch zu einer immer stärkeren Konzentration auf weniger Vereine und dort bleibt dann auch erfahrungsgemäß oft nur noch wenig Platz für den Breitensport. Und genau in diesem Bereich direkt an der Basis fehlen uns heute oft die Leute, die den ganzen Laden dann am Laufen halten, wie ich ja oben schon erläutert hatte. Natürlich ist es auch nicht sinnvoll, dass sich, wie es zumindest hier in Westfalen regelmäßig passiert, für die höheren Position im Verband oft nur Leute aus dem traditionellen Bereich wählen lassen. Aber auch hier sind letztendlich wir noch oder ehemals aktiven Schützen gefragt.

    Die Gründe für dieses Problem sind sicher vielfältig und wohl auch nicht ganz so leicht zu lösen. Nur glaube ich, das dieser Punkt eine der Schlüsselstellen für die zukünftige Entwicklung ist. Aber es ist natürlich in erster Linie mein subjektiver Eindruck und der ist natürlich auch fast nur regional geprägt. Daher muss das auch nicht überall in anderen Regionen so vorrangig sein und ich muss damit auch nicht generell richtig liegen. Aber deshalb tauschen wir uns ja hier auch aus.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Behauptet jetzt noch jemand, dass es diese Front nicht gibt?

    Ja, ich. Eine Font gibt es nicht, es gibt nur diese, ich nenne sie mal Randpositionen, aber auf beiden Seiten. Du bist ja auch ein gutes Beispiel dafür. Verbohrte Ansichten und Standpunkte gab es schon immer. Allerdings sind die Auseinanderzungen und Polarisierungen in letzter Zeit heftiger geworden. Sie stellen aber nicht die Mehrheit der Sichtweisen dar und es kann daher auch von einer insbesondere geschlossenen Front keine Rede sein.

    Dass so ein Streit aber ein gefundenes Fressen für einen bestimmten Teil der Presse ist, stelle ich nicht in Abrede. Merkt man ja auch an dem Artikel.


    Mit bestem Schützengruß und in der Mitte liegt das Ziel

    Frank

    Hallo Dieter,

    es sollte doch mittlerweile klar sein, dass insbesondere BBF nicht wirklich an einer konstruktiven Mitarbeit gelegen ist. Er hat hier nun wirklich oft genug seine abgrundtiefe Verachtung gegenüber den Strukturen des DSB, den jeweiligen Landesverbänden, den Mitarbeitern und den Disziplinen und Programmen zum Ausdruck gebracht. Seine Beiträge zielen fast ausnahmslos in Richtung Stimmungsmache und verbrannte Erde, dienen der Schwächung und streben eine Zerschlagung bestehender Strukturen an.

    Gleichzeitig erwartet er und nicht nur er aber ganz selbstverständlich, das der DSB aufgrund seiner Größe und seines Einflusses auch weiterhin seine schützende Hand über ihn und seine bevorzugten kleinen Verbände und Disziplinen hält.

    Es sind diese extremen Polarisierungen, oft garniert mit schlicht falschen, aber immer wieder gebetsmühlenartig vorgetragenen Behauptungen, die dem Schießsport zur Zeit wohl fast noch mehr schaden, als die Bedrohungen von außen. Hilflos gestammelte Trotzreaktionen darauf wie in diesem Beitrag hier, sind auch nicht wirklich angetan, die Sache zu verbessern. Die entsprechenden Häufchen fangen bekanntlich erst dann an zu stinken, wenn man kräftig darin herumstochert und rührt.

    Allerdings sollte man sich auch bei anderen Beiträgen hier, auch wenn sie etwas intelligenter und stringenter formuliert sind, immer fragen, welche Interessen wirklich dahinter stecken. Cui bono ist universell.


    Bitte nicht falsch verstehen, Kritik, insbesondere, wenn differenziert und an besten auch noch konstruktiv vorgetragen, ist natürlich zulässig und kann auch ganz hilfreich sein, bestehende Strukturen zu verbessern. Aber dieses verbale Geholze von Menschen, die im DSB quasi die Wurzel allen Übels sehen, sollte man schlicht ignorieren.


    Dieter, lass Dich von solchen Beiträgen nicht entmutigen. (Viel zu wenige) Menschen wie Du, die etwas machen und sich einbringen, waren es immer und werden es immer sein, die unseren Sport nach vorne gebracht haben bzw, bringen. Was leider heutzutage zugenommen hat, sind diese ganzen Beinpinkler und Querulanten, die nur ihre Sichtweise gelten lassen. Und wehe, es läuft nicht genau nach ihren Vorstellungen, dann wird natürlich sofort ein Aufstand gemacht. Die Arbeit müssen allerdings immer die anderen machen und um passende Ausreden sind natürlich gerade die mit der Verlaub, größten Schnauze, auch nie verlegen.


    Wir haben kein wirkliches Problem (außer dem von außen künstlich erzeugtem) mit unserem Sport und unseren Disziplinen. Unser Sport war immer speziell und sprach immer auch nur einen bestimmten Teil der Bevölkerung an. Wir haben auch keinen so massiven Mitgliederrückgang zu verzeichnen, wie das zum Teil in anderen Sportarten der Fall ist. Auch unsere Gesellschaft schrumpft und in den Siebzigern und Achtzigern hatten wir trotz der geburtenstarken Jahrgänge und bei noch deutlich geringeren alternativen Freizeitangeboten und auch ohne andere Verbände insgesamt niedrigere Mitgliederzahlen. Worunter wir aus meiner Sicht heute und auch schon etwas länger wirklich leiden, sind die fehlenden guten Mitarbeiter, die den "Laden" schmeißen. Überall da, wo sich gute Leute bereit erklären, etwas zu machen und sich dann auch wirklich engagieren, da läuft auch der Laden. Aber es werden eben auch leider weniger und das hat auch Gründe, die zum Teil auch mit unserer veränderten Gesellschaft zu tun haben. Aber auch die Attacken derjenigen, denen man es eh nie richtig machen kann, haben deutlich zugenommen. Auch ich habe mich in letzter Zeit schon öfter gefragt, warum tust Du dir das überhaupt noch an. Ich bin da auch kein völlig selbstloser Mensch. Für mich ist es eine Abwägung zwischen der Freude an der Sache auf der einen Seite und dem Frust auf der anderen Seite. Wenn man nämlich so im stillen Kämmerchen sitzt und ein paar hundert Urkunden druckt, dann fragt man sich schon mal, warum tut man sich das an. Wenn einem dann auch noch so ein Arsch mit Ohren über den Weg läuft und versucht, einem ans Bein zu pinkeln, dann kann das auch der Tropfen sein, der das berühmte Fässchen dann auch schon mal zum Überlaufen bringt.

    So, musste ich auch mal loswerden. Auf zum nächsten Geplänkel.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Die verwendeten Schusswaffen waren ausschließlich legal erworbene Sportwaffen!


    Ich widerspreche Dir ja immer nur sehr ungern, aber das ist so schlicht falsch.

    Aber selbst wenn es wahr wäre, würde es in Bezug auf die Anzahl der Delikte Katjas Aussage nicht revidieren.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Das mit den Sicherheitsfahnen ist völliger Bullshit, da ersatzlos aus der SpO gestrichen!!!!


    Ob das mit den Sicherheitsfahnen jetzt völliger Bullshit ist oder nicht, darüber kann man sicher trefflich streiten.

    Aber nur weil es nicht mehr in der SpO steht, kann man nicht ableiten, dass es nicht mehr vorgeschrieben ist oder wird.

    SpO DSB 0.2.9.2

    Der Schütze hat auf dem gesamten Schießstand/Schießstandgelände die Veranstalter/Ausrichter/Schießstandbetreiber vorgeschriebenen Sicherheitsmaßnahmen einzuhalten.

    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Reinhold,

    anbei 4 Scheiben meines vorletzten Schießens 40x KK liegend zu Analyse. - Bilder vom Anschlag kommen noch.


    Die Scheiben bzw. Serien deuten schon ein bisschen auf noch mangelnde Kondition hin. Möglich ist aber auch, dass deine Sehkraft durch zu langes Zielen und Überanstrengung schwindet. Daher den eigentlichen Zielvorgang immer so kurz wie möglich halten. Die 7 auf der letzten Scheibe würde ich mal als Ausrutscher ansehen. Das kann aber auch schon passieren, wenn man zu lange zielt.

    Apropos Kondition: Bei mir ist es fast immer anders herum. Ich vergeige schon mal sehr gerne im Wettkampf die ersten ein, zwei Serien, werde dann aber nach hinten raus meistens immer besser. 8)

    Zu den Fragen von Murmelchen: - Ja ich benutze eine Schießbrille von Champion ( -3,75 auf beiden Augen) - Die Ergebnisse wurden alle mit dieser Schießbrille geschossen - wie gesagt hatte ich Die Centra Optik nicht benutzt da es nicht scharf war.

    Schieße doch mal nur mit der Optik, aber ohne Brille. Solltest Du keinen zylindrischen oder asphärischen Augenfehler haben, dürfte doch der Dioptrienausgleich deiner Optik von -4,5 bis +4,5 ausreichen. Oder geht der bei Dir nur von -3,5 bis +3,5? Bei einer Optik musst Du auch ein bisschen mit den Filtern und der Korngröße experimentieren, am besten, indem Du Serien mit jeweils anderen Parametern schießt.

    Zur Trefferlage- häufig kann ich schon vorhersagen, speziell wenn iche einen Schuß generell vermasselt habe - also eine 8 oder 7 rauskommt, da merke ich meist schon mach den Trigger das was nicht stimmte. Leider gibt es auch immer wieder Schüsse die ich nicht voraussagen kann,

    bzw ich doch überrascht bin das es nur eine 8 oder 7 wurde , obwohl ich dachte der müsste drin sein.


    Man muss dann immer konsequent innehalten und den Ablauf noch einmal von vorne beginnen. Ich denke leider oft auch, der geht noch gut. Aber das stimmt eben nicht immer und rächt sich dann beim Zusammenzählen. Liegendschießen ist was für Pedanten und Erbsenzähler. :D

    Das mit den Anleitungen für den Anschlag - kann ich erst diese Woche ausprobieren !!! Aber schon mal zum Ablauf meines jetztigen Schießens. Muss die Scheiben selber wechseln und dazu jedes man die Pritsche verlassen und den Anschlag neu aufbauen, und das scheint nicht gleichmäßig zu geschehen, speziell zum ende hin bei den letzten Scheiben - Da tut halt oft was Weh- der Ellenbogen oder die Stützhand und ich versuche das angenehmer zu machen???


    Das mit dem Aufstehen ist nicht schlecht, aber man muss auch mal den richtigen Ablauf der 60 Schuss Wettkampf trainieren. Wie ich oben schon sagte, es gehört auch ein bisschen Kondition dazu und man muss auch auf seine Augen achten. Auch ein paar Schluck Wasser und eine angepasste Ernährung können helfen.

    Weiteres nachdem ich die Anleitungen und die Vorschläge mal versucht habe durchzuführen!


    Wie schon oft gesagt, unsere Anmerkungen darfst Du auch nicht unbedingt absolut nehmen. Wir können so nicht beurteilen, wie Du schießt und selbst dann ist es nicht immer einfach. Außerdem gilt auch beim Schießen die Sache mit den vielen Köchen und dem Brei, zumindest ein bisschen. Am bestem ist immer noch ein Trainer oder erfahrener Schütze direkt vor Ort. Aber auch da Vorsicht. Nicht jeder Trainer ist auch immer für jeden ein guter Trainer.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Zitat

    "Bei meiner Positionierung geht es nicht um die objektive Gefährdung bei der Bedienung eines solchen Gerätes, sondern darum, dass bereits Grundschulkinder an Waffen gewöhnt werden sollen."


    Damit sagt Herr Tschöpe doch schon alles. Es geht ihm nicht um die objektive Gefährdung. Er möchte es schlicht verboten wissen, weil es ihm nicht in den Kram passt, weil es nicht seinem Weltbild entspricht.

    Genau diese Denkweise zieht sich durch die ganze Verbotsdebatte und leider fallen immer noch viel zu viele Mitbürger, sogar auch auf Seiten der davon betroffenen Schützen, auf diese Manipulationen herein.


    Apropos, der Herr Tschöpe ist kein völlig unbedeutender Provinzpolitiker. Er ist Fraktionsvorsitzender der SPD-Bürgerschaftsfraktion Bremen, also im Parlament des Landes Bremen, und kann damit auch Einfluss im Bundesrat ausüben.


    Queel

    Danke für dein Engagement


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Reinold,

    der Königstiger hat schon eine sehr gute Beschreibung einer möglichen Vorgehensweise geliefert, die sich auch mit meinen Erfahrungen und Sichtweisen deckt. Auch den Anmerkungen der anderen Schreiber kann ich nur zustimmen. Man kann den Erfolg nicht einfach so durch mehr oder weniger sinnvolle Zubehörteile erkaufen. Einige der Ausrüstungen können leichte Vorteile bringen, aber auch nur, wenn man die Probleme, die man damit beseitigen oder zumindest reduzieren möchte, auch kennt.

    Eine Optik ist nicht ganz unproblematisch. Ich experimentiere seit einiger Zeit auch damit und auch meine Erfahrungen sind zwiespältig. Ich würde eigentlich auf das Ding verzichten wollen, aber andererseits kann es speziell mir auch die Brille ersetzen und das ist natürlich auch etwas verlockend. Die Sache mit dem Scharfstellen ist aber normal. Im Prinzip kann man auch ohne die Optik entweder immer nur das Korn oder die Scheibe scharf sehen, es fällt durch die Vergrößerung der Optik nur stärker auf. Im Zweifelsfall solle man auf das Korn scharf stellen und eine leichte Unschärfe der Scheibe in Kauf nehmen, weil sich Fehler beim Korn stärker auswirken.

    Kurze Frage: Benutzt Du denn auch eine Brille und wenn ja, in welcher Stärke und welche Fehlsichtigkeiten sollen dadurch korrigiert werden? Wie sind den deine Ergebnisse ohne Optik? Kannst Du dann deine Trefferlage besser vorhersagen?


    Hier noch ein paar kleine Ergänzungen zum Beitrag von Königstiger. Punkt 1a könnte vielleicht etwas missverstanden werden. Der linke Arm sollte schon etwas vorgestreckt werden, zumindest so weit, das der Oberarm eher einen flacheren Winkel als der Unterarm einnimmt und man nicht direkt mit dem "Kribbelknochen" aufsetzt, sondern durch die flachere Lage etwas dahinter. Dürfte dann auch das Schmerzproblem etwas lindern.

    Punkt 2 würde ich erst mal ganz ohne Schießriemen und Handstop probieren und so versuchen, eine möglichst stabile und auch halbwegs entspannte Lage zu finden. Erst danach würde ich dann den Handstop so ca. 1 - 2cm vor der gefunden Position montieren und dann mit dem Schießriemen weiterarbeiten.

    Der letzte Punkt von Königstiger ist mit der wichtigste. Durch den Aufsetzpunkt des rechten Ellenbogens wird die Nullstellung endgültig festgesetzt. Dieser Aufsetzpunkt ist auch die mehr oder weniger einzige Stellschraube für leichte Korrekturen. Du solltest vor jeder Schussabgabe deine Nullstellung sorgfältig prüfen. Das heißt, Du schaust an besten entspannt Richtung Boden und nicht durch den Diopter. Dann horchst Du gewissermaßen in Dich hinein, ob Du noch stärkere Anspannungen oder Verspannungen in deinem Körper verspürst. Wenn Du dann durch das Diopter schaust, solltest Du im Idealfall knapp unter dem Spiegel bzw. der Scheibe stehen und die Visierung sollte sich dann beim Ausatmen aufwärts ins Ziel bewegen. Aufpassen musst Du hier allerdings, dass Du nicht schon zu tief stehst und Dich dann quasi "hochpumpen" musst. Solltest Du hier noch kleine Abweichungen haben, kannst Du, wie schon gesagt, leicht den Aufsetzpunkt des rechten Ellenbogens (deiner Abzugshand) verändern. Etwas weiter vorne führt zu einer Korrektur nach links, etwas weiter hinten zu einer Korrektur nach rechts. Durch etwas mehr Nähe zum Körper kommst Du etwas tiefer und durch einen etwas weiteren Aufsetzpunkt kommt Du leicht höher. Aber wie gesagt, das sind nur leichte Korrekturen und setzen voraus, dass die grobe Ausrichtung zur Scheibe schon stimmt. Nach der Korrektur muss dann aber wieder eine neue Überprüfung der Nullstellung stattfinden. Du fängst dann also wieder wie schon weiter oben beschrieben an.

    Es kommt speziell beim Liegendschießen auf kleinste Nuancen an. Es ist gar nicht so einfach, den oft nur winzigen, aber entscheidenden Unterschied für ein Schussbild am Maximum und einem Stochern in der Neun, was dann eben oft zu 92er, 93er Serien führt, zu erkennen bzw. zu wiederholen. Es wirken halt starke Kräfte auf das Gewehr und schon kleinste Veränderungen haben da oft schon große Auswirkungen. Wie sieht es denn bei Dir mit der Treffervorhersage aus. Wie kommen deine Ergebnisse so zustande? Sind es eher viele Neuner oder sind da auch noch oft krassere Ausrutscher bis in die Acht oder Sieben dabei?

    Eine gute Prüfung für den Anschlagaufbau ist neben der Treffervorhersage die folgende Übung. Lege dich hin, schieße ein paar Schuss Probe und mache dann jeweils 5 Schuss auf die Scheibe, stehe aber zwischen den Serien immer wieder komplett auf, gehe ein paar Meter, lege Dich dann wieder neu hin, richte Dich ein und schieße dann die nächste Serie ohne Probe weiter. Diese Übung hat auch den Vorteil, dass, wenn Du die Sache einigermaßen beherrscht, Du auch im Wettkampf dann keine Angst mehr vor einer Unterbrechung haben musst. Auch kannst Du dann, sollte es mal gar nicht laufen, auch aufstehen und Dich danach wieder hinlegen. Manchmal hilft das wirklich. Verwende am besten in den Pausen einen Stöpsel, damit der Lauf wegen des Kamineffekts nicht zu stark auskühlt.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Wie der Königstiger schon schrieb, wurde das ZF-Schießen zuerst als Stehend-Bewerb ausgeschrieben, und zwar, wenn ich mich jetzt richtig erinnere, als Zeiss-Cup im Rahmenprogramm der DM. Die Gläser stellte die Firma Zeiss und es durfte am Anfang auch nur mit diesen geschossen werden.

    Speziell Stehend halte ich aber auch ein Absehen mit Ring für besser, das ich so immer das Zielbild als ganzes erfassen kann. Bei einem Fadenkreuz oder ähnlich neige jedenfalls ich immer dazu, die beiden Achsen abzutasten. Ich verfüge aber eh über kaum Erfahrung beim ZF-Schießen, daher kann ich auch nicht genau sagen, wie sich das beim Auflage-Schießen verhält und was da besser ist.

    Jedenfalls braucht man bei einem Absehen mit Fadenkreuz oder ähnlich auch einen Spiegel mit Weiß in der Mitte, sonst kann man das ziemlich knicken. Die Alternative sind natürlich Gläser mit Ring.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank - bin hier nur ein kleines Murmelchen :P

    Hallo le_petit_Dibow,

    bei einem modernen LG oder einer LP sind die Unterschiede nicht mehr so groß, aber es gibt sie auch noch. Die Schussauslösezeit kann man zwar noch elektronisch berücksichtigen, aber den, wenn auch nur noch minimal vorhanden Impuls, schon nicht mehr wirklich. Hinzu kommt die Abstimmung der Munition, die immer auch in das Ergebnis mit einfließt.

    Aber schon beim KK spielt der Impuls eine so große Rolle in Bezug auf die Trefferlage, dass man das nicht mehr simulieren kann. Im Grunde muss man sogar für den Gewehrbereich sagen, dass KK wohl in dieser Beziehung auch wegen der langsamen Schussentwicklungszeit wohl am anspruchsvollsten zu schießen ist, auch im Vergleich zu GK.

    Eine Match-Armbrust 10m ist einem LG sogar noch von der Präzision her leicht überlegen, ist aber aufgrund der sehr langsamen Schussentwicklungszeit trotzdem deutlich schwieriger zu schießen.

    Hinzu kommen bei den Disziplinen, die überwiegend im Freien geschossen werden, noch die Anpassungen an Wind und Wetter wie z. Bsp. Mirage. Bei 300m ist das beachten und anpassen an die jeweiligen Witterungsbedingungen mit eine der wichtigsten Faktoren für gute Ergebnisse. Aber auch auf 50m kann das schon sehr wichtig sein. Wenn es in München z. Bsp. mal so richtig hackt und wenn die Windfähnchen dann auch schon mal in alle Richtungen zeigen, dann sieht man auch, wie speziell die Liegend-Ergebnisse reihenweise in den Keller rutschen.

    Gehen wir noch einen Schritt weiter und nehmen wir Vorderlader. Da spielt das bedächtige Laden, die Abstimmung der Waffe bis hin zu allerlei Wundermitteln, der Knall und Rauch und ja auch der Dreck eine ganz entscheidende Rolle und ist immer auch ganz handfest eine sinnliche Erfahrung. So etwas kann nie eine Simulation auch nur nährungsweise ersetzen.

    Noch eine Anmerkung zu den neuen elektronischen Scheiben. Sie sind zwar eine schöne Erleichterung und es macht auch mehr Spaß, darauf zu schießen. Aber man ist auch total von der Elektronik abhängig und man kann auf die Richtigkeit der Ergebnisse, die da so angezeigt werden, auch nur vertrauen. Eine herkömmliche Scheibe ist da doch noch eine ganz andere Kategorie. Da sieht man immer ganz objektiv ein Ergebnis und kann im Zweifel auch immer leicht reklamieren.

    Ein alter Trainer bei uns hat mal vor vielen Jahren das sportliche Schießen mit einer Kür verglichen. Man macht einen sehr komplizierten Bewegungsablauf, aber am Ende entscheidet über die Güte und Qualität dann keine ja doch immer auch irgendwie subjektive Jury, sondern ein Loch in einer Pappscheibe. Dieser Vorteil, für nicht wenige Schützen mit der größter Vorteil überhaupt, wird durch die moderne Elektronik etwas verwässert. Das trifft sowohl für Scheiben, aber noch stärker für komplette Simulatoren zu. Schon deshalb kann eine Simulation nie die Realität ersetzen. Der Begriff Zielsport statt Schießsport ist daher auch nicht flappsig gemeint, sondern beschreibt schon ganz gut die Realität.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo kruemelgirl,

    was macht das Schießen?

    Ich hatte ja versprochen, noch mal ein bisschen mehr zur Munition zu schreiben, aber diesen Strang mittlerweile doch etwas aus den Augen verloren.

    Wie hier schon mehrfach angesprochen wurde, kommt es bei den Patronen weniger auf das Fabrikat, sondern auf die jeweilige Serie an. Was hat man sich darunter nun vorzustellen. Die Patronen werden in Serien gefertigt. Dazu werden eine bestimmte Menge Rohstoffe vorgelagert, teilweise neue Werkzeuge gefertigt und dann die Maschinen eingerichtet. Die Patronen, die dann aus der Maschine kommen, entsprechen einer Serie und bekommen auch eine Seriennummer. Diese kann man zumindest bei den etwas besseren Patronen auch immer, allerdings auch manchmal etwas versteckt, auf der Packung finden. Bei Eley steht die Nummer auf der Kopfseite der Packung. Neuerdings steht da auch die Anfangsgeschwindigkeit der jeweiligen Patrone mit drauf, allerdings in Füße pro Sekunde, also fps. Bei RWS ist die Seriennummer in der Lasche der Packung eingeprägt.

    Warum ist das mit den Serien so wichtig? Weil sich in der Praxis gezeigt hat, das nur innerhalb so einer Serie die Eigenschaften im mikroskopischen Bereich so speziell sind, dass sich damit aus einem bestimmten Lauf (alle Läufe sind immer Einzelstücke) eine bestimmte Schussleistung ergibt. Nehmen wir mal an, Du schießt eine bestimmte Marke, z. Bsp. RWS Rifle Match, dann können und werden da von Serie zu Serie zum Teil recht deutliche Unterschiede bei der Schussleistung auftreten. Es kann sein, dass nur eine bestimmte Serie bei deinem Lauf richtig gut geht, die anderen aber nur mittelprächtig bis schlecht. Bei einem anderen Lauf kann und wird das wieder ganz anders aussehen. Dazu kommt es dann auch noch auf den jeweiligen Lauf an. Es gibt (wenige) richtig gute Läufe, die mit fast jeder Patronenserie gut gehen, es gibt mittelprächtige Läufe, wo man schon ein bisschen testen muss und es gibt auch manchmal richtig schlechte oder beschädigte Läufe, wo kaum noch eine Serie gut geht. Den Suhler-Läufen, wie Du ihn ja auch schießt, sagt man in der Regel eine recht gute Munitionsverträglichkeit nach. Wie Du hier im Forum schon lesen konntest, gibt es bei KK keine absolute Präzision. Wenn Du da einen Test machst (ist auch wieder so eine Philosophie für sich) und bekommst wiederholbar ein umschlossenes Schussbild von unter 12mm bei 10 Schuss, hast schon eine gute Serie gefunden.

    Wie kommen nun die großen Preisdifferenzen zustande? Neben den Marktgesetzen liegt es an der Endkontrolle. Bei Eley kommen z. Bsp. die guten Patronenserien (Tenex, Match und Team) alle auf einer Maschine. Die mit den engsten Toleranzen werden dann als Tenex gekennzeichnet, die mit etwas mehr Toleranzen als Match und der "Rest" als Team. Das bedeutet jetzt aber nicht, das die Team schlechter schießt. Nur kann es bei den preiswerteren Patronen halt eher auch mal zu Ausreißern kommen. Im schlimmsten Fall macht es dann auch mal Plöpp statt Peng und Du hast da irgendwo einen Treffer auf der Scheibe. Bei den ganz billigen Patronen ist es natürlich auch etwas fragwürdiger, ob der Hersteller das mit den Serien auch wirklich immer einhält, oder ob da nicht auch mal z. Bsp. bei Lieferengpässen doch verschiedene Serien in einem Karton landen. :wacko:

    Also, nur ein Test gibt Dir bei KK die nötige Sicherheit und das Vertrauen in deine eigene Leistung. Wenn Du nicht testen kannst, dann solltest Du dir auf jeden Fall mal ein paar unterschiedliche Serien besorgen und dann mal schauen, womit Du am besten triffst. Aber um die Qualität der jeweiligen Patrone auch zumindest halbwegs beurteilen zu können, musst Du schon auf einem gewissen Level schießen können. Alternativ statt aus der Schulter kannst Du natürlich auch mal aufgelegt am besten von einer Benchrest aus und mit großem Glas testen, oder das von jemandem machen lassen, der das gut kann.

    Fazit: Sich einfach für eine Marke zu entscheiden, hilft Dir bei KK normalerweise nicht viel. Dazu müsstest Du schon einen mustergütigen Lauf besitzen. Aber normalerweise gibt es von Serie zu Serie bei den Patronen schon zum Teil auch recht heftige Abweichungen. Auch nützt es dir normalerweise nicht viel, nur teure Patronen zu kaufen. Ich habe bei einer Serie der RWS R50 auch schon nur 95 Ringe aus der Maschine auf der Scheibe gesehen. Mit so einer Serie kannst Du nicht über 570 Ringe im Wettkampf kommen, egal wie gut Du schießt. Generell gilt auch, je besser die Patrone geht, um so mehr Spielraum für eigene Fehler bleiben Dir.

    So, hoffe das hilft Dir so erst mal ein bisschen weiter.

    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Freunde,

    ich habe hier im Forum ja schon mehrfach auf den mittlerweile schon recht alten Film "DM 91" von Heinz Reinkemeier usw. hingewiesen. Ich weiß jetzt nicht, ob es diesen Film noch als Video oder DVD im Handel gibt, aber vielleicht hat den ja schon mal jemand von euch gesehen und kann sich noch daran erinnern.

    Der Film ist eine Art Reportage über die Deutsche Meisterschaft 1991 in Hochbrück. Er ist zwar nicht direkt als Werbefilm konzipiert und daher auch nicht so komprimiert wie der Film der Österreicher, aber er bringt die Atmosphäre unserer DM nach meinem Empfinden sehr gut rüber. Der Film ist sogar fast zeitlos, wenn man mal von einigen Stellen und den zwischenzeitlichen Modernisierungen im Bereich Ausrüstung und auch Anlage hinweg sieht.

    Wenn wir diesen Film oder einen Neuauflage in ähnlicher Form zu einer guten Sendezeit ins öffentlich-rechtliche Fernsehen bekommen könnten, wäre das sicher ein großer Beitrag zum Thema Imagegewinn. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass so ein Film auch bei einem größeren Teil des Publikums gut ankommen würde.

    Leider habe ich weder vom Filmen Ahnung, noch verfüge ich über Kontakte zu den Sendeanstalten. Aber wir verfügen doch über eine große Gemeinschaft. Da müsste doch etwas möglich sein. Und natürlich müsste auch das Fernsehen mitspielen wollen. Ein Beitrag nur auf Bayern 3 wäre zwar auch ganz nett, aber richtig gut wäre natürlich nur eine bundesweite Ausstrahlung über ARD oder ZDF.

    Hat jemand weitere Ideen oder noch besser auch Kontakte und Möglichkeiten?


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Gerhard und Freunde,

    Ich find's nervig, dass neuerdings einige versuchen hier künstliche Fronten aufzubauen, was bezweckt ihr damit? Ob Armbrustschießen, Bogenschießen, Großkaliberschießen, Kleinkaliberschießen, Lichtpunktschießen, Luftgewehrschießen oder Kombinationen wie Sommerbiathlon und Winterbiathlon:


    mit Verlaub und falscher Tonfall hin und her, ich kann hier in diesen Beitragsstrang keine künstliche Frontenbildung erkennen. Ich sehe hier nur Schützen, welche befürchten, dass die weitere Propagierung des Zielsports durch diese Lichtgewehre unter den jetzigen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen zu einem gesetzlichen Verbot der jetzt noch bestehenden Disziplinen führen kann. Dieses Argument kann man einfach nicht von der Hand weisen, egal wie sehr man sich dreht und wendet. Wer das Problem nicht erkennen will, der muss sich auch gefallen lassen, dass man von ihm annimmt, er könne sich auch eine Art "Schießsport" ganz ohne Schusswaffen vorstellen. Manchmal habe ich sogar den Eindruck, da könnte auch etwas dran sein. So eine Art schöne neue Welt, völlig ungefährlich, keine Angriffe mehr und man gehört auch wieder zu den "guten" Sportlern. Bis dann wieder neue Angriffe kommen so ala paramilitärische Ausbildung, simuliertes Töten üben, Amok trainieren usw. Ja, Zielsport müsste man verbieten.

    Ich hätte bestimmt kein Problem mit diesen Lichtgewehren, außer dass ich die vermeintlichen Chancen für überbewertet halte, wenn nicht der Schießsport schon seit längerer Zeit einer massiven Bedrohung bis hin zu Forderungen nach Totalverbot ausgesetzt wäre.


    Wir reden hier nicht über einen Verband, sondern über einen sehr vielseitigen Schützenverein der von Lichtpunktschießen bis Großkaliberschießen so ziemlich alles anbietet.


    Wir reden hier über einen, mit Verlaub, völlig unbedeutenden Verein, der nach meinem Kenntnisstand weder über eigene KK- noch GK-Bahnen verfügt. Auch HTML ist oft sehr geduldig. Über den Hinweis mit dem WSB wird sich auch nicht jeder im WSB freuen, einige wenige aber vermutlich schon.

    Lichtgewehre sind ungefährliche Trainigsgeräte ohne waffenrechtliche Beschränkungen und nebenbei noch kostensparend.


    Genau. Wenn das jetzt kein Grund ist, den ach so gefährlichen Rest komplett abzuschaffen, dann weiß ich es auch nicht. Genau so und nicht anders wird das Lichtpunktzielen hier dem mehr oder weniger unbedarften Leser präsentiert und den Verbotsfordern wird hier die Lösung gleich frei Haus geliefert.


    Ich empfinde das durchaus als bemerkenswert. Der offensichtlich sehr aufgeschlossene Verein ergänzt die älteren Disziplinen wie Luftdruck, Kleinkaliber und Großkaliber gekonnt um moderne Disziplinen wie das Lichtpunktschießen.


    Siehe weiter oben. Ich sage nur HTML.


    So langsam wird's lächerlich welche Anforderungen an solche eher simplen Zeitungsberichte gestellt werden. Da müssen Vereinsleben, Schießsport und Verbandsarbeit umfassend politisch korrekt dargestellt werden damit ja Öffentlichkeit und gerade die eigenen Sportkollegen keinen Stolperstein entdecken und in den Angriffsmodus schalten. Beschämend.


    Lächerlich und Beschämend? Man sollte sich als Schützen- oder Schießsportverein heutzutage schon überlegen, was man so in die Zeitung setzt. In diesem Fall gehe ich auch von Absicht aus, so gerade eine Woche nach der Sache in Norwegen. So nach dem Motto: "Seht her, wir haben die Lösung". Na ja, Pyrrhussiege soll es ja auch schon öfter gegeben haben.


    Wozu denn auch? Als würde man beispielsweise bei Fußballübertragungen ständig darauf hinweisen, dass es auch Basketball, Handball, Football und Volleyball gibt und diese Disziplinen ebenfalls eine Existenzberechtigung haben und müsste sich empören, dass Rugby hier wiedermal tot geschwiegen wird. Ich find's albern. 8|


    Wieder so ein rhetorisches Spielchen. Basketballer, Handballer usw, finden die einseitige Berichterstattung in den Medien auch ungerecht und fordern auch oft mehr Aufmerksamkeit für ihre Sportarten. Aber über keiner dieser Sportarten schwebt das Damoklesschwert des gesetzlichen Totalverbots zu Gunsten von nur noch Fußball. Auch bietet niemand Fußball als Ersatz für Handball, Basketball usw. an.


    Wie war das noch: "Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten". Liebe Kinder, wenn ihr dieses Zitat nicht kennen solltet, das hat 1961 ein gewisser Herr Walter Ulbricht gesagt. Der war damals der Chef der DDR und verfügte über eine sehr hübsche Stimme. Zwei Monate später rotierten dann die ersten Zementmischer.


    Ach ja, ich gehöre hier keinem Lager an. Ich schieße noch nicht einmal GK. Wer also möchte, kann sich gerne mit dem Inhalt meines, meiner Beiträge auseinandersetzen und diese auch bei Bedarf auf den Tonfall hin untersuchen. Halte ich auch für zweckmäßiger, als irgendwann zum großen Pauschalschlag auszuholen. Ich nehme auch billigend in Kauf, das ich hiermit wohl wieder einige der Leser schwer enttäuschen werde und die dann vermutlich auch nicht mehr mit mir kommunizieren wollen bzw. werden. Aber irgendwie finde ich die Sache doch zu wichtig, als jede vermutete Befindlichkeit zu berücksichtigen. Ob ich jetzt auch ein Krawallmacher bin? Liegt wohl im Auge des jeweiligen Betrachters. Fähnchen im Wind sollen sich ja bekanntlich auch manchmal drehen.

    Apropos Zensur. Das könnt ihr total knicken. Wer das jetzt nicht glaubt, kann sich ja mal schlau machen, was Zensur bedeutet. Beiträge löschen? Benutzer aussperren? Warum sich denn nicht mal zur Abwechslung mit den Inhalten und Ansichten beschäftigen. Bei verbalen Entgleisungen kann man dann ja immer noch gezielt dagegen halten. Mein ja nur.


    Einen habe ich noch, damit das hier in der Aufregung nicht auch noch vergessen wird. "Wozu brauchen wir denn diese Sportschützen überhaupt?" Diese Frage hat Frau Renate K. MdB schon vor zwei Jahren gestellt und sie war ausnahmsweise mal nicht rhetorisch gemeint.


    Wilhelm

    Deine Argumente sind alle redlich und ich begrüße auch den Engagement. Nur solltest Du bedenken, dass das Wahlvolk keine Gesetze macht und das Kreuzchen auch sicher nicht wegen dem tollen Erlebnis bei der Vereinsveranstaltung an der richtigen Stelle macht. Ein paar Kampagnen weiter schreien dann nicht wenige trotzdem wieder nach Verschärfungen.

    Es ist jetzt aber auch nicht so, dass man nicht auch mit Druckluft agieren und werben kann. Es ist zwar deutlich aufwendiger, aber es gibt die Sondererlaubnisse, sogar nach § 3 (3) WaffG auch pauschal, also nicht nur wie bisher individuell nach § 27 zur Leistungsförderung. Auch können mobile Schießstätten errichtet werden, zwar wie gesagt, aufwendig, aber es geht. Und für ein SCATT bekommt man normalerweise auch immer eine Sondererlaubnis. Da braucht es nur ein klein wenig guten Willens von Seiten der Behörde.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Freunde,

    hier mal ein paar klare Worte ohne rhetorisches Geplänkel:

    Jeder, der unter den heutigen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen den Zielsport als Lösung für sich und seinen Verein sieht, muss sich die Frage gefallen lassen, ob er damit nicht einen Beitrag zu Abschaffung des Schießsports leistet. Er muss sich dann auch fragen lassen, ob er sich damit nicht wegen des vermeintlichen eigenen Vorteils außerhalb der Solidargemeinschaft der Schützen positioniert.

    Beachtet dabei die Ausgangssituation. Der Schießsport und die Sportschützen sind nicht schuld, dass in den letzten Jahren einige wenige Straftäter mit entwendeten oder erschlichenen Waffen Attentate verübt haben. Die Sportschützen sind immer zuverlässig mit ihren Waffen umgegangen. Daher besteht auch kein Handlungsbedarf, auch wenn das eine kleine Minderheit in unserer Gesellschaft immer wieder fordert.


    Zum besagten Artikel:

    Wer sich von "Rambos" abgrenzen will, der signalisiert damit, dass es in anderen Vereinen solche "Rambos" gibt.

    Es wird kein Schuss abgegeben, wenn der Abzug eines Lichtgewehrs betätigt wird.

    Die Argumentation in Bezug auf den WSB ist in dieser Form so nicht richtig.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank