Beiträge von Murmelchen

    Hallo dingo,

    worauf stützt sich deine Vermutung, dass die Teilnehmer hier nicht an politischen Themen, wie Du es nennst, Interesse haben? Auch wenn sich hier nur wenige äußeren, so sind die Zugriffszahlen doch regelmäßig recht hoch. Schaue Dir mal das aus meiner Sicht auch schöne Forum von Simon Schurm an. Das ist auch schon fast tot und lebt eigentlich nur noch von dem Wettkampf, obwohl es dort nie wirkliche Debatten gab. Könnte das Problem vielleicht nicht eher an den 'Schützen' selbst als an den Themen liegen?

    Warum sind solche aus meiner Sicht existenziell wichtigen Themen hier also wirklich unerwünscht? Es wird doch niemand gezwungen, diese zu lesen geschweige denn auch daran teilzunehmen.

    Zum Thema BBF: Ich habe es ja schon angesprochen. Ich habe hier eher das Gefühl, dass seine kleinen verbalen Ausraster, die er zweifelsfrei hat, hier ganz willkommen sind, um die ganzen Themen zu diskreditieren. Aber auch hier, man könnte ihn auch einfach ignorieren, statt sich ständig dran hochzuziehen. In jedem Kindergarten gibt es deutlich mehr sogenannte Beleidigungen und Ausraster als hier.

    Warum reitest auch Du hier wieder einseitig auf der Verwässerung der Beiträge herum? Das mag schon mal vorgekommen sein, aber wie war es denn hier in diesem Beitragsstrang wie auch schon in anderen? Wer wurde denn hier bei den immens wichtigen Thema persönlich und ausschweifend?

    Ansonsten, siehe mein vorherigen Beitrag. Da sind noch weitere Fragen offen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Wie ist das denn hier in diesem Beitragsstrang (wie auch schon in anderen) gelaufen?

    Michael Kuhn, immerhin Deutscher Meister mit der Sportpistole 2011, startet aufgrund des neuerlichen Angriffs in Form einer Steuer auf unsere(n) Sport(geräte) einen fast schon verzweifelten Versuch, durch einen Appell die Schützen und Verbände doch noch zu bewegen, hier Widerstand zu leisten. Zur Klarstellung, es geht hier nicht um GK, die alternativen Verbände oder die Waffenlobby. Es betrifft alle Schützen vorerst (nur) in Bremen und schon deshalb sollten wir uns hier solidarisieren. Von Bremen könnte ein Signal ausgehen, dass den Schießsport in unserem Land zerstören könnte. Wer meint, er müsse diese Befürchtung als Weltuntergangsstimmung abtun, der hat mit Verlaub ein ziemlich sonniges Gemüt.

    Aber was ist dann passiert?

    wegi82, den als Österreicher das Thema ja erst mal gar nicht betrifft, sah sich genötigt, ein kleines Fass gegen Michael und BBF persönlich aufzumachen. In einem Rundumschlag mit besonderer Konzentration auf seinen Spezi BBF, mit merkantilen Vorwürfen gegenüber Michael, mit Abschweifungen bist hin zu olympischen Medaillen, der bösen Waffenlobby, den bösen alternativen Verbänden und Lobgesang auf den DSB, tat er alles, um das Thema gehörig zu verwässern und um vom eigentlichen Thema abzulenken. Er gab sogar zu, dass ihm das so Spaß machen würde. Tolle Nummer.

    Es geht ja auch nur um den Erhalt des Schießsports in Deutschland. Da kann man das ja machen, oder?


    Dann fühlen sich die Moderatoren auf den Plan gerufen, eieren teilweise recht einseitig rum, statt die Sache so zu beschreiben, wie sie sich zugetragen hat. Es folgen Hinweise wieder auf das Sportforum und ein paar Allgemeinplätze. Dann kommt der Vorwurf an die vermeintlich bösen Waffenlobbyisten mit ihren vermeintlich ganz eigenen Interessen, dass sie hier jeden Beitrag mit ihren Themen entern. Tatsache ist aber, das sich bei den Themen, welche wegen der mittlerweile andauernden Angriffe auf den Schießsport aus Besorgnis um die Zukunft begonnen werden, sich sofort einige wenige Foristi genötigt sehen, ganz massiv in Opposition zu gegen und damit unseren Zusammenhalt und unsere doch eigentlich gemeinsamen Interessen zu schwächen. Warum eigentlich?

    Ich muss mich nicht immer mit Michael Kuhn oder den Rundumschlägen von BBF identifizieren. Aber ich muss mich deshalb auch noch lange nicht immer davon distanzieren. Warum ist es denn in der bedrohlichen Situation, in der wir uns befinden, nicht möglich, mit mehren Strategien zu operieren? Auf der einen Seite die Verbände mit ihrer Geheimdiplomatie und auf der anderen Seite die auch mal etwas lauter und deutlicher werden Interessenverbände und auch engagierte Einzelpersonen. Warum können diese Positionen nicht jeweils so stehen bleiben? Zwei unterschiedliche Ansätze für eine gemeinsame Sache, welche sich sogar ergänzen könnten und so durchaus wirkungsvoller sein können, als jeweils nur alleine.

    Aber was machen wir? Wir bekämpfen uns gegenseitig bis aufs Blut, schwächen damit ganz massiv unsere gemeinsamen Kräfte, statt uns auf den immer stärker werdenden Gegner zu konzentrieren.


    Freunde, wir werden seit Jahren als Waffennarren, als gefährliche Psychopathen und potentielle Massenmörder verunglimpft. Es bleibt kein Versuch außen vor, den privaten Waffenbesitz und damit auch den Schießsport zu schwächen und damit auch langfristig zu zerstören. Aber was machen wir, wir ziehen uns hier dran hoch, wenn mal jemand von uns eine etwas deutlichere Sprache wählt. Teilweise wird das Mittel der Etikette nach meiner Vermutung hier sogar bewusst angewandt, um die ungeliebten Themen und Themenstarter zu diskreditieren. Nur werden Aussagen nicht dadruch wahr oder unwahr, in welcher Tonart sie vorgetragen werden.

    Herr Björn Tschöpe macht gerade auf die gleiche Nummer. Er hält die Form der Auseinandersetzung nicht für akzeptabel. Aber wer ist denn da der Brandstifter. Der Beitrag in der BLÖD spricht in seiner Einseitigkeit und Aufmachung auch wieder ganze Bände.


    Aber das hat uns hier ja alles nicht zu interessieren. Wir sind ja nur politisch korrekte Sportler. Und wenn wir alle auch weiterhin schön brav sind, dann lässt man uns vielleicht auch unsere LGs. Zur Not tun es dann ja auch noch die Lichtgewehre.


    Ich habe zwar die ungute Befürchtung, dass auch mein Beitrag hier kein wirkliches Gehör finden wird. Es würde mich aber sehr freuen, wenn der eine oder andere Leser hier diesen Beitrag mal etwas nachdenklicher betrachten würde und wir uns über diese Thesen auch mal etwas konsensfähiger austauschen könnten. Genug Fragen zum Beantworten habe ich ja nun gestellt.


    Geronimo, auch unseren Gegnern geht es nur um das "Wie"! Dabei sind ihnen alle Mittel recht.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Wie gesagt, da fehlen bei Dir wohl noch einige.

    Diejenigen, die ich aufgeführt haben, haben ja definitiv eine Goldmedaille geholt und das sind gesamtdeutsch gezählt, 16. Zieht man die DDR-Medaillen von Pottek, Klaar und Wegener ab, bleiben noch 13. Ich hatte im letzten Beitrag 12 geschrieben, aber Schumann holte ja in Seoul Silber für die DDR.

    Also, irgendwie sind die Tabellen der ISSF so nicht ganz vollständig, habe jetzt aber nicht die Muße, mich damit näher zu beschäftigen. Ich schaue demnächst noch mal genauer hin. Aber ich sehe schon, wir werden dort ja unter gleich vier Germanys geführt, GER, FRG, GDR und sogar EUA (1960).


    Mit bestem Schützengruß

    Fank

    Hallo wegi82,

    wie kommst Du auf diese Zahlen? Wenn ich nach meiner Tabelle gehe, komme ich für Deutschland schon alleine auf 16 Goldmedaillen und ich bin mir noch nicht einmal völlig sicher, ob meine Tabelle überhaupt ganz vollständig ist, oder ob ich da nicht noch jemanden übersehen hab. Zieht man die Medaillen ab, die Schützen für die DDR geholt haben, bleiben immer noch 12 Goldmedaillen. Also irgendwas kann da bei Dir nicht ganz stimmen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    wegi82, mit Verlaub, aber Du kennst die besondere Situation in England.

    Die Schießsportbewerbe werden dort in einer Kaserne abgehalten, weil das rechtlich in England nicht mehr anders geht. Du weißt, dass die englische Pistolennationalmannschaft gezwungen ist, im Ausland zu trainieren.

    Die Stände werden in der Kaserne nur für die Spiele aufgebaut und danach wieder abgerissen. Stell Dir mal vor, man hätte das damals auch so in München gehandhabt. Ohne die besondere gesetzliche Lage in England, auch basierend auf einem Einzelfall, hätte man auch eine vernünftige und langfristige Anlage in Bisley - bisher auch so eine Art Mekka der Schützenwelt - errichten können. Dann hätten die Schützen dort und auch international etwas für Generationen davon gehabt.

    Ob das mit den Kindern jetzt wirklich ein Fake war, oder ob man da nur wegen der weltweiten Kritik zurückgerudert ist, weiß ich nicht.

    Aber etwas kritisch darf man das Ganze als Schütze schon sehen, meine ich zumindest.


    Apropos, auch wenn unser BBF den Bogen hier regelmäßig überspannt, so wird dadurch nicht alles falsch, was er so von sich gibt.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Nur glaubst du wirklich, dass sich Schützen auf die Seite stellen von der sie immer was auf den Deckel bekommen? Schützen sich irgendwo engagieren wenn sie vorher als Verräter tituliert worden sind. Es ist auch egal wer dies sagt da Personen sofort in eine Schublade gesteckt werden und Lobbyist bleibt dann einfach Lobbyist (obwohl es eigentlich gar keiner ist).


    Alle Schützen sollten sich für ihre gemeinsame Sache engagieren. Aber da fängt das Problem schon an, siehe auch weiter unten. Lobbyarbeit wird übrigens in Berlin täglich betrieben, von vielen Tausenden von Lobbyisten, in Wien wohl auch. Nur wir Schützen kriegen keine hin, außer vielleicht über die Schiene Armatix.

    Glaubst du wirklich, dass Politiker mit einem einfachen Lobbyist reden werden?


    Nein, nur tritt ja unser größter Verband und auch die von den Verbänden legitimierte Interessenvertretung bisher zumindest nach Außen hin nicht wirklich wahrnehmbar in Erscheinung. Das ist doch das Problem, um das es hier geht. Selbst ein Dialog mit den Schützen an der Basis findet nicht statt. Wer sich bemerkbar macht, wird diskreditiert. Schau Dir mal die Seite des FWR an. Viele Schützen wissen halt nicht mehr, woran sie sind. Nur die wenigsten dieser Schützen äußern sich kritisch. Die meisten gehen still und leise, meistens dann für immer.

    Glaubst du wirklich, dass sich durch eine mail-Kampagne eine radikale Änderung beginnt?


    Warum nicht? Das ist doch wohl eher eine Frage des Wollens denn der Form, oder. Aber ich vergaß, wir wollen ja nicht.

    Wenn wir wirklich mit einer Stimme sprechen würden könnte sich viel ändern aber die eine Stimme ist schon mit der Abspaltung der anderen Verbände verloren gegangen. Warum sollte daher z.B. der DSB sich für Belange bezüglich der IPSC einsetzen? Warum sollte der DSB sich für alle GK-Schützen einsetzen?


    Der DSB hat sich bisher auch für IPSC und GK ausgesprochen. Nur ist es mittlerweile still um den DSB geworden. Aber lassen wir mal die anderen Verbände außen vor. Auch im DSB haben wir die Bandbreite von GK bis neuerdings Lichtschießen und auch dort meinen nicht wenige, der DSB und etliche Schützen könnten sich auch mit weitergehenden Verboten der lieben Ruhe willen arrangieren. Du hast doch hier auch die Diskussionen bezüglich Lichtschießen gehört. Es ist politisch gefährlich und auch völlig unnötig, da man es auch (durch mehr Aufwand) immer noch durch den Einsatz von LG und LP auch im Rahmen der geltenden Gesetz erreichen könnte. Trotzdem wird die Sache mit großer Beharrlichkeit vorangetrieben. Ist es da verwunderlich, wenn sich andere Schützen dann ihren Teil denken. Ich unterstelle hier schon Absicht, auch wenn jetzt einige der Propagandisten wieder ganz empört mit dem Füßchen aufstampfen werden. Man gibt sich scheinbar der Illusion hin, dass , wen erst mal die Waffen weg sind, wieder Ruhe herrschen wird und man sich dann auch wieder als guter Mensch und Schütze fühlen darf. Dabei wissen wir alle, dass die (unsere) Waffen gar nicht das Problem sind. Das waren sie noch nie!

    Aja was macht denn eigentlich Pro Legal? Sind die die Weltretter?


    Sicher nicht. Aber es sind Schützen, Jäger und Sammler nebst einigen Vertretern aus der Branche, welche sich aus Sorge um die Zukunft des legalen Waffenbesitzes und auch des Schießsports zusammengeschlossen haben, weil sie der Meinung waren und sind, dass sie so ihre Interessen besser vertreten können. Auch weil sie der Ansicht sind, dass die Verbände diese Interessenvertretung eben bisher nicht besonders gut ausgeübt haben. Ist das jetzt etwa verwerflich und muss man deshalb polemisch reagieren? Sie können allerdings nicht effektiv arbeiten, wenn ihnen die Schützen und Verbände die nötige Legitimitation vorenthalten

    Fragen über Fragen und es kann sich jeder selber seinen Reim daraus bilden.


    Na ja, leider habe ich außer Polemik in letzter Zeit nur selten wirklich gute Reime gehört. Von Dir leider auch nicht. Was wären den so deine Ideen? Aussitzen, bis andere Fakten geschaffen haben?

    Noch eine Anmerkung: Es geht bei der geplanten Steuer nicht um gute oder "böse" Waffen. Jeder soll blechen. Das betrifft dann den ältsten Zimmerstutzen genauso wie wie den betagten KK-Einzellader. Wenn es richtig dicke kommen sollte, dann vielleicht auch sogar Druckluft. Es gibt nämlich kein Gesetz, das besagt, dass man das nicht auch machen könnte.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank


    @BBF

    wegi82 ist mir hier bisher nicht als besonders schräger Vogel aufgefallen. Deshalb versuche ich auch einen Dialog mit ihm. Sollte es nichts nützen, so besteht immer noch die Hoffnung, dass das auch jemand anderes ließt und vielleicht doch ein wenig nachdenklich wird. Ja, ich weiß, ich habe eigentlich ein heiteres Gemüt.


    Geronimo

    Gut gefülltes Nähkästchen? Na ja, Du scheinst es ja zu wissen. Hat man Dir das Nähkästchen etwa schon mal gezeigt?

    Hallo wegi82,

    Du hast aber schon mitgekriegt, dass es (nicht nur) in Deutschland mittlerweile immer stärker an Einfluss gewinnende Gruppierungen gibt, die am liebsten den legalen Waffenbesitz und auch den Schießsport komplett verbieten möchten. Diese Gruppierungen unterscheiden dabei gar nicht zwischen olympischen und nicht olympischen Disziplinen. Sie wollen auch nicht, dass Kinder und Jugendliche auch nur näherungsweise mit etwas in Berührung kommen, dass auch nur entfernt nach Waffe aussieht. Logischerweise konzentrieren sie sich dabei erst mal auf die Bereiche, in denen Verbote die größte und schnellste Chance auf Erfolg haben, also GK und "böse aussehende" Halbautomaten. Aber gegen die Lichtgewehre wurde ja bekanntlich auch schon gewettert. Das kam aus der selben Ecke wie jetzt der neue Versuch über die Steuern.

    Wir haben seit 2009 hier die Situation, dass legale Waffenbesitzer, ja, auch ich bin als Sportschütze mit Schwerpunkt KK so einer, weniger Rechte haben, als gemeine Kriminelle. Es gibt mittlerweile hier Kommunen, die verlangen für die verdachtsunabhängigen Kontrollen auch dann Gebühren, wenn keine Beanstandungen vorliegen. Die Rechtmäßigkeit (dieser Rechtsbeugung) wurde sogar schon höchstrichterlich bestätigt. Übertrage das bitte mal auf den Straßenverkehr.

    Schon im letzten Jahr haben etliche Kommunen versucht, den Besitz von Schusswaffen zu besteuern. Letztes Jahr gab es wenigsten noch (auch von Seiten des DSB) gezielte Aktionen und Aufklärung und so konnten dieses Steuern bisher verhindert werden. Jetzt wird ein neuer Versuch gestartet; es geht um 300,- EUR pro Waffe. Die Chancen stehen diesmal aufgrund der Mehrheitsverhältnisse und der Besonderheit Stadt als Bundesland und wohl auch der eher geringen Bedeutung der Schützen in Bremen deutlich besser, dass das auch so beschlossen wird.

    Bisher gibt es von unseren Verbänden keine Reaktion oder Stellungnahme dazu, genauso, wie das auch schon bei den Halbautomaten der Fall war. Nicht wenige Schützen auch aus den Reihen des DSB können diese Situation bzw. dieses Verhalten nicht mehr richtig nachvollziehen. Auch ich weiß nicht mehr so genau, wo ich beim DSB dran bin, wenn höre, dass eine Landespräsidentin diese verdachtsunabhängigen Kontrollen gutheißt, oder wenn ich lese, dass der DSB-Präsident sich scheinbar gerne von der Firma Armatix umgarnen lässt. Wie soll ich das ständige Schweigen zu den immer stärkeren Angriffen auf den Schießsport deuten bei gleichzeitigen Aktivitäten in Richtung Bogensport und Lichtschießen.

    Ganz ehrlich, auch ich fühle mich nicht mehr richtig durch meinen Bundesverband und auch nicht mehr durch den Landesverband vertreten. Auch ich bin davon überzeugt, dass einfaches Stillhalten und Aussitzen in der heutigen Zeit nicht der richtige Weg sein kann und daher verstehe ich auch die wenigen Schützen, die noch nicht resigniert haben und die aus berechtigter Sorge um den Schießsport versuchen, noch etwas zu retten, bevor es zu spät ist. Stimmungsmache und Polemik? Ich glaube kaum.

    Du scheinst ja auch der Ansicht zu sein, nur durch ein positives Image könne man etwas für den Schießsport erreichen. Nur ist die Bevölkerung gar nicht unser Gegner. Aber selbst wenn wir es hinkriegen sollten, eine Mehrheit in der Bevölkerung vom Schießsport zu überzeugen, würden diese sich nicht wirklich für den Erhalt einsetzen. Die haben schlicht andere Interessen und auch Sorgen. Wir hätten aber immer noch das Problem der Gegner. Diese Leute kann man nicht überzeugen, aber sie haben mittlerweile fast die Macht, ihre Ideen auch durchzusetzen. Wir können uns das gefallen lassen, oder aber gemeinsam noch für unsren Sport kämpfen. So einfach ist das letztlich.

    Der Versuch, die wenigen Leute, welche sich noch engagieren, in eine bestimmte Ecke zu schieben und ihnen dabei vorrangig auch noch eigene (merkantile) Interessen zu unterstellen, zeigt mir deutlich, in welchem Dilemma wir stecken.


    Was meinst Du denn, was passiert, wenn in ganz Deutschland eine Steuer von 300,- EUR pro Waffe erhoben wird? Glaube ja nicht, so eine Steuer ließe sich nicht durchsetzen. Wenn ich mir anschaue, welcher Widerstand und Protest bisher so angesagt war bei den Gesetzesverschärfungen, dann brauchen die Handelnden auch weiterhin keine große Angst wegen dem lauen Lüftchen, welches da von den Schützen kommt, zu haben.

    Wenn wir Schützen alle aufstehen würden und mit einer Stimme sprechen würden, dann wäre der Spuk ganz schnell zu Ende. Aber wir machen das nicht. Wir verbeißen uns lieber in uns selbst. ?(


    Mit traurigem Schützengruß

    Frank

    Hallo Zebo,

    gerade in diesem besonderen Fall wäre es deshalb auch so immens wichtig, hier möglichst zeitnah und eindrucksvoll zu reagieren. Wissen wir doch alle, ist so ein Gesetz erst mal beschlossen, wird es deutlich schwieriger, es auch wieder zu kippen. Auch würde damit im Falle des "Erfolgs" ein deutliches Signal an andere Länder und wohl auch Kommunen gesendet werden. Laut "BLÖD" wollen die die Sache schon ab nächstes Jahr ans Laufen kriegen und es weihnachtet inzwischen doch schon sehr.

    Überlegt mal, was 300.- EUR pro Waffe und Jahr bedeuten würde. Es gibt unter uns nicht wenige Schützen, welche auch noch mit älteren Gewehren oder Pistolen schießen, welche vom reinen Marktwert nur noch kaum über diesen 300,- EUR liegen. 10 Vereinswaffen kommen auch schnell zusammen. Anderes Beispiel: Für einen PKW mit 2,0l Motor zahlt man zur Zeit bei Einstufung nach Euro 2 weniger als die Hälfte pro Jahr an Steuern.


    Mit besorgtem Schützengruß

    Frank

    Hallo Freunde,

    eine einseitige Steuer auf den Besitz von zum Teil olympischen Sportgeräten (hier bitte mal ausnahmsweise die Füße stillhalten) kann nicht sein. Die Förderung des Sports ist doch sicher auch Staatsziel in Bremen. Eine stichhaltige Erklärung für die Besteuerung Kulturhistorisch wertvoller Sammlungen dürfte es auch nicht so leicht geben. Schützenvereine liefern auch einen wertvollen Beitrag zur kulturellen Vielfalt und Brauchtumspflege in diesem Land.

    Wie will man das mit der Steuer wirklich begründen? Durch das Risiko? Tatsache ist, dass das Sportschießen von den Versicherern vom Risiko her regelmäßig knapp oberhalb von Schach eingestuft wird. Von angeblichen volkswirtschaftlichen Schäden kann auch keine Rede sein. Das bewegt sich, wenn überhaupt, bei anderen Sportarten doch in ganz anderen Dimensionen.


    Aber täusche ich mich oder fallen die Reaktionen auf den neuen Steuerversuch dieses Mal schon deutlich verhaltener aus als noch bei Stuttgart?

    Wir müssen diese S******e in Bremen verhindern, sonst wird das ein Flächenbrand. Notfalls mit Klagen bis zum BGH.


    Apropos: Sollte so eine Steuer kommen, dann muss sie auch nicht unbedingt nur bei den registrierten Waffen Halt machen. Zumindest die sportlich genutzten Druckluftwaffen könnte man auch leicht drankriegen. Da bräuchte man einfach nur mit Steuerhinterziehung zu drohen und vor und in den Vereinen zu kontrollieren.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Freunde,

    bisher haben sich hier ja nur Schützen gemeldet, welche auch ihren Lauf nach jedem Schießen reinigen oder zumindest durchziehen.

    Das wird mittlerweile wohl auch so von der Mehrheit der internationalen Spitzenschützen so praktiziert (Potent, Emmons). Auch die Firma Lilja empfiehlt regelmäßiges Putzen und die meisten Benchrester putzen sogar wie blöde.

    Früher hörte man aber oft auch andere Stimmen.

    Daher meine Frage: Wie schießt denn euer Lauf direkt nach dem Putzen? Habt ihr dann sofort wieder ein gutes Schussbild oder braucht euer Lauf dann erst wieder ein paar (etliche) Schüsse, bis sich wieder stabile Verhältnisse einstellen?


    Zabbbi

    Hülsen bei Kurzläufen und wohl auch die Tubes müssen immer gut geputzt werden. Wenn man das nicht macht, kann man mit großer Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass das Gewehr nicht mehr (so) gut schießt. Das hat aber mehr mit den Strömungsverhältnissen (Verwirbelungen) zu tun.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Willst du etwa einer Person absprechen, dass sie sich verändern und weiterentwickeln darf?


    Na dann pass mal lieber auf, Dass Du dich nicht zu weit weiterentwickelst. Die logische Konsequenz nach deiner Denke wäre dann doch wohl, deine Gewehre zu verschrotten, oder?

    Apropos, der mittlerweile nicht mehr so kleine Bub cemt sich heute bestimmt noch wegen seiner "bösen" Vergangenheit. Aber da trifft ja auch die Eltern die Schuld, die dem armen Kind damals scheinbar das pädagogisch-wertvolle Spielzeug aus nachhaltiger Produktion mit Ökosiegel vorenthalten haben.


    Worüber wir mal ernsthaft nachdenken müssen, ist die Sache mit der Kollektivschuld. Wenn jemand Mist baut, dann ist er dafür zumindest in meinen Augen auch erst mal allein für verantwortlich und nicht eine ganze Gruppe mit bestimmten Interessen oder noch irriger, der Gegenstand, mit dem der Mist gemacht wurde.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Also lieber einen Idioten im Verein, als einen Idioten in den Medien, der uns allen schadet!!


    Das ist ein schöner Satz. Volle Zustimmung.

    Allerdings müssen wir uns auch nicht, wie schon gesagt, gleich jeden Schuh anziehen.

    Ich halte es auch eher für unwahrscheinlich, dass da einer mit einem Match-LG am Werke war. Ich kenne jetzt zwar nicht die realen Zahlen, aber es dürfte doch erheblich mehr sogenannte Freitzeit-LGs als Match-LGs in diesem Land geben und der Erwerb und Besitz ist ja auch abgesehen von der Altersbeschränkung (immer noch) frei. Es dürfe also genug Idioten ohne sportlichen Hintergrund für solche Taten geben.

    Ich hatte sogar letztens einen waschechten Grünen, der mir den Besitz eines LGs "gebeichtet" hat und mich fragte, was denn da heutzutage so zu beachten wäre.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Lieber Carcano, fang jetzt Du nicht auch noch an, die Sache komisch zu sehen. Das ist eh schon eine harte Geburt, landauf landab.

    Die Einverständniserklärung des Erziehungsberechtigten muss für alle Minderjährigen vorliegen, sofern der Erziehungsberechtigte nicht selbst anwesend ist, unabhängig von der Waffenart.

    Daher ist die zweite Zeile der Tabelle auch nicht richtig. Bei der Einverständniserklärung wird eben nicht (mehr) zwischen Druckluft und sonstigen Waffen unterschieden. Die Unterscheidung anhand es Alters gilt nur für die zulässigen Waffen und die besondere Obhutspflicht. Die Tabelle ist so eh Quatsch, weil das Besagte so nur für die behördliche Ausnahmegenehmigung zutreffend ist.


    Noch eine Anmerkung: Ich bin ja auch oft kritisch und mag die ganzen Überregulierungen auch nicht. Aber das regelmäßige Geeiere um die Einverständniserlaubnis verstehe ich nicht. Im Gegenteil, ich erachte es fast schon als zwingend nötig, diese zu fordern, nicht nur aus waffenrechtlicher Sicht, sondern auch als so eine Art vertrauensbildende Maßnahme und auch aus Gründen der Imagepflege. Auch unabhängig vom Waffenrecht kann es riesigen Ärger geben, wenn man Jugendliche schießen lässt, ohne das die Eltern darüber Bescheid wissen. Ich habe jedenfalls auch schon früher immer erst die Eltern gefragt, wenn ich mal Jugendliche mitgenommen habe. Das muss man ja auch nicht total plump machen oder so, dass der Jugendliche sich beschämt fühlt. Da ist es doch dann auch ganz hilfreich, wenn man auf die gesetzliche Forderung verweisen kann.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Womit wir wieder bei den Strukturen wären. Auch wenn es Dich jetzt vermutlich nicht tröstet, bei anderen Landesverbänden wäre Dir das Gleiche passiert. Ich persönlich kenne diese Attitüden auch.

    Vielleicht hilft ja die Präsentation zum Vortrag von Jürgen Kohlhein. Ich habe die hier glaube ich schon mal eingestellt, aber doppelt kann ja in diesem Falle auch nicht schaden.

    Diese Präsentation ist sehr liebevoll gemacht, wohl auch fehlerfrei (ganz wichtig) und zeigt sogar deutlich auf, wo Fallstricke laueren und welche Paragraphen bezüglich der Auslegung umstritten sind.

    Präsentation Neues WaffG - Kohlheim


    Das Präsidium des NWDSB gefährdet damit sogar, sollte es mal wirklich ganz hart kommen - Stichwort Unfall, die eigenen Mitarbeiter als Aufsichten und Schießleiter. Denn diese sind per Gesetz verpflichtet, das Vorliegen der Einverständniserklärungen auch zu kontrollieren.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Habe mir gerade wirklich mal einen Blick in die Ausschreibung gegönnt.

    Die Sache mit der Einverständniserklärung ist so definitiv (wieder mal) falsch. Wir haben das hier im Forum auch schon bis zum Anschlag durchdiskutiert.

    Es muss richtig heißen: Die Einverständniserklärung muss für alle Minderjährigen vorliegen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Ok, dann nehme ich fast alles zurück.

    Aber Du hast doch offene Meisterschaft geschrieben. Ja, ich weiß ...


    wegi82

    Nö, ich besinne mich auf meine Vorfahren und stelle mir eine Scheibe in den Wald. Ist zwar auf Dauer ohne Competition auch nicht so ganz das Wahre, aber immer hin. Oder ich bitte gleich bei den Kiwis um Asyl nach. Hier geht eh irgendwann alles wieder den Bach runter.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Ach, offene Klasse jetzt auch schon.

    Ich habe es ja schon gesagt, macht, was ihr nicht lassen könnt.


    Ich sehe den Tag schon vor mir, da wird mir das Ganze nur noch müde am Popo vorbeigehen.


    Mit trotzdem bestem Schützengruß

    Frank - mit Plan B

    Beachtet man das konsequent, dann kann man jeden sonntäglichen Festumzug beim Schützenfest knicken und die Aufzüge beim heutigen Volkstrauertag wären damit auch hinfällig. Ok, wenn man einen Pastor dabei hat, dann gehts vielleicht. Ich ahne auch, wer bei diesem Gesetz mitgeholfen hat.

    Wir hatten hier mal eine Stadt, die wollte Steuern kassieren in Bezug auf das Emissionsschutzgesetz, da ja auch Schützenfeste und hier insbesondere die Festumzüge mit Emissionen, sprich Geräuschen, verbunden sind. Die wollten also auf gut deutsch eine Krachsteuer für Schützenfeste einführen. Hat aber ordentlich Mecker gegeben und war danach dann auch gut. Mecker hilft bei so etwas aber auch wohl nur, wenn man auch eine gewisse Größe hat.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank