Wie ist das denn hier in diesem Beitragsstrang (wie auch schon in anderen) gelaufen?
Michael Kuhn, immerhin Deutscher Meister mit der Sportpistole 2011, startet aufgrund des neuerlichen Angriffs in Form einer Steuer auf unsere(n) Sport(geräte) einen fast schon verzweifelten Versuch, durch einen Appell die Schützen und Verbände doch noch zu bewegen, hier Widerstand zu leisten. Zur Klarstellung, es geht hier nicht um GK, die alternativen Verbände oder die Waffenlobby. Es betrifft alle Schützen vorerst (nur) in Bremen und schon deshalb sollten wir uns hier solidarisieren. Von Bremen könnte ein Signal ausgehen, dass den Schießsport in unserem Land zerstören könnte. Wer meint, er müsse diese Befürchtung als Weltuntergangsstimmung abtun, der hat mit Verlaub ein ziemlich sonniges Gemüt.
Aber was ist dann passiert?
wegi82, den als Österreicher das Thema ja erst mal gar nicht betrifft, sah sich genötigt, ein kleines Fass gegen Michael und BBF persönlich aufzumachen. In einem Rundumschlag mit besonderer Konzentration auf seinen Spezi BBF, mit merkantilen Vorwürfen gegenüber Michael, mit Abschweifungen bist hin zu olympischen Medaillen, der bösen Waffenlobby, den bösen alternativen Verbänden und Lobgesang auf den DSB, tat er alles, um das Thema gehörig zu verwässern und um vom eigentlichen Thema abzulenken. Er gab sogar zu, dass ihm das so Spaß machen würde. Tolle Nummer.
Es geht ja auch nur um den Erhalt des Schießsports in Deutschland. Da kann man das ja machen, oder?
Dann fühlen sich die Moderatoren auf den Plan gerufen, eieren teilweise recht einseitig rum, statt die Sache so zu beschreiben, wie sie sich zugetragen hat. Es folgen Hinweise wieder auf das Sportforum und ein paar Allgemeinplätze. Dann kommt der Vorwurf an die vermeintlich bösen Waffenlobbyisten mit ihren vermeintlich ganz eigenen Interessen, dass sie hier jeden Beitrag mit ihren Themen entern. Tatsache ist aber, das sich bei den Themen, welche wegen der mittlerweile andauernden Angriffe auf den Schießsport aus Besorgnis um die Zukunft begonnen werden, sich sofort einige wenige Foristi genötigt sehen, ganz massiv in Opposition zu gegen und damit unseren Zusammenhalt und unsere doch eigentlich gemeinsamen Interessen zu schwächen. Warum eigentlich?
Ich muss mich nicht immer mit Michael Kuhn oder den Rundumschlägen von BBF identifizieren. Aber ich muss mich deshalb auch noch lange nicht immer davon distanzieren. Warum ist es denn in der bedrohlichen Situation, in der wir uns befinden, nicht möglich, mit mehren Strategien zu operieren? Auf der einen Seite die Verbände mit ihrer Geheimdiplomatie und auf der anderen Seite die auch mal etwas lauter und deutlicher werden Interessenverbände und auch engagierte Einzelpersonen. Warum können diese Positionen nicht jeweils so stehen bleiben? Zwei unterschiedliche Ansätze für eine gemeinsame Sache, welche sich sogar ergänzen könnten und so durchaus wirkungsvoller sein können, als jeweils nur alleine.
Aber was machen wir? Wir bekämpfen uns gegenseitig bis aufs Blut, schwächen damit ganz massiv unsere gemeinsamen Kräfte, statt uns auf den immer stärker werdenden Gegner zu konzentrieren.
Freunde, wir werden seit Jahren als Waffennarren, als gefährliche Psychopathen und potentielle Massenmörder verunglimpft. Es bleibt kein Versuch außen vor, den privaten Waffenbesitz und damit auch den Schießsport zu schwächen und damit auch langfristig zu zerstören. Aber was machen wir, wir ziehen uns hier dran hoch, wenn mal jemand von uns eine etwas deutlichere Sprache wählt. Teilweise wird das Mittel der Etikette nach meiner Vermutung hier sogar bewusst angewandt, um die ungeliebten Themen und Themenstarter zu diskreditieren. Nur werden Aussagen nicht dadruch wahr oder unwahr, in welcher Tonart sie vorgetragen werden.
Herr Björn Tschöpe macht gerade auf die gleiche Nummer. Er hält die Form der Auseinandersetzung nicht für akzeptabel. Aber wer ist denn da der Brandstifter. Der Beitrag in der BLÖD spricht in seiner Einseitigkeit und Aufmachung auch wieder ganze Bände.
Aber das hat uns hier ja alles nicht zu interessieren. Wir sind ja nur politisch korrekte Sportler. Und wenn wir alle auch weiterhin schön brav sind, dann lässt man uns vielleicht auch unsere LGs. Zur Not tun es dann ja auch noch die Lichtgewehre.
Ich habe zwar die ungute Befürchtung, dass auch mein Beitrag hier kein wirkliches Gehör finden wird. Es würde mich aber sehr freuen, wenn der eine oder andere Leser hier diesen Beitrag mal etwas nachdenklicher betrachten würde und wir uns über diese Thesen auch mal etwas konsensfähiger austauschen könnten. Genug Fragen zum Beantworten habe ich ja nun gestellt.
Geronimo, auch unseren Gegnern geht es nur um das "Wie"! Dabei sind ihnen alle Mittel recht.
Mit bestem Schützengruß
Frank