Hallo Freunde,
vorweg, ich halte die von Michael Kuhn hier gewählte Überschrift auch nicht für sinnvoll. Erstens, weil sie so pauschal nicht stimmt und zweitens, weil sie auch wieder angetan ist, weitere Gräben zwischen uns aufzutun.
Aber ich kann auch nicht richtig nachvollziehen, warum der DSB sich immer wieder genötigt sieht, sich von Aktionen und Äußerungen von Einzelpersonen aus dem Schützenumfeld und auch von Interessengemeinschaften distanzieren zu müssen und sogar meint, diese Aktionen oder Äußerungen würden der Sache schaden. Das ist ja auch so in etwa deine Sichtweise, Dingo.
Warum geht denn nicht beides, hier die gemäßigte Form des Dialogs mit denjenigen, mit denen noch ein Dialog möglich ist und auf der anderen Seite die auch mal etwas kämpferische Position an die Adresse derjenigen, mit denen eh kein Dialog möglich ist.
Die Sache mit dem schaden klappt doch nur, wenn man sich den Schuh auch anzieht. Wenn jemand als Privatperson oder als Sprecher einer Interessengemeinschaft oder einer anderweitigen Organisation sich im Ton vergreift, dann ist das doch nicht Sache des DSB. Man muss das dann nicht unbedingt gutheißen, aber distanzieren muss man sich auch nicht immer.
Das ist doch ein altbekanntes Spielchen. Man hängt sich an der Form auf, damit man sich mit der Sache nicht mehr auseinanderzusetzen braucht. Nur klappt dieses Spielchen nur, wenn man sich auch darauf einlässt.
Nochmal meine Frage: Warum lassen wir uns immer wieder auf solche Spielchen ein? Warum können wir die unterschiedlichen Vorgehensweisen nicht einfach nebeneinander stehen lassen und uns gemeinsam, aber mit durchaus unterschiedlichen Mitteln auf unsere Gegner konzentrieren? Michael Kuhn spricht nur für sich, prolegal und der DSB tun das jeweils auch. Ständige Distanzierungen und gegenseitige Vorwürfe sind also völlig unnötig und ein paar BBFs kann die Schützenwelt auch noch aushalten.
Er setzt auf Dialog statt Konfrontation, er hat damit schon einiges erreicht (im Vergleich zu z.B. prolegal) ...
Genau diese Sätze sind unnötig, zumal ja auch nicht wirklich belegbar und in Bezug auf prolegal auch wieder despektierlich.
Darüber brauchen wir wohl nicht von neuem zu diskutieren, denn was nun der richtige Weg ist, haben wir hier schon oftmals zu erörtern versucht.
Doch, sollten wir. Um dann zu erkennen, dass sich unterschiedliche Wege eben nicht gegenseitig ausschließen müssen. Davon profitiert nur die Gegenseite. Deshalb pochen sie ja da auch immer drauf und hoffen auf unsere Uneinigkeit.
Ich hoffe, dass du mit deinem Weg bzw. euren Weg Erfolg habt, hoffe aber auch, dass dieser Weg nicht allzu sehr dem Schützensport schadet. Desweiteren hoffe ich auch, dass der DSB "etwas ausrichten" kann.
Im Endeffekt geht es jedem ums gleiche Ziel: Den Erhalt des Schießsports, nur jeder geht eben seinen Weg.
Wegen dem ersten Satz siehe weiter oben. Ja, wir sollten alle unseren Weg gehen. Nur eben ohne ständige Distanzierung voneinander und ohne gegenseitige Schuldvorwürfe. Betrachten wir es als eine Art Arbeitsteilung. Das macht die Politik doch auch genauso. Vorwürfe und auch Dialogangebote sollten nur an die Adresse der Gegner gerichtet sein. Nur gemeinsam sind wir stark.
Habt ihr schon mal gegenseitige Distanzierungen von unseren Gegnern gehört? Die können sogar permanent lügen, ohne das eine Richtigstellung erfolgt.
michael Beutel
Stammtischniveau? So so, Du scheinst ja interessante Stammtische zu kennen.
Mit bestem Schützengruß
Frank