Beiträge von Murmelchen

    Du kannst dem wegi82 ja gerne danken, in der SpO des DSB findet sich diese Regel trotzdem nicht.

    Dort findet man (bisher) nur, dass die Waffe nur ungeladen und soweit möglich, mit offenem Verschluss abgelegt werden darf und, dass Stehend ein Schießkoffer, ein Tisch oder ein Stativ und auch eine Kniendrolle zur Ablage benutzt werden darf.

    Apropos, wenn ein Veranstalter "Sonderwünsche" in Sachen Sicherheit hat, dann muss er die auch per Aushang oder in der Ausschreibung bekannt geben. Einfach so als Aufsicht aus dem Bauch heraus ist also nicht.


    Mit bestem Schützengruß und frohe Weihnachten

    Frank

    und ich glaube jeder Wettkampfleiter unterstützt das ....


    Dein Glaube sei Dir unbenommen, aber Du irrst Dich trotzdem. Zum Thema rote Fähnchen findest Du hier im Forum etliche kontroverse Diskussionen. Ich möchte mich da nicht wiederholen.

    Ich glaube jedenfalls, manchmal etwas mehr Gelassenheit und Augenmaß statt Gängelei und, ja auch Wichtigtuerei, täte unserem Sport gerade in der heutigen Zeit besser gut. Probleme haben wir eh schon genug, da brauchen wir nicht auch noch selbst Wellen zu machen, wo es nicht nötig ist.


    @Stanzer

    Du und der franke beruft euch da auf Regeln, die es so nicht gibt. Ich sagte ja schon, wir haben oft das Problem, dass sich irgendwelche Parolen verselbstständigen und dann quasi zum "Gesetz" mutieren. Natürlich kann der Hausherr und Ausrichter einer Veranstaltung eigne weitergehende Regeln aufstellen. Nur macht es wirklich Sinn, wenn dann überall andere Spielregeln herrschen? Wozu dann noch eine Sportordnung? Übrigens, eine Aufsicht ist auch nicht Gott. Man muss und soll sich auch nicht mit der anlegen. Aber man kann gegen Anordnungen auch Widerspruch einlegen und wenn eine Aufsicht mal völlig übers Ziel hinausschießt, dann ist das in meinen Augen sogar zwingend notwendig. Und glaubt mir ruhig, diese Aufsicht wird dann beim nächsten Mal etwas umsichtiger agieren. Ich habe jedenfalls auf die Art schon Freunde gewonnen. :D

    Beachtet bitte die Ausgangsbasis. Es ging darum, dass der franke behauptete, dass laut Sportordnung ...

    Auch ich bin der Ansicht, dass es nicht wirklich sinnvoll ist, ein Gewehr einfach nur so auf eine möglicherweise auch noch wacklige und schmale Auflage zu legen, aber es gibt eben da auch bessere und sichere Lösungen.


    Mit bestem Schützengruß und frohe Weihnachten

    Frank - manchmal auch Aufsicht oder Schießleiter

    Hallo franke,

    wir schreiben hier eigentlich sogar bei fast jeden Beitrag, wo es um Anschlagsprobleme geht, dazu, dass das so immer mit einer gewissen Vorsicht zu betrachten ist, eben weil, wie Du schon richtig sagst, wir hier nicht vor Ort beobachten können. Allerdings habe ich doch schon oft gelesen, dass es hier Schützen und Trainer gibt, welche die Erfahrung und auch den speziellen Blick fürs Wesentliche haben und so doch recht oft mit ihren Analysen und Tipps ganz hilfreich sein können.

    Aber es gibt auch nicht den Anschlag. Bei dem Anschlag von Robin und dem von Dir auf dem Bild gezeigten Anschlag handelt es sich im Prinzip um zwei völlig unterschiedlich aufgebaute Anschläge und es gibt daher auch keinen einfachen direkten Weg, mal eben so vom einen zum anderen Anschlag zu wechseln. Das würde jeweils einen anderen Grundaufbau bedingen.

    Welcher Anschlag nun der bessere ist, darüber kann man sicher spekulieren. Es mag auch sein, dass der Einsatzpunkt von Robins Stützarm möglicherweise (noch) nicht ganz optimal ist. Johann Riederer holte mit einem ähnlichen Anschlag zwei olympische Bronzemedaillen. Ein Thomas Farnik steht dagegen wieder ganz anders da. Der Einsatzpunkt des Stützarms hängt wie der ganze Anschlag auch immer von den jeweiligen Proportionen des Schützen ab. Auch scheinbar ganz normal gebaute Menschen weisen doch recht große Unterschiede in den jeweiligen Proportionen auf. So wird die Position des Stützarms vom Verhältnis Oberkörper zu Hüfte, aber auch von der Länge des Armes und dem Verhältnis Unter- zu Oberarm bestimmt. All das ist nicht immer gleich und es gibt auch Schützen, die finden gar keinen Einsatzpunkt auf dem Hüftknochen. Das kommt gar nicht so selten vor.

    Also, die Sache ist durchaus komplex. Aufgrund der Unzulänglichkeiten bemühen wir uns hier normalerweise, immer etwas behutsam vorzugehen und raten dem Schützen meinst erst mal auch nur zu kleinen Veränderungen. Radikale Vorschläge, gerade aus der Ferne, führen oft dazu, dass dann erst mal gar nichts mehr geht.


    Apropos, Sonja Pfeilschifters Anschlag kann man eh nur sehr bedingt als allgemein gültigen Lehranschlag nehmen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Ich sage es mal etwas krass, wir haben regelmäßig ein Problem mit sich verselbstständigen Scheißhausproblemen und viel zu viele Gläubige.

    Erklärt mir doch bitte mal den Unterschied zwischen der Ablage auf der Brüstung oder der sicheren Klemmung auf dem Stativ, wie ich sie schon angesprochen habe. Warum hat es denn dann auf der WM keine Probleme deswegen gegeben? Aufsichten waren doch dort wohl genug.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Es ist sicher auch im Interesse eines jeden Schützen, dass sein Gewehr nicht von der Ablage knallt. Bei einem LG oder einer LP kommt ja auch noch hinzu, dass da immer auch ein kleines Bömbchen mit an Bord ist. Wenn so eine Kartusche aus größerer Höhe ungünstig irgendwo aufschlägt, kann die schon bersten, wenn es ganz dumm kommt und 200 Bar sind schon eine Ansage.

    Aber wenn das Gewehr z. Bsp. durch Klemmung so auf dem (stabilen) Stativ abgelegt wird, das es nicht so einfach von dort runterfallen kann, dann spricht auch nichts dagegen, das ungeladene Gewehr auch loszulassen. Sonst dürfte man ja auch kein ungeladenes Gewehr auf die Brüstung oder den Tisch ablegen.

    Irgendwelche Verbote in dieser Richtung kann man jedenfalls nicht an der SpO festmachen und den Gebrauch der ach so beliebten roten Fähnchen auch schon länger nicht mehr.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Jürgen,

    irgendwie kam mir die Machart des Schaftes auch etwas bekannt vor, aber erst jetzt, wo Du es ansprichst, fällt mir auch die gewisse Ähnlichkeit mit den älteren Tanner-Schäften auf. Das System weist in der Tat auch gewisse Ähnlichkeiten mit den älteren Walther-Systemen auf. Hämmerli und Walther waren ja auch in früheren Jahren schon irgendwie miteinander verbandelt.

    Ist sicher eine recht interessante Waffe, aber eben doch auch eher was für Sammler und Liebhaber.

    Wir haben hier im Forum ja auch ein paar Schweizer. Vielleicht können die ja auch noch mit ein paar weiteren Informationen aufwarten. Oder frag doch mal direkt bei Tanner nach. Da könntest Du vielleicht sogar mehr Glück haben als bei Hämmerli.


    Königstiger - Jau, wir müssen mal riesige Kader und Nationalmannschaften gehabt haben. :thumbup:


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo franke,

    mhh das du damit aber gegen die Sportordnung verstößt weist du wohl
    auch mit rotem Fähnchen zählt die Waffe auf dem Stativ Alls ungesicherte Waffe ...
    da nützen auf der Meisterschaft dann aber auch keine 400ringe


    könntest Du denn deine These auch anhand der Sportordnung (welche?) belegen? Rotes Fähnchen?


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Ich wusste bisher gar nicht, dass Hämmerli auch so etwas gebaut hat. Daher kann ich auch nicht sagen, wie die schießen und wie alt sie sind. Ich vermute aber, wenn das Gewehr so aussieht wie das bei egun angebotene, dass es sich so um ein Modell aus den späten 60ern, frühen 70ern handeln dürfte. Das Teil ist aber wohl eher, vielleicht mal von der Schweiz abgesehen, exotisch.

    Ob es einen gewissen Sammlerwert hat, weiß ich auch nicht. Hämmerli hat ja früher keine schlechten Sachen gebaut. Aber bekannt ist das Teil ja nicht. Vielleicht gab es nur eine sehr kleine Stückzahl davon.

    Zum sportlichen Schießen gibt es aber heutzutage sicher bessere Lösungen. Der Schaft sieht mir doch eher nach Brett aus und auch wenn der Lauf gut sein sollte, überragend ist wohl eher selten, so findet man doch auch bei z. Bsp. Anschütz gute Läufe, ist aber bei den Schäften und dem Zubehör doch deutlich flexibler.


    Wenn Du es sehr günstig bekommen kannst, spricht nicht viel gegen einen Kauf. Aber wie schon gesagt, ich würde darin nicht die Lösung für sportliche Ambitionen sehen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Das dürfte dann der achte Berliner seit 2003 sein, dem seine Erlaubnis widerrufen wird.

    Keine Frage, solche Menschen brauchen wir nicht, sie schaden uns auch massiv, aber ist in diesem Zusammenhang die Wortwahl "mal wieder" nicht doch ein bisschen zu suggestiv? Alltäglich ist so ein Verhalten ja nicht, sonst würden doch die Statistiken ganz anders aussehen.


    Mit bestem Schützenruß

    Frank

    frank17 bezieht sich auf Gebühren für die regelmäßige Überprüfung der Zuverlässigkeit und Eignung nach § 4 (3) WaffG.

    Katjas Hinweis bezieht sich auf Gebühren für verdachtsunabhängige Kontrollen nach § 36 WaffG.

    Für den ersten Fall ist eine Gebühr (auch bei positivem Ausgang) nach dem Urteil des BVerwG rechtmäßig, lässt sich natürlich aber auch ganz prima auf Gebühren für Kontrollen nach § 36 übertragen.


    Aber Urteil hin oder her, mehr als fragwürdig bleibt die ganze Sache doch. Man übertrage diese hinter dem Urteil stehende Logik doch nur mal auf den Straßenverkehr. Mal etwas flappsig ausgedrückt, würde das bedeuten, man kassiert künftig auch bei einer Geschwindigkeitskontrolle, wenn die Geschwindigkeit nicht überschritten wird oder bei einer allgemeinen Verkehrskontrolle, auch wenn keine Beanstandungen vorliegen. Da ja der Verkehrsteilnehmer einen Gegenstand mit erheblichem Gefährdungspotenzial nutzt, hat er auch die Kontrollen zu verantworten bzw. verursacht er diese.


    Wie heißt es noch so schön, wenn die Sache irre wird, werden die Irren zu Profis. Apropos, wo sind eigentlich unsere Hausjuristen?


    Dan

    Natürlich niemand, wer denn auch sonst. ;)

    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Ich befürchte fast, Du liegst mit deiner Beurteilung richtig.

    Aber noch gebe ich die Hoffnung nicht auf. Gerade diese Steuergeschichte ist dazu angetan, den einen oder anderen von uns doch noch zum Nachdenken zu bringen. Ob es aber noch viel nützt? Man wird es sehen.

    Apropos, in meinem näheren Umfeld (DSB, Tradition und manchmal auch Kyffhäuser) hält sich die Sache mit dem Dummschwatz eigentlich ganz gut in Grenzen. Die meisten, auch die nur Druckluftschützen sind mittlerweile schon ziemlich stinkig. Zugegeben, wenn mal einer durch so richtigen geistigen Dünnfiff auffällt, ist es meist ein strammer Funktionär ohne wirkliche Ahnung. Aber das ist wirklich eher die Ausnahme.

    Ich glaube schon, wenn der DSB und die traditionellen Verbände zur Attacke blasen würden, dann hätten sie auch die Schützen geschlossen hinter sich. Aber leider, leider tun sie das bisher noch nicht und ohne klare Ansagen wird das wohl leider nur ein langes Sterben.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank - ja, die Jäger sind auch ein lustiges Völkchen - jeder aber bitte nur einen Drilling

    Und nochwas. Die müssen keinerlei Interessenvertretungen zu Rate ziehen. Wenn die sich einig sind, können die das ohne uns durchziehen. Wenn die nach W. gewollt hätten, hätten die uns das Licht ausgedreht. Interessenvertretungen, die ein paar tausend Hansel vertreten, sind für die Politik so wichtig, wie wenn in China ein Sack Reis um fällt. Und nochdazu Interessenvertretungen, die sich untereinander eh nicht grün sind.


    Wir sind (noch) viele, aber leider sind wir auch die Guten und die Guten machen leider keinen Aufstand. Deshalb wird ja auch mit uns gemacht.


    Mit schon ziemlich betrübtem Schützengruß

    Frank


    Für die Leser: Damit hier kein Missverständnis aufkommt. Hier geht es nicht mehr nur um GK oder böse schwatte Teilchen. Hier geht es auch um jeden Zimmerstutzen, um jeden noch so alten KK-Einzellader, um jede Super Match und um jede popelige 4mm M20.

    Sicher, Michael, jeder hat die Möglichkeit, diese verdachtsunabhängigen Kontrollen zu verweigern.

    Aber er muss dann auch damit rechnen und die aktuelle Verwaltungsvorschrift bestärkt die Behörden auch darin, dass ihm im Wiederholungsfall die Erlaubnis(se) widerrufen werden. Dann bleibt nur der wahrscheinlich äußerst langwierige Weg vor Gericht mit nach wie vor ungewissem Ausgang und zumindest die unteren Ebenen muss man in dieser Sache wohl auch erst mal überleben, um wirklich Recht zu bekommen.

    Was glaubst Du, wie viele Schützen diesen Weg gehen wollen. Auch ich täte mich damit schwer. Ich habe nämlich bisher meinen Lebensweg (wie wohl die meisten Schützen unter uns) auch ohne Prozesse hingekriegt. Jetzt mal abgesehen davon, dass solche Aktionen auch Geld kosten ohne die wohl eher selten vorhandene Rechtschutzversicherung mit Option Waffenrecht und Verwaltung. Und Frau Lange wird wahrscheinlich die Kosten auch nicht übernehmen wollen.


    Ich weiß, vielleicht sollte ich noch an meiner bisherigen Einstellung arbeiten.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Ja, Freunde, die Luft wird langsam dünn.

    Nach meinem Kenntnisstand gibt es schon Kommunen, in denen fleißig kassiert wird, auch dann, wenn keine Beanstandungen vorliegen. Beanstandungen ist in dem Zusammenhang auch so ein Ding. Ich meine, in Freiburg ist wohl auch schon ein Prozess dagegen verloren gegangen.

    Aber mir fehlt zu dem Thema der Überblick und die Informationen dazu tröpfeln auch nur spärlich. Es scheint jedenfalls so, als ob diese Gebühr im Gegensatz zur Steuer recht still und leise durch die Hintertür eingeführt werden kann. Da ja solche Kontrollen, entsprechendes Personal vorausgesetzt, im Gegensatz zur jährlichen Steuer im Prinzip beliebig durchgeführt werden können, ist das ein sehr effektiver Weg für den endgültigen Exodus.

    Es ist schon erstaunlich, dass dieser Weg so still hingenommen wird. Aber eigentlich ist es ja auch kein Wunder, wenn selbst unsere Frau Lange diese auch verfassungsrechtlich höchst fragwürdigen Kontrollen gut findet.


    Ich bin ja keiner, der gleich die Flinte ins Korn wirft, aber wie ich die meisten meiner Schützenschwestern und Brüder so kenne und in Prinzip auch deshalb auch unter anderen Umständen so schätze, werden diese über kurz oder lang schweigend kapitulieren und gehen. Und mit dem dann noch verbleibenden tapferen Rest kann man dann um so leichter Schlitten fahren.

    Ich werde zwar noch ein Apfelbäumchen pflanzen, aber es wird trotzdem böse enden.


    Mit dennoch bestem Schützengruß

    Frank - hoffentlich kommt jetzt nicht noch einer und versucht zu relativieren