Beiträge von Murmelchen

    Es ist natürlich bedenklich wenn - wie Ihr hier geschildert habt - die Datei neben den Anschriften auch mit Angaben und Fotos der getroffenen Sicherungsmaßnahmen (Tresore etc.) gefüttert ist. (Deutsche Übergründlichkeit) Dann stellt sich schon die Frage wer hierauf Zugriff haben darf.


    Katja hat ja schon angedeutet, wie man es sinnvoll und und dann womöglich auch nutzbringend unter Berücksichtigung des Datenschutzes hätte aufziehen können. Aber, Du sagst es!

    Ferner ist hier die Frage der Vernetzbarkeit. Bspw. wird der Verkehrsstreifenpolizist der mein Fahrzeug "allgemein" kontrolliert direkt Angaben zu meinem Waffenbesitz haben ?


    Das ist genau ein Ziel dieser Datenbank und es ist natürlich auch mit das hohlste. Es gibt dann ja nur Informationen (mit kleinen Ausnahmen - Stichwort Waffenverbote) über die Bürger, welche am wenigsten gefährlich sind. Was soll dabei eigentlich rumkommen? Die Beamten sollen bei den legalen Waffenbesitzern besonders vorsichtig sein, aber vom Rest der Bevölkerung kann ja keine große Gefahr ausgehen, weil die ja gar keine Waffen besitzen dürfen? Ja, sie dürfen nicht, können könnten sie es aber doch und nicht wenige tun es auch. Mann, mann mann, ich glaube, wir brauchen dringend mehr Hirn.

    Ne, die Sache ist nur dazu geeignet, die legalen Waffenbesitzer, also insbesondere auch die Schützen, weiter zu diskriminieren, zu gängeln und weiter an den Rand der Gesellschaft zu drängen.

    Dann kriegen wir hier amerikanische Verhältnisse wobei die doch für ihr liberales Waffenrecht bekannt sind. Ich glaube ich schweife etwas ab.


    Über diese sogenannten 'amerikanischen Verhältnisse' ließe sich auch noch trefflich schreiben. Ist aber wieder ein anderes Thema.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Howard1274,

    es ist ein schlechtes Beispiel, weil ein riesiger Unterschied zwischen Einzelfunden im Netz oder einzelnen Daten bei Firmen und einer kompletten Datenbank mit allen Waffen nebst detaillierten Angaben über Tresore usw. und den dazu gehörigen kompletten Anschriften besteht. Auch ist deine Sichtweise scheinbar zu stark auf Sportschützen reduziert. Es gibt auch Jäger und Erben, in deren Besitz sich auch Waffen von teils beträchtlichem Wert befinden und Sammler mit teils ebenso wertvollen Waffen in teils großen Stückzahlen. Aber auch Sportschützen besitzen teilweise sehr teure Einzelstücke und auch solche Waffen können zu Geld gemacht werden.

    Zudem ist das Problem der möglichen missbräuchlichen Nutzung der Daten zwecks (organisierten) Diebstahls auch nur ein Teilproblem dieser Datenbank. Wir haben schon deutlich auch auf die anderen möglichen Probleme und, ja auch, Gefahren hingewiesen.

    Nochmal, es ist ein riesiger Unterschied, ob die Daten dezentral mit nur sehr begrenztem Zugriff durch einen überschaubaren Personenkreis lagern, oder ob ein völlig unüberschaubarer Personenkreis aus ganz Deutschland oder sogar Europa darauf zukünftig Zugriff haben wird. Diese Daten werden vagabundieren, das ist so klar wie das Amen in der Kirche. Welche Auswirkungen das haben wird, weiß ist nicht, kann es mir aber gut vorstellen.

    Man beachte dabei immer, es handelt sich hier nur um das Besitztum unbescholtener Bürger. Waffen, welche eben überhaupt nicht deliktrelevant sind. Die Waffen, von welchen die wirklichen Gefahren ausgehen, die illegal besessenen Waffen, tauchen in dieser Datenbank erst gar nicht auf.


    Es ist schon erstaunlich, dass so ein Angriff auf die Bürgerrechte, ja, so muss man dieses Register nennen, so einfach durchgewunken werden kann und dann auch noch Zustimmung sogar von Betroffenen erfährt. Ich behaupte jetzt mal, vor 40 Jahren wäre so etwas in diesem Lande noch nicht möglich gewesen, jetzt mal unabhängig von den technischen Möglichkeiten. Die Betroffenen, aber auch die Bürger wären auf die Barrikaden gegangen. Aber heute herrscht nur noch Gleichgültigkeit, Bequemlichkeit und auch Opportunismus, der darin gipfelt, dass selbst Betroffene diese Sachen noch beklatschen, um ja nur auch als 'guter Bürger' dazustehen.


    Hier mal ein Kommentar im Deutschlandfunk von einer Frau Hilde Weeg:

    Kommentar DLF: Verschärfungen sind dringend notwendig

    Sie kriegt es sogar hin, zwischenzeitlich sogar mal das Problem mit etwas mehr Tiefgang zu hinterfragen. Dabei kommt sie bei der Bewertung der Verhinderung zukünftiger Attentate sogar zu halbwegs richtigen Schlüssen.

    Aber dann das Fazit: Verschärfen, Verschärfen, Verschärfen! Dabei endblödet sie sich sich auch noch, zu behaupten, so ein nationales Register könne tatsächlich Straftaten erschweren oder aufklären helfen und dieses Register hätte bei der Aufklärung der Taten dieser braunen Terrorzelle helfen können. Jau, die hatten ja auch ihre Waffen auf WBK und waren ordentliche Mitglieder in einen Schützenverein. X(

    Warum schreibt jemand so? Weil er/sie dumm ist? Oder aus purer Oppunität, weil das der Arbeitgeber bzw. Auftraggeber so möchte und weil man ja auch zu den Gutmenschen gehören möchte?


    Mit noch nicht völlig gleichgültigem Schützengruß

    Frank - wird jetzt vermutlich von Karl wieder auf den 'Waffenbesitzer' reduziert werden

    Hallo wayne,

    hattest Du nicht mal geschrieben, Du würdest den Oberarm des Stützarmes ziemlich mittig und etwas zu Dir hingezogen positionieren, den Arm dabei etwas verdrehen (überdrehen) und dem Riemen dann voll anknallen. Ich hab mir dabei zwar gedacht, besonders bequem ist das ja so nicht, aber wenn er es aushält, er ist ja noch jung, kann er so auch was treffen. Nur mit zu hoch würde ich so eine Beschreibung nicht in Verbindung bringen.

    Am bestem ist es, du stellt hier mal ein paar Bilder von Dir im Anschlag ein. Gerade auch bei deinem Level ist das sonst wirklich nur Stochern im Nebel. Und 588 oder 568 ist ja jetzt auch nicht wirklich so, dass man da noch von richtig groben Fehlern sprechen könnte.

    Was mir so spontan noch einfallen würde: Wie steht denn deine Kappe? Steht die Grundplatte senkrecht zur Laufachse oder schräg mit dem oberen Teil nach vorne geneigt? ---- | \ Ansonsten, klar, durch die Positionierung des Handstopps weiter vorne kommst Du tiefer und erhöhst dabei auch noch den Druck in deiner Schulter. Dabei darfst Du den Hinterschaft aber nicht so lang machen, dass es Dir dabei die Schulter wegdrückt.


    Aber wie schon gesagt, send besser ein paar pics.


    Habe gerade mal geschaut. Du schießt zur Zeit einen 1813 Schaft? Mit der serienmäßigen Kappe? Da kannst Du diese ja nur länger oder kürzer stellen, aber nicht schräg. Ich hatte bei dem Schaft früher immer das Gefühl, der Winkel zur Laufachse fluchtet da nicht, das heißt, die Kappe steht nicht senkrecht (weniger als 90 Grad) und beim Rausfahren der Kappe geht dann die Mündung eher (noch) tiefer. Aber das widerspräche ja dann noch mehr deinem jetzigen Anschlag. Bin jetzt leicht verwirrt.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Man kann ja sagen was man will, aber einen gewissen Unterhaltungswert kann man dem Karl ja nicht absprechen.

    Gibt es da ein Lex Ballermann?


    Wären da nur nicht immer seine scheinbar schon zwanghaften Reflexe.

    Unbedarfte könnten hier sicher schnell, aber natürlich völlig unangemessen, zu dem Schluss kommen, es handle sich bei Karl um ein ehrenwertes Mitglied der Königlich-Bayerischen Gebirgsmarine, Abteilung Unterseeboote.


    Zum eigentlichen Thema könnte ich natürlich auch noch was schreiben, habe aber jetzt keine Lust mehr dazu. Die Mädels waren heute wieder so fordernd und ich bin ja schließlich auch nicht mehr der Jüngste. :D Siehe nebenan. ^^


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Warum ich immer anders liege? Ich glaube ich bewege mich zu sehr im Oberkörper wenn ich beid er Seilzuganlage die Scheibe wechseln muß.


    Du solltest wechseln lassen. Ich weiß, ich weiß ... . Oder es aber gezielt als Trainingselement nutzen, dann aber auch komplett aufstehen.

    Ich danke dir erstmal für deine sehr ausführlichen Antworten, die mir bisher immer gut weitergeholfen haben :thumbup:


    Freut mich, wobei ich aber auch nur mit Wasser koche und manche Sichtweisen sicher auch nicht ganz allgemeingültig sind. Es gibt auch ganz andere Ansätze, welche auch sehr gut zum Ziel führen, aber überhaupt nicht zu meinem Konzept passen. Hinzu kommt dann ja auch noch das Problem mit dem alleinigen Fernaustausch. Na ja, besser als gar nichts ist es schon. Hoffe ich jetzt zumindest mal.


    olivander

    mögen Dir die Flügel wachsen. ;) Ok, darauf können wir vermutlich nicht bauen.

    Zu deinen Anmerkungen: Ich würde die Sache mit dem Berühren jetzt nicht als wirklichen Beschiss ansehen, weil man dadurch ja keinen wirklichen Vorteil erlangt, jedenfalls keinen, den ich sehen würde. Es gibt manchmal auch gerade Einsteiger, die legen das Gewehr auf den Riemen, oder sagen wir besser, es sackt ihnen dahin durch. Aber die haben dann auch fast immer noch so viele Probleme und auch Kräfte in ihren Anschlag, dass sie so auch nur so gerade etwas mehr treffen als ganz ohne Riemen.

    Andererseits hast Du ja Recht, Rules are Rules ... .


    Was meinst Du mit dem 'Dorn', den eigentlichen Haken? Das ist eine weitere ganz große Baustelle. Ich habe dazu hier im Forum schon an einigen Stellen etwas dazu geschrieben, kann das aber auch noch bei Bedarf etwas detaillierter tun.

    Was meinst Du mit 'nach außen stellen'? Kann der Haken bei der Atomic aus der Senkrechten der eigentlichen Kappe versetzt werden? Ja, ich glaube, bei der neuen Kappe von MEC geht das. Bei den meisten Kappen kann der Haken ja bisher nur gedreht werden. Dieses nach Außensetzen kann eine sinnvolle Maßnahme sein, da so die Kappe näher zum Hals gesetzt werden kann. Allerdings muss der hintere Teil des Hakens dann normalerweise auch wieder zum Rumpf des Schützen weisen, da er sonst am Arm anstößt oder anliegt. Dieser Haken wird von den meisten Schützen heutzutage eh nur als so eine Art Referenz oder 'Richtschnur' für das wiederholgenaue Einsetzen benutzt. Es gibt auch Schützen, die verzichten Liegend darauf komplett. Es ist jedenfalls so, dass wenn der Haken bzw. die gesammte Kappe ungünstig bzw. nicht für den Schützen passend eingestellt ist, dann zwingt er diesen unweigerlich in einen unnatürlichen oder nicht passenden Anschlag. Manchmal ist es daher besser, erst mal ganz auf den Haken zu verzichten und die Kappe (erst mal als Ausgangsbasis) auch möglichst flach einzustellen. So kann man dann (erst mal) einen für die ganz wichtige natürliche Kopflage auf dem Schaft passenden Einsetzpunkt in (an) der Schulter finden, wobei der Begriff Schulter hier nicht ganz wörtlich zu nehmen ist.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Doreen,

    vorab, dein Anschlag sieht zumindest anhand der Bilder (für mich) gar nicht so schlecht aus. Daher würde ich an deiner Stelle daran auch erst mal nicht mehr zu viel verändern und auch nur dann zielgerichtet, wenn Dir auch klar ist, was Du genau mit dieser Veränderung erreichen willst. Veränderungen an der einen Stelle haben fast immer auch Auswirkungen auf andere Bereiche und der Gefahr, dass man sich dann irgendwann komplett verzettelt oder verschlimmbessert, sollte man sich immer bewusst sein, gerade wenn man hauptsächlich alleine trainiert und sich mit niemandem richtig austauschen kann.

    ich habe meinen Anschlag in Bezug auf die Riemenbefestigung etwas verändert. Und zwar habe ich den Riemen jetzt weiter oben am Arm.

    Kann man so machen und für die meisten Einsteiger ist das wohl auch so sinnvoll, da die sonst gar nicht die nötige Höhe halten und dann mit Kraft arbeiten. Du kommst damit aber natürlich auch eher in Konfrontation mit dem Griff beziehungsweise der Hand. Eine tiefere Befestigung bietet aber auch Vorteile in Bezug auf die wirkenden Kräfte und Angriffspunkte. Mann bekommt so einen besseren Winkel zwischen Unter- und Oberarm und kann den Oberarm besser strecken. Wird der Riemen hoch am Oberarm befestigt, greifen die Kräfte dort auch an. Das führt dann meist zu einem recht steil stehenden Oberarm, einem spitzen Aufsetzpunkt und einem eher zu flachen Winkel des Unterarms. Oder der Winkel zwischen Ober- und Unterarm wird dann durch einen zu strammen Riemen unnatürlich 'verspitzt'. (Spitzer Winkel).

    Ich habe auch nicht immer das Problem, dass der Riemen am Griff anliegt. Das kommt drauf an, in welchem Winkel ich zur Scheibe liege.

    Warum variierst Du den Winkel?

    Ich werde aber versuchen, das Problem zu lösen, indem ich den Handstopp etwas weiter vor nehme.

    Siehe vorherigen Beitrag bezüglich der Auswirkungen.

    Seh ich doch richtig, dass ich den Riemen dann auch etwas verlängern muß?

    Jau, wobei da ja wahrscheinlich gar keine allzu großen Veränderungen nötig sein werden. 1 - 2cm können das Problem schon lösen und da wird dann auch eine Verstellung um ein oder zwei Löcher am Riemen reichen.

    Ganz so schlecht finde ich meinen Anschlag nicht, sind doch beim lezten Training 570 Ringe bei rum gekommen.

    Ich auch nicht, wobei das nur anhand er Bilder ja bekanntlich so eine Sache ist. Es ist aber auch so, dass wir uns hier ja in erster Linie nur mit dem äußeren Anschlag beschäftigen. Der dient dazu, ausgehend von der individuellen Anatomie und bestimmter Erkenntnisse unter Berücksichtigung physikalischer Gesetzmäßigkeiten eine effektive und auch noch halbwegs komfortable Position für gute Ergebnisse zu schaffen. Wichtig ist dabei eine gute Wiederholgenauigkeit. Entscheidend ist aber gerade auch beim Liegend-Schießen der innere Anschlag, also der Spannungszustände im Körper und Kontrolle der wirkenden Kräfte und Drücke bis hin zum Atemvolumen. Gerade Liegend kommt es oft vor, dass man schnell in der Lage ist, 99er und auch 100er zu schießen, aber ohne Konstanz und oft auch nur in Verbindung mit dann folgenden 92ern. Man legt sich hin, trifft super, aber kleinste Veränderungen, deren man sich oft gar nicht bewusst ist bzw. die man gar nicht merkt, führen zum Stochern in der Neun. Die Gründe dafür können vielfältig sein, Variationen bei den Kräften, aber auch falsches Zielen, oder unsauberes Abziehen. Manche guten Schützen machen vieles auch intuitiv richtig, aber andere müssen sich das auch erst recht mühsam beibringen und manche kriegen das (leider) auch nie wirklich gut hin. Da fehlt dann einfach die dafür nötige Wahrnehmung.

    In anbetracht, dass laut SpoO der Riemen nicht anliegen darf, werde ich aber das Problem nach den KM angehen. Da schaut bei uns keiner so genau hin.

    Wird auch meistens eher selten beachtet und oft schaut man auch erst genauer hin, wenn der Schütze wirklich tief oder flach liegt. Auf jeden Fall sollte man es aber im Hinterkopf behalten. Ich hatte in früheren Jahren immer etwas Trouble mit einem Schießleiter auf der LM, weil eine Schützin von mir immer sehr flach lag und daher auch immer recht nahe mit ihrem Stützarm an dieser 30 Grad-Regel war, und der Typ sie dann meistens die ganze Zeit aus nächster Nähe beobachtete und sich auch regelmäßig genötigt sah, nachzumessen. Mit Pappschablone!


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Mädels,

    die Problematik entsteht durch einen recht weit hinten stehenden Handstopp und wird noch zusätzlich verstärkt durch einen neutral angebrachten Schießriemen. Von den Bildern her kenne ich ja Doreens Anschlag so in etwa. Der Handstopp ist dort schon etwas weit hinten, was ja auch abhängig ist von der Länge der Ärmchen und von der Anschlagshöhe. Doreen hätte da wohl noch etwas Spielraum und auch der Riemen verläuft ja bisher in einer neutralen Position, was aber kein Nachteil ist, im Gegenteil. In diesem Beitragsstrang habe ich ja auch schon etwas dazu geschrieben.

    Bei Dir, olivander, dürfte das Problem hauptsächlich vom deutlich flacheren Vorderschaft des KK300 Anatomic herrühren. Um auf die gleiche Höhe wie mit dem 1807 zu kommen, dürftest Du den Handstopp wohl weiter hinten positioniert haben. Du könntest den Handstopp etwas weiter nach vorn schieben, das würde sich auch positiv auf den Druck in deiner Schulter auswirken. Du kämst dadurch aber auch mit deinem Anschlag etwas tiefer, was wieder zu anderen Problemen wie zum Bsp. zu einer ungünstigeren Kopfhaltung führen kann. Auch wenn ja diesen sehr flachen Vorderschäften allgemein Vorteile nachgesagt werden, so halte ich das trotzdem nicht immer für die beste Lösung. Ein Matthew Emmons nutzt daher auch Liegend so eine Art Vorderschaftverstärkung. Etwas mehr Platz schafft man auch, wenn man den Riemen so am Arm befestigt, das der Zug von außen kommt. Das ist auch eine Maßnahme, sollte man mit Pulsübertragung zu kämpfen haben, bedingt aber auch wieder in Bezug auf die dann wirkenden Kräfte kleine Nachteile.

    Es gibt auch Schießriemen wie z. Bsp. den Logic Belt von AKAH, bei dem man die Schnalle nahezu beliebig versetzen kann. Eine wirkliche Lösung ist das aber auch nicht, denn ich will euch auch nicht vorenthalten, dass das Berühren des Riemens durch die Abzugshand oder den Schaft oder Griff nach unserer SpO nicht zulässig ist. Es kann daher bei so einem Anschlag gut sein, dass, selbst wenn ihr den Riemen gar nicht berührt, ihr die Aufmerksamkeit von einigen Aufsichten oder Kampfrichtern auf euch lenkt.

    Also, Handstopp weiter nach vorne löst oder entschärft das Problem, verbessert gemeinhin auch den Druck in der Schulter, kann aber zu einem Verlust der Höhe führen. Man muss dann auch hinten weiter runter, was dazu führt, dass man auch den Kopf weit in den Nacken strecken muss mit all den daraus resultierenden Nachteilen. Wichtig ist, dass man den Oberarm des Stützarms möglichst weit vorschiebt, so dass dieser möglichst gestreckt liegt. Dadurch gewinnt man mit dem Unterarm auch etwas Höhe. Man kann auch noch etwas experimentieren, indem man den Schießriemen etwas tiefer am Oberarm befestigt. Aber auch die Lösung von Emmons könnte durchaus hilfreich sein. Nur werden solche Teile bisher nur selten als Zubehör angeboten.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Vorab, ich habe von diesen Bestrebungen bisher auch noch nichts gehört, was aber auch nichts heißt.

    Aber, die jetzige Situation ist ja wirklich nicht ganz fair, da ein Hersteller den Schaft ja (bei LG im Rahmen der Vorgaben) beliebig lang machen kann, bei KK sogar über die sichtbare Mündung hinaus, aber jemand mit einem schon vorhanden Gewehr nicht auf ein bestimmtes (oder sogar unbestimmtes) Maß nachrüsten darf.

    Mit Systemende ist halt (etwas flappsig gesagt) das Systemende gemeint, also das Ende des Teils, was man aus dem Schaft nehmen kann. Rückverlagerungen, Diopter und dessen Blenden zählen nicht dazu. Ist so auch in der SpO für LG und GK-Standard definiert. Man könnte aber als Bezugspunkt auch den Abzug bzw. dessen Züngel nehmen.

    Es gab ja in den Anfangsjahren schon mal diese Regeln mit Markierungen und Bezugspunkten. Wenn ich mich jetzt recht erinnere, sogar bezogen auf zwei Richtungen, also einmal vom Abzug nach vorne und auch mal vom Anfang des Vorderschaftes nach hinten. Also, um mich klar auszudrücken, es gab mal die eine Regel, aber auch mal die andere.


    Aber wo wir schon dabei sind. Es gibt ja auch noch weitere Unsauberkeiten bzw. sogar echte Vor- und Nachteile durch bestehende Regeln bzw. dessen Auslegungen. Da wäre z. Bsp. die ungleiche Gewichtsobergrenze bei KK in Bezug auf Männchen und Weibchen. Während das bei den 'normalen' Disziplinen zwar auch schon unschön ist, aber dort keine so gravierende Rolle spielt, weil auch kaum ein Männchen dort das Maximalgewicht nutzt, so ist das bei Auflage doch ein echter Nachteil für die Mädels. Insbesondere da, wo auch gemischte Klassen ausgeschrieben werden, aber auch wegen der direkten Vergleichbarkeit der Ergebnisse.


    Apropos, wenn es nach mir gehen würde, dann wäre auch ein anderer Anschlag zulässig, eventuell sogar nur noch einzig zulässig, und zwar in der Form, dass die freie Hand auch bzw. nur den Hinterschaft berühren darf. Aber das ist wieder ein anderes Thema.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank - schießt (bisher) nicht Auflage

    Hallo Freunde,

    habe auch gleich beim lesen dieses Beitrags an dein Problem gedacht, Kalle, und dann auch noch mal ein bisschen darüber nachgedacht.

    Diese verstellbaren Ringkorne wie auch die Irisblenden bestehen ja aus diesen einzelnen Lamellen, welche sich durch die äußere Drehung entweder mehr in oder weiter aus der Mitte drehen. Wenn dieser Übertragungsmechanismus für die Drehung, ich vermute eine Art Schneckenführung, sich nicht genau zentrisch dreht, oder die Bahnführung nicht (an allen Stellen) genau auf das Zentrum ausgerichtet ist, dann kann ich mir schon einen Versatz vorstellen. Auch kann es sein, dass, wenn diese Bahnführung nicht (mehr) konzentrisch ausgerichtet ist oder der Drehmechanismus partieller Lamellen oder die Lamellen selbst beschädigt sind (oder eben schon unsauber gefertigt oder montiert wurden), das Loch nicht mehr ganz rund sondern eben (stellenweise) oval erscheint. Durch diese Lamellen ist ja der Rand eh kein richtiger Kreis, sondern so eine Art Vieleck aus einzelnen Bogenstücken.

    Uff! Egal wie, wichtiger erscheint mir, es zu verifizieren.

    Vielleicht könnt ihr ja diese Fehler sogar selbst sehen. Legt oder setzt euch dazu mal am besten ganz entspannt und bequem hinter das Gewehr und schiebt dabei den Diopter soweit nach vorne (oder den Kopf nach hinten), bis der Korntunnel oder im Falle Claus-Dieters das Korn die Bohrung der Irisblende fast ganz ausfüllt. Dann lasst am besten von einem Helfer das Korn bzw. die Blende drehen. Dabei darf sich natürlich sonst nichts bewegen. Ich könnte mir vorstellen, dass ihr dabei einen Versatz oder ein Oval, welches angetan ist, die Trefferlage deutlich zu verschieben, eigentlich sehen müsstet. Vermute ich jetzt jedenfalls mal.

    Im Zweifel lasst an besten auch mal einen Junioren mit guter Sehkraft aus euren Verein durch das Diopter schauen. Wir sind ja leider alle auch keine 20 mehr und der Nachwuchs hat uns in dieser Hinsicht doch oft etwas voraus.

    Bei dann immer noch bestehenden Zweifeln müsste man der Sache mit echter Messtechnik auf den Grund gehen, aber wer hat schon solche Möglichkeiten. Vielleicht bestehen ja noch Kontakte zu einer Uni oder so.


    Eine einfache Möglichkeit der Fehlereingrenzung wäre natürlich auch erst mal der Austausch durch vergleichbare Produkte. Vielleicht können euch ja eure Vereinskameraden dabei aushelfen. Oder einfach ein entsprechendes Neuteil zur Ansicht bestellen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Wenn das alles so realitätsfern sein sollte, was ich geschrieben habe, dann dürfte es Dir doch ein leichtes sein, diese (nicht nur) meine Befürchtungen zu widerlegen, oder?


    Gerade dein zweiter Satz ist jedenfalls im Hinblick auf die Missbrauchsmöglichkeit großer behördlicher Datensammlungen reichlich naiv, mit Verlaub!


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Keine Frage, Tom,

    nur sollte man dabei auch immer abwägen, wie groß das tatsächliche Risiko ist und ob bestimmte Maßnahmen auch wirklich angetan sind, dieses Risiko auch wirklich weiter zu minimieren.

    Ist es daher wirklich verhältnismäßig, in einem Bereich, wo das tatsächliche Risiko abgesehen von genau einer spektakulären Einzeltat bisher nie wirklich relevant war, sogar Maßnahmen, welche zumindest teilweise sogar elementare Grundrechte außer Kraft setzen, zu fordern und durchzusetzen. Mir scheint, mit dem immens wichtigen Begriff Verhältnismäßigkeit kann heutzutage kaum noch jemand wirklich etwas anfangen. Dabei ist gerade die Verhältnismäßigkeit immer ein zentrales Element rechtsstaatlicher Ordnung.

    Es ist schon sehr interessant, dass in Norwegen bei der Aufarbeitung dieser monströsen Tat dort das Waffenrecht und andere Bürgerfreiheiten nicht im Fokus stehen bzw. überhaupt kein Thema sind. Diese Fokussierung gibt es scheinbar nur hier bei uns und nur hier wird sogar die Tat in Norwegen als Argument für weitere Verschärfungen und Verbote bei uns benutzt. Schon etwas seltsam, oder?


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Ich hatte auch schon den Verdacht beim lesen des Berichts, dass da so etwas nicht stimmen kann und der Ralf das womöglich auch ganz anders gesagt und gemeint haben könnte. Aber gerade Dirk Eisenberg sollte es doch inzwischen wirklich besser wissen. :wacko:


    Wir sollten daraus endlich lernen.

    Keine Interviews und erst recht keine Filmaufnahmen mehr.

    Berichte nur noch in druckfertiger Form nebst eigener Bilder einreichen. Aber selbst dann ist man nicht davor gefeit, dass der Bericht redigiert wird, und sei es auch nur als Praktikantenbeschäftigung, und dann wesentliche Sachen unter den Tisch fallen oder falsch wiedergegeben werden. Oder es wird schlicht der wichtigste Sieger überhaupt nicht erwähnt und der ist dann zurecht sauer. Ist mir so auch schon passiert. (Nein, ich war nicht der wichtigste Sieger, ich war der vermeintliche Verfasser und deshalb natürlich auch schuld).


    Es ist eine Crux. Einerseits brauchen wir ja die Presse, insbesondere auf lokaler Ebene. Es ist nur die Frage, ob der Schaden, welcher regelmäßig durch sie angerichtet wird, den Nutzen nicht deutlich übertrifft.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Howard1274,

    gegen dieses nationale Waffenregister sprechen sehr wohl triftige Gründe.

    Nach Einführung kann (fast) jede Behörde auf einfachste Art nachfragen, ob jemand Waffenbesitzer ist, oder wird teilweise auch sogar ohne explizite Nachfrage völlig automatisch darauf hingewiesen. Es ist nicht auszuschließen, sondern sogar wohl eher ziemlich wahrscheinlich, dass bei der jetzigen medial aufgehetzten Stimmungslage dieses Wissen über den jeweiligen Bürger auch zu Nachteilen und Ungleichbehandlung führen kann. Wie sieht es zukünftig mit ganz normalen Verkehrskontrollen aus? Ist es so abwegig, das der betreffende Bürger in Zukunft dann erst mal in den Lauf einer Schusswaffe schaut? Ist wirklich auszuschließen, dass nicht in Zukunft auch Polizisten ganz gezielt Jagd auf legale Waffenbesitzer machen werden, da ja diese doch immer unter Verdacht stehen, gegen das Waffengesetz zu verstoßen. Zu abwegig? Ich meine nein. Siehe dazu auch hier. Jeder Bürger kann heutzutage immer sehr leicht auch in das Visier polizeilicher Maßnahmen rücken, selbst dann, wenn er eine völlig weiße Weste hat. Aber was dann, rückt dann womöglich statt des Bezirksbeamten wegen der Waffen erst mal das SEK aus? Ist das so völlig abwegig? Wohl weniger abwegig, als die meisten hier vermuten.

    Wir wissen auch, dass es keine absolute Datensicherheit gibt. Diese Daten sind aber in vielerlei Hinsicht äußerst brisant. Sie enthalten auch sehr detaillierte Angaben über besonderes Eigentum unbescholtener Bürger. Dahinter verbergen sich auch teilweise Vermögenswerte von beträchtlichem Wert. Vermögenswerte, welche auch Begehrlichkeiten in bestimmten Kreisen wecken könnten. Die Gefahr des Missbrauchs liegt hier klar auf der Hand.

    Des weiteren, alle Daten sind schon jetzt erfasst, nur eben dezentral und damit auch deutlich sicherer geschützt gegen Missbrauch. Bei Bedarf und in besonderen Situationen können diese Daten auch schon jetzt abgefragt werden, nur eben manchmal nicht so ganz einfach und schnell und eben auch nur von einem deutlich eingeschränkteren Kreis Berechtigter. Auch können diese Daten eben bisher nicht so einfach z. Bsp. auf einem kleinen Datenträger zusammengefasst vagabundieren und damit in gänzlich falsche Hände gelangen.

    Noch etwas, der unbescholtene Bürger wird damit zukünftig in einer Datei zusammen mit allen Sorten von Kriminellen geführt werden, welchen mit einem Waffenverbot belegt sind oder welche Verstöße gegen das Waffenrecht begangen haben. Ist das angemessen?

    Es wird auch noch weitere Probleme geben. Dieser Datensatz ist keineswegs sauber. Es gibt Zahlendreher, Vertauschungen und unscharfe Einträge. Was, wenn eine bestimmte Waffe zur Fahndung ausgeschrieben wird und Bürger nur deshalb ins Visier der Fahndung geraten, weil es doppelt vorkommende Einträge gibt? Vor Ort lassen sich solche Sachen oft recht einfach aus der Welt schaffen, nicht aber bei so einem Moloch von Datei. Jetzt bitte nicht auf Flensburg verweisen. Wir reden hier nicht von Autos, sondern von Waffen und damit immer auch von Panikmache und Histerie.

    Ach ja, die ganzen zum Teil wirklich gefährlichen illegalen Schusswaffen werden auch zukünftig nicht erfasst werden. Ist zwar jetzt eine Binsenweisheit, aber man muss das wohl heutzutage immer erst noch extra betonen. Kann man denn da wirklich von einem Beitrag zur Erhöhung der Sicherheit sprechen, wo doch die erfassten Waffen gar nicht deliktrelevant sind?

    Stellt sich nur noch die Frage, warum also wirklich dieses nationale Register?


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Howard1274,

    Da fällt einem nichts mehr zu ein. X(


    doch, schon noch. Siehe hier:

    Petition gegen das neue nationale Waffenregister

    Aber leider ist die Reaktion darauf bisher leider noch sehr verhalten. Resignation, Gleichgültigkeit, oder sogar heimliches Verständnis? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dieses Register wird und kann überhaupt keinen neuen Sicherheitsgewinn bringen, sondern nur weitere Probleme und Gefahren für die betroffenen Bürger.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Freunde,

    ich meine, ich hätte von dem Thema "WSV und Kooperation mit Schulen" schon vor einiger Zeit etwas gelesen.

    Der Begriff Gewaltprävention im Zusammenhang mit den Schützenvereinen behagt mir allerdings nicht so ganz. Bei dem zur Zeit herrschenden medialen Klima könnte so etwas auch leicht eine Steilvorlage in Richtung "Die bilden doch gerade darin aus und stellen auch noch die Mittle dafür bereit" werden. Aber gut, vielleicht höre ich auch nur schon die Flöhe husten.


    Aber keine Frage, eine Kooperation mit Schulen ist immer gut, aber zur Zeit jedenfalls teilweise auch immer noch ziemlich schwierig.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Gerhard,

    du hattest geschrieben, dass der Täter nur deshalb an eine Schusswaffe kommen konnte, weil der Vater die Aufbewahrungsvorschriften missachtete.

    Mit Verlaub, aber das ist pure Spekulation und daher so absolut nicht haltbar. Es wird aber leider trotzdem immer wieder so behauptet, aber dadurch trotzdem nicht richtig.


    Zum Thema sichere Aufbewahrung: Es gibt keine hundertprozentige Sicherheit, wird es auch nie geben, weder dezentral geschweige denn zentral oder bei der Polizei oder anderen Behörden. Daher kann das von mir Gesagte auch keine Steilvorlage sein. Wie war das noch mit dem Sohn eines Polizisten, der schnurstracks in die Wache ging, sich Papas Dienstwaffe holte und damit dann seine Freundin und ich glaube, auch sich selbst erschoss?

    Ja, mich stören diese realitätsfremden Denkweisen, welche sich in unserer Gesellschaft immer stärker breit machen. Es bedarf in der Tat schon ein gehöriges Maß an dämlicher Naivität, zu 'denken', man müsse nur bestimmte Tatwerkzeuge, welche zudem auch noch die geringste Missbrauchsrate aller Tatmittel aufweisen, abschaffen und schon könne es solche Taten nicht mehr geben. Ja klar, damit dann nicht mehr. Aber diese Taten gab es eben auch immer mit anderen Tatmitteln und wird es wohl auch weiterhin geben, weil es eben leider auch Menschen unter uns gibt, die irgendwann mal solche fatalen Entscheidungen für sich treffen. Und diese fest entschlossenen Täter finden dann auch immer einen Weg, ihre geplanten Taten durchzuführen. Wodurch jemand zu Tode kommt oder verletzt wird, ist nämlich im Prinzip völlig nebensächlich. Aber auch das wird ja scheinbar leider heutzutage so schon ignoriert oder sogar infrage gestellt. Was ist die Konsequenz? Bedrohungen, bei denen die Wahrscheinlichkeit, selbst Opfer zu werden, um Potenzen höher ist, werden schlicht ignoriert und ausgeklammert. Dabei gibt es viele echte Gefahren und Bedrohungen im Gegensatz zu unserem Dauerbrenner, welche leicht mit einfachsten Mitteln entschärft werden könnten. Wird aber nicht gemacht. Lieber konzentriert man alle Macht auf den einen Bereich, von dem schon immer nur ein minimales Restrisiko ausging.

    Ich bin übrigens auch ziemlich davon überzeugt, hätte der Täter seine Schule damals gesprengt mit leicht möglich sogar noch mehr Toten und Verletzten, es wäre nie so ein Medienereignis geworden und wahrscheinlich auch schon fast vergessen im kollektiven Bewusstsein.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Freunde,

    ein paar kleine Anmerkungen zum Legalstatus einer Waffe sein mir hier noch gegönnt.

    Eine Waffe ist erst mal weder legal noch illegal, es ist einfach ein Gegenstand.

    Aber eine Waffe kann schon illegal gefertigt werden, wenn der Hersteller dafür keine Genehmigung besitzt.

    Eine Waffe kann legal oder auch illegal in den Verkehr gebracht werden. z. Bsp. wenn sie schon illegal gefertigt wurde, wenn bei der Fertigung bei einem berechtigten Hersteller der normale Weg nicht eingehalten wird, oder wenn eine Waffe nicht auf rechtlich zulässige Art in den Geltungsbereich des Gesetztes gebracht wird.

    Weiter bedarf es für den Besitz bestimmter Waffen immer einer Berechtigung. Wer diese Berechtigung nicht hat, nimmt eine Waffe immer illegal in Besitz. Der waffenrechtliche Begriff Besitz unterscheidet sich zudem noch vom rechtlichen Begriff des Eigentums.

    Daher ist es schon wichtig, bei der Betrachtung, ob bestimmte Personengruppen wie Sportschützen auch weiterhin legal bestimmte Waffen besitzen dürfen, nach der tatsächlichen Berechtigung zu fragen und diese auch korrekt anzugeben. Wenn jemand eine Schusswaffe entwendet und damit Missbrauch betreibt, dann zählt dieser eben nicht zur Gruppe der Berechtigten. Es ist immer noch ein gewaltiger Unterschied, ob ein Berechtigter wie im bekannten Fall seiner Sorgfaltspflicht bei der Aufbewahrung nicht nachkommt, oder eben selbst zum Täter. wird.

    Dazu noch eine Anmerkung. Warum wird denn nie die Frage nach der Legalität gestellt bzw. davon ausgegangen, wenn eine Waffe aus Behördenbeständen entwendet wird und damit dann kriminelle Taten begangen werden? Selbst wirkliche Konsequenzen auch bei ganz offensichtlich mangelhafter Aufbewahrung gab und gibt es in diesem Bereich nicht wirklich.


    Tim konnte nur deshalb an eine Waffe gelangen - legal oder illegal ist völlig egal - weil sich sein Vater bewusst über grundlegende eigentlich selbstverständliche Aufbewahrungsregeln hinwegsetzte.


    Dieser Satz ist so zumindest formal nicht richtig und das ist hier keine Haarspalterei. Er konnte an diese Waffe kommen, aber zumindest theoretisch hätte er (bei der hohen Dichte der vermuteten illegalen Waffen) auch an andere Waffen kommen können. Also weder das 'nur' noch der Begriff 'eine' sind hier wirklich zulässig. Ja, das ist wichtig und deshalb auch keine Haarspalterei. Siehe dazu auch die Anmerkung mit den Behördenwaffen. Ist denn wirklich auszuschließen, dass er nicht auch bei korrekter Aufbewahrung mit einer Flex nebst 10er-Pack Trennscheiben aus dem Baumarkt und ein paar Stunden sturmfreier Bude an eine Waffe aus dem Besitz des Vaters hätte gelangen können?

    Man beachte, dieser Täter hat irgendwann (aus welchen Gründen auch immer) den fatalen Entschluss gefasst, andere Menschen (und wohl auch sich selbst) töten zu wollen. Erst danach hat er nach Möglichkeiten und Tatwerkzeugen gesucht, diesen Plan auch umzusetzen.

    So war das übrigens bei dem Täter im Rheinland in den Sechzigern auch. Der bastelte sich dann einen Flammenwerfer und ging damit in eine Schule. Das Resultat war dann auch fast genauso wie bei Tim, wurde nur damals (noch) anders aufgearbeitet, auch medial. Für diesen Täter und ehemaligen Soldaten wäre es noch deutlich leichter gewesen, sich dafür eine Schusswaffe (auf der Straße) zu holen, denn in den Sechzigern lag davon ganz sprichwörtlich noch überall genug rum. Aber wie gesagt, er benutzte einen selbst gefertigten Flammenwerfer. Warum nur?

    Es sind immer die Täter, welche irgendwann diese fatalen Entschlüsse treffen. Die Tatwerkzeuge sind dabei fast beliebig austauschbar. Wer das nicht berücksichtigt, entfernt sich schon sehr weit von der Realität und wird dadurch auch keine wirkliche Lösung für das Problem finden können.


    Es ist wichtig, sich mit diesen Sachverhalten (und Fakten) genau zu beschäftigen, weil die (mittlerweile fast schon zum Selbstläufer gewordene) These, wonach der vermeintlich einfache Zugang zu bestimmten Tatmitteln solche Taten erst ermögliche, so einfach nicht stimmt.

    Noch viel wichtiger ist aber, dass trotz der hohen Dichte legal besessener Schusswaffen eben überhaupt kein signifikanter Missbrauch stattfindet und dieses war auch schon zu Zeiten deutlich geringerer Anforderungen an die sichere Aufbewahrungspflicht so. Selbst die illegalen Schusswaffen spielen bei kriminellen Taten in unserem Land nur eine untergeordnete Rolle.

    Bliebe also nur noch die berechtigte Frage, worum geht es also wirklich?


    Mit bestem Schützengruß

    Frank