Den Herstellern sind die praktischen, unter laborähnlichen Bedingungen erzeilten Ergebnisse ihrer
Produkte genauestens bekannt, denn beständig werden der laufenden Produktion
Proben entnommen, geprüft und aus Standardläufen verschossen. Erfüllt ein Los die
Anforderungskriterien des Herstellers, wird die Munition der jeweiligen
„Leistungsklasse“ zugeordnet. (Los = die Menge X einer Munition die unter gleichen
Fertigungsbedingungen hergestellt wurde, also gleiche Qualitätsmerkmale
aufweist. Die Vergabe einer Losnummer erlaubt es bei einem Vorkommnis, Unfall
oder erhebliche Qualitätsmängel, die gesamte Munition dieser Losnummer auch von
Endverbrauchern zurückzurufen)
Wobei es aber keineswegs so ist, dass dem Los, dem eine Probe
entnommen wurde, sollte die Probe die Qualitätskriterien nicht erfüllen,
automatisch der nächstniedrigeren Stufe zugeordnet wird. Vielmehr würde geprüft
was die Ursache für Defizite ist. Eine Zuordnung zu einer „niedrigeren“
Qualitätskategorie ist aber auch nicht ausgeschlossen.
Je qualitativ höherwertig eine Munition ist, umso präziser wurden
die Patronen gefertigt. Form, Material und Dicke der Hülse, Menge und
Konsistenz der Treibladung, Qualität des Zündhütchens, Form und
Oberflächenvergütung des Geschosses etc.