Beiträge von Hans48

    Gewicht der CZ 75 Sport 2 - 1.180g, CZ Shadow 2 Target 6 - 1.285g, CZ Tactical sports 2 - 1.380g

    Alle drei Sportpistolen wiegen unter 1.400g , der Obergrenze nach DSB-Sportordung. Für den einen oder anderen Schützen sind die 1.400 g eventuell grenzwertig. Zum Vergleich: Die KK-Pistolen (Pardini SP, Walher GSP500, Walther SSP) wiegen ohne Zusatzgewichte nur um die 1.000 g.

    Das Waffengewicht sollte hier (DSB-Regel 2.53) aber m.E. nicht das entscheidende Kriterium sein.

    Für die DSB-Disziplin 2.53 (4*5 Schuß in 150 Sekunden auf die Päzisionsscheibe und 4*5 Schuß in 20 Sekunden auf die Schnellfeuerscheibe) ist die CZ Tactical Sports - wie bereis oben angemerkt - nicht gut geeignet. Das betrifft den Abzug, die Visierung und eventuell das Gewicht. Der Abzugsmechanismus weicht konstruktiv (z.B. Abzugsstange) deutlich von dem der CZ 75 ab.

    Besser dazu geeignet sind die CZ 75 Sport 2 von Oschatz und die CZ Shadow 2 Target 6 Zoll. Die ersgenannte CZ stammt aus einer renommierten Tuningwerkstatt. Sie hat einen 6 Zoll langen Lauf, einen gut eingestellten Abzug und eine Sportvisieierung. Die zweitgenannte CZ kommt aus dem Werk und verfügt darüberhinaus noch über ein einstellbares Abzugsgewicht. Sie ist relativ neu auf dem Markt.

    1. Mit der KK-Sportpiistple zu beginnen, ist eine sehr gute Empfehlung. Ergänzend eine LP in Erwägung zu ziehen, wäre mindestens ebenso gut.

    2. Von einer gebrauchten alten GSP würde ich Abstand nehmen. Es wäre eigentlich nur eine Übergangslösung anbetracht der geschilderten sportlichen Ziele.

    3. Die Walther GSP500 wäre eine gute Wahl, wenn es dazu einen passenden Griff für die erwähnten großen Hände gibt. Thomas Rink weist auf seiner Homepage darauf hin, daß es bei der Walther GSP und ebenso bei der Pardini SP Griffprobleme für Schützen mit großen Händen gibt. Es liegt an der Anordnung des Magazins vor dem Abzug und der durch die Sportordnung begrenzten zulässigen Gesamtlänge der Pistole. Ich habe diesen Hinweis beim Probeschießen mit der Walther GSP und ebenso der Pardini SP bestätigen können. Die Handkantenauflage ist zu kurz und für den Abzugsfinger gibt es zu wenig Platz nach vorne. Das Abziehen mit dem zweiten Glied des Abzugsfingers führt auf Dauer nicht zu dem gewünschten Erfolg.

    4. Mit der GK-Sportpistole würde ich mir Zeit lassen. Wenn die Schüsse mit der KK-Sportpistole überwiegend im Schwarzen landen, dann ist die Erweiterung des sportlichen Disziplinen folgerichtig.

    Ich habe die jeweilige LP zum Service beim Hersteller eingesandt, nachdem sie undicht geworden ist. Eingesandt habe ich nur die nackte LP, d.h. ohne Griff und ohne Kartusche. Der Service war recht umfangreich (Teileaustausch, Justierung) und kostete - der Erinnerung nach - jeweils etwas über 120 Euro. (Die Reparatur einer undicht gewordenen Kartusche war bedeutend billliger.)

    Das Risiko der Undichtigkeit hängt m.E. von der verwendeten Preßluft (Feuerwehr, Tauchschop, Handpumpe usw.), von der Pflege der LP, der Aufbewahrung (u.a. Temperatur, Feuchtigkeit), der Sauberkeit auf dem Stand - insbesondere der Ablage - ab. Insgesamt gesehen ist das Risiko überschaubar. Es hängt neben den genannten Faktoren auch von der Intensität und dem Zeitraum des Gebrauchs ab.

    Was die Wartung betrifft, kann ich nur aus meiner begrenzten Erfahrung mit zwei LP's (Hämmerli AP 40, Walther LP400) berichten. Abhängend von der Beanspruchung rechne ich mit einer Undichtigkeit einer Preßluftpistole (zusammen mit der Kartusche) innerhalb von ca. 10 Jahren. Die Ursache können eine Verunreinigung, ein kleiner Fremdkörper oder der Verschleiß einer Dichtung sein. Es kann schon innerhalb der Gewährleistung passieren. Der Herstellerservice hat auf meine Anfrage eine Wartung jeweils alle 2 Jahre empfohlen. Ich halte das für übertrieben und teuer, besonders wenn man es nicht selbst machen kann. Es gibt hier im Forum Schützen, die ihre LP selbst warten. Dazu gehört eine Reinigung, der Austausch aller Dichtungen und die Überprüfung bzw. Einstellung der Geschoßgeschwindigkeit.

    Nichts gegen die LP von Tesro. Technisch ist sie mit der Walther LP300 vergleichbar, nicht jedoch mit der Walther LP300 XT, der letzten Version. Letztere verfügt über einen Absorber, welcher das Springen der LP im Schuß verringern soll. Das die Walther LP300 XT konkurrenzfähig ist, beweist Damir Mikec, der sie noch immer auch in internationalen Wettkämpfen verwendet.

    Möglicherweise können auch LP's ohne einen Absorber ruhig im Schuß liegen. Und es gibt noch weitere Kriterien, die für den Schützen von Interesse sind, z.B. Visierung, Abzug, Griff, Trockentrainingsvorrichtung usw..

    Die Standardgriffe von Thomas Rink, können nicht allein nach der Handgröße (XXS, XS, S, M, L, XL,XXL) und der Handseite (rechts, links) bestellt werden, sondern zusätzlich noch nach der Form (ballig, flach), dem Winkel (0 Grad seitliche Drehung, 7 Grad seitliche Drehung), dem Volumen (normal, dick), der Form der Handkantenauflage sowie der Holzart bestellt werden. Die Auswahl der Griffparameter ist also um einiges größer als bei den LP-Herstellern.

    Wenn der Griff der LP dem Schützen paßt, kann er mit jeder der LP's führender Hersteller (Feinwerkbau, Morini, Walther, Steyr usw.) zurechtkommen und gute Ergebnisse erzielen.

    Bis man durch Probieren die passende Kombination von Griff und LP findet, kann sehr lange dauern. Zielführender wäre es, erst eine LP zu wählen, welche die geforderten persönlichen Kriterien erfüllt und dann einen dem Schützen passenden Grff zu bestellen.

    Ich habe seinerzeit durch Probieren festgestellt, daß ich mit der Walther LP300 XT und dem Standardgriff (rechts, M) gut zurechtgekommen bin. Diese war damals gerade aus dem Produktionsprogramm herausgenommen worden. Außerdem hat es mich gestört, daß sie die große 300 bar-Kartusche aufwies. Später habe ich eine Steyr LP10 mit einem Griff von TR probiert. Der Griff paßte wie angegossen. Die LP hat mir aber nicht gefallen.

    Ich würde die Walther LP500 in Betracht ziehen, allerdings nur in der Basisversion. Sie verfügt bereits - wie die Expert-Version - über einen Absorber. Der Unterschied zur der Expert besteht in dem Lauf, dem Laufmantel und der Visierung. Der Lauf der Expert-Version verfügt über Gasentlastungsbohrungen, der Lauf der Basisversion hat keine solche Bohrungen; die Läufe der Walther LP400 übrigens auch nicht. Die Visierung der Expertversion ist zusätzlich um die Laufachse schwenkbar, was m.E. nicht unbedingt norwendig ist. Die Walther LP400 ist auch ohne diese Vorrichtung ausgekommen.

    Ich würde aber die LP ohne einen Griff von Walther kaufen und stattdessen einen Griff von Thomas Rink bestellen, keinen Maßgriff, sondern nur einen aus der Konfektion. Die LP ohne Griff dürfte um ca. 120 Euro weniger kosten. Der konfektionierter Griff von Thomas Rink um etwa den gleichen Betrag mehr. Bei einem konfektionierten Griff sind keine so gravierenden Anpassungen zu erwarten wie bei einem Griff von der Stange.

    Beim Kauf einer gebrauchten LP sollte die Restnutzungsdauer der Preßluftkartusche und eine eventuell anfallende Wartung in die Kalkulation einbezogen werden.

    Noch einfacher gehts, wenn die Trägerscheibe so am Glashalter befestigt wird, daß der Verstellhebel der Irisblende nach außen zeigt. Vorher muß die Trägerscheibe von dem Glashalter abgenommen werden. Einfach den Glashalter von links nach rechts zu versetzen reicht nicht.

    Ich setze voraus, daß die Hämmerli 208s sorgfältig gereinigt wurde, insbesondere das Patronenlager und der Verschlußkopf. Die Zündversager könnten auf die Munition, die CCI SV, zurückzuführen sein. Es ist bekannt, daß seit dem Wechsel der Verpackung von dunkelblauer auf hellblaue Farbe die Qualität der Patronen stark nachgelassen hat. Ich habe eine Hämmerli 208 älterer Generation und habe die gleichen Erfahrungen mit dieser Munition gemacht. Mit der CCI SV mit schwarzer, dann dunkelblauer Verpackung habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht. Bei den Patronen aus der hellblauen Verpackung gab es häufig Zündversager. Die Untersuchung einzelner Paronen zeigte, daß in den Hülsen kein Zündmaterial vorhanden war. Vereinskameraden, welche die gleiche Munition bestellt hatten, mußten diese Erfahrung mit ihren Pistolen (Walther GSP) auch erdulden.

    Ansonsten habe ich mit der SK Pistol Match und der RWS Club gute Erfahrungen gemacht. Die RWS Target Pistol kann ich nicht empfehhlen. Sie führte häufig zu Zuführungsstörungen, nicht nur in der Hämmerli, sondern auch in der FN 150.

    Das Abzugsgewicht der Pistole setzt sich aus dem Vorzugs- und dem Druckpunktgewicht zusammen. Über die Abzugsstollenfeder wird as Druckpunktgewicht reguliert. Wird die entsprechende Schraube im Uhrzeigersinn gedreht, so wird das Druckpunktgewicht erhöht. Wird diese Schraube gegen den Uhrzeigersinn gedreht, so wird das Druckpunktgewicht gesenkt.

    Zur Ergänzung: Der Schütze sollte beim Auslösen des Schusses unbedingt das Korn scharf sehen. Deshalb wird das Schießbrillenglas in der Regel auf die Entfernung zwischen dem zielenden Auge und dem Korn eingerichtet. Die Kimme muß im Visierbild selbstverständlich berücksichtigt werden. Im Ablauf sollte der Blick von der Kimme auf das Korn übergehen. (Richtig scharf kann der Schütze nur eines von den Bestandteilen der Visierung sehen, entweder die Kimme oder das Korn.) Wenn das Auge anfängt zwischen Kimme, Korn und Scheibe zu wandern, sollte der Schütze die Pistole absetzen und und nach ein paar Atemzügen von Vorne beginnen.

    Ich schau mir gelegentlich die Videos der Finals 10m LP im Rahmen der EM und der WM an. Eine besondere Visierverlängerung ist mir bisher bei den LP's der dafür qualifizierten Schützen bisher nicht aufgefallen. Die Augen der Schützen werden schon bei den üblichen Visierlängen der LP's stark gefordert.

    Bei einem Abstand des Auges zum Korn von 1 m und einer Visierlänge von 20 cm (Sportpistole) muß das zielende Auge einen Unterschied von einer viertel Dioptrie ausgleichen, um Korn und Kimme gleichzeitig in etwa scharf zu sehen. Bei einer Visierlänge von 40 cm (Luftpistole) muß das Auge bereits einen Unterschied von über einer halben Dioptie kompensieren. Dabei kann der Einsatz einer Irisblende - jedoch nur in Grenzen -hilfreich sein.

    Wenn ein LP- Schütze regelmäßig über 95 Ringe schießen kann, so können seine Augen gar nicht so schlecht sein. Wenn es ihm dabei schwer fällt, Kimme und Korn zugleich in etwa scharf zu sehen, so würde ich die Ermittlung der Augenwerte durch den Optiker in Frage stellen. Optiker geben gelegentlich von sich, daß die geringe Sehleistung des Kunden trotz Brille an dem Zustand seiner Augen liegt. Die bei der subjektiven Refraktion ermittelten Werten und damit die Sehleistung hängt aber m.E. regelmäßig von dem Wissen und der Erfahrung des Optikers ab. Nicht jeder ist stark genug, um das Ergebnis seiner Bemühungn in Frage zustellen. Nobody is perfect!

    Der Abzug der Walther LP500 ist vielleicht nicht der beste seiner Klasse, aber man kann mit ihm gut zurechtkommen, wenn man sich auf ihn einstellt. Neben der Gewichtverteilung zwischen Vorzug und Druckpunkt spielt m.E. die Einstellung des Abzugszüngels sowie die Lage des Abzugsfingers eine wichtige Rolle. Nach meiner Erfahrung mit der Walther LP400 - in etwa eine gleiche Konstruktion und die gleichen Hebelverhältnisse im Abzugsmechanismus - ist das Abzugsgefühl am besten, wenn die Kuppe des Abzugsfingers möglichst tief am Abzugszüngel ansetzt.

    Wenn eine Verschmutzung des Verschlusses (außen und innen) und ein (unwahrscheinlicher) Schlagbolzenbruch als Ursachen für die Zündversager ausgeschlossen werden, dann kommt ein Bruch der Schlagbolzenfeder als eine mögliche Ursache der unregelmäßig auftretenden Zündversager in Frage.

    Ich habe das Kowa TSN-501 mehrmals auf derm Schießstand testen dürfen. Es stellt einen großen technischen Fortschritt gegenüber dem Vorgängermodell, dem Kowa TS9 B dar. Das Bild ist sehr gut. Es ist kompakt und sehr leicht. Der Korpus ist aus Polycarbonat statt Aluminium. Das Innere ist durch eine Gasfüllung gegen Schimmelpilzbefall (Linsentrübung) geschützt, dem Feind aller optischen Geräte. Für Brillenträger ist es nicht die erste Wahl. Wegen des sehr guten Preis/Leistung-Verhältnisses würde ich es trotzdem probieren. Das Kowa TSN-501 hat einen Schrägeinblick, das Kowa TSN-502 einen Geradeeinblick.

    Ich hatte vor einiger Zeit ein Kowa TSN 600 mit einem Okular Kowa TSE-14WD 30* Weitwinkelokular. Dieses Spektiv hat einen Austrittspupillendurchmesser von 2,2 mm und einen Austrittspupilenabsatnd von 20 mm. Es ist für Brillenträger sehr gut geeignet. Um es zu beurteilen, muß man einfach nur durchschauen. Da ich bereits ein Zeiss Diascope 30*65 - ebenfalls mit Schrägeinblick - hatte, habe ich das Spektiv leider spontan an einen begeisterten Schützenkameraden verkauft in der Absicht, mir später das entsprechende Spektiv mit Geradeeinblick und dem Okular Kowa TSE-20H LER zu kaufen. Dieses Okular ist eine Kowa-Spezialität. LER heißt Long Eye Relief, Austrittspupillenabstand 32 mm und Austrittspupuillendurchmesser 2,6 mm. Dieses Okular muß aber nicht unbedingt sein.

    Es stellt sich natürlich die Frage, ob es allein für den Schießstand so ein hochwertiges Spektiv sein muß. Wenn man aber auch gerne Tiere oder Vögel in der Natur beobachtet, läßt sich die Anschaffung leichter begründen. Der begeisterte Käufer des Kowa-Spektivs hat sich dann später für den Schießstand ein billigeres Spektiv gekauft. Das Kowa nutzt er nur zu Naturbeobachtung in der Eifel.

    Das Spektiv Bresser 20-60*85 hat ein Gewicht von über 1,8 kg. Für ein Spektiv, das hauptsächlichg auf 25 m eingesetzt werden soll, ist das deutlich zu schwer.

    Der Austrittspupillenabstand beträgt 16,5 mm. Das ist relativ wenig. Für Brillenträger wären 20 mm besser. Deshalb bevorzuge ich Spektive mit einer Festbrennweite des Okulars. Für den 25m-Stand reicht eine Vergrößerung von 25-30 aus.

    Ein Objektvdurchmesser von 50-65 mm für den 25m-Stand aus.

    Ich benutze für die 25m-Disziplinen ein altes Kowa TS-9 11-33*50. Die Vergrößerung und der Durchmesser der Frontlinse reichen für 25m aus. Ich habe zwar noch zwei größere Spektive (30*65 und 40*80), die bessere optische Werte aufweisen. Diese Spektive passen aber nicht mehr in den Koffer. Das alte Modell von Kowa würde ich heute nicht mehr (gebraucht) kaufen, sondern das Nachfolgemodell, das Kowa TSN-501 (SchrägeinblicK) bzw.TSN-502 (Geradeeinblick), beide mit 20-40*50.

    Kowa ist ein Pionier der Sportoptik. Die Qualität ist überzeugend, auch wenn die kompakten Einstiegsmodelle nicht meht in Japan, sondern in China hergestellt werden. Dort werden auch viele Spektive hergestellt, die unter diversen Handelsmarken zu vergleichsweise geringen Preisen verkauft werden

    Wer Wissenschaftler über die Gültigkeit von Hypothesen abstimmen läßt, der agiert nicht auf dem Gebiet der Wissenschaft, sondern auf dem der Politik.

    Wenn die Argumente ausgehen, flüchten sich einige Diskutanten in persönliche Herabsetzungen.

    In der Coronakrise hat die Regierung von RLP zur Impfung aufgefordert mit einem Schreiben, in dem auf die Risiken der Impfung hingewiesen worden ist. Mit anderen Worten: Ausschluß jeglicher Haftung. Mein behandelnder Arzt hat mir empfohlen, mich nicht impfen zu lassen im Hinblick auf die unbekannten Wechselwirkungen mit der laufenden Therapie. Ich bin froh, daß er mir eine dementsprechende Bescheinigung ausgestellt hat. Insofern werde ich auch zukünftig mehr auf die Experise von Fachärzten als auf die von Politikern vertrauen.