Bei der Anschaffung sollte bedacht werden, daß die Hämmerli AP480 von der Carl Walther GmbH laut deren Liste nur als eingeschränkt reparabel eingeordnet wird. Das bedeutet wohl , daß die Ersatzteilversorgung eingeschränkt ist. Das abgebildete Exemplar ist immerhin bereits auf die Kartusche der Hämmerli AP40 umgebaut worden. Wenn aber der Zustand der LP sehr gut ist und der Preis stimmt, kann man sie m.E. nehmen.
Beiträge von Hans48
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Angesichts des obigen Bildes stellt sich die Frage: Wie wirkt sich eine Änderung der Lage des Abzugs auf der Abzugsstange auf das Abzugsgewicht aus?
Ich vermute, daß sich dann das Abzugsgewicht wegen der Hebelwirkung ändert. Wenn der Abzug nahe des Schwenkpunktes der Abzugsstange fixiert wird, müßte die für die Auslösung des Schusses benötigte Kraft größer sein als wenn sich der Abzug an dem anderen Ende der Abzugsstange befindet. Das würde bedeuten, daß der Schütze die Einstellung der Vorzugskraft und des gesamten Abzugsgewichtes nachjustieren muß, wenn er den Abzug auf der Abzugsstange verschiebt.
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Ein Exkurs zu den Abzügen:
Ich besitze eine Hämmerli AP40 und eine Walther LP400 compact. Die Abzüge beider LP waren bereits ab Werk gut eingestellt. Ich habe es mit der der Lyman Trigger Pull Gauge überpräft. Die Einstellung der Abzüge ist stabil geblieben.
Die Konstruktionen der Abzüge sind im Prinzip gleich. Die Abzugsstange der LP400 ist aber deutlich länger und der Drehpunkt weit vor dem Abzug. Bei der AP40 liegt er in etwa direkt über dem Abzug. Das macht sich beim Abziehen postiv bemerkbar.
Bei der LP500 wurden die Dimensionen der Abzugsteile im Zuge der Modularisierung (Elektronik, Mechanik) nochmals verändert. Es ist etwas weniger Platz für die Schrauben und Federn übrig geblieben. Damit hat sich m.E. der Einstellbereich in der Mechanik (Vorzugsgewicht, Druckpunktgewicht, Klinkenüberschneidung) verändert. Es sollte eine Herausforderung für die Qualitätskontrolle sein.
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Ich würde mich an den Service der Carl Walther GmbH wenden. Mit diesem habe ich gute Erfahrungen gemacht. Vermutlich müßte das Abzugsmodul getauscht werden.
Einer meiner Vereinskameraden besitzt die Walther LP500 Meistermanufaktur. Er hat den elektronischen Abzug wegen Fehlfunktionen durch einen mechanischen ersetzt. Mit diesem Abzug ist er sehr zufrieden.
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Das Problem der Regulierung des Vorzugsgewichts wurde in dem Forum schon vor einiger Zeit diskutiert:
ThemaNeue Walther LP500 und schon kaputt
Hab heute meine LP500 aus dem Koffer genommen und wollte trainieren und staunte, dass die Kartusche leer war.
Das war so Samstag nach dem Training nicht. Sie war halbvoll.
Ich habe dann die Kartusche etwas aufgepumpt und wieder aufgeschraubt und sobald die Kartusche fest angeschraubt ist, fängt die LuPi an zu zischen, d.h. es strömt Luft aus. Ich höre es aus u.a. den Gasentlastungsbohrungen des Laufes gut. Ansonsten hört man es ebenfalls, immer schön gleichmäßig
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15 mal trainiert und schon…
Schmorsis2. Oktober 2018 um 11:47 Insbesondere der Beitrag von Lanfear ist aufschlußreich:
"Ich hatte vor einer Woche eine neue Walther LP 500 in Werkskonfiguration in der Hand. Die Aufgabe des Schützen an mich lautete: Vorzug auf 380g und Gesamtabzugsgewicht auf 530g einzustellen. Die 380g habe ich hinbekommen. Die 530g waren nicht möglich. Wie auf dem Foto ersichtlich, kann die dafür verantwortliche Schraube nicht weiter herausgedreht werden. Das Gesamtabzugsgewicht war trotzdem noch bei über 600g.
Außerdem aufgefallen ist mir, dass zum Einstellen der Abzugsgewichtsschrauben das Züngel zumindest teilweise demontiert werden muss. Das fand ich schon bei der LP 300 schlecht.
Die Waffe ist daher trotz schicker Optik durchgefallen und geht wieder zurück."
Ich habe es bisher nicht für möglich gehalten. Es scheint nicht nur ein Einzelfall zu sein.
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Wenn die Schraube herausgedreht wird, geht nichts kaputt. Sie muß aber anschließend wieder hereingedreht werden, was mit etwas Frimmeln verbunden sein wird. Deshalb gilt es vorsichtig (langsam und schrittweise) zu agieren. Als erstes würde ich das Vorzugsgewicht auf ca. 350 g regulieren und dann als zweites das Druckpunktgewicht so einstellen, daß das gesamte Abzugsgewicht bei etwa 550 g landet. Auf genau 500 g würde ich nicht versuchen es einzustellen, damit eine Sicherheitsreserve für den Fall einer Waffenkontrolle bestehen bleibt. Die Schrauben und Federn der Abzüge sind so dimensioniert, daß sie ein relativ breiten relevanten Einstellungsspielraum abdecken.
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In der Bedienungsanleitung für die Walther LP500 wird das Einstellen des Abzugsgewichts ziemlich verkürzt und daher unverständlich dargestellt. Aufschlußreicher ist die Beschreibung in der Bedienungsanleitung für die Walther LP400. Von der Konstruktion her sind beide mechanischen Abzüge gleich. Hier der Auszug aus der Bedienungsanleitung der Walther LP400:
Abzuggewicht erhöhen :
Das Abzuggewicht ist die Summe von Vorzug- und Druckpunktkraft. Für die
Verstellung gibt es folgende Möglichkeiten:
Vorzugkraft erhöhen:
Durch Eindrehen der Schraube (g), wird die Vorzugkraft und das gesamte Abzugge-
wicht erhöht. Wenn nur die Vorzugkraft erhöht werden soll, muss anschliessend die
Schraube (c) herausgedreht und das Abzuggewicht geprüft werden.
Druckpunktkraft erhöhen:
Durch Eindrehen der Schraube (c), wird die Druckpunktkraft und das Abzuggewicht
erhöht. Wenn nur die Druckpunktkraft erhöht werden soll, muss anschliessend die
Schraube (g) herausgedreht und das Abzuggewicht geprüft werden.Zur Anwendung auf die Walther LP500 muß die Bezeichung der Schraube g durch 8 ersetzt werde, die der Schraube c durch 1.
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Die Walther LP300 ist schon älter, vermutlich älter als 15 Jahre. Die Dichtungen altern. Sie halten nicht ewig, auch bei sehr geringem Gebrauch.
Ich habe das gleiche Problem mit der Hämmerli AP 40 Balance nach etwas über 10 Jahren gahabt und sie nach Ulm zur Reparatur eingesandt. Dabei wurden nicht nur diverse Teile ausgetauscht, sondern auch die V0 neu justiert. Die Reparatur hat - meiner Erinnerung nach - um die 100 Euro gekostet.
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Das geringe Gewicht der Luftpistole sollte m.E. nicht das ausschlaggebende Kriterium beim Kauf sein. Der Markt für die kurzen Versionen ist relativ klein. Der Käufer sollte sicher sein, daß das gewählte Modell langfristig im Angebot des Herstllers betehen bleibt und durch das entsprechende Zubehör unterstützt wird.
Als Käufer einer Walther LP400 Compact habe ich die Erfahrung gemacht, daß die passende Kartuschen für dieses Modell nach 10 Jahren nicht mehr im Ersatzteilprogramm des Herstellers enthalten sind. Mir wurde einfach eine 4 cm längere und etliche Gramm schwerere Standardkartusche als Ersatz zugesandt. Damit geht die gute Balance der LP - für mich da entscheidende Kaufmotiv - verloren. Außerdem sieht die LP mit der den Lauf um 4 cm überragenden langen Kartusche dispropotional aus.
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Mit dem Begriff "Echtglas" ist wohl das Mineralglas gemeint. Hier gibt es verschiedene Qualitäten, die insbesondere nach dem Brechungsindex zu unterscheiden sind.
Auch bei dem Kunststoffglas gibt es mehrere Qualitäten. Das am meisten verbreitete Kunststoffglas ist das CR39, das den Brechungsindex 1,5 aufweist. Es ist eine ältere Entwicklung. Sie ist besonders preiswert, hat aber den Nachteil, daß das Glas relativ spröde ist und bei Bruch scharfe Kanten ausbildet. Moderner sind die Kunststoffgläser mit den Brechungsindizes von 1,6, 1,67 und 1,74. Je höher der Brechungsindex , desto dünner und leichter ist das Glas, um eine bestimmte optische Wirkung (gemessen in Dioptrien) zu erzielen.
Tendeziell sind Mineralgläser leistungsfähiger, d-h- eine bestimmter Brechungsindex läßt sich durch ein dünneres Glas erzielen. Mineralgläser sind aber tendenzieller schwerer als Kunststoffgläser, d.h. bei gleicher Dicke wiegt das Mineralglas mehr als das Kunststoffglas..
Die Eigenschaften von optischen Gläsern werden wesentlich durch die Beschichtung bestimmt. in der Regel werden mehrer Beschichtungen aufgetragen, die jeweiíls verschiedene Eigenschaften (Blendungsschutz, Kratzfestigkeit, UV-Lichtschutz, Schutz vor Verschmutzung usw.) verbessern sollen.
Bei der Produktion von Brillen werden überwiegend Kuststoffgläser verwendet. Mineralgläser sind etwas teurer als Kunsstoffgläser.
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Bei der Konzentration auf das Scannen der Hand sollte nicht außer Acht gelassen werden, daß noch einige andere Faktoren eine Rolle spielen: zielendes Auge, Anschlag, Körperbau, Sportpistole, Disziplin us.w.). Die Praktiker der Anfertigung von Maßgriffen berücksichtigen alle diese Faktoren.
Die KI kann nur funktionieren, wenn sie mit sehr vielen Daten gefüttert wird. Dazu müßten möglichst alle der oben angeführten Faktoren erfaßt werden. Ein Pistolengriff muß ebenfalls eindeutig beschrieben werden. Und schließlich muß definiert werden, wann gilt ein Pistolengriff als ideal passend. Ganz ohne Wissenschaft kommt man dabei vermutlich nicht weiter.
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Zurück zum Thema!
Das Scanen von menschlichen Körperteilen zur Anfertigung von optimal passenden Produkten ist nicht etwas vollkommen Neues. Es ist in den Neunziger Jahren mit Unterstützung des Forschungsministeriums in Projekten zur Maßfertigung von Schuhen und Kleidung angegangen worden. Ich bin nach 2000 in Berlin in ein Geschäft gegangen, um endlich zu meinen Füßen passende Schuhe zu erhalten. Meine Füße wurden zwar gescant, aber der Verkäufer ging anschließend zum Regal und brachte ein Paar Schuhe aus der Serienproduktion. Das Projekt war auch nach einigen Jahren nicht ausgereift und das innovative Unternehmen wurde leider insolvent.
Aus Gesprächen mit einigen Maßschuhmachern habe ich erfahren, daß ein statisches Scanen der Füße nicht erfolgreich sein kann. Dabei wird die Veränderung des Fußes in der Bewegung nicht berücksichtigt. Der Schuster nimmt Maß. Danach wird ein Probeschuh angefertigt, Nach dem Ausprobieren mit dem Kunden werden notwendige Veränderungen vorgenommen. Erst nach der zweiten Probe wird der Schuh fertiggestellt. Ähnlich ist das Verfahren bei der Herstellung von Maßkleidung.
Ich wäre überrascht, wenn das Scanen von Händen in Kürze zur Revolutionierung in der Maßfertigung von Pistolengriffen führen würde. Das es Fortschritte geben wird, schließe ich nicht aus. Die Orthopädie der Hand ist sehr komplex. Bisher ist es noch nicht gelungen, das Zusammnspiel der verschiedenen Komponenten (Knochen, Muskeln, Nerven, Haut, Bindegewebe, usw.) in einem übersichtlichen Modell zu erfassen.
Thomas Rink setzt bei der Anfertigung von Maßgriffen einen Scaner ein. Der Scaner wird eingesetzt, um aus einem nach bewährter Methode unter Verwendung von Füllmaterialien an die Hand des Schützen angepaßtes Griffmodell einen ansprechenden Maßgriff herzustellen.
Wenn ein Teilnehmer bereits über positive Erfahrungen mit der Herstellung von Pistolengriffen nach dem Maß der gescanten Hand, so bitte ich mir den Herstller zu melden. Ich würde darauf sofort einen solchen Maßgriff bestellen.
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Nill bietet Griffe nur für ausgewählte Pistolen und Revolver an. Ich habe einen Formgriff Größe M von Nill für einen S&W M14 bzw. K38 gekauft, mit dem ich sehr gut zurecht komme, obwohl meine Hand breit und die Finger relativ lang sind.
Ich hatte einen verstellbaren Standard-Formgriff von Rink für eine FN 150 (KK-Pistole) gehabt. Dieser Griff paßte mir ergonomisch überhaupt nicht.
Ich habe mehrere Luftpistolen mit Standard-Formgriffen von Rink in der Hand gehabt, die mir ziemlich gut gepaßt haben. Leider habe ich dann statt eines solchen Standardgriffes auf der Suche nach Perfektiion einen Maßgriff von Rink angeschafft. Der hat mich viel Zeit für die Nacharbeit gekostet. Insofern war das für mich eine Enttäuschung. Insofern kann ich Matzes Erfahrung teilweise bestätigen. Eine Vereinskameradin hat zur gleichen Zeit ebenfalls einen Maßgriff für sich anfertigen lassen und ist mit diesem ohne Nacharbeit glücklich geworden.
Ich würde heute zum Griff von der Stange tendieren. Diesen würde ich aber vor dem Kauf probieren wollen. Der Verkäufer sollte bei einem Fernabsatz dem Käufer ein Rückgaberecht einräumen.
Die Verstellmechanik der Formgriffe von Rink ist ziemlich kompliziert. Über der Handkantenauflage befindet sich ein 0,5 bis 1,0 cm breiter offener Spalt, der bisweilen sich unangenehm anfühlt Etliche der Schnellfeuerschützen haben an ihren Pistolen Griffe ohne eine Verstellung der Handkantenauflage.
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Danke für die Information, Matze!
Eine Adresse für eine Reparatur konnte ich bisher nicht ausmachen. Eine professionelle Reparatur würde vermutlich sehr teuer werden. Es wird wohl alles auf eine DoItYourself-Aktion zur Reparatur der Pumpe hinauslaufen. Die Gebrauchsanleitung gibt schon einige Anhaltspunkte zum diesbezüglichen Vorgehen.
Daß in dem Filter Metalkugeln eine Rolle spielen, ist mir neu. In der Produktbeschreibung ist immer nur von Granulat die Rede.
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Ein Vereinskamerad sucht einen Reparaturservice für seine Preßluftpumpe Hill MK5. Die Pumpe hat ihren Dienst nach einigen wenigen Jahren geringer Inanspruchnahme und vermutlich keiner Wartung aufgegeben. Der Kolben läßt sich leicht rauf und runter bewegen ohne Luft zu pumpen.
Neben einer Adresse sind Hinweise zur selbstständiger Reparatur und Wartung willkommen.
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Ich vermute, daß Gumpy richtig liegt. Eine gründliche Reinigung mit einem Laufreiniger hilft hier weiter.
Die Bundeswehr verwendet dazu den Robla Solo MiL Laufreiniger von Ballistol. Die Anleitung zur dessen Verwendung wird im Beipackzettel beschrieben.
https://ballistol.de/produkte/techn…sche-65-ml.html
Chemie ist in der richtigen Dosierung bisweilen sanfter zum Lauf als grobe Mechanik.
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Ich nehme zum Reinigen der Pistole das Ballistol-Waffenöl und zum Schmieren der Verschluß- sowie der Laufführung das molybdänsulfidhaltige Waffenfett von Abbey (GunGrease LT2). Zur Laufreinigung benutze ich VFG-Laufreinigungspropfen aus Filz mit integrierten Messingfasern. Ich benetze die Propfen vor dem Einsatz mit Waffenöl. Der Einsatz des Laufreinigunsmittels Robla Solo Mil von Ballsitol ist zur Beseitigung der Geschoßmantelablagerungen meistens nicht erforderlich.
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Die leichte gelbliche Verfärbung auf dem Bild könnte von dem Ölfilm stammen, der die heißen Verbrennungsrückstände bindet. Es ist m.E. kein Grund zur Besorgnis.
Die CZ 75 Sport II von Waffen-Oschatz zeichnet sich durch sehr enge Passungen des von Oschatz selbst gefertigten Verschlußes und eine spielarme Laufführung - insbesondere durch das Bushing an der Mündung - aus. Dadurch entsteht eine zusätzliche Reibung beim Repetieren der Pistole, die zu einer geringen Verzögerung beim Öffnen des Verschlusses sorgt. Dies kann aber m.E. nur einen geringen Einfluß auf die Verschmutzung der Pistole haben.
Einen großen Einfluß auf die Verschmutzung hat die Patronensorte. Ich habe die Patronen von S&B mit VM-Kegelstupfgeschossen 140 grain Subsonic ausprobiert. Danach habe ich Winchster VM-KS 147 grain Subsonic und Fiocchi VM-RK 123 grain verschossen. Die S&B Patronen haben die deutlich stärksten Verbrennungsrückstände in der Pistole hinterlassen. Da ich die Pistole nach jedem Schießen reinige, spielt für mich die Verschmutzung keine große Rolle.
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Die unterschiedliche Lauflänge der beiden Pistolen - 15 gegenüber 12 cm - ist m.E. die wichtigste Erklärung für den Unterschied in der Verschmutzung bei gleicher verschossener Munition. In der Pistole mit der größeren Lauflänge wird die Pulverladung besser verbrannt und damit verbleibt ein größerer Teil der Verbrennungsrückstände in der Pistole.
Von Bedeutung ist in diesem Zusammenhang die Patronensorte, insbesondere das Geschoßgewicht und die Pulverladung. Schwerere Geschosse korresponieren mit geringeren Pulverladungen als leichte Geschosse. Deren größere Pulverladungen werden nicht vollständig im Lauf verbrannt, sondern landen zum Teil im Rasen vor der Pistolenmündung. (Wegen der guten Düngung wächst der Rasen an dieser Stelle besser als weiter vorne.)
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Von der DSB-Homepage kopiert:
Grüne Waffenbesitzkarte (WBK) - Bedürfnis zum Besitz (§ 14 Abs. 4 WaffG i.V.m. § 4 Abs. 4 WaffG)
- Überprüfung des Fortbestehens des Bedürfnisses generell alle 5 Jahre (§ 4 WaffG) – bisherige 3-Jahresüberprüfung nach Erteilung der ersten waffenrechtlichen Erlaubnis entfällt
- Nach 5 und 10 Jahren nach der ersten waffenrechtlichen Erlaubnis wird überprüft, ob das einmal erteilte Bedürfnis noch fortbesteht.
- Dazu muss der Waffenbesitzer pro Waffengattung (Kurz- / Langwaffe) nachweisen, dass er mit einer eigenen erlaubnispflichtigen Waffe den Schießsport betrieben hat.
- Dies ist dann gegeben, wenn in den letzten 24 Monaten vor dem Überprüfungstermin mindestens einmal pro Quartal oder sechsmal pro Jahr entsprechend Schießaktivität nachgewiesen wird.
- 10 Jahren nach der ersten waffenrechtlichen Erlaubnis wird das Fortbestehen des waffenrechtlichen Bedürfnisses durch eine Bescheinigung des Schützenvereins bzw. Landesschützenverbandes durch das Fortbestehen der Mitgliedschaft des Sportschützen nachgewiesen.
§ 15 Abs. 1 Nr. 7 b) WaffG: Verpflichtung der Vereine, einen Nachweis der Häufigkeit der schießsportlichen Aktivitäten jedes ihrer Mitglieder zu führen.