Beiträge von Hans48

    Ich hatte mit dem Problem einer undichten Kartusche bei einer neuen LP. Die Reparatur erfolgte durch den Werksservice. Die Ursache war ein Krümmel im Ventil. Die beste Vorsorge gegen eine Undichtigkeit ist m.E. die Beachtung der Sauberkeit, insbesondere bei der Befüllung mit Preßluft. Trotzdem kann sich z.B. ein Krümmel von einem Dichtungsring der Kartusche oder der Preluftflasche lösen.

    Ich habe eine Schießbrille K1 von Knobloch mit dem Glashalter im 37 mm Duchmesser in Gebrauch. Der größere Durchmesser bietet den Pistolenschützen den dynamischen Wettbewerbselementen den Vorteil, daß sie ein größeres Gesichtsfeld haben und den Kopf beim Heben der Pistole sowie der Aufnahme der Visierung nicht bewegen müssen. Im Zusammenhang mit der Irisblende und der dazugehörenden Trägerscheibe ergibt sich eine bessere Abdeckung gegen einen störenden Fremdlichteinfall.

    Den Ausgangspunkt für die die Bemessung des Schießbrillenglases bilden die vom Augenoptiker oder Augenarzt ermittelten Werte für die Ferne (Sphäre, Zylinder, Achse). Da ein Pistolenschütze beim Schießen das Korn scharf sehen will, muß sich der Sphärenwert des Schießbrillenglases nach dem Abstand zwischen dem Auge und dem Korn richten. Beträgt der Abstand 1,0 Meter, so beträgt der Schießbrillenzuschlag (Addition zum Sphärenwert Ferne) +1 dpt; sind es nur 0,8 Meter, dann sind es 1,25 dpt. Der Zylinderwert und die Achse bleiben davon unberührt..

    Gelegentlich vertreten Optiker die Ansicht, daß der Schießbrillenzuschlag für Pistolenschützen + 0,75 dpt betragen soll. Die Begründung lautet, daß dieser Wert einen Kompromiß zwischen dem scharfen Sehen der Kimme (Abstand 0,65 Meter, Zuschlag + 1,5 dpt) und der Schießscheibe (Zuschlag + 0,0 dpt) darstellt. Diese Ansicht ist nicht richtig. (Ab der Entfernung von etwa 6 Metern muß der Sphärenwert nicht mehr ausgeglichen werden. Deshalb begnügen sich die Augenoptiker mit entsprechend kleinen Räumen bei der Refraktion der Augen.)

    Gegenüber einem einfachen Brillengestell bietet ein spezielles Schießbrillengestell den Vorteil, daß die Ausrichtug des Schießbrillenglases über den Glashalter an die Kopfhaltung des Schützen beim Anschlag angepaßt werden kann. Desweiteren läßt sich eine ungenau erhobene Achse des Zylinders über die Drehung des Glases im Glashalter korrigieren.

    Lieber Polioder, Du schreibst, daß Du mit einer Alltagsbrille schießt. Egal, ob es eine Gleitsichtbrille, eine Lesebrille oder eine Fernbrille ist, ich würde Dir dringend raten, Dich nach einer Schießbrille umzuschauen. Es kann eine einfache Einstärkenbrille mit einem Schießbrillenzuschlag sein. Eine richtige Schießbrille wäre jedoch besser.

    Eine weitere Ursache für das Problem könnte ich der Kopfhaltung des Schützen und der verwendeten Brille liegen. Wenn der Pistolenschütze einen Anschlag ausübt, bei dem der Kopf nicht gerade zur Scheibe gerichtet ist, sondern seitlich verdreht ist, und keine Schießbrille verwendet, bei der das Brillenglas entsprechend zur Kopfhaltung senkrecht zur Visierlinie ausgerichtet werden kann, kommt es zur einer optischen Verzerrung durch das Brillenglas. Unter diesen Umständen reicht der Verstellbereich der Kimme möglicherweise nicht aus.

    Zunächst eine Bemerkung: ich verfüge nicht über Erfahrung mit der Walther LP500. Jedoch würde ich als erstes überprüfen, ob die gesamte Visierung richtig montiert ist. Sowohl die Kimme als auch das Korn lassen sich bei diesem Modell um die Laufachse drehen. Möglicherweise stimmt die Justierung der beiden Elemente der Visierung nicht. Ansonsten müßte der Verstellbereich der Kimme eigentlich ausreichen.

    Das Balancieren, d.h. das Ausgleichen von natürlichen Körperschwankungen, ist bei freihändigem Schießen schwieriger als bei Schießen mit einer aufgelegten Waffe. Insofern spielt dabei das bestens geeignete Schuhwerk eine wichtigere Rolle. Bei einem Anschlag im Sitzen dürften die Schuhe eine noch geringere Rolle spielen.

    Aus der Abbildung eines erfolgreichen Auflageschützen mit einem ganz speziellen Schuhwerk sollten keine allgemeingültigen Aussagen abgeleitet werden.

    EIn sehr gutes Gefühl für die Balance hat der Schütze, wenn er barfuß auf dem Fußboden steht. Das läßt sich zuhause im Anschlag mit der LP leicht nachvollziehen. Die Sportordnung fordert das Tragen von Schuhen, deren Schaft die Knöchelhöhe nicht überschreiten darf. Vorteilhaft sind Schuhe, die über eine durchgehend flache Sohle verfügen, die Zehen nicht allzusehr einschränken und ein nur gering ausgeprägtes Fußbett mit einer geringen Absatzerhöhung (2-3 cm) aufweisen.

    Laufschuhe und Snikers sind zum statischen Sportschießen nicht geeignet.

    Das Thema der Schießschuhe für Pistolenschützen wurde bereits in diesem Forum behandelt:

    Janka
    15. Mai 2019 um 07:57

    Die Schuhe für das Pistolenschießen haben die Funktion, den sicheren Stand und die Balance des Schützen zu unterstützen. Bei etlichen sonstigen Sportschuhen spielt dagegen die Dämpfung des Fersenauftritts und die Unterstützung des Bewegungsablauf eine Rolle. Eine Ausnahme stellen die Schuhe für Gewichtheber dar.

    Eine kompakte LP erleichtert das ruhige Halten beim freihändigen Schießen, unabhägig vom Alter des Schützen. Ob es beim Auflageschießen ebenso zutrifft, vermag ich - trotz meiner Versuche - nicht abschließend zu beurteilen.

    Wichtig bei de Auswahl der LP für Junioren ist die Frage, ob die LP einen Griff auch für kleine Hände - insbesondere Hände mit kurzen Fingern - zuläßt. Auf http://www.targettalk.org wurde die Ansicht vertreten, da die Steyr LP10 und die Tesro PA 10 für Schützen mit kurzen Fingern nicht vorteilhaft sind, da sie keine Griffgestaltung ohne seitliche Drehung erlauben, bei der Zeigefinger auf dem Abzug - wie üblich - plaziert werden kann. Daß dieser Einwand gerechtfertigt ist, konnte ich bei zwei Schützen im Verein beobachten. Der Schütze mit der Steyr LP10 hat den Griff (Größe M) fast auf die Befestigung abgeschliffen, um eine ideale Lage des Abzugsfingers zu erreichen. Der Schütze mit der Tesro PA 10 (Griffgröße M) hat den originalen Abzug durch ein spezielles Kunsstoffteil ersetzt.

    Wie die LP's für Kinder aussehen sollten, kann an den für diese Sportler konstruierten Simulator- Pistole für das Lichtschießen bemessen werden.

    https://www.feinwerkbau.de/isotope/s/simu…tole_f_cmyk.png

    Das Angebot des Lichtschießens durch einen Schützenverein hängt sicherlich von dessen Basis an Mitgliedern - insbesondere solchen mit KIndern - und von Mitgliedern ab, die sich in der Betreuung der Kinder engagieren. Den Verein kostet die Einrichtung des Lichtschiesens schon etwas. Allerdings gibt es Möglichkeiten zur Beschaffung von Fördermitteln und Spenden.

    Für die Kinder ist es eine besondere Möglichkeit zur Freizeitgestaltung mit Altersgenossen. Hier gehts zur Homepage meines früheren Vereins, in dem das Lichtschießen eine feste Einrichtung ist - mit Vereinsmeisterschaften und Teilnahme an Turnieren.

    https://bscadenau.beepworld.de/bsc-news.htm

    Hallo Hugo165, daß der Swiss-Shooter in der Schweiz lebt, das habe ich strark vermutet. Als Schweizer würde ich versuchen mit dem Hersteller bzw. dessen Übernehmer direkt in Kontakt zu treten. Der Waren- unnd Dienstleistungsverkehr läuft doch wie geschmiert zwischen D und CH. Doch auch den Schweizern bleibt inzwischen nichts anderes übrig als über den von Dir genannten Händler zu gehen. Der Reparatutschein läßt sich nicht mehr von der Homepage der Carl Walther GmbH herunterladen.

    Ich würde direkt mit der Carl Walther GmbH Kontact aufnehmen: auf die Homepage gehen, unten Reparaturschein anklicken, Reparaturschein ausfüllen und abschicken. Die Antwort müßte umgehend erfolgen. Ob die Anfrage positiv beantwortet wird, läßt sich seit Kurzem nicht definitv sagen, da der Service im Inland über den Händler erfolgen soll. Es kommt auf den Versuch an.

    Ich habe schon mehrfach eine LP zum Werksservice versandt, die Hämmerli AP 40 einmal, die Walther LP400 zweimal. Es wurden nicht nur Teile ausgetauscht, sondern auch Neujustierungen vorgenommen. Die LP würde ich im Koffer ohne Kartusche und ohne Griff versenden.

    Ich besitze eine Hämmerli AP 40 aus dem letzten Jahr der Produktion.Sie trägt das Emblem der Carl Walther GmbH. Es ist eine sehr gute LP, insbesondere sind der Abzug (besser als derjenige meiner Walther LP400), die Visierung und das Schußverhalten (besser als dasjenige der Walther LP400, obwohl kein Absorber verbaut ist) positiv zu erwähnen. Eine Besonderheit ist der Hi-Grip, der aus einem Kunststoff besteht. Mir paßt der Griff (Größe L) und ich empfinde ihn als angenehm. Er läßt sich auch - wie ein Griff aus Holz - gut zur Anpassung an die Hand des Schützen bearbeiten (wie ich an einem Griff der Größe M ausprobiert habe).

    Die Carl Walther GmbH bietet den Service für diese LP an. Ich habe ihn nach etwas mehr als 10 Jahren Gebrauch wegen einer Undichtigkeite in Anspruch genommen. Ersatzteile für die LP werden noch angeboten.

    Der Neupreis betrug zuletzt etwa 1.000 Euro (ohne eine Ersatzkartusche) bzw. 1150 Euro (mit einer zweiten Kartusche). Wenn sich die LP im neuwertigen Zustand befindet, würde ich auch etwas mehr als die Hälfte des Neupreises bieten. Die Alternative wäre eine Walther LP500 in der Basisausführung, welche etwa 1.350 Euro kostet. In die Preisprüfung sind die Kosten einer neuen Kartusche (etwa 189 Euro Listenpreis) und eines eventuellen Services einzubeziehen (etwa 150 Euro).

    Hansaxel, Du meintest wohl abwerten.

    Dieser Tage (24.10. - 02.10.2925) findet in New Delhi (Indien) ein ISSF Junior World Cup statt. Daran nehmen auch junge Sportler aus Ruland und Weißrusland teil. Ansonsten würde die übersichtliche Teilnahmerzahl weiter schrumpfen. Teilnehmer aus Deutschland habe ich noch nicht entdeckt. Ansonsten wundere ich mich über die unterschiedliche Anwendung der Sanktionen.

    Hallo Billy, dann habe ich die Aussage mißverstanden. Gut, daß Du es geradegerückt hast. Federn sollten aus Federstahl bestehen. Alluminium geht hier gar nicht. Der Hammer únd die Schlagstange sollten aus bruchfestem Stahl sein.

    Den alten Puffer zu ersetzen, ist eine gute Idee. Ich vermute jedoch, daß er nicht die Ursache für das Doppeln ist. Der Puffer mindert lediglich den Aufschlag des Verschlusses auf das Gehäuse. Ein verschlissener Puffer hat eine geringere Dämpfung und sorgt damit für einen etwas schnelleren Verschlußrücklauf.

    Ich vermute die Ursache des Doppeln bei den üblichen Verdächtigen. Das wäre zunächst die Abzugsstange - auch Unterbrecher genannt. Sie wird nach dem Schuß normalerweise durch den Verschluß runtergedrückt. Damit wird die Verbindung zum Abzugsstollen unterbrochen. Dies Abzugsstange sollte dafür genügend Spiel haben. Wird die Verbindung zum Abzugsstollen nicht gekappt, gibt es u.U. einen Feuerstoß.

    Der zweite Verdächtigte ist der Abzugsstollen. Er muß den vom Verschluß nach dem Schuß niedergedrückten Hammer auffangen, damit er die erneute Reise zum Schlagbolzen nicht sofort wiederantritt. Ansonsten gibt es einen Doppler. Der Rastenübergriff stimmt ja mittlerweile. Die Feder des Abzugsstollens sollte aber genügend Spannung haben, daß der Abzugsstollen sein Aufgabe rasant schnell erfüllen kann.

    Die Abzüge der alten Pistolenmodelle hatten keine bzw. nur sehr beschränkte Möglichkeiten zur Regulierung des Abzuges. Damit waren sie sozusagen "idiotensicher". Die Abzüge der modernen Sportpistolen (GSP, Hämmerli, Pardini usw.) geben den Schützen etliche Möglichkeiten, den Abzug nach ihrem individuellen Geschmack einzustellen. Daduch ergeben sich automatisch Fehlerquellen. Ich würde den Abzug nach der Bedienungsanleitung auf die Grundeinstellung zurückführen. So wie ich die Bedienungsanleitung verstehe - soll dadurch ein sicheres Funktionieren des Abzugsmechanismus herbeigeführt werden. Davon ausgehend könnten anschließend kleine Änderungen vorgenommen werden.