Du hast vollkommen Recht, das scheint ein Widerspruch zu sein.
Zum einen kritisiere ich, dass gerade die "spaßorientierten Disziplinen" nicht im Reglement des DSB sind bzw. dann nur maximal auf Landesebene Wettbewerbe gibt. Ohne entsprechende Wettbewerbe ist Training relativ nutzlos.
Der DSB ist nun mal ein Sportverband, auch wenn mancher Waffenbesitzer meint es sollte eine universelle Organisation rund um die Waffe sein.
Sehen die Führungskräfte der anderen Verbände sich eigentlich auch als die großen Bespasser der Nation? F. G. hat ja nicht grundlos in der Vergangenheit im anderen Forum die Vorstellungen mancher Mitglieder gerade gerückt.
Außerdem sind Jugendliche ab ihrem letzten Schuljahr - egal, ob es die 10. bei Realschülern oder die 12. bei Gymnasiasten - meist in dieser Zeit nicht mehr für den leistungsorientierten Sport zu gebrauchen. Prüfungen gut bestehen, bewerben, Lehre oder Studium beginnen und dann noch das andere Geschlecht - da bricht es meist weg. (Und hier beginnt unser Spaßtraining Früchte zu tragen, nämlich wenn sie mit 18 eine WBK holen). Wenn man also diese Jugend nicht fest an den Verein bindet, dann it das ganze Jugendtraining "für die Katz".
Aussage eines österr. Schitrainers zum "unwilligen" Nachwuchs: Je nach Verband bekommt der eine oder auch zwei Möglichkeiten sich zu bewähren und wenn er nicht will warten schon die nächsten um nachzurücken.
Ja es gibt Sportler die in diesem Alter aufhören, weil sie oft zum ersten mal selbst Entscheidungen treffen können und die Vorstellungen der Eltern oder anderer nicht mit ihrer Planung deckungsgleich sind. Aber gerade bei einem so großen Verband wie den Schützen sollte sich doch noch Nachwuchs finden.
Wenn man allerdings einen jungen Erwachsenen ohne Vorkenntnisse zum Bundeskader machen will, dann muss auch vieles stimmen und derjenige muss sicher sehr, sehr viel Zeit in sein neues Hobby stecken. Die DDR-Kader haben eigentlich Vollzeit trainiert, wenn ich den alten Geschichten glauben kann. Und ich habe gehört, wo die kistenweise KK-Munition verklappt haben wollen, weil ihnen einfach der Arm weh tat.
Die gute alte Zeit kommt leider oder hoffentlich nicht mehr. Allerdings wird behauptet dass im dekadenten Westen Sportler auch Schützen neben einem Vollzeitberuf zu olympischen Ehren aufsteigen konnten.
Einfacher ist es natürlich, Erwachsene, die bereits im Leben ihren Platz gefunden haben, zu akquirieren und dann gut auszubilden.
Wollen die dann noch Leistungssport mit allen Nachteilen und wenigen Vorteilen die auf die die Mehrzahl der Sportler zutreffen einlassen? Richtig fette Kohle verdienen im Sport bei uns nur mal recht wenige.
Welche Sportarten kämen da neben den Schützen noch in Frage? Neckermann und Linsenhoff fallen mir da bei den Reitern noch ein.
Wäre es da nicht unklug in einer Situation in der wir heute sind (kurz vor dem Verbot, schritte vor dem Abgrund wenn wir nicht vorher aussterben...) noch Sonderregelungen zu fordern?