Beiträge von Hansaxel

    Ich weiß nicht, wie es im Gewehrbereich ist. Aber im Pistolenbereich sehe ich auf der DSB-Ausländerlista⁰e eine Reihe von berühmten Namen von absoluter Weltklasse, besser als fast alle deutschen Schütz(inn)en, und einigen höchstqualifizierten olympischen Nachwuchs.

    Die haben mehr (auch internationale) Wettkampferfahrung als beinahe unser ganzer Nationalkader und ich denke eher, dass die Bundesliga für sie ein sehr willkommener Zusatzverdienst je Start ist, nicht nur Reisegelegenheit gegen Kostenerstattung. 😇

    Gruß, Carcano

    Du schriebst mal von Spitzensportlern in den USA die mit Essensmarken von der Wohlfahrt unterstützt wurden. Das ist beim neuen Präsidenten sicher besser.

    Wenn so ein Sportler nun für lau nach Europa reisen kann und noch einige $ oder € Aufwandsentschädigung bekommt geht es ihm auch nicht schlechter als bei einem Verzicht auf den Start.

    Unabhänig davon bietet sich einiges an Möglichkeiten einem Sportler das Antreten zu ermöglichen ohne ihn zu "bezahlen".

    Abgesehen davon gibt's für manchen Sportler in der Heimat dann Probleme wenn er bezahlt wird. Regeln zum Collegesport sollten z.B. dagegen stehen.

    Was ist angemessene Bezahlung, was ist Basis für die Bemessung?

    Die Leistungen, die wird auch bei anderen Sportarten nicht honoriert.

    Das Zuschauer Interesse, da sind auch andere brotlose Sportarten vorne.

    Wenn die schon zu Amateur Zeit geplante BL kommerziellen Gewinn bringen sollte haben die Verantwortlichen vergessen das Licht auszuschalten.

    Angemessene Beiträge, um anfallende Arbeiten an Firmen vergeben zu können? Die dann erforderlichen Beiträge würden zu einer Kündigungswelle führen. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass eine Verdoppelung der Beiträge den Mitgliedern vermittelt werden kann. Neben dem Schützenhaus müssen wir auch noch KK-Stände 50/100 m in Schuss halten. Kerngeschäft im Verein ist halt auch unbezahlte Arbeit. In vielen Vereinen läuft es so, man muss sich für eine gewisse Zahl freiwilliger Arbeitsstunden verpflichten, oder diese mit einem Stundensatz ablösen.

    Weil das in vielen Fällen so ist bleibt die Situation wie sie ist.



    Du bezieht dich jetzt auf die 3. Kurzwaffe. Überkontingentwaffen sind ein eigener Problemkreis. Ich schrieb von den Voraussetzungen zum Waffenerwerb der ersten Waffe(n). Bedürfnisse müssen grundsätzlich vom Verband ausgestellt werden. Vereine dürfen das nicht mehr.

    Mein erste Frage dazu:

    Kennst Du die Bedingungen vom WaffG 72 überhaupt?

    Mein Antwort bezieht sich immer noch auf das WaffG 72

    Ich meinte die Tatsache daß schon für die dritte WBK pflichtige Waffe ein Bedürfnis vom Verband erforderlich war, die bekam dann ein Kaderschütze für die OSP oder freie Pistole.

    Dafür konnte der OSM des LG Vereins für sich und seine Spezln den obligatorischen .357 Revolver genehmigen.

    Zeiss Gläser waren schon immer sehr hochwertig.

    Der Osten war schon immer voraus, deswegen auch so erfolgreich!

    Für ein Adlerauge braucht man kein hochmodernes Glas.

    Warum dann das Getue?

    Das Problem ist, dass du die Produktion solcher hochwertigen Zeiss Gläser heute nicht mehr bezahlen kannst .

    Die Österreicher können es noch, Japaner auch. Nur als Beispiel ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

    Das ist wie der Umstieg von Porzellan auf Plastikteller. Das wurde ja auch nicht gemacht, weil Kunststoffteller hochwertiger sind 🤔😂 Oder?

    Hab ich wieder ein Gspäßle nicht erkannt.

    Wenn ich es jetzt nicht ganz falsch im Hinterkopf habe, die Altersgrenzen wurden mit den 1997 erfolgten Änderungen eingeführt. Hört man hier ne Nachtigall trapsen?

    Die Herabsetzung des Alters auf 10 Jahre kam 2002 ins WaffG wurde aber wegen eines Vorfalls am gleichen Tag in Thüringen nicht mehr verabschiedet.

    Ich bezog mich aber auf den Verein und die Vereinsbeiträge.

    Dann habe ich mich falsch ausgedrückt, aber auch ein Verein der angemessene Beiträge verlangt muß später nicht die Arbeit meist nur weniger williger ausnutzen.


    §72 WaffG? Meinst du den § 14 oder den §27? Und ja, ich muss mich zwangsweise damit herumschlagen.

    Ich meinte die Tatsache daß schon für die dritte WBK pflichtige Waffe ein Bedürfnis vom Verband erforderlich war, die bekam dann ein Kaderschütze für die OSP oder freie Pistole.

    Dafür konnte der OSM des LG Vereins für sich und seine Spezln den obligatorischen .357 Revolver genehmigen.


    Auch Carl Zeiss muss seine Produkte in Bezug auf Qualität und Beschichtungen kontinuierlich weiterentwickeln.

    KOAGMBH

    Sind die Ansprüche an das Material wirklich so gering dass man Rohlinge aus 1960 problemlos verwenden kann?

    Wenn mir der Mitarbeiter aus Tirol erklärt das ihre Optiken auch Rohlinge immer besser werden kann das Werbung sein, wenn mir aber ein Fotograf am Bild demonstrieren kann daß ein aktuelles japanisches Objektiv besser ist als ein Spitzenprodukt mit dem roten Punkt aus der Analogzeit nehme ich das als Fakt hin.

    Warum 150€? Hier komme ich nicht mit, warum sollen Beiträge unterhalb stark überschätzt sein?

    Ich meinte daß die Einnahmen die von den Verbänden durch unnötig große Starterfelder generiert werden überschätzt werden.

    Ein Hauptproblem sehe ich den Hürden zum Erwerb. Bei KK und ZiStu reden wir von Waffen die keinerlei Deliktrelevanz haben. Gleichwohl wurden die Vorraussetzungen für den Erwerb ständig verschärft.

    Kennst Du die Bedingungen vom WaffG 72 überhaupt?



    Das der Zimmerstutzen erst durchs Waffengesetz wieder hochkam ist mir jetzt neu.......

    Ich sehe da doch immer die Oldtimer in der Mehrheit.

    Was meinst Du damit, alte Männer oder alte Zimmerstutzen?

    Ja, wir müssen mit dem arbeiten, was wir haben. Wobei ausreichend starke Talente gar nicht soooo selten vorkommen, wie man denkt.

    Das ist eine Frage der Definition, da sind wir gelegentlich sehr flexibel. Im anderen Thread werden anschinend nur Medaillenplätze aus gut gesehen.

    Genau an dem Punkt - "für den Leistungssport geeignet oder nicht" - muss der Verein und die Trainer wissen, was sie wollen: Die, "die nicht geeignet sind" aussieben und wieder heimschicken (hat für mich so ein Geschmäckle) oder anderweitig "bespaßen".

    Darum geht es zumindest beim Verein noch nicht. Eine kleine Gruppe ist noch überschaubar, ich kann aber auch nicht jeden zu Veranstaltungen mitnehmen die ihn dann nur überfordern.

    Da muss ich dir aber massiv widersprechen, dass sind die Mitglieder die den ganzen Bums mitfinanzieren, in ihrer Freizeit das Schießhaus und die Anlagen in Ordnung halten. Die kümmern sich um die Organisation von Veranstaltungen etc. Mit den Aktiven alleine kannst du keinen Verein am Leben erhalten!

    Die Schützen sind ja da, die könnten auch gut schießen, dann würde halt das Limit höher.

    Wenn eure Mitglieder Beiträge wie andere Schützenverbände zahlen, so ab 150€ mag das ein Argument sein, ansonsten werden die Einnahmen doch stark überschätzt.

    Die Qualifikation für Hochbrück ist nicht die alleinige Messlatte. Mal so ganz nüchtern betrachtet. Im Endeffekt könnte man die BM und die DM mit je 10 - 20 Startern, pro Disziplin durchziehen.

    Sportlich gesehen richtig, aber warum soll der Verband nicht den Wünschen der Mitglieder nachkommen?

    Die immer behauptete Geldquelle sind Meisterschaften nur weil genügend Freiwillige mitmachen.

    In sehr vielen Fällen reicht es bei der Jugend nicht mal zu Dreistellung, weil das Angebot vom Verein her fehlt. Ich traue mich zu sagen, ein gewisses Desinteresse da ist. Von KK und Zimmerstutzen brauchen wir gar nicht reden.

    Kein Wunder wenn wie dem TE schon Aufgelegt reicht und er dafür gelobt wird.

    KK wurde sicher auch vom LG verdrängt, seit das nicht mehr nur Trainingswaffe für den Winter ist.

    Zimmerstutzen kam doch auch erst durch das WaffG wieder hoch.

    Schützen aus dem Ausland sicher weniger bis nicht. Aber Vereinsabend ist auch Trainingsabend. Unser Verein hat das Glück, dass zwei BL-Schützinnen bei uns trainieren und dies regelmäßig. Die geben oft Tipps, gerade der Jugend. Die fühlen sich auch so wohl bei uns. Zu Veranstaltungen kommen die mit ihren Partnern. Aber es muss ja nicht der Hochkaräter sein, Bezirksligaschützen können auch was.

    Schön wenn das bei euch funktioniert, gelegentlich hat aber die Jugend andere Trainingszeiten und nicht alle Jungen schätzen die Anwesenheit der Älteren auch Eltern in der Freizeit.

    Was wollen wir, was brauchen wir?

    Da beginnen bei Schütze und Vereinen schon die Unterschiede.

    Gewünscht werde gute Schützen, die möglichst hochklassig schießen. Da sieht die Laufbahn dann idealerweise so aus, als Schüler schon in einem hochkarätigen Kader. Keine großartigen Probleme im schulischen Bereich. Dazu bedingungslose Unterstützung durch die Eltern.

    Wünsche sind schon was feines, arbeiten müssen wir aber mit dem was kommt.

    Spätestens mit Beginn des Berufslebens fällt die Entscheidung, was ist dem mittlerweile jungen Erwachsenen wichtig. Kann er Sport und Beruf unter einen Hut bringen.

    Ein Zeitpunkt für viele die bisher die Träume anderer erfüllt haben für sich selbst zu entscheiden.

    Manchmal geht es nun mal nicht, das sollte dann auch ein Trainer oder Verein verstehen.

    Ich behaupte mal, in jedem Verein tauchen jedes Jahr junge Schützen mit Potential auf. Manchmal werden die nicht entdeckt, manchmal haben die nicht das Ziel in den Leistungsbereich zu gehen, manche werden gute und andere sehr gute Schützen. Auf die internationale Leistungsebene schaffen es nur sehr wenige. Dafür muss alles passen, ein Verein der nicht im Weg steht, überdurchschnittliches Können, Nervenstärke, die Bereitschaft vom Sport sein Leben zu bestimmen lassen etc.


    Damit das funktioniert brauchen wir aber auch andere. Das sind die, die aus Spaß an der Freud schießen.

    Gerade die Vereine brauchen die nicht. Die sind aber da und nur mit denen können wir arbeiten weil die Talente doch recht selten sind. Was hilft uns wenn der Kreis- Gau- und Landesmeister dann nicht für Hochbrück qualifiziert ist.

    Die guten Schützen, die hochklassig geschossen haben und ihre Erfahrungen und ihr Wissen Weitergeben können. Die entdecken dann auch leichter die Ausnahmetalente. Damit der Laden (Verein) läuft noch jede Menge engagierte Mitglieder.

    Kann sein muss nicht sein.


    Die große Kunst ist dann immer, alle unter einen Hut zu kriegen, dass der Bundesligaschütze genau so am Vereinsabend auftaucht wie der Schlumpfschütze (bitte nicht despektierlich verstehen, die schießen ihre Wettkämpfe mit dem gleichen Ernst). Hier müssen sich die Alten auch immer mal fragen was kann ich dazutun. Der Verein muss bereit sein die Talente „abzugeben“ für Kadervereine schießen zu lassen.

    Welcher Bundesligaschütze, der aus USA oder Indien? Vielleicht hat der Schütze der mehrmals die Woche trainiert auch noch andere Interessen als einen Vereinsabend.

    (Ich hab oft genug Vereinsfunktionäre erlebt, denen war es wichtiger, dass auf den Ergebnislisten SV Kleinkleckersbach steht, als das Vorankommen der Schützen.)

    Insgesamt ergibt sich da ein Spannungsfeld, dass es schwierig macht.

    Da stimme ich Dir vollkommen zu.

    Zitat


    Ich sehe zum momentanen Aufbau keine besseren Alternativen. Sicher kann man auf allen Ebenen etwas verbessern, aber insgesamt sind wir doch auf einem hohen Niveau. Schützen in der Klasse einer Sonja Pfeilschifter, einer Petra Horneber und eines Ralf Schumann betreten nicht alle Naselang den Schießstand.

    Da gäbe es einiges, aber noch mehr Tabus daß eine Diskussion nicht lohnt.

    Alles kein Alleinstellungsmerkmal der Schützen, das betrifft alle Sportarten.

    https://www.sportschau.de/nur-gastgeber-…-games-108.html

    Da können unsere Sportler ja auch mithalten.

    Liegt es vielleicht doch an den Schützen selbst?


    Im Verein habe ich einen Kollegen, der recht krude mit polyester-Autospachtel arbeitet. Sieht nicht schön aus, aber ist die einzige Lösung vor Ort, die ich gesehen habe.

    Das ist die preiswerte Version, die kann man genauso für feinere Arbeiten verwenden.

    Die oben genannten Massen sind auf Epoxidharz aufgebaut und vielleicht etwas weniger ungesund bei der Verarbeitung aber wesentlich teurer.

    Mit verschiedenen Zuschlagstoffen kann man die Spachtelmasse zäher machen.

    Unter Modell- oder Bootsbau finden sich viele Tipps. West Systems, von der Linden wäre ein Suchwort.

    Hier wird mit Zähnen und Klauen eine Entscheidung verteidigt, die kontraproduktiv war.

    Das sehe ich nicht so, ich muss nur gelegentlich mit Entscheidungen leben, besonders wenn ich sie nicht ändern kann und noch mehr wenn sie mich nicht betreffen.

    Sollte da nicht jemand zusätzlich nachrücken können, die sollten doch profitieren oder opfern die sich schützentypisch nur für die anderen?