Jetzt wacht sogar der Süden auf!

  • Eugentlich ist - von vorne bis hinten - ALLES falsch an dem letzten Posting von elysium. Das liegt aber, man siehts am Einleitungssatz, daran, dass er einfach nicht *will*.

    Denn das Problem als solches hatte er - anders als Lanfear und Califax - schon zu Anfang seines diesem voran gehenden Postings zutreffend erkannt und benannt.

    Danach eskamotiert er es dann aber in einem fort. Öfters, wenn nicht zumeist, ist sogar das genaue Gegenteil richtig.

  • Spannend. Fachlich kann ich nix beitragen, aber es liest sich als Breitensportler, der seit über 30 Jahren SpoPi im RWK schießt sehr interessant mit welchen Themen und Problemen sich in gewissen Ebenen herumgeschlagen wird.

    Jetzt stand in der ganzen Zeit nie jemand neben mir, der in der Disziplin jemals eine Trainerausbildung absolviert hat (der Verein ist ein 99% LG/LP Verein) und ich schieße so wie mir das am besten passt. Basics natürlich dienstlich angeeignet und beim Rest halt die Leistung Phasenweise auf hohem Niveau, dazwischen auch wieder nur solala. Aber ich habe Spaß am Schießen und alleine das mag für viele Motovation genug sein.

    Es klingt für den unvoreingenommenen Leser so, als wäre das heroische Ziel immer Olympia und der Breitensport ist die Kröte die ein Verband da halt schlucken muss. Ist es nicht richtig, dass wenn ich vor allem Jugendliche - die in der Tat im Zuge ihrer Findungsphase noch gar nicht wissen was sie wollen - beim Schießsport halten will, nicht nur die Motivation durch Leistung und Ergebnis, sondern auch durch die Gemeinsamkeit und den Spaß am Sport halten kann? Und wenn ich sie schon nicht halten kann, wenigstens mit einem Gefühl gehen lasse, das es ihnen leicht macht am Ende ihrer Wirbeljahre dann wieder zurückzukommen und da weiter zu machen wo sie aufgehört haben?

    Wenn ich von Anfang an nur nach Diamanten suche und die Goldkörnchen beiseite werfe, verpasse ich u.U. den Moment, in dem aus manchen Goldkörnchen doch ein Diamant schlüpft. Ich denke dass der Breitensport eben durch seine Nicht-Hochleistungssport-Aura zumindest die Rahmenbedingungen für diejenigen bietet, die eben später zünden - und die müssen vor allem gerne hier sein.

    Wahrscheinlich eine recht rosarote Vorstellung und ja, ich habe null Ahnung vom Fördergedanken der Verbände, aber ich wollte auch eine Lanze für alle Breitensportler brechen, die sehr wohl gute Leistung bringen wollen, die sie aber eben meist nur sich selbst beweisen möchten. Und die btw mit ihren Beiträgen auch die Verbände finanzieren ;)

    Wenn früher alles besser war, dürfte morgen heute also gut gewesen sein.

  • Hallo uodalrich ,

    so würde ich es nicht formulieren, auch wenn ich am Sportgymnasium ja genau in diesem Fahrwasser (hin zu Olympia) arbeite.

    Eigentlich sind sich die Verbände sehr bewusst welchen Stellenwert der Breitensport hat. Beim DOSB kann ich das Zerrbild in der Bevölkerung verstehen. Nach dem Zusammenschluss damals von NOK und DSB zum DOSB war eigentlich mehr oder weniger nur die Spitzensportseite präsent....

    Und gerade da (so meine Interpretation beim DSB - bei anderen Verbänden weiß ich es) die Intention - nicht unbedingt gleich Olympia, sondern ersteinmal der Breitensport und die Basis ist, sind die Trainerausbildungen seitens DOSB und den Verbänden auch so konzipiert wie sie sind.

    Denn wie du richtig schreibst - wenn die Basis groß genug ist finde ich auch in der Masse genügend gute Leute für den Spitzensportbereich. Oder ich muss alternative Wege haben wie zB die Bobfahrer wo es den Breitensport quasi nicht gibt und die sich über verschiedene andere Zubringersportarten bedienen (z.B. Sprint Leichtathletik als Anschieber)


    Bzgl. Carcano du *willst* einen falsch verstehen - ich war durchaus gewillt nachzuvollziehen was du auszudrücken versuchst - nur es kam bei mir nicht durch was du mit deiner Aneinanderreihung von Wörtern auszusagen gedachtest - wolltest.

    Aber erleuchte uns doch - du wurdest inzwischen mehrfach aufgefordert uns zu sagen wo wir alle gemeinsam komplett danebenliegen.

    Und mir ist auch nicht klar wo ich etwas eskamotiert habe - also letzten Endes ein Argument verschwinden gelassen habe oder beim Gegenteil gelandet bin....

    Und wenn du allem widersprichst nur als ein Beispiel - der Port braucht eine gute Breitensportliche Arbeit und einen breit aufgestellten Breitensportbereich - dem würdest du auch widersprechen? Auf die Begründung (als ein Beispiel von vielen) bin ich mega gespannt.

  • Als es noch nicht die Trennung C-Breitensport / C-Leistung gab haben viele Verbände das Problem adressiert, dass es keine "so wirkliche Stufe für den Anfängertrainer gab". Dies hat der DOSB mit der Trennung versucht - und so macht es der DSB und auch mein vorig verlinktes Beispiel aus dem Turnen (könnte noch mehr nennen) -

    An Schwimmen, Reiten, Radfahren, Laufen, Skifahren, Tanzen erinnere ich mich da noch.

    Die haben alle für Leistungssport ausgebildet und wussten dass es um Nachwuchsarbeit, bei der gelegentlich jemand auffallen kann, geht.

    Das erkannte Talent sollte dann auch noch wollen.

    Jetzt könnte man einwerfen dass (immer noch zu meiner großen Verwunderung) es im Schießsport (Bogen will ich hier explizit ausnehmen - zumindest nach der Erfahrung aus meinem Gebiet hier) nicht üblich ist, das Training mit Trainern zu bestücken (v.a. wenn es das Jugendtraining altersspezifisch übersteigt..) - da krankt natürlich dann auch das System. Aber da ist weniger der Inhalt des Scheins verantwortlich sondern eher die Kultur in dieser Sportart.

    Bogen ist wie Biathlon in anderen Ländern selbstständig organisiert.

    Ist die Betreuung Erwachsener in anderen Sportarten wirklich so viel besser? Hier in der Großstadt finde ich nur wenige Vereine mit betreutem Angebot für Erwachsene wenn es nicht gefordert wird. Alternativen sind da in den Studios vorhanden und werden anscheinend bevorzugt, die kosten aber richtig Geld, sind daher nichts für Schützen.


    Und ein frühes Einstiegsalter - eine lange Sportkarriere - eine lange Kaderkarriere sind eben starke Prädiktoren für Erfolg.

    Über das frühe Einstiegsalter könnte man noch reden.

    In vielen Sportarten waren vor 20-30 Jahren noch Sachen möglich, die heute aufgrund der enormen Spezialisierung und Professionalisierung im Leistungssport eben nicht mehr gehen.

    Bei den Schützen wesentlich bessere Leistungen zur Qualifikation DM schrieb gestern noch jomei

  • Wie kam denn das Lichtschießen deiner Meinung nach in die Welt? Wenn ich mich richtig erinnere wurde es vor gut 30 Jahren vom damaligen Bayerischen Landessportleiter Dieter Ohmayer eingeführt, um auch die jüngsten an den Schießsport heranzuführen. Zur gleichen Zeit hat der BSSB damals das Pilotprojekt "Schießen ab 8" durchgeführt, das wissenschaftlich begleitet und aufbereitet als Studie veröffentlicht wurde. Bei "Schießen ab 8" durften die Teilnehmer mit Luftgewehr und Luftpistole schießen - Lichtgewehr wurde also für die noch jüngeren Kids eingeführt.

    Wenn ich es jetzt nicht ganz falsch im Hinterkopf habe, die Altersgrenzen wurden mit den 1997 erfolgten Änderungen eingeführt. Hört man hier ne Nachtigall trapsen?

    Die schlechtesten Schützen haben die besten Ausreden.:sobbing: ^^

    Einmal editiert, zuletzt von jomei (28. August 2025 um 17:13)

  • Wenn ich es jetzt nicht ganz falsch im Hinterkopf habe, die Altersgrenzen wurden mit den 1997 erfolgten Änderungen eingeführt. Hört man hier ne Nachtigall trapsen?

    Die Herabsetzung des Alters auf 10 Jahre kam 2002 ins WaffG wurde aber wegen eines Vorfalls am gleichen Tag in Thüringen nicht mehr verabschiedet.