Beiträge von RainerE

    Reglementierungen oder in dem Zuge keine Reglementierung... sind nie Fair...

    Warum das denn nicht? Natürlich es fair, wenn für alle die gleichen Bedingungen gelten. Was wäre denn sonst fair? Variable Regeln? Keine Regeln?

    Ziel des Schützen sollte sein... aus schlechten Bedingungen... das Optimum heraus zu holen...

    Ja, das stimmt. Aber dann sollten für alle die gleichen schlechten Bedingungen herrschen.

    Und auch wenn Du Deinen erster Satz relativiert hast, noch ein paar Worte dazu. Wir müssen nicht zurück zur Steinzeit des LG-Schießsports.

    Mir ist es egal, ob jemand neben mir im RWK mit dem Seitenspanner und der Jeanshose schießt (was wirklich auch so stattfindet!) oder ob jemand im vollen Ornat antritt mit neuestem Walther Gewehr und Munition, die von Nonnen bei Vollmond unter Gebeten von Hand hergestellt wurde. Denn das ist die Entscheidung von jedem Einzelnen selbst, wie weit er aufrüstet. Zumindest theoretisch, denn natürlich setzt das Bankkonto bei dem einen oder anderen doch ein Limit. Aber ob ich bei einem Wettkampf, der zur Qualifikation für einen höheren Wettbewerb geeignet ist, eine Auflage vorgesetzt bekomme, die mich 2-5 Ringe kostet, oder ob ich irgendwas mitbringen kann, worauf ich immer schieße und was speziell auf mich angepasst ist – das ist eben nicht mehr meine Entscheidung! Da finde ich, ist es von einem Verband, der die Höhe der Schuhe, die Breite der Laufgewichte und die Länge der Reisverschlüsse reglementiert, nicht zu viel verlangt, dass er dafür sorgt, dass es (annähernd) gleiche Voraussetzungen von Seiten der Landesverbände für die Schützen gibt.

    München Hochbrück hat keine Auflagen? Na dann müssen sie sich eben welche besorgen, wenn es in die SpO geschrieben werden würde. Von uns wird ja auch verlangt, dass wir neuen Regeln folgen – auch wenn es Geld kostet, oder bereits investiertes Geld vernichtet.

    Was sollen wir vom WSB dann erst sagen?
    Wir müssen uns in Dortmund auf diesen Ständern bei der LM für die DM qualifizieren.

    Das liegt daran, dass die Bayerische Meisterschaft in Hochbrück stattfindet und dort keine Auflageständer vorhanden sind. Jeder muss seinen Auflageständer selbst mitbringen.

    Das ist ein gutes Beispiel für eine Wettbewerbsverzerrung. Die einen müssen ihre Landesmeisterschaft auf den Rutsch- und Balance-Übungsgeräten in Dortmund durchführen, die anderen bringen nach München Hochbrück ihr 36kg Stativ mit. Für beide gilt aber das gleiche Limit zur DM. Das ist doch nicht in Ordnung!

    Die einfachste Lösung wäre das Material für die Auflage und den Auflagekeil, mitsamt den Abmessungen sowie Formgebung vorzuschreiben. Die jetzt möglichen Materialpaarungen ergeben unterschiedliche Reibwerte.

    Ich weiß nicht, ob man so weit gehen müsste, den Schützen die Auflageschiene am Gewehr vorzuschreiben. Wenn Du schreibst Holz, kommt der eine mit Balsaholz und der nächste mit Ebenholz. Mir geht es um die Auflageböcke auf den Ständen. Ich finde das einfach frech, dass uns vorgeschrieben wird, wieviele Taschen wir an der Jacke haben dürfen, aber bei den Auflagen jeder Verein machen kann, was er will.

    Meine Frau hat mich mal ein wenig ausgerfragt über unseren Sport und ich habe Ihr erklärt, was alles in der SpO geregelt ist. Sie hat nicht schlecht gestaunt, wie weit das geht. Einige Tage später fing ich an auf einem Auflageständer, wie sie in in Dortmund verwendet werden, zu trainieren. Sie fragte mich, warum ich denn das nun wieder mache. Ja, weil sie in Dormund bei der DM andere Auflageständer haben als wir im Verein, und auch andere als in meinem Zweitverein – also eigentlich gibt es unzählige verschiedene, war meine Antwort.
    Vor dem Hintergrund unseres Gesprächs über das komplexe Regelwerk des DSB schaute sie mich ungefähr so an:
    Erst :still::X..... Dann :/ Schließlich 8o
    Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.

    Da schaffen vom Organisator zur Verfügung gestellte Auflageböcke faire Verhältnisse.

    Das sehe ich komplett genau so. Vor Jahren gab es mal bei einer DM oder LM den Fall, dass eigene Auflagen toleriert wurden. Ich glaube, mivo1965kann da was dazu sagen. Das war wohl ein ziemliches Chaos – genützt hat es allen nichts, Mike wurde Meister mit der ganz normalen Auflage vom Veranstalter.

    Was ich allerdings überhaupt nicht nachvollziehen kann ist, dass die Frage der Auflage nicht in der SpO völlig klar geregelt ist. Damit meine ich nicht nur das Auflagematerial, sondern auch, ob die Auflagen fest angebracht sind oder aus freistehenden Ständern bestehen, oder, oder...

    Es gab und gibt ja auch keinerlei Hemmungen, den Sportlern vorzuschreiben, dass diese oder jene Griffe nicht mehr erlaubt sind und dann eben was abgefeilt werden muss, oder diese oder jene Schuhe nicht mehr zulässig sind – schneidet man eben was ab. Ich meine, es ist alles geregelt bis hin zur Unterwäsche – aber die Auflagen sind ein wildes Sammelsurium.

    Ich glaube, das muss jeder für sich selbst herausfinden, so wie die Ringstärke des Ringkorns usw. das ist doch alles sehr individuell.

    Im Auflagebereich habe ich lange mit Insert geschossen. Mir ist aber aufgefallen, dass wenn der Duplexring zu nahe am Ringkorn ist, ich nicht so schnell und eindeutig sehe, ob ich gut zentriert bin mit dem Auge. Wenn der Duplexring dagegen zu nache am Korntunnel ist, also sehr weit außen, dann wandere ich beim Feinzielen immer mal wieder in den Außenbereich, um das zu kontrollieren – das lenkt meinen Fokus vom Zentrum weg. Schlussendlich bin ich dann zur Duplex-Iris gewechselt. Da habe ich alles im Zentrum: Den Spiegel, das Ringkorn – und unmittelbar drumherum die Kontrolle, ob ich mein Auge gut zentriert habe.

    Beim Freihandschießen nehme ich das Insert. Mit dem Duplex geht mir zu viel Scheibe, und damit Orientierung verloren.

    Das ganze Jahr in die Schießhose zu passen?

    Hmmm, ja... um ehrlich zu sein, Du hast es auf den Punkt gebracht! Im Grunde kann man das Leben auf ganz einfache Fragen reduzieren :amused::coffee:

    Also was ich gerne schaffen würde, Landesmeister in der Luftpistole zu werden. Da habe ich leider immer wieder verkackt bei Ergebnissen des Siegers, die so einfach zu erreichen gewesen wären, dass ich hätte heulen können.

    Oh Mann, das ist schön! Das ist soooo schön... dass ich nicht der einzige bin. Von der Kurzwaffe kenne ich das auch zur Genüge!:rolleyes:

    Das ist eine interessante Frage, nach der Motivation.

    Als ich vor vier Jahren angefangen habe mit LG-Auflage, wollte ich der Beste im Verein werden, dann den RWK gewinnen, dann Kreismeister werden, dann Landesmeister. Einen Landesrekord wollte ich auch einmal schießen, und konstant zwischen 317,x und 319,x liegen. Bis 2025 habe ich das alles geschafft.
    Die DM hat mich nie wirklich interessiert – zu weit weg, zu groß, zu unpersönlich, und dieses Finalspektakel finde ich persönlich unangenehm.

    Nun habe ich festgestellt, dass ich irgendwie satt bin, was das Auflageschießen angeht. Die Motivation ist ziemlich weg, was einerseits Beruhigung und Entspannung bringt – andererseits fehlt aber eine gewisse Zugkraft, etwas, wofür ich brenne. Offensichtlich muss eine neue Sau durchs Dorf getrieben werden.

    Ich habe mich jetzt dem Freihand-Schießen zugewendet. Das ist mit 62 Jahren ambitioniert, wurde mir gesagt. Die Messlatte habe ich auf 400,x in Zehntelwertung gelegt. Das möchte ich gerne in diesem Jahr erreichen.

    Das Fazit ist, ich brauche wohl immer wieder neue Herausforderungen. Da ist die Lernkurve einfach besonders steil, während sie später naturgemäß abflacht.

    Und danach gibt es ja noch den Dreistellungskampf…

    Ich nutze den Jahresabschluss um allen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins Jahr 2026 zu wünschen.

    Da schließe ich mich gerne an.

    Ich hoffe auf Frieden in der Ukraine, dass in den USA Vernunft einkehrt, dass die Präsidenten von Ungarn und der türkei in den Ruhestand gehen, dass wir alle Energie sparen ....

    Ach... mir würde schon ein erfüllter Wunsch aus der Aufzählung reichen, um wieder etwas mehr Zuversicht zu bekommen. Man ist ja irgendwann mit wenig zufrieden.

    RainerE , wir patentieren für Dich den schwebenden Korntunnel ohne Tunnel

    :D Super! Du bist ziemich aufmerksam, was Deine Mitforisti betrifft.
    Das tunnellose Korn ist nicht mehr so wichtig. Hätte ich nur fürs Auflageschießen gebraucht, habe jetzt ins Freihand-Lager gewechselt. Da komme ich komischerweise mit Bordmitteln aus und brauche kein Zauberzubehör, das erst noch erfunden werden muss. 8)

    Lasst es euch nach Kräften gut gehen.

    Du auch!

    Ich kenne einen Schützen, der mit minimaler Technik auf extrem hohem Niveau trifft - weil er a) den Körperbau eines anpackenden Handwerkers hat und b) einfach in sich ruht. Da kann ich nur neidisch werden.

    Der hat dann wahrscheinlich mehr innere Ruhe als du :D

    Ich finde das müßig, Beispiele von anderen zu bringen, die aus Gründen, die uns nicht klar sind oder die sie nicht erklären können, irgendwas besser machen.

    Die, denen das nicht in die Wiege gelegt wurde, müssen eben mit Hilfsmitteln sich das antrainieren.

    Genau darum geht es mir, ob das Board dieses Hilfsmittel dazu ist. Ich wollte wissen, was der trainingspysiologische Hintergrund des Trainings auf dem Balance-Board ist und ob das jemand kennt und nutzt. Angepriesen und hochgelobt wird im Internet von den Herstellern viel.
    Man kauft sich ja auch nicht einfach so ein Duplex, ohne vorher zu wissen, wie das funktioniert und was der Sinn dahinter ist.

    Der Sinn und Zweck des Balanceboards ist das Wackeln zu erhöhen um somit den Gleichgewichtssinn bzw. das dafür erforderliche Muskelempfinden zu schulen.

    Umso stabiler wird das Stehen auf dem normalen Boden.

    Herzlichen Dank für die Antwort. So hatte ich mir den Effekt auch ungefähr vorgestellt. Dann werde ich mir so ein Teil zulegen.

    Du musst das Trainieren was dir am meisten Schwierigkeiten bereitet und weniger das bei dem deine Fertigkeiten schon gut sind.

    Training bedeutet, testen, ausprobieren, analysieren... einfach immer nur Serien schießen um auf ein möglichst hohes Ergebnis zu kommen ist kein wirkliches Training denn gemütlich locker vom Hocker auf dem heimischen Stand ein hohes Ergebnis zu schießen bedeutet nichts. Das kann jeder.

    Nur das Ergebnis im Wettkampf zählt, nichts anderes.

    Danke.

    Ich habe jetzt 4 Jahre Auflage geschossen und bin dieses Jahr beim NSSVLandesmeister mit 318,4 Ringen geworden. Bei der DM war ich leider krank. Ich bin also nicht gestern erst vom Baum gefallen und weiß ungefähr, was Training, und was "nur vor-sich-hinschießen" ist.

    Auf Ergebnis schieße ich fast nie, sondern kümmere mich meistens um Einzelelemente wie Abziehen, Annäherung, Nachhalten, usw. Eine große Baustelle ist eben das Wackeln, bzw. die Schwankungen.

    Mit dem Freihandschießen habe ich erst angefangen und befinde mich sozusagen im Embryonalstadium. Es ist nicht so leicht das zu lernen für mich, wir haben im ganzen Landkreis nur 20 Freihandschützen – ALLE ZUSAMMEN, also von der 16jährigen Jugendlichen bis zu mir mit 62. Wir schießen alle gemeinsam im Rundenwettkampf, wenn wir das nach Altersklassen aufteilen würden, wären die Gruppen zu winzig. Alles kleine Vereine auf dem Land. Kein Trainer, jeder murkelt vor sich hin und schaut sich hier und da was ab, einige schießen noch mit Holzschäften und Seitenspanner.

    Wenn du weist daß du schon zu viel wackelst, warum machst du dir keine Gedanken warum das so ist bzw. was die anderen Schützen machen die weniger wackeln.

    Wie redest Du denn mit mir?
    Du kannst doch gar nicht wissen, was ich denke. Und wenn Du DENKST, es aus meiner Frage ableiten ableiten zu können, dann FRAG mich, OB ich mir noch keine Gedanken gemacht habe...

    Natürlich habe ich mir schon (ergebnislose) Gedanken darüber gemacht, aber die paar Leute, die ich eben kenne, die stehen einfach ruhiger, ohne dass sie mir sagen können, wie sie das machen. Ein Balance-Board hat keiner von denen und nur zwei wussten überhaupt, was das ist. Vielleicht spielt es auch eine Rolle, dass die einfach 30 bis 40 Jahre jünger sind oder im Fall der älteren, schon 20 bis 30 Jahre Freihand schießen.

    Was ist denn der Zielgedanke hinter dem Board? Ich weiß schon lange, dass es das gibt aber der Sinn hat sich mir noch nicht erschlossen.

    Ich meine, ich wackle ja eh schon viel zu viel – da brauch ich doch nicht noch ein Tool, um das zu verstärken...:D

    Oder ist das so ähnlich gemeint, wie Sprungtraining mit Bleiweste oder Boxen mit Zusatzgewichten an den Handgelenken?

    Tja, das alte Problem, bei den unteren Meisterschaften auf GAU- und Bezirksebene wird nicht, oder nur oberflächlich kontrolliert. Auf der Landesmeisterschaft kommt das böse Erwachen.

    Ja, das stimmt, auf den unteren Ebenen gibt es kaum, oder gar keine Kontrollen. In Bezug auf das bemängelte "Auflegen auf der Schulter" war das aber durchgängig von der KM bis zur DM so, dass es niemanden interessiert hat – weder bei der Waffenkontrolle noch auf dem Stand. Das kann man als nicht den Bezirken oder Kreisen ankreiden. Da stank der Fisch vom Kopf her.

    Wenigstens einer der sich freudX(

    Nein – wir sind mindestens zwei ^^

    Die schwarze Schafe disqualifizieren wäre einfacher gewesen

    Es bleibt wohl für immer das Geheimnis der Kampfrichter, warum das Verbot des Auflegens auf die Schulter so lax gehandhabt wurde. Vielleicht weil es eben schwierig nachzuweisen ist, wo die Schulter beginnt und aufhört und weil sie nicht wollten, dass es endlose, fruchtlose Diskussionen bei der WK und auf dem Stand gibt...

    Tatsache ist aber, dass dieses Auflegen und die Verlängerung des oberen Flügels der Schaftkappe enorme Blüten getrieben hat. Auch auf den Lehrgängen in Wiesbaden wurde das so gezeigt, vorgemacht und als Optimum für den Schützen dargestellt – was es ja auch ist, nur war es eben nicht erlaubt.

    Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis es dem Fass den Boden ins Gesicht haut... oder so...8o

    Ich finde die neue Regelung ok. Sie ist nachmessbar und auch der ängstlichste KR kann auf den Zollstock zeigen und hat "Rechtssicherheit".

    Für einige ist die neue Regelung von Nachteil...?!
    Tja, die alte war das auch – nämlich für diejenigen, die das Reglement nicht bis zum Bersten ausgedehnt haben, die nicht umgebaut und gebastelt haben, um zu sehen, was noch geht bevor die rote Karte kommt.

    Klar gibt es Benachteiligungen durch die Natur, die unseren Körper eben mehr oder weniger geeignet für diesen oder jenen Anschlag machen, so ist das Leben. Da kann niemand was dafür. Mit 165cm und 98kg habe ich Probleme beim Kunstturnen. ISSO! Aber das ist sozusagen "gottgegeben" und das ist mir lieber, als eine Benachteiligung durch feige oder faule KR, oder andere Gründe, die uns verborgen bleiben.