red gecko
das mit dem Scheibenwechsler habe ich auch erst vor kurzem erfahren und im Verein hat es mir auch keiner geglaubt, anfangs. Bis ich es ihnen in der Sportordnung gezeigt habe. Habe davor auch immer meinen Anschlag aufgelöst.
Zu deiner Zusammenfassung: Im Stehendschießen habe ich fast noch nie einen ohne Hakenkappe gesehen (höchstens er hatte nur ein Vereinsgewehr ohne Hakenkappe). Also dort ist sie wirklich üblich. Und auch im Liegendschießen bringt eine Hakenkappe einiges, wenn sie richtig eingestellt ist. Und fast alle sehr guten Schützen schießen mit Hakenkappe auch liegend. Die haben immer eine Hakenkappe, auch wenn sie beim Liegendschießen nicht so oft wie Stehend verwendet wird.
Wenn du nun häufiger 50 und 100 Meter schießen möchtest, würde ich mir schon einen zweiten Diopter kaufen, da man durch das runter- und raufschrauben nicht immer genau gleich hinkommt (zumal meistens auch ein wenig bei der Seite gedreht werden muss). Aber am Anfang um es auszuprobieren würde ich erst mal nur einen Diopter benutzen. Denk auch dran, dass du deine Kappe verstellen musst (die muss beim Liegendschießen weit rauf). Am besten lege die Kappe vor der Verstellung auf einen Kopierer und mache ein Bild davon. Schreibe dir alle Verstellungen gut auf, damit du die Kappe auch wieder richtig zurückstellen kannst. (Ich war da immer zu leichtsinnig und habe durch unsaubere Einstellungen einige Ringe verschenkt)
Zudem hat man beim Liegendschießen immer einen Schießriemen (ähnlich dem Biathlon) und den Handstopp (war beim Gewehr bestimmt dabei).
Und zu meiner Mutter auf der Bayerischen Meisterschaft: Die kann man sich nicht zum Vorbild nehmen in Sachen Liegendschießen. Alle trugen komplette Schießkleidung, sie aber schoss nur mit Schießjacke und Dreivierteljeans und den Crocs-Plastikschuhen in leuchtendem blau (weil sie ihre Schießhose und -schuhe beim Liegend nicht anzieht). Ich schämte mich dafür direkt, aber umso stolzer und glücklicher war ich dafür über die Platzierung. Die Standaufsichten lachten sogar über ihre "Schießbekleidung", sahen dann aber auf den Bildschirm und guckten sehr überrascht. Da sieht man: Wenn man einen guten Tag erwischt und es einfach läuft, kann man sich noch komisch anziehen, es passt einfach. An anderen Tagen kämpft man verbissen und es will einfach nicht klappen. Aber das kennt ja bestimmt jeder.