Beiträge von Wilhelm

    grübel......ich denke grade daran, den Vorschlag von murmelchen, ein Sparschwein mit 20ct Stücken zu füllen, auf dem Delegiertentag durchzuführen. Sprich ein Wutzchen mitnehmen und 'rumzugeben....grübel


    JA!!! Das mach ich

    einen lieben Gruß an alle Zweifler, ich steh immer noch zu meinem Verband!

    Hallo Urtica,

    Deine Grübeleien und Deinen Mut mit einem Wutzchen die finanzielle Misere unseres Landesverbandes durch eine Geldsammlung zu lindern, finde ich bemerkenswert.

    Dir sollte allerdings klar sein, dass die Version der 20-Cent-Spende eine Dimension von über 18.000 Wutzchen mit einem Fassungsvermögen von jeweils 2000 Gramm ausmacht, um die fehlenden 630.000 Euro beizusteuern.
    Eine 20-Cent-Münze wiegt 5,74 Gramm
    Ein Euro in 20-Cent-Münzen wiegen 28,70 Gramm
    630.000 Euro wiegen 18.081.000 Gramm oder 18.081 Kilogramm
    Bei einem Fassungsvermögen von 2 Kilogramm pro Wutzchen werden über 9000 Wutzchen benötigt und viele verantwortungsvolle Träger/innen. Da würden selbst die ca. 170 Delegierte des bevorstehenden Landesdelegiertentages kaum ausreichen, wenn sie diese Aktion mittragen würden, gelte es dann doch jeweils 53 gefüllte Wutzchen dem Schatzmeister zu übergeben.

    Ist es nicht doch besser, am Ende Deiner Grübeleien zu dem Ergebnis zu kommen, die NWDSB-Verantwortlichen aufzufordern, endlich ein nachhaltiges Konzept sowie die Darstellung sämtlicher notwendiger Baumaßnahmen und Finanzierungsalternativen zur Herstellung und für den Betrieb eines wirtschaftlich funktionierenden Landesleistungszentrums uns Mitgliedern vorzulegen?

    Urtica, sollte es Dir gelingen, diese Informationen von offizieller Seite des NWDSB zu erhalten, verspreche ich Dir, Deine Initiative mit einem weiteren gezeichneten Baustein im Gegenwert von einem 2-Cent-gefüllten, 2 Kilogramm-schweren Wutzchen zu unterstützen – unabhängig davon, ob mit den Wahrheiten eine Fertigstellung des LLZ erfolgen wird, oder nicht.

    Nach meinen eben erhaltenen Informationen, haben die Osnabrücker auf ihrem heutigen Bezirksdelegiertentag die vom NWDSB geplante Erhöhung des laufenden Beitrages für den normalen Geschäftshaushalt um € 1,00 sowie die des zusätzlichen Sonderbeitrages von € 1,50 für drei Jahre mehrheitlich abgelehnt.

    D. h., die Osnabrücker Delegierten werden beim bevorstehenden Delegiertentag gegen die Vorschläge des Präsidiums abstimmen.

    Welche Beschlüsse sind auf dem Osnabrücker Delegiertentag hinsichtlich Finanzierung LLZ (zusätzliche Umlage für drei Jahre 1,50 Euro), Beitragserhöhung für den laufenden Geschäftsbetrieb (1,00 Euro) und Entlastung des NWDSB-Präsidiums für 2013 gefasst worden?

    Hallo Murmelchen,

    vielen Dank für Deine Gedanken als aktiver Mitleser. Deine Frage, welche Interessen denn die Kritiker - zu denen ich mich als LLZ-Befürworter auch zähle und Ausarbeitungen, Arbeitsmaterialien zur Verfügung gestellt habe - verfolgen, hast Du im Text ja schon selber beantwortet:

    Ist es denn nicht eine der Kernaufgaben eines Schießsportverbandes, für eine funktionierende Infrastruktur in Sachen Schießsport auf überregionaler Ebene zu sorgen. Dazu gehört doch sicher auch die Planung, Schaffung und Erhaltung zeitgemäßer Schießsportstätten.

    Die Vereine sollen – ja müssen – erfahren, welche Kosten auf sie tatsächlich zukommen (Planungssicherheit).

    Wenn Hinweise auf Fehlentwicklungen durch die Basis ignoriert, gleichzeitig als persönliche Kritik an/von den „Machern“ ausgelegt werden, tatsächlich schwerwiegende Fehler gemacht werden, führt dies dazu, dass Vereine Alternativen suchen.

    Die einsetzende Austrittswelle hat auch damit zu tun, dass das Vertrauen in die Verbandsarbeit über mehrere Monate/Jahre verlorengegangen ist. Die in den Vereinen aufkommende Sinnfrage zum unkalkulierbaren LLZ wird jetzt von 80 bis 90 Prozent Traditionsschützen bestimmt. Das ist m. E. auch absolut legitim, diesen demokratischen Prozess einer Willensbildung zur zukünftigen Ausrichtung eines Vereins zuzulassen. Das Schützenwesen findet nicht im Verband sondern vor Ort in den Vereinen statt. Die Schützen erkennen aktuell leider nicht den Mehrwert, der Ihnen durch das LLZ geboten wird. Zusammen mit der „Geiz-ist-geil-Mentalität werden 1,50 Euro bzw. zeitlich begrenzt 3,00 Euro jährlicher Zusatzaufwand in der Diskussion emotional übertrieben.

    Allerdings wage ich auch zu bezweifeln, dass die Entscheidungen, den Verband zu verlassen, aufgrund vollständiger Informationen erfolgt. Da spielen wahrscheinlich zu viele Emotionen eine Rolle, die zu einem Austrittsbeschluss führen.

    Jede Abspaltung bedeutet Zersplitterung und damit auch eine Schwächung des Schützenwesens insgesamt.


    Um wieder in die Spur zu kommen muss in der Sache konzentriert gearbeitet werden. Ja, jeder muss auch bereit sein, etwas mehr als jährlich 1,50 Euro zu bezahlen. Deinen Vorschlag von jedem Erwachsenen „10 Euro Fertigstellungsumlage“ einzufordern, teile ich. Damit sollten alle Risiken (Dachsanierung, Energiekosteneinsparungen, Behindertengerechtigkeit usw.) abgedeckt sein - muss nur wirklich mit aller Sachlichkeit ermittelt werden.

    Schlussendlich muss diese Einsicht von den Delegierten (gewählt oder bestimmt) zusammen mit den Verbandsvertretern kommuniziert und mit Beschlüssen dokumentiert werden.

    Herzliche Grüße in den Süden dieser Schützen-Republik
    verbunden mit dem besten Dank für die Bereitschaft
    zur solidarischen Schützenhilfe

    Damit der Landessportbund Niedersachsen nur einen Ansprechpartner und nicht drei (Hamburg, NSSV und NWDSB) Teilverbände auf niedersächsischem Gebiet hat, wurde der Schützenbund Niedersachsen installiert. Über den SBN werden die Schützeninteressen mit dem LSB abgestimmt. Auch wenn es keine großen Beträge sind, die dort in die Verwaltung gehen, sollten diese Kosten, finanziert aus den Mitgliedsbeiträgen, vermieden werden, ist dieser Verband m. E. aufgrund der wirtschaftlichen Belastung auch organisatorisch und sportpolitisch überflüssig.

    Interessant wäre zu erfahren, ob Vereine in Niedersachsen, die sich z. B. dem westfälischen Verband angeschlossen haben, auch ihre Interessen über den SBN vertreten lassen können.

    Hallo Carcano,

    eine späte Antwort von mir zu Deiner berechtigten, ja schon hoffnungsvollen Frage: "NEIN!!!"

    Diese sogenannte Führung kennt scheinbar nur sich. Weiterführende Interessenvertretung außer der eigenen Ego-Pflege kann ich nicht mehr erkennen. Der beigefügte Zeitungsartikel zeigt dies noch einmal deutlich auf. Interessenvertretung für den Sport insbesondere für den/die Sportler/Sportlerin sieht m. E. anders aus. Vereine und Mitglieder, die ihre Interessen in der aktuellen Verbandsarbeit - die nach wie vor kein Zukunftskonzept ausweist - nicht mehr wiederfinden quittieren dies durch Austritte.

    Die Entwicklung war absehbar, es bestand genügend Zeit konzeptionell Antworten zu finden, die Kommunikation mit der Basis aufzunehmen. Selbst in der neuen Eskalationsstufe könnte Kommunikation und Information - so wie es zuletzt aus dem Wiesbadener Gespräch mit dem DSB heraus vereinbart wurde - deeskalierend wirken. Mit Drohungen, den Sportlern neuer Vereine, die weiterhin zum Schützenwesen stehen wollen, die Wettkampfpässe zu verweigern, wird der Öffentlichkeit ein weiterer Beweis von Ignoranz und Selbstherrlichkeit geliefert.

    Ich hoffe nur, dass die anderen Landesverbände vorbereitet sind, wenn aus ihren Reihen ähnliche Diskussionen entstehen. Ich vermisse zudem eine "starke Hand" seitens des DSB, der eine weitere Eskalation verhindert.

    Landes- und DSB-Vizepräsident J. Otten als Projektverantwortlicher für die Mitgliedergewinnung und der Aktion "Ziel im Visier" - ist das noch vertretbar?

    Der NWDSB reagiert mit einer Verlautbarung auf dessen HP zu den jüngsten Gründungen/Aufnahmen von Schießsportgemeinschaften:

    http://www.nwdsb.de/index.php?id=aktuelle_details&tx_ttnews[tt_news]=1517&tx_ttnews[backPid]=12&cHash=fc78ba0ad54a1186c9fb11c6e7eeb2ce


    Inwieweit die Regelungen der Anlage 1 der Satzung vom 9.4.2011 - Beurteilungskriterien zu § 10 Ziff. 4. Satz 2 Buchstabe a):


    4. Der Ausschluss ist zulässig, wenn ein vorsätzlicher oder grober Verstoß gegen die Satzungen, Ordnungen

    oder Beschlüsse des DSB oder des NWDSB oder gegen die allgemeinen Interessen des

    Schützenwesens vorliegt.

    Ein grober Verstoß gegen die allgemeinen Interessen des Schützenwesens liegt insbesondere vor,

    a) wenn ein Verein entgegen § 9 Ziff 2. i.V.m. § 12 Ziff 8. Satz 1 nicht alle Vereinsmitglieder meldet

    und dadurch seine Verpflichtung zur Zahlung der Beiträge teilweise zu umgehen versucht.


    "§ 2 Zweck des NWDSB

    1. Der Zweck des NWDSB ist der freiwillige Zusammenschluss der im nordwestdeutschen Raum bestehenden

    Bezirksschützenverbände mit ihren Gliederungen zu einem Landesschützenverband. In dieser

    Eigenschaft obliegt ihm

    a) die Förderung und Durchführung des Sportschießens,

    b) die Aus- und Fortbildung im Schießsport,

    c) die Einrichtung von Ligen und Klassen unterhalb der Bundes- und Regionalliga,

    d) die Förderung des Schützenbrauchtums und des Musikwesens,

    e) die Vertretung seiner Mitglieder in Verbänden und Vereinen, denen er angehört, sowie gegenüber

    staatlichen und sonstigen Organisationen,

    f) die Förderung der Jugendarbeit nach den Grundsätzen der Deutschen Sportjugend,

    g) die einheitliche Präsentation des Sportschießens und der Schützentradition in der Öffentlichkeit.

    2. Im Rahmen dieser Satzung und der Ordnungen des NWDSB bleibt die innere Selbständigkeit seiner

    Gliederungen gewährleistet."

    entgegensteht, muss wohl abschließend geklärt werden.

    Ich befürchte, auch in diesem Punkt rennt der NWDSB der Entwicklung an der Basis hinterher. Den/die Bezirke dann noch für diese absehbare Entwicklung (Vereinsaustritte und Neugründungen von Vereinen, deren Mitglieder den Schießsport weiterhin aktiv betreiben wollen) verantwortlich zu machen, ist kontraproduktiv.

    Hallo Scherge,

    deine Einschätzung trifft zu, ich bin Optimist. Bei dir vermute ich, handelt es sich um einen Delegierten des NWDSB-Tages, der führungsgläubig abstimmt nach der Devise "Augen zu und durch". Meckern kann ich anschließend immer noch und Schuld an den Blindflugergebnissen sind ja sowieso die Anderen. Oder bist Du auch Optimist?

    Ein Dilemma im Schützenwesen ist u. a. die Intransparenz der wirtschaftlichen Verhältnisse.

    Ein Versuch meinerseits, über einen Arbeitskreis der Schatzmeister, die Jahresabschlüsse ihrer Vereine miteinander zu vergleichen um so Unterschiede bei den vergleichbaren Ansätzen aufzuzeigen, im zweiten Schritt Maßnahmen für Optimierungen, Zusammenarbeit und betriebswirtschaftliche Konzepte abzuleiten, ist gescheitert. Hauptgrund neben dem Anspruch systematischer Aufbereitung der Jahresabschlüsse und großem Wortgetöse zur Schützenbrüderlichkeit und „wir müssen zusammenstehen“: Misstrauen und Neid.

    Ich nenne es Ignoranz vor den Entwicklungen der Zeit – noch einfacher gesagt: DUMMHEIT!

    Was für die Vereine gilt, gilt natürlich erst recht für die Verbände! Oder ?

    Ein interessanter Link zur „Waffenkultur in Deutschland“ mit den Teilüberschriften :

    Zum Status quo und zur Amnesie des deutschen Waffengedächtnisses

    Vormoderne Traditionsbestände

    Zur Distinktion von ziviler und militärischer Waffenkultur als moderner Differenz

    Technische Innovationen als Trigger der Transformation

    Regulierung und Politisierung: private Waffenpraktiken bis 1945

    Kontinuität Weimarer Regulierungsprinzipien:

    Waffenrecht nach 1945

    Aktuelle Debatten und Herausforderungen

    mit zahlreichen Quellenangaben,

    Eine Publikation der Bundeszentrale für politische Bildung.