Beiträge von Wilhelm

    In Ordnung, habe ich verstanden.

    Ist es denn zielführend, immer von "zwei Seiten" zu sprechen und damit auf eine an sich abzubauende Polarisierung hinzuweisen, erst recht, wenn "von oben" eine große Einigkeitslösung mehr oder weniger angeordnet wird?
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    Hallo zusammen,

    in einem anderen Thread zum Thema Vereinsmanagement hat URTICA von ihrer Aufgabe berichtet, eine Stellenbeschreibung für die Organisation ihres Vereins zu erstellen. Können wir dazu nicht auch das Forum - mit internationalem Anspruch - nutzen und in Stichpunkten, im Sinne von Brainstorming, über die aufgaben und Arbeiten von Schützen berichten, wie sie mit Aufgaben in der Vereinsarbeit, im Sport und der Traditionspflege betraut sind? Die Serie "Was macht im Schützenwesen eigentlich ???" kann in loser Folge fortgesetzt und erweitert werden.

    Bitte genau lesen. Es sind maximal 4:30 mit Pausen, Siegerehrung und Ansätzen für Streichungen. Wenn gravierende Leistungsunterschiede bestehen, kann der komplette Liga-Wettkampf schon nach 2 - 3 Stunden abgeschlossen sein.

    Die Zuschauer warten nicht ein Ergebnis nach langweiligen Wettkampfzeiten für 40 Schuss ab. Sie bekommen in jeder Runde den Kampf um den Teampunkt mit, wahrscheinlich nach jeder Runde auch ein Shoot-off.

    Wo liegt deine zeitliche Schmerzgrenze beim Schießsport-Gucken?

    Hallo Carcano,

    Deine von Sachverstand, juristischem Wissen und Logik getragene Analyse in allen Ehren, die Realität "= CHANCE zur Veränderung" sieht hier anders aus. Der NWDSB wird emotional geführt.

    Die 5 Teammitglieder schießen jeweils in einer Hin- und Rückrunde mit einem 10 Schuss-Vergleich gegeneinander. Die Reihenfolge wird entweder durch Rangliste oder durch Los entschieden. In der Hinrunde bleibet die Heimmannschaft auf den Ständen 1, 3, 5, 7 und 9. Die Gastschützen rotieren. Lange Vorbereitungszeiten entfallen, 3 Schuss Probe und dann kommt die Wertung. Bei Ringgleicheit nach 10 Schuss gibt es ein Ausschießen. Da pro Runde immer 5 Einzelduelle erfolgen, wird es immer einen Sieger einer Runde geben, der dafür einen Teampunkt erhält.

    Nach einer Pause startet die Rückrunde, wo die Gastschützen die rotierenden Heimschützen auf ihren festen Ständen erwarten. Günstigstenfalls kann der gesamte Wettkampf schon nach der 6. Runde (wir befinden uns in der Rückrunde) beendet werden, wenn eine Mannschaft dann den 6. Teampunkt aus allen 6 Runden geholt hat. Sind beide Teams gleich stark müssen ggf alle 10 Runden ausgetragen werden. Dann kann es im Liga-Wettkampf 5:5 stehen und der Wettkampf endet für beide Teams mit 1:1 Punkten. Es kann aber auch nach der 10. Runde 4:6 stehen und das Gästeteam beschließt den Wettkampf mit 2:0 Liga-Punkten.

    Sonderwertungen können sein: Beste/r Einzelschütze/in nach Abschluss der max. 10 Runden. Bester Tiefschuss.

    Ein ähnliches Modell habe ich mal für meinen Stammverein entwickelt, allerdings für Nichtschützen/Gäste in Dreier-Mannschaften. 5 Schuss LG aufgelegt vor laufenden Kameras, die die Schusslöcher übertragen und so Schießsport nachvollziehbarer machen. Das Modell ist ein Riesenerfolg geworden. Zum Köstorfer FiPo (Firmenpokalschießen) sind teilweise über 100 Mannschaften angereist. Um den Spaß und Vergleichbarkeit der Leistungen zu gewährleisten, haben wir eine strikte Trennung von Nichtschützen und Sportschützen eingeführt.

    Hallo Urtica,

    wenn du 100% hinter dem NWDSB stehst (=Sachbezug), dann verstehe ich Dein Verhalten nicht.

    Wenn Du 100% hinter den Verantwortlichen für so viele, scheinbar nicht mehr zu lösende Probleme stehst, verstehe ich dein emotionales, persönliches Verhalten. Nur, wie hilfst Du mit deinen Erfahrungen und Deinem Wissen den Verantwortlichen aus diesem Loch wieder rauszukommen? Stillhalten und abwarten?

    Mit Einführung des Finalschießens haben ISSF und DSB m. E. schon in die richtige Richtung gedacht. Fernsehzeit ist knapp und teuer. Eine Berichterstattung von den für Aussenstehenden unzumutbaren 30-, 40-, 60- oder120 Schuss-Programmen kann und wird auch nicht für eine mediengerechte Darstellung. unseres Sports das Ziel sein.

    In dem beigefügten Modell (hatte heute zu viel Zeit und Ruhe) könnte nach einer Hinrunde mit 5 Duellen der Einzelschützen um Teampunkte schon der 6. Durchgang zum das Ende des Wettkampfes führen (6:0 Teampunkte = bei insgesamt 10 Runden/Duellschießen in der Wettkampfwertung nicht mehr aufholbar).

    Karl, es kommt mir nicht darauf an, mit Statistiken das Ende des Schießsports vorherzusagen. Zahlen geben Prozesse, Inhalte zu Sachthemen wieder. Es kommt deshalb darauf an, negative Entwicklungen und Risiken frühzeitig aufzudecken um dann mit geeigneten Maßnahmen – hier und woanders – Ideen und Arbeit – eine positive Entwicklung einzuleiten.
    Dazu gehört auch der Leserbrief von Dr. Matthias Dapprich-Crawford.

    Sind maximal 10 Einzelduell-Durchgänge nicht doch zu viel. Würden Dreier-Teams die Wettkampfdauer nicht erheblich verkürzen?
    Oder ist der jetzige Bundesliga-Modus für die mediale Entwicklung des Schießsports schon erfolgreich?

    Karl, wie kommst du darauf, dass ich Dartsport als "gestorbene Sportart" bezeichnet haben soll?

    Es geht hier auch nicht um Wrestling, Wasserspringen, Beachvolleyball und Motorsport (was wahrscheinlich standardmäßig in einem deiner nächsten Beiträge vorgetragen wird).

    Die im Leserbrief von Dr. Dapprich-Crawford gestellte Frage beschäftigt sich damit, ob in unserem Schießsport, insbesondere im derzeitigen Format Bundesliga, Entwicklungen möglich sind, wie sie der Dartsport geschafft hat (1,8 Mio TV-Zuschauer bei einem Dartfinale in Deutschland).

    Die enormen Probleme die sich der NWDSB mit dem LLZ in Bassum aufgeladen hat, die mangelhafte Kommunikation mit der Basis und den Sportlern/innen, die wirtschaftlichen Probleme des Verbandes bedürfen m. E. mehr betriebswirtschaftliche, sachliche Ansätze für deren Beseitigung. Da kommt die Bewerbung von Thomas Themsfeld, einem engagierten ehemaligen Kaderschützen, Diplomtrainer und Betriebswirt mit Schwerpunkt Personalwesen und Steuerlehre, der in seinem Beruf bei der Bundeswehr auch über gute Führungsqualitäten verfügen sollte, zur Wahl des NWDSB-Präsidenten im kommenden gerade zur rechten Zeit.

    Hallo Meisterschütze111,
    wer Sommerbiathlon allein nur als Zuschauer/Betreuer einmal hautnah miterlebt hat, wird neben der steigenden Zahl der Aktiven davon begeistert sein. Crosslauf und Schießen, eine tolle Kombination, die es auch mit dem Winterbiathlon aufnehmen könnte, wären da nicht die sportpolitischen Hindernisse und Vermarktungsrechte der IBU. SoBi kann hier nur national betrieben werden. Als Lösung, SoBi interessanter anzubieten, hat sich die ISSF den Target-Sprint einfallen lassen. Beides zusammen seitens des DSB weiter zu entwickeln - nicht nur als Breitensport - würde aus meiner Sicht Sinn machen, die Vielfalt und das Interesse am Schießsport hervorzuheben.

    Der SoBi hat sich innerhalb des NWDSB nicht zuletzt durch die intensive Arbeit des KKSV Wendisch Evern und den Referenten des NWDSB erfolgreich auch innerhalb des DSB entwickelt. Dabei möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass die Erfolge der Nachwuchssportler des KKSV Wendisch Evern auch darauf aufbauen, dass die teilnehmenden Kinder schon früh mit Biathlonveranstaltungen, die mit dem Einsatz der Lichtgewehre stattfinden, Wettkampferfahrungen erlangen, Eltern ihre Kinder ob der positiven Entwicklung auf die schulischen Leistungen sehr stark unterstützen, SoBi hier sehr positiv von der Bevölkerung aufgenommen wird.

    Der letzte tolle Erfolg des Sommerbiathlons in der Öffentlichkeit war bei uns im Raum Lüneburg die Wahl von Lasse Schöfisch, mehrfacher DM-Medaillengewinner in der Jugend des KKSV Wendisch Evern, zum Nachwuchssportler des vergangenen Jahres. Auch der NSSV hat mit den Spitzensportlern des USK Gifhorn SoBi gesellschaftsfähig gemacht.

    Der Dartsport als Blaupause für eine Neuausrichtung des Sportschießens?
    Leserbrief von Dr. Matthias Dapprich-Crawford, GTV Bremerhaven

    Mit einem interessanten Leserbrief von Dr. Matthias Dapprich-Crawford, GTV Bremerhaven, in der aktuellen Ausgabe 03/2015 des Norddeutschen Schützen werden Gedanken vorgestellt, warum trotz Artverwandtheit von Dart- und Schießsport es der Dartsport zu großem medialen Interesse gebracht hat und der Schießsport nicht.
    Dapprich –Crawford kommt zu dem Ergebnis, dass das Format Bundesliga eine Erfolgsgeschichte sei, die allerdings mit einem strukturell behafteten Makel behaftet ist, der einer substantiellen und langfristig positiven Weiterentwicklung im Wege steht: „Schießen ist kein Mannschaftssport.“
    Der Schießsport in seiner jetzigen Form ist ein Aktivensport, dessen inhärente Spannung aufgrund des Formats dem Außenstehenden nur bedingt vermittelbar ist.

    Im Dartsport werden hingegen Wettkämpfe in einem Best-off-Modus ausgetragen. Das führt dazu, dass in kurzen Abständen immer wieder enge Entscheidungen stattfinden, die ein Höchstmaß an Interesse beim Betrachter wecken. Zwischen den Aktiven und den Zuschauern findet ein intensiver Austausch von Emotionen statt. Beim Dartsport hat eine Mixtur an Vermarktungstechniken dazu geführt, dass aus einem Kneipensport Veranstaltungen mit Eventcharakter entstanden sind.

    Ob der Mannschaftsmodus auch deshalb nachteilig sein soll, da er keine Identifikationsmöglichkeiten bietet, wage ich zu bezweifeln – ist wohl Ansichtssache.

    Dapprich-Crawford sieht das Duell zweier Schützen die gegeneinander antreten, dabei noch durch Licht und Bühnenkonstruktion exponiert werden, als Grundlage für ein erfolgreiches Marketing.
    Der Dartsport als Blaupause für eine Neuausrichtung des Sportschießens?

    Hallo Urtica,

    Du hast viele Themen angesprochen, die, wenn sie aktiv und ganz bewusst angegangen werden, sicherlich viel Arbeit bedeuten. Die Ansprüche an ein erfolgreiches Vereinsmanagement steigen ständig. Deshalb ist die Ausbildung von Mitgliedern, die noch etwas bewegen wollen, besonders wichtig. Der BSSV ist da m. E. besonders aktiv. Wer sich einlesen möchte findet auch unter "Ziel im Visier" Hilfestellungen.

    Deine Arbeit an einer Stellenbeschreibung finde ich klasse, sorgt für mehr Transparenz und bei dem einen oder anderen langjährigen Ehrenamtlichen auch für Anerkennung seiner Arbeit, die - bei fehlendem Drang zur Selbstdarstellung - von der Masse überhaupt nicht erkannt wird.

    Konntest Du die Arbeit abschließen?

    Ich kenne ein/das Papier auch nur als Gerücht.

    Viel wichtiger ist doch, wie sich das LLZ entwickelt. Lässt man mal die nicht abgeschlossene Finanzierung, das fehlende, bzw. nicht für die Öffentlichkeit bestimmte Konzept zur Nutzung und Wirtschaftlichkeit weg, gibt es auch etwas positives zu berichten. Die Sommerbiathleten/innen sind dort gerade aktiv. Sie sind mit den Bedingungen des LLZ dort hoch zufrieden. Heiko Jabusch: "Wir haben hier Super-Bedingungen und werden hier gut unterstützt. Es werden insgesamt 10 Sportler und 2ainer untergebracht. Die Arbeit kommt gut voran."

    ... und wegen dieser angeblichen Rechtsunsicherheit sollen jetzt die Bezirke abgeschafft werden?

    Wer keine Probleme hat, schafft sie sich.

    Werden in diesem Verfahren auch die betroffenen Sportschützen/innen gefragt?

    Hallo Meisterschuetze111,

    ich habe Passagen aus dem in der Landeszeitung für die Lüneburger Heide (LZ) abgedruckten Interview von Erwin Rose - siehe oben - wiedergegeben:

    "Für sehr bedenklich halte ich allerdings die Antworten auf die Fragen nach den Gründen für die Austrittswelle. Rose: „Manchen war das Verfahren nicht transparent genug, Ihnen seien die Kosten nicht bis ins Kleinste dargelegt worden. …. Aber das Verfahren war nachvollziehbar, die Vereine haben quartalsweise Informationen vom Verband bekommen. Und Fehler passieren immer. …“"

    Weil es m. W. nicht stimmt, dass die Vereine quartärlich informiert wurden, halte ich diese Aussage von Erwin Rose für bedenklich und habe es noch einmal farblich hervorgehoben.

    Hallo zusammen,
    der von Joachim eingebaute und selbst erkannte Zahlendreher zeigt, dass es durchaus jedem passieren kann, Fehler zu machen. Umso besser, wenn man aus den eigenen Fehlern lernt.

    Auch die Wiedergabe des Interviews in der Printausgabe der Lüneburger Landeszeitung kann Fehler beinhalten. Deshalb sollte man schon vorsichtig sein, jemanden (ja, einen aktiven Schützenbruder, der Verantwortung übernommen hat – Bezirkspräsident und Vereinspräsident) als Lügner zu bezeichnen.
    Wenn man sich den gesamten Bericht genauer ansieht, muss man feststellen, dass die Überschrift „Finanzlücke mit Mühe geschlossen“ so nicht ganz zum Text passt, denn von den erforderlichen 250 T€ Privatdarlehen fehlen noch 20 T€.
    Dass die Halle 1 schon eine fertige Veranstaltungshalle sein soll, ist mir bisher nicht bekannt gewesen. M. E. fehlen für diesen Status noch einige Investitionen um eine einsatzfähige Veranstaltungshalle anzubieten.

    Die Vermutung, dass Erwin Rose falsches Zahlenmaterial zitiert hat, wird untermauert, wenn er erklärt, dass 68 von rund 900 Vereinen im NWDSB ausgetreten sind. Die offiziellen Zahlen der DSB-Statistik weisen 2013 986 und 2014 884 Mitgliedsvereine aus. Im Ergebnis sind das 102 Vereine weniger (-10,3%).

    Für sehr bedenklich halte ich allerdings die Antworten auf die Fragen nach den Gründen für die Austrittswelle. Rose: „Manchen war das Verfahren nicht transparent genug, Ihnen seien die Kosten nicht bis ins Kleinste dargelegt worden. …. Aber das Verfahren war nachvollziehbar, die Vereine haben quartalsweise Informationen vom Verband bekommen. Und Fehler passieren immer. …“

    Mutig der Abschluss des Interviews: „Und ich denke, , dass in den nächsten fünf Jahren, wenn erst einmal wieder Ruhe in die ganze Sache eingezogen ist, es auch mit den Mitgliederzahlen wieder aufwärts geht.“

    Der Zweck des Vorberichtes zum Bezirksdelegiertentag der Lüneburger Schützen war sicherlich die Basis zu beruhigen. Dies ist Erwin Rose auch gelungen, wie man dem Nachbericht entnehmen kann

    Dass es laut NWDSB-Präsident J. Otten mit seiner „Klarstellung“ keinen Baustopp gebe, sondern die Baustelle nur geruht habe, mag dann auch noch einmal beruhigende Wirkung auf die Mitglieder haben, insbesondere für die gewählten Delegierten des bevorstehenden NWDSB-Landesdelegiertentages.

    Wie heißt es in der Bibel: "Drum legt die Lüge ab und redet die Wahrheit, ein jeder mit seinem Nächsten (Epheser 4,25).