Beiträge von Wilhelm

    @ WalterP99

    Zitat

    Ich bin lange im Verein und liebe mein Hobby. Habe die Sache nur gefragt
    da es nirgens etwas darüber zu lesen gab.


    Wenn Du lange im Verein bist, dann frage ich mich warum Du diese Frage nicht schon dort erörtert hast. Die Frage ist m. E. nicht anrüchig, das das Thema auch Bestandteil jeder Sachkundeausbildung ist. Und dieser "Ausbildungsstand" muss in jedem Verein vorhanden sein.

    Solltest Du wie zuvor vermutet


    Zitat

    Ein begeisterter Sportschütze dessen Sachkundeprüfung vielleicht schon etwas zurückliegt und der sich bisher über solche Verwendungsmöglichkeiten noch keine großen Gedanken machte.


    sein, empfehle ich Dir zur Ausübung Deines Hobbies mehr Gründlichkeit (im Internet gibt es genügend Hinweise/Antworten auf Deine Frage) und Verantwortung im Umgang mit Deinem Sportgerät - eine Verantwortung, die Du nicht nur Dir sondern auch allen anderen Sportschützen/innen schuldest, die ihren Sport ohne weitere Gesetzesverschärfungen durch dolose Handlungen uneinsichtiger Waffenbesitzer betreiben wollen.

    Wie oft gehst Du im Monat eigentlich zum Training?

    Jörg Brokamp zur WM 2010 in München (schiesssport.tv)
    Nur warum wird das nicht wirklich kommuniziert?

    Der DSB macht was er machen muss, einen guten Job - und der beginnt auf nationaler Ebene mit "Medien Europa- und Weltweit zur Verfügung stellen. Ich hoffe für die Landesverbände fallen auch noch einige Informationen ab.

    Eine seltsame Schlussfolgerung. Wie sollte ein Sportschütze von diesem anstehenden Großereignis erfahren? Ich habe bisher noch keine solche Werbung gesehen. Die wenigen Informationen muss man erst mühsam zusammensuchen.

    Ich denke, dass hier zwei unterschiedliche Erwartungshaltungen vorliegen. Zu meinem Hobby (ich bin kein Leistungssportler) gehört auch das, was nicht zu meinem direkten Umfeld gehört. Ich möchte einfach informiert sein, was national/international passiert. Dazu bedarf es eigentlich nur eines kleinen Schrittes - sich auf den Internetseiten des DSB zu informieren.

    Ich glaube das würde die DM wohl einfach zerstören. Und gerade die Olympiaschießanlage mit ihrem enormen Unterhaltskosten braucht Wettbewerbe wie beispielsweise die DM oder natürlich die WM. Man kann den Bayerischen Sportschützenbund für diese gelungene Gemeinschaftsleistung bayerischer Schützenvereine nur einfach beglückwünschen.

    Ich gehöre zu den neidlosen Bewunderern der organisatorischen, wirtschaftlichen und schießsportlichen Leistungen der BSSB-Mitglieder.

    Trotzdem muss die Frage nach Alternativen gestellt werden - aus nationaler Sicht. Wie schon gesagt, Deutsche Meisterschaften die nicht nur auf der Olympiaanlage ausgetragen werden, können aus nationaler Sicht ein Gewinn für den Schießsport sein.

    Wie eine DM - andernorts ausgetragen - sich zerstören würde, solltest Du vielleicht noch erklären.

    Wieso tut dir das weh? Das ist ein trend der schon eine ganze weile durch die Bevölkerung geht.
    Warum meinst du denn haben diese "Fitnesstempel" so einen Zulauf in den letzten Jahren?? Weil sie günstiger sind?? Ne, weil man da anonym und ohne viele Pflichten hingehen kann um sich Fit zu machen.
    Da gibt es keine Arbeitsdienste, man wird auch nicht unter druck gesetzt usw.

    Was die WM selber angeht, der DSB hat zwar einiges an Werbung gemacht, dies kam aber bei 80% der Schützen und bei sicherlich 98% der restlichen Bevölkerung nicht an.

    Sobald die Fußball WM vorbei ist sollte der DSB eine größere Campagne starten das die WM bekannter wird.

    Es tut mir deswegen weh, weil wir Schützen/innen uns oft nur selbst genug sind. Anstatt die Entwicklung um uns herum zu beobachten und daraus Folgerungen in einem Wettbewerb der Sportverbände/-vereine zu sehen, unterhalten (oder lamentieren?) wir uns über Traditionen, Pöstchen, Inkompetenzen mancher Verbandsoberen, Gesetzgeber, Medienignoranz usw.

    Warum hat es zum Beispiel kein Verein geschafft neben dem Schießbetrieb für Fitnessaktivisten einen Teil seines Vereinsgebäudes anzubieten?

    Warum wird der seit 1997 zunehmende Mitgliederrückgang nicht als Gemeinschaftsaufgabe gesehen, diese Entwicklung national abzuwenden?

    Warum treten wir nicht mit einer früher einsetzenden Nachwuchsarbeit und dem ja schon erfolgreichen Lichtschießen in direkte Konkurrenz zu anderen Sportarten was die Mitgliederwerbung betrifft?

    Vereine, die das Bogenschießen mit in ihr Sportprogramm aufgenommen haben, haben Mitgliederzuwächse zu verzeichnen, ebenso Vereine, in denen die Mitgliedschaft und das Angebot Lichtschießen bereits im vorwaffenrechtlichen Alter besteht.

    Aus meiner Sicht wäre ein Gegensteuern schon vor 10 Jahren angezeigt gewesen. Anyway - die Vergangenheit können wir nicht mehr ändern. Angesichts der geringen Substanz ist das Nachholen natürlich sehr schwierig. Ein steiniger Weg, den wir aber gehen müssen. Ansonsten ist Endstation.

    Es geht um mehr Professionalität und Planung der existenziellen Zukunft der Vereine, die wenn sie Hilfe und Beratung benötigen, sich Unterstützung vom Verband holen sollten. Stimmt das Vereinsangebot durch Struktur und Kompetenz besteht Hoffnung. - "Ansonsten ist Endstation"

    Ich glaube das liegt eher am Desinteressiert der Schützen selber und nicht an der fehlenden Werbung des DSB. Du hättest sie ja auch fragen können ob sie die DSB-, ISSF- oder die Landesverbandsseiten kennen. ich glaube kaum......

    Ich kann Dir nur zustimmen. Ich könnte diesen Zustand jetzt schönreden und auf die allgemeine gesellschaftliche Entwicklung hinweisen, es wird damit aber keine notwendige Änderung der Verhaltensweise eintreten.

    Vielleicht passt das Ergebnis einer Studie zur Empathiefähigkeit von Studenten nicht ganz hierher

    http://www.zeit.de/studium/hochsc…hlungsvermoegen

    http://www.sueddeutsche.de/karriere/studi…denten-1.952684

    M. E. macht sie aber deutlich, dass das Interesse an den Mitmenschen (Vereinsmitglieder, Sportgemeinschaft) generell abnimmt, bestimmte Entwicklungen von sozialen Gemeinschaften emotions- und interessenlos hingenommen werden.

    also auch ich sehe keine Alternative zu Hochbrück. Dies ist nunmal die größte zivile Schießsportanlage der Welt und daher weltweit auch einzigartig. Es kommt ja auch keiner auf die Idee das DFB-Pokalfinale von Berlin nach München zu verlegen. Und das wäre sicherlich sinnvoll, denn die Münchner sind viel öfter im Finale als die Berliner, so könnten Fahrtkosten gespart werden!! 8)

    Natürlich besteht zur Olympia-Anlage in Hochbrück was internationale Großveranstaltungen betrifft keine Alternative. Meine Frage bezog sich auch auf das Ergebnis einer jahrzehntelangen "regionalen Entwicklung" im Schießsportland Deutschland.

    Anders als beim DSB wird beim DFB der Sport und dessen Entwicklung national gesehen. Da darf dann auch ein Pokalendspiel in unserer Bundeshauptstadt stattfinden - erst recht, wenn Berlin fußballerisch in der zweiten Liga spielt.

    National betrachtet ist es daher sinnvoll den Sport auch dort mit exponierten Veranstaltungen zu platzieren, wo er nicht so stark entwickelt ist. Das ist allerdings auch nur machbar, wenn die Verbandsinteressen auf eine nationale Sicht/Entwicklung fokussiert sind.

    Auf der Bayerischen Meisterschaft waren ebenfalls einige Aufsteller mit Hinweisen zur WM im eigenen Land.

    Das würde ich mir und den anderen Schützen/innen auch wünschen. Sind es Werbeprodukte des DSB oder des Bayerischen Verbandes?

    Ist wohl eher ein regionales Problem.

    Absolut zutreffend! Es bestätigt jedoch meine Sicht der Dinge, dass sich der Schießsport über Jahrzehnte im Süden der Republik entwickelt hat und über die Zeit eine Fehlentwicklung hinsichtlich der Verbreitung von Schießsport/Schießsportzentren mit der Ausrichtung von Großveranstaltungen (= Verbesserung der Kompetenz, Nähe und Werbung für den Schießsport) bedeutet.

    Also ich kenne keinen Stand in Deutschland der eine ähnliche Kapazität bietet wie München.
    Also wie stellst du dir das denn vor???

    Um zu einer regionalen Verteilung von deutschen Meisterschaften - wie z. B. bei den Bogenschützen - zu kommen, müssten natürlich organisatorisch einige Dinge verändert werden, z. B. kleinere Starterfelder, Trennung von Gewehr und Pistolen-Wettbewerbe.

    Gestern, bei den Landesmeisterschaften des NWDSB , also 25 Tage vor der Eröfnung der 50. Sportschützen-WM in München, habe ich mir mal den Spaß gegönnt drei LM-Teilnehmer nach diesem Ereignis zu fragen. Ergebnis: Niemand wusste etwas von dem Großereignis im eigenen Land.

    Das tut weh!

    Wie soll der Schießsport eine Zukunft haben, wenn das Interesse und die Unterstützung am Schießsport mit der Erfüllung eigener Interessen schon abgeschlossen ist.

    Vielleicht liegt das Desinteresse aber auch ein wenig an der regionalen Verteilung schießsportlicher Großereignisse. Seit Jahrzehnten werden Deutsche Meisterschaften im Süden der Republik ausgetragen. Warum eigentlich kann nicht auch der Norden, Westen oder Osten mal in den Genuss einer DM kommen, die dann nur etwas anders organisiert werden müsste?

    Zitat


    Also wer macht denn bei einer Fußball-WM ein Preisschießen? Da sind doch die Organisatoren selbst die Angestrichenen, da auch sie die Spiele vermutlich sehen wollen.


    Antwort: Einige Schützenvereine - aus Tradition.

    Und wenn sie merken, dass es wohl wenig Andrang gibt, neben dem Festplatz in der Kartoffelscheune ein Public-Viewing stattfindet, wird entgegen der Zeitungsmitteilung zur Schützenfestankündigung der Programmablauf kurzerhand geändert - so war es heute! Nix mit Preisschießen in vollkommener Ruhe.

    Wenn der Verein clever (= vorausschauend) gewesen wäre, hätte er das Public Viewing in den Festablauf integriert.

    Selbst das Vogelschießen musste unter der WM-Hype leiden. Damit alle schneller zum Anpfiff in die Kartoffelscheune kommen konnten, wurde gleich auf den Rumpf geschossen. Wer Siegerin wurde ist egal. Deutschlands Fußball-Auswahl hat im Spiel gegen Argentinien vier Tore geschossen. Argentinien = null.

    Ja, Dingo, das ist es was ich mir vorstelle. Es gibt hier und auch in anderen Foren genügend aktive und kreative Köpfe, die sich für den Erhalt des Schießsports einsetzen. Das Rad, bzw. die kleinen Rädchen, die man dazu braucht müssen deshalb jeweils nicht neu erfunden werden. Deshalb wäre eine Zurverfügungstellung für alle interessierten Schützen/innen, Vereinsvorstände, Projektleiter/-mitglieder eine hilfreiche Fundgrube.

    Dein Beitrag z.B., ist für viele Vereine eine tolle Möglichkeit eine Offensive in Puncto Öffentlichkeitsarbeit zu starten.

    Zu unseren Biathlon-Veranstaltungen ist das Service-Mobil kostenlos gekommen. wir haben jedoch im Vorfeld die Schützen informiert und aktiviert vorbeizuschauen. Beim ersten Mal haben dann auch viele Schützen die Chance für kleinere Reparaturen und Informationen genutzt.

    Für Stelljes kommt es darauf an, vor Ort zu werben.

    Am besten, Du informierst Dich direkt unter der angegebenen Telefonnummer.

    Wir können ob der Hilfe und Zuverlässigkeit von Stelljes und dessen "Mobil-Service" nur positives berichten.

    Seit 2007 bietet die Fa. Stelljes den Vereinen einen sehr hilfreichen Service. Man kann ein Service Mobil anfordern zu:
    Pokalschiessen, Kreis- Bezirks- und Landesmeisterschaften und Schießsportveranstaltungen jeglicher Art, wie zum Beispiel Biathlonveranstaltungen mit den Lichtpunktgewehren. Der Service - egal ob technischer Service oder Produktpräsentation - spart Kosten und ist sehr individuell. Die Idee und die Umsetzung zum Service-Mobil stammen von Manfred Brenneke, einem erfahrenen Stelljes-Mitarbeiter, der unter der Telefon Nummer: 0170-4588406 oder e-mail: mobil@stelljes.de zu erreichen ist.

    Meine Erfahrungen bei der Umsetzung von neuen Projekten, Ideen, die nur mit Teamarbeit laufen, ist, dass nicht erst im Verlauf einer Diskussion ein mögliches "NEIN" dazu entsteht, sondern vor einer Sachdiskussion das Neue abgeblockt wird.

    Die nachgefragten Gründe sind (nicht abschließend):

    1.) zu viel Arbeit

    2.) keine Vorstellungen vom Ziel

    3.) Angst vor einer persönlichen Blamage

    4.) fehlendes Teambewusstsein

    5.) Mutlosigkeit

    6.) zeitliche und finanzielle Belastung

    7.) ... was habe ich davon?

    Mein Vorschlag dazu ist, in diesem Forum für ausgewählte/oder alle Forumteilnehmer/innen eine Downloadplattform zu bieten, die von uns allen bereitgestellte Organisationshilfen enthält: z.B. Formschreiben, Kalkulationsübersichten, Auswertungen ... -Also Arbeiten, die jemand von uns schon einmal geleistet hat, die ihren Sinn erfüllt haben und anderen von uns eine Hilfe und Arbeitserleichterung bieten können.

    Viele Jugendliche gehen oft im Gegensatz zu den Erwachsenen sehr aufgeschlossen und mit Interesse an das Thema Sportschiessen ran. Ich darf schon mal in meinem Umfeld den einen oder anderen Rechner wieder flott machen. Ich lass dann auch schon mal ein Video von der ISSF-Seite laufen. Bei den Jugendlichen stößt das immer auf Interesse. Einige kennen dann die Sportart schon von der Olympia-Berichterstattung, obwohl die ja auch eher mager ist. Aber es ergeben sich so immer interessante Gespräche. Für fast alle Jugendlichen steht dann auch nicht der Waffencharakter im Vordergrund. Für die ist das schlicht eine interessante Sportart wie viele andere auch.


    Das ist u. a. ein Grund, warum ich auch gerne auf die Netzathleten verweise. Dort haben viele Sportschützen/innen die Gelegenheit genutzt, sich und ihren Sport mit Bildern und Videos zu präsentieren - als Sportler/innen unter Sportlern/innen.

    Weil es keine "geeignete Berichterstattung von oben" gibt, muss man/müssen wir sie von unten, von der Basis gestalten, schon deshalb, weil wir viele sog. Schützen/innen unter uns haben, die unseren Schießsport gar nicht kennen bzw. sich den Sport in der aktuellen Vielfältigkeit nicht vorstellen können. Unser Sport wird nur dann von den großen Medien behandelt, wenn die Medien und andere Wirtschaftsteile damit Geld verdienen können. D. h. die Wirtschaft weiß, dass unser Klientel für sie unbedeutend ist.

    Die Medien schlachten unsere Schwäche (mangelnde Geschlossenheit der Anhänger von Sport und Tradition, dezentralisierte Verwaltung, unterschiedliche Interessenwahrnehmng in konkurrierenden Verbänden) insoweit aus, dass sie mit ihren Produkten - vorgefertigte - Massenmeinung bedienen. Im Zweifel und mit der gebotenen Oberflächlichkeit kommen dann auch Beiträge heraus wie "Schießen ist meine Leidenschaft"

    http://www.wdr.de/tv/tag7/sendun…eidenschaft.jsp

    DasErste.de - Gott und die Welt

    Dort sind aus Unerfahrenheit mit den Medien die Interviews der Schützen/innen und Aufnahmen gegen uns/unseren Sport zusammengestellt worden - als Futter für die vorgefertigte Massenmeinung.

    Das was unseren Sport - auch in seiner Vielfältigkeit - ausmacht, habe ich bisher in keiner ör Sendung rklärt/gezeigt bekommen.

    Deshalb sehe ich allein die Basisarbeit, die Werbung für unseren Sport, mit neuen, zuschauerträchtigen Darstellungen, die Vermittlung der inhaltlichen Vorteile des Schießsports in einem Verein als zielführend an. - Hier frage ich mich nur, wer das von uns alles umsetzen soll/kann?

    Die Verbände werden hoffentlich schon bald die Notwendigkeit einer Reform erkennen. Der Mitgliederrückgang in allen Verbänden und die Verschärfungen des Waffengesetzes werden die Frage nach Verbandszusammenschlüssen aufkommen lassen. Hier muss die Frage beantwortet werden, wie der Egoismus vom Gemeinsinn abgelöst wird?

    Als gelegentlicher, gelassener Fußballmuffel kann ich bestätigen, dass es unglaublich entspannend ist, während eines Spieles unserer Nationalmannschaft an einem Preisschießen auf einem Schützenfest teilzunehmen. Du bist mit der Aufsichtsperson allein, der Schießstand vermittelt Idylle, Ruhe und Kühle. Beste Voraussetzungen, um ein ordentliches Schießergebnis zu erzielen. Allein der über Mauern und Festplatz plötzliche Torjubel und einsetzende Trötenlärm (war nur beim Jubeln erlaubt) hat die sonntägliche Ruhe gestört.


    Ich fahre heute wieder zum Preisschießen ...

    Hallo Frank,

    Du hast Recht, im Vergleich zu anderen "Dokumentationen" ist dieser Filmbeitrag aus schützeninterner Sicht schon gut.

    Wenn ich das eingangs kritischer beschrieben habe, dann aus angenommener Sicht von Nichtschützen oder sogar Waffengegnern. Dort würde die düstere Stimmung der "Kapitelbilder" für uns Sportschützen wahrscheinlich keine Pluspunkte bringen. Die Unterschiedlichkeit und Informationen der Interviewbeiträge wurde vom unbedarften Betrachter um 0:xx Uhr wahrscheinlich auch nur halbwach aufgenommen.

    Dass es mal nicht Biathlon, sondern grenzwertig diskutierter Schießsport ist, der vorgestellt wurde ist mutig. Ausgewogen wäre allerdings ein Hinweis auf die Vielfältigkeit des Schießsports in den verschiedenen Verbänden.


    Den von Dir zitierten Videofilm von Reinkemeier & Co. über die DM finde ich auch sehr gut. Was mich damals schon irritiert hat, war allerdings die Anteilnahmslosigkeit vieler Traditionsschützen/innen bei der Betrachtung des Videos. Viele konnten mit der DM-Stimmung nichts anfangen, versuchten bestenfalls eine Brücke zum Vereinsleben und den eigenen "sportlichen Aktivitäten" zu bauen. Die unvoreingenommenen Jugendlichen fanden den Beitrag dagegen sehr interessant.

    „Deutschland unter Waffen“ Der Versuch einer Dokumentation?

    Die Vorankündigung der ARD zur heute 0:05 Uhr (1.7.2010) ausgestrahlten Dokumentation:
    „In Deutschland gibt es zehn Millionen legale Schusswaffen in privater Hand. Und 20 Millionen illegale, so die Schätzungen. Wer braucht so viele Waffen und wofür? Kaum ein Thema polarisiert die deutsche Gesellschaft so sehr wie der private Waffenbesitz. Ein Jahr ist es in diesem Sommer her, dass das deutsche Waffenrecht nach dem Amoklauf von Winnenden verschärft wurde. Für seine Dokumentation Deutschland unter Waffen? begibt sich NDR-Autor Lutz Hofmann nun auf Spurensuche in der Welt der deutschen Waffenbesitzer. Auf einem Schiessplatz in Güstrow trifft er Grosskaliberschützen bei einem internationalen Wettkampf. Ihre Disziplin: Schiessen nach den Regeln der IPSC - ein sportliches Bewegungsschiessen, bei dem sich der Schütze mit einer geladenen Waffe im Raum bewegt und nach vorgegebenem Pacoursaufbau Schüsse abgiebt. Für andere ist es das kampfmässiges Schiessen, das verboten gehört. In Deutschland die Grenze des Erlaubten im Schiesssport. Was gefällt den Schützen an ihrem Sport und warum ist ihnen der Besitz von Waffen so wichtig? Die eher schwer zugängliche Welt der deutschen Schützen wird von Autor Lutz Hofmann mit der Realität der deutschen Strafverfolgungsbehörden kontrastiert. Wieso gibt es kein zentrales Waffenregister? Und wie kann man den illegalen Waffenbesitz unter Kontrolle kriegen? Der Film Deutschland unter Waffen? nähert sich dem Thema nüchtern und unvoreingenommenen“


    Abgesehen davon, dass das Sportschießen des DSB mit Luftdruck und kleinkalibrigen Waffen nur am Rande vorkommt, werden merkwürdige Zahlen verwendet, danach gibt es 400.000 Jäger, 300.000 Sammler sowie 900.000 Erben und Altbesitzer. Diese 1,6 Mio. Waffenbesitzer ergeben dann zusammen mit ca. 2 Mio. Traditions- und Sportschützen „fast 4 Mio. Besitzer legaler Waffen". Diese oberflächliche Recherche, die Zusammenstellung der Bilder (Kriegsbilder/Schützenverein mit traditionellen Uniformen) und Interviews (weggeschnitten wurde z. B. laut Angabe von Holger Heuer (IPSC-Schütze) ein Interview/Gespräch mit einer Mutter eines Amokopfers in Winnenden , dass den Filmemachern zu „harmonisch“ verlief, zeigt, dass wir es hier im Ergebnis auch nur mit Stimmungsmache, bestenfalls einseitiger Dokumentation zu tun haben. http://forum.golfforum.de/f.cfm?id=1291174&r=threadview&t=3726036&pg=1


    Die Ergebnisse einer Studie zum Schießsport, differenzierende, objektive Aussagen zum Schießsport bzw., Waffengebrauch kommen zwar vor, gehen aber im Gesamtkontext und dunklen, bedrohlichen wolkenverhangenen Bildern von Städten und den eingeblendeten Zahlen dort vorhandener legaler Waffen unter.


    Die Zahl der illegalen Waffen rekrutiert sich nach diesem Bericht auch aus den aus Schützenhäusern gestohlenen Waffen. Auch hier wird nicht von Sportgeräten gesprochen, sondern der Eindruck erweckt, dass diese Waffen das gleiche Gefährdungspotenzial wie illegal importierte Kriegswaffen aus Krisengebieten besitzen. Grundtenor ist zum Schluss die Frage warum es nicht mehr Kontrollen oder besser noch die vollständige „Entwaffnung“ bzw. Kontrolle (zentrales Waffenregister - beispiel Freie und Hansestadt Hamburg) gibt.

    Entgegen der Ankündigung der Dokumentation ist auch dieser Beitrag dazu geeignet, die Vorurteile zum Schießsport in unserer Gesellschaft weiter zu festigen - keinesfalls unvoreingenommen.

    Waffen-Film mit mir in der ARD