Beiträge von Wilhelm

    Unabhängig davon, in welchem Verband der Neuling seinem Hobby/Sport nachgeht macht es Sinn mit dem Schießen nicht nur anzufangen sondern ihn in einer guten Gemeinschaft zu pflegen.

    "Lohnen", unter finanzieller Betrachtung gesehen, wird sich der Anfang und der laufende Schießbetrieb wohl eher nicht. Dazu fehlen den Ausgaben einfach die entsprechenden Einnahmen.

    O.K. ich bin hier nicht ganz auf der Linie geblieben. Es kommt mir hier auch nicht darauf an Recht zu haben/zu bekommen.

    Die Diskussion um die Möglichkeiten, die wir haben, um unseren Sport attraktiver in der Öffentlichkeit zu präsentieren, reicht mir schon. Sachliche Kritik bringt uns alle weiter.

    Die Idee nach dem Erfolg dieses breitensportlich mit Spaß- und Unterhaltungskomponenten ausgestatteten FiPos war und ist, die teilnehmenden Gruppen, wenn sie schon mal die Anlagen und den Sport des Vereins kennengelernt haben, als Dauergäste zu gewinnen und sie im Idealfall zur Bildung einer Betriebssportgruppe zu überzeugen, bzw. als neue Einzelmitglieder zu gewinnen. Die "Bindung an den Verein" kann auch über die Zurverfügungstellung der vermietungsfähigen Anlagen/Einrichtungen erfolgen.

    @ Murmelchen

    Zitat

    Einige Verbände scheinen in diesem Bereich ja eh vieles ziemlich, ja wie soll ich es sagen, locker oder unbedarft zu sehen. Beachte dazu auch meine Hinweise bezüglich Einverständniserklärung nach § 27 (3) WaffG und die ganzen Chaos-Formulare dazu auf den Servern der Verbände.

    Ich habe Deinen Hinweis zum Anlass genommen, die korrekte, aktuelle Version der einverständniserklärung nach § 27 (3) WaffG dem NWDSB zu schicken. Dort wird jetz geprüft.


    Ich muss meinen ersten Beitrag ergänzen. Der NWDSB beschreibt die Inhalte der Ausbildung wie folgt (Seite 42):
    Ausbildungsrichtlinie_22_03_2009_.pdf


    Ich wiederhole mich:
    Es macht überhaupt keinen Sinn, wenn die Landesverbände das Rad jeweils neu erfinden müssen. Es macht zusätzliche Arbeit, lässt Fehler zu, kostet Zeit und Geld. Der DSB sollte trotz der föderalistischen Grundausrichtung in einigen Dingen einfach mehr Führungskompetenz wahrnehmen.

    @ Dan More,

    o.K. unter der Annahme eines laufenden aktiven Betriebssportes, wonach ich eingangs gefragt hatte, sind Kosten- und Zeitaufwand ein Hinderungs- oder Organisationsproblem.

    In dem Beispiel des Firmenpokalschießens geht es um eine Veranstaltung, die einmal jährlich stattfindet und durch seine besondere Attraktivität hier sehr bekannt geworden ist und Betriebe/Gruppen über 60 Kilometer fahren um an diesem "Betriebsausflug" teilzunehmen. Es kommt sogar vor, dass der Chef selber als bester Fan seine Dreiermannschaften anfeuert.

    Hallo Dan More,

    die Hindernisse für Sport in der Gemeinschaft kann ich gut nachvollziehen. Dass es aber trotzdem dazu kommt in einer Gruppe/Mannschaft/Abteilung ... gemeinsam etwas zu unternehmen liegt an der Motivation und dem persönlichen Mehrgewinn jedes Einzelnen sich dieser Gruppe anzuschließen.

    Liegt also ein interessantes Angebot vor, wird auch das Interesse geweckt. Ich muss hier niemandem erklären, dass Schießen Spaß macht.

    In unserem Verein wurde von 1995 (118 Mitglieder) bis 2006 58 neue Mitglieder aufnommen. Etwa die Hälfte sind davon über das Firmenpokalschießen zu uns gekommen. Als sog. Quereinsteiger sind davon acht aktive Auflageschützen LG/KK geworden.

    Jugendbasislizenz
    Seit ein paar Monaten versuche ich als Kreisjugendsportleiter mir ein genaues Bild vom Istzustand und den Wünschen zur Nachwuchsarbeit in den Vereinen meines Verbandes zu verschaffen.
    Ein wichtiger Punkt sind die formalen, juristischen Anforderungen. Bei dem Nachweis/Vorhandensein von Schützen/innen mit einer Jugendbasislizenz wird es schon schwierig, für einige Vereine existenziell.

    Wenn ich bei passender Gelegenheit (Sitzung der Vereinssportleiter) darauf aufmerksam mache, kommt neben Schweigen nicht besonders viel Aktivität auf. Auf meine Nachfragen, warum so wenig Interesse an der Ausbildung besteht, höre ich immer wieder, das ist zu schwierig, dauert zu lange, ich will mich nicht für den Verein soweit engagieren …
    Wenn dann allerdings über die bekannten Ausbildungsthemen, die Bedeutung und der persönliche Nutzen gesprochen wird, kommt es doch vor, dass aus Ängsten und Vorbehalten Interesse entsteht.

    Deshalb die Frage:
    Warum wird verbandsseitig zu diesem wichtigen Thema nicht mehr Unterstützung durch Informationen geboten?

    Um regionale Informationsdefizite zu vermeiden, eine einheitliche Vorgabe bundesweit zu erreichen und jedem Interessierten eine kompetente Plattform zu bieten, würde ich es begrüßen, wenn diese Aufgabe der DSB übernimmt. Dieser ist verantwortlich für die Jugendbasislizenz-Ausbildung und Qualifizierung nach §27 Abs. 3 des Waffengesetzes und die damit verbundene Handlungskompetenz im Umgang mit Kindern und Jugendlichen auf dem Schießstand.

    Der DSB delegiert jedoch die Durchführung der Ausbildung an seine Landesfachverbände als regionale Bildungsanbieter.

    Im NWDSB kommt das so an:2. Aufsicht bei Kindern und Jugendlichen

    Hier sind stärkere Anforderungen zu stellen. Wenn Kinder schießen, ist dies nach § 27 Abs. 3 WaffG in Verbindung mit § 10 Abs. 5 AWaffV nur unter der Obhut einer hierfür qualifizierten Aufsichtsperson möglich. Die qualifizierte Aufsicht ist durch den Deutschen Schützenbund an eine gesonderte Prüfung, nämlich der Jugendbasislizenz, gebunden. Wer diese Eignungsprüfung bestanden hat, kann hier als qualifizierte Aufsicht Aufsicht über Kinder und Jugendliche halten.

    Bei Minderjährigen ist es nicht erforderlich, dass eine unmittelbare Aufsicht bei jedem Schützen steht. Dies ergibt sich aus § 10 Abs. 2 AWaffV. Ausreichend ist, dass eine ausreichend qualifizierte Person vor Ort ist, die das altersgerechte Heranführen der Kinder an das Schießen beobachtet, anderen Aufsichten Anweisungen erteilen und in Krisenfällen eingreifen kann.

    2. Aufsicht bei Kindern und Jugendlichen

    Hier sind stärkere Anforderungen zu stellen. Wenn Kinder schießen, ist dies nach § 27 Abs. 3 WaffG in Verbindung mit § 10 Abs. 5 AWaffV nur unter der Obhut einer hierfür qualifizierten Aufsichtsperson möglich. Die qualifizierte Aufsicht ist durch den Deutschen Schützenbund an eine gesonderte Prüfung, nämlich der Jugendbasislizenz, gebunden. Wer diese Eignungsprüfung bestanden hat, kann hier als qualifizierte Aufsicht Aufsicht über Kinder und Jugendliche halten.

    Bei Minderjährigen ist es nicht erforderlich, dass eine unmittelbare Aufsicht bei jedem Schützen steht. Dies ergibt sich aus § 10 Abs. 2 AWaffV. Ausreichend ist, dass eine ausreichend qualifizierte Person vor Ort ist, die das altersgerechte Heranführen der Kinder an das Schießen beobachtet, anderen Aufsichten Anweisungen erteilen und in Krisenfällen eingreifen kann.2. Aufsicht bei Kindern und Jugendlichen

    Hier sind stärkere Anforderungen zu stellen. Wenn Kinder schießen, ist dies nach § 27 Abs. 3 WaffG in Verbindung mit § 10 Abs. 5 AWaffV nur unter der Obhut einer hierfür qualifizierten Aufsichtsperson möglich. Die qualifizierte Aufsicht ist durch den Deutschen Schützenbund an eine gesonderte Prüfung, nämlich der Jugendbasislizenz, gebunden. Wer diese Eignungsprüfung bestanden hat, kann hier als qualifizierte Aufsicht Aufsicht über Kinder und Jugendliche halten.

    Bei Minderjährigen ist es nicht erforderlich, dass eine unmittelbare Aufsicht bei jedem Schützen steht. Dies ergibt sich aus § 10 Abs. 2 AWaffV. Ausreichend ist, dass eine ausreichend qualifizierte Person vor Ort ist, die das altersgerechte Heranführen der Kinder an das Schießen beobachtet, anderen Aufsichten Anweisungen erteilen und in Krisenfällen eingreifen kann.

    Nordwestdeutscher Schützenbund :: : Waffenrecht

    Das aktuelle Aus- und Fortbildungsheft hat diese Inhalte:
    Fortbildung_NWDSB_11.04.2011.pdf

    Die von den Verbänden ermittelten Mitgliederzahlen sind m. E. nicht optimal, da zu pauschal.

    Sie enthalten ausschließlich die in den Vereinen gemeldeten Mitgliedschaften/Beitragszahler. Eine Aufteilung hinsichtlich Zuordnung zu den Disziplinen sei nicht gewollt, wahrscheinlich wegen der Arbeit, diese Zahlen zu ermitteln.

    Für oberflächlich und fatal in Bezug auf die derzeit laufenden Initiative "Ziel im Visier" halte ich diese einfache (da beitragsorientierte) zählweise, die Mehrfachmitgliedschaften nicht berücksichtigt. Angeblich sei eine differenzierte Ermittlung seitens der Landesverbände nicht gewollt/möglich.

    Das glaube ich nicht, da ja mittlerweile in jedem Landesverband die Mitgliederverwaltung nicht mehr auf Karteikarten erfolgt und eine Auswertung hinsichtlich Stammverein und Zweitverein möglich sein sollte.

    Oder?

    Aus meine Erfahrung im Umgang mit Betrieben, Behörden und Vereinen kann ich sagen, dass es relativ einfach ist, diese festen Gruppen für einen „Betriebsausflug nach Feierabend“ zu gewinnen.

    Der Schützenverein als Dienstleister bietet ein Firmenpokalschießen an, dass die Basis für spätere Besuche des Schützenvereins darstellt. In einer festen Gruppe, mit dem Anspruch, über einen gemütlichen, einem mit viel Sport-Spiel-Spannung ausgerichteten Wettbewerb einen Schützenverein kennenzulernen, geht es einfacher, als über einen „Schnupperabend“ zu dem man alleine hingeht.

    Wie kann man sich nur immer an solchen Begriffen aufhängen? Ich glaube für 99 Prozent der Öffentlichkeit ist der Unterschied unbedeutend oder schlicht nicht vorhanden. Die restlichen 1 Prozent finden „Schießsport“ oder „Zielsport“ treffender. Zielen und Schießen sind schlicht eine Einheit. Es scheint auch nationale Unterschiede zu geben wie ich gerade mal ergoogelt habe: Für den Begriff „Zielsport“ gibt's 15.400 Treffer aus Österreich (~ 8,4 Millionen Einwohner), 13.200 Treffer aus der Schweiz (~ 7,8 Millionen Einwohner) und nur 3.950 Treffer aus Deutschland (~ 81,7 Millionen Einwohner).

    Hallo Gerhard,

    Du hast vollkommen Recht mit Deinem Kommentar.

    Der von Katja vorgestellte "Querschuss" von Dr. Z. ist bei genauer Betrachtung nur ein Beitrag für Stammtischbrüder, die sich als Gutmenschen des wahren Schießsports sehen

    Zielen und Schießen
    Zielen kommt zuerst und erst wenn man anständig gezielt hat, kann man schießen. Beides (Zielen und Schießen) gehört untrennbar zusammen, aber das Schießen ist immer das Ergebnis von beiden. Hier fehlt wohl das Basiswissen vom Schießsport. Wer sich nur mit Querschüssen abgibt hat es entweder nie verstanden oder ist über die verbale Beschreibung des Schießsports nicht wirklich hinausgekommen. Vielleicht lag es aber auch nur an der Tagesform und Urlaubszeit.


    Seit Jahrhunderten gibt es einen Schießsport. Gemeint ist hier die Entwicklung zum Schießsport, der heute in vielfältiger Form vorkommt.
    Man mißt sich im Schießen, wer besser und genauer schießt hat gewonnen. Spätestens hier müsste die Eingangsformel Zielen + Schießen = Schießen korrigiert werden: Zielen + Treffen = Schießen.
    Womit man schießt, ist gleichgültig. Was mit dem Speer, dem Diskus, der Kugel, mit dem Bogen, mit der Armbrust begonnen hat, findet heute mit modernen Gewehren und Faustfeuerwaffen statt. Das heißt auch, dass die Zeit die beim Schießen verwendeten Geschosse entwickelt und bestimmt und dies einem ständigen Veränderungsprozess unterliegt.
    Es wird geschossen und darum heißt das Ganze Schießsport oder Sportschießen. Sehr gut und treffend formuliert! So könnte es weitergehen!
    Keiner ist bis heute auf die Idee gekommen, das zu ändern. Oder doch? (endlich :) )

    Seit einiger Zeit gibt es Schützenvereine oder schießsportliche Vereine, die „Zielsport“ betreiben, die sich auch so nennen.
    Das muss der Invasion der Teufel geschuldet sein:
    + Oberösterreichischer Landesschützenverband +
    TRR - DIE ZIELSPORTZEITUNG - Top - News
    Zielsport Website
    Laser-Zielsport

    Welcher Teufel diese Leute geritten hat, den Schießsport aufzugeben und ihn in einen „Zielsport“ umzuwandeln, weiß ich nicht. Wissen muss man sich im Zweifel aneignen.


    Das heißt, ich weiß das schon. Oh, ich war zu schnell, Entschuldigung!

    Es ist die Anpassung und das würdelose Kriechen vor dem Zeitgeist, das feige Verstecken der eigenen Ideale zugunsten einer rückgratlosen Verbeugung vor den Gegnern des Schießens, des Sports, des legalen privaten Waffenbesitzes. Es geht überhaupt nicht um den Schießsport, die feigen Gegner unseres Sports sind die Adressaten dieses Querschusses. Wir haben es hier mit einem würdevollen Gutmenschen des wahren Legalwaffenbesitzers zu tun, der der breiten Öffentlichkeit etwas mitzuteilen hat.

    Das ist eine falsche Philosophie. Welche Philosophie ist gemeint? Verbales winseln um Beachtung nach jahrelangem Tiefschlaf oder die Arbeit an der Basis?

    Diese Feigheit (welche, eine bessere Beschreibung des Schießsports? - oder sich in der Vergangenheit nicht für Öffentlichkeits- und Nachwuchsarbeit aktiv eingesetzt zu haben, die Entwicklung des Zeitgeistes zu ignorieren?) wird niemanden nützen und schon gar nicht dem Schießsport.

    Es (dieser Kommentarversuch?) ist Wasser auf die Mühlen der Waffengegner. Es schwächt die eigene Position (das kann durchaus sein, wenn der Querschuss im eigenen Knie landen sollte), bedeutet die Aufgabe des eigenen Standpunktes, es ist Verrat am gemeinsamen Sport, der so lange alle Wirrnisse der Geschichte und der Politik überdauert hat. Ja, da ist was wahres dran, wenn der gemeinsame Sport als ichbezogene alters- und entwicklungsgerechte Freizeitaktivität und nicht als Chance für Kinder- und Jugendliche gesehen wird, den Ziel- und Konzentrationssport Sportschießen näher zu bringen.

    Wer zielt, schießt noch nicht, aber wer nur zielt, schießt nicht mehr und ich sehe schon die Zeit kommen, in der uns nur mehr das Zielen erlaubt und das Schießen verboten sein wird. Mal ehrlich, wer schon in der Vergangenheit „geschlafen hat“ bzw. sich noch in dieser Zeitstufe befindet, sollte sich nicht selbst als Hellseher sehen und seinen Gegnern noch das Wort reden.

    Wer sich selbst zum „Zielsportler“ macht wird es hinnehmen müssen, daß man ihm in Zukunft das Schießen verbietet und nur mehr das Zielen gestattet. Wir werden mit Gewehr- und Pistolen-Attrappen auf virtuelle Ziele zielen, vielleicht sind dann noch Laser oder andere Beleuchtungsgeräte drauf, ein lustiges Lichterlspiel. Es wird alles wunderbar lautlos vonstatten gehen und all die guten Menschen, werden das sehr schön und friedlich finden. Oh je hier lebt jetzt die Vergangenheit wieder auf, die „Wirrnisse der Geschichte und der Politik“ kommen wieder durch.
    Vielleicht freut das unsere Zielsportler, echte Schützen wird das nicht freuen.
    Da echte Schützen als Sportler sicherlich auch die richtige Formel anwenden: Konzentration * (Zielen + Abziehen + Treffen) = Sport, wird es ihnen bekannt vorkommen, da Zielen eine Grundvoraussetzung für den Sport bedeutet.

    Aber wir haben das geschehen lassen. Allein dieser Satz verdient in diesem Beitrag das Prädikat „wertvoll“ da ehrlich.

    Man sollte aber jetzt, solange noch Zeit ist, seine Stimme erheben und den Funktionären, denen das eingefallen ist, endlich sagen, daß sie Verrat üben. Perfiden Verrat an unserem schönen, ehrwürdigen Sport.
    Mit der Zeit und dem Zeitgeist gibt es hier schon die o.g. Probleme. Das nenne ich verbale Entschlossenheit, den Funktionären und möglichen Schöpfern des Zielsportbegriffes als Verräter zu bezeichnen. Echt klasse wie schnell ein Schreiber von den „BIL Dung“ -Journalisten deren Technik zur allgemeinen Verdummung übernehmen kann. Ehre und Würde im Spiegel betrachtet regt zum Nachdenken an!

    Unser Sport ist nämlich der Schießsport und nicht der Zielsport. Damit das klar ist.

    Damit das klar ist. Mir ist klar geworden, dass ein Querschuss niemals ein Volltreffer werden kann. Auch wenn er hier als Kommentar angelegt ist und eigentlich auf Sachverstand gegründet, der Leserschaft sachliche Informationen liefern sollte, ist hiermit noch nicht einmal „Stammtisch-Qualität“ erzielt worden. Wer „Zielsport“ als eine Beschreibung des Schießsports nicht versteht, damit auch nicht die Formel für den Schießsport, sollte lieber weiter die Welt auf Stammtischebene verbal verbessern. Das ist wenigstens auf die Lokalität und dem Kreis gleichaltriger beschränkt und schadet nicht denen, die durch aktive Öffentlichkeits- und Nachwuchsarbeit an der Basis dafür sorgen, dass der Schießsport von der Öffentlichkeit wahrgenommen wird und sich gegen ein von der Medienwelt geschaffenes Vorurteil vom Schießsport wendet.

    Dieser Querschuss ging vollständig nach hinten los.
    Ich hoffe, die Verletzung ist beim Schreiber nicht so stark, dass noch eine Möglichkeit zur Heilung besteht.

    Mit Schützengruß

    Deutsches Sportabzeichen


    Bis heute blieb der Grundgedanke des Sportabzeichens erhalten: In fünf Leistungsgruppen werden motorische Grundlagen wie Ausdauer, Schnell- und Sprungkraft sowie Schnelligkeit geprüft. Aus jeder Gruppe muss eine Übung erfolgreich absolviert werden.
    Neben Leichtathletik, Schwimmen und Turnen besteht die Palette der Sportarten, in denen die Prüfungen abgelegt werden können aus den "Zusatzangeboten" Kanufahren, Rudern, Kegeln/Bowling, Eislaufen, Gewichtheben, Bankdrücken und Sportschießen. Letzteres nimmt eine Sonderstellung ein und ersetzt komplett die Gruppe 4.
    Welche Erfahrungen bezüglich der Sportzeichen-Abnahme bei den Schützen gibt es hier unter den Meisterschützen? Gibt es Schützenvereine, die die Sportzeichen-Abnahme aktiv fördern?

    Faltblatt Schießen
    -3-DOSB_Sportschiessen_2011_Leporello_Internet.pdf

    Hallo Frank17,
    Deinen letzten Beitrag kann ich nur vollumfänglich unterstützen.

    Insgesamt sollte dieses Thema auch besser unter Ausbildung und Fortbildung als unter Öffentlichkeitsarbeit behandelt werden. Jede Nachwuchsarbeit steht und fällt mit deren Qualität und den damit wachsenden Ansprüchen einer oftmals überregulierten Gesellschaft.

    Andererseits werden die "Werkzeuge" für eine effiziente Nachwuchsarbeit auch immer professioneller. Man muss nur bereit sein, sich an dieser Stelle die vorhandenen Informationen abzuholen. Eine Pflicht, diese Informationen immer wieder zu aktualisieren und sie den Vereinen anzubieten, besteht meiner Auffassung nach bei den Verbänden.

    An dieser Stelle frage ich mich warum z.B. die Themen und Inhalte für eine Jubali-Lizenz nicht an alle Vereine verschickt werden. Ich stelle mir vor, dass diese Maßnahme/Informationen bei dem einen oder anderen interessierten Schützen, die Entscheidung an der Ausbildung teilzunehmen, erleichtert.


    Hallo Dan More,

    ich finde das Lichtschießen auch nicht besonders aufregend. Fragst du jedoch Kinder und Jugendliche, die Du auf Marktplätzen, in Schulen, Kaufhäusern, Sportfesten usw. ansprichst, erhältst Du sehr oft eine andere Antwort und großes Interesse am Schießsport.

    "Ein Versuch macht klug" - hast Du es schon einmal versucht, Deinen Sport über diese Schiene der Öffentlichkeit näher zu bringen? Hast Du schon resigniert, neue Mitglieder für Deinen Verein zu werben?

    Carcanos „Versuch einer Zusammenfassung“ kann zu erstens bis fünftens schon als Plädoyer für das Lichtschießen durchgehen. Vielen Dank!

    Bei sechstens ( Lösungsvorschlag Schießsportgemeinschaften von sich auflösenden kleinen GK-Vereinen) und siebtens („Mehrkampf Luftpistole“) kann ich allerdings nicht den Zusammenhang zum Lichtschießen erkennen. Ich vermute, mit diesen Einlassungen sollten Möglichkeiten genannt werden, wie Mitglieder gehalten, bzw. wie durch neue Angebote neue Mitglieder für den Schießsport gewonnen werden können. Diese Punkte wären demnach besser im Thread Maßnahmen - Ziel im Visier - Zukunft Schützenverein - Öffentlichkeitsarbeit - meisterschuetzen.net
    aufzuführen gewesen.

    Kurze Anmerkungen dazu:
    Ich bin 1971 zum Schießsport gekommen, da hatte bis auf die GK-Vereine, jeder Schützenverein Jugendabteilungen, die bis zu 30% des Mitgliederbestandes ausgemacht haben.
    Die zunehmende Mobilität, das wachsende Freizeitangebot, die Spaß- und Konsumgesellschaft haben als wesentliche Faktoren dazu geführt, dass die Menschen nunmehr eher dazu neigen, individuellen Interessen ohne Eingehung von Pflichten nachzugehen, als dass sie Vereinen beitreten. Nimmt man noch die demographische Entwicklung hinzu, ist es sehr schwer geworden auch im Wettbewerb der Freizeit- und Sportangebote untereinander neue Mitglieder für den Schießsport zu gewinnen. Die Mitgliederentwicklung im Nachwuchsbereich wird in der jüngsten Zeit zudem noch durch weniger Freizeit durch den Besuch von Ganztagsschulen und finanzielle Einschnitte in den unteren und mittleren Einkommensschichten erschwert. Um trotzdem „am Ball zu bleiben“ ist das Lichtschießen eine wirklich einfache Möglichkeit im vorwaffenrechtlichen Bereich wieder zu einer Nachwuchsarbeit zu kommen. Es gibt hier bereits Vereine die keine aktive Nachwuchsarbeit mehr betreiben. Vereine und Verbände in denen es noch nicht so schlecht um die Nachwuchsarbeit bestellt ist, können und werden auf das Lichtschießen natürlich verzichten.

    Dort wo bei uns das Lichtschießen eingesetzt wird, werden mit der ersten Einführungsstunde die gleichen bzw. analogen Sicherheitsregeln wie für den verantwortungsvollen Umgang mit Schusswaffen angewandt. Auch beim Lichtschießen geht der Schuss also immer vorne raus.


    Zur Geschichte und Entwicklung des Modernen Fünfkampfes, der sich mittlerweile auch mit dem Laserschießen befasst hat, sei ein Nachlesen unter Wikipedia empfohlen:

    Moderner Fünfkampf – Wikipedia


    Geschichte
    Der Moderne Fünfkampf wurde speziell als Olympischer Wettbewerb konzipiert und erstmals während der Sommerspiele 1912 in Stockholm ausgetragen. Er lehnt sich nur grob an das antike Pentathlon an, das sich aus den vier Leichtathletik-Wettbewerben Diskuswurf, Weitsprung, Speerwurf, Stadionlauf und einem Ringkampf zusammensetzte.
    Bei den Olympischen Sommerspielen 1952 wurde erstmals ein Teamwettbewerb veranstaltet, 2000 auch ein Wettbewerb für Frauen. Seit 1949 finden in den nichtolympischen Jahren Weltmeisterschaften statt. Der Teamwettbewerb wurde zuletzt 1992 ausgetragen.
    Bei den Olympischen Sommerspielen 1968 wurde der Schwede Hans-Gunnar Liljenwall wegen Drogenmissbrauchs disqualifiziert. Bei den Olympischen Sommerspielen 1976 wurde der Ukrainer Boris Onischtschenko wegen Betruges disqualifiziert. Der ehemalige Weltmeister hatte seinen Degen mit einem Kontaktknopf präpariert, um bei der elektronischen Trefferanzeige beim Gegner Treffer anzeigen zu lassen, obwohl dieser nicht getroffen wurde.
    Bereits zweimal war der Fortbestand des Modernen Fünfkampfs als Olympische Disziplin gefährdet. 1994 plante die Programm-Kommission des IOC die Streichung aus dem Olympischen Programm ab den Spielen 2000, der Antrag wurde jedoch von der IOC-Vollversammlung abgelehnt. 2002 schlug IOC-Präsident Jacques Rogge erneut die Abschaffung der Fünfkampf-Wettbewerbe für 2008 vor, da der hohe Aufwand für die Wettkampfstätten in ungünstigem Verhältnis zum relativ geringen öffentlichen Interesse an dieser Sportart stehe. Die IOC-Session entschied am 29. November 2002 allerdings für einen Verbleib im Programm. Um die Attraktivität des Fünfkampfs zu steigern, wurde auf dem UIPM-Kongress in Kyoto 2006 eine Änderung der Disziplinenfolge beschlossen. Ab 2009 werden die Disziplinen Schießen und Laufen nach dem Reiten als Kombination ähnlich einem Sommerbiathlon durchgeführt. Bei den Olympischen Spielen 2012 in London wird dieses Reglement zur Anwendung kommen. Der UIPM wurde von Seiten des IOC eine Bestandsgarantie für den Modernen Fünfkampf bis zu den Olympischen Sommerspielen 2016 zugesagt.

    Wenn ich als Jugendleiter das Vertrauen derer erfüllen möchte, die mich dazu bestimmt haben und darüber hinaus den Schutz und die Sicherheit der mir anvertrauten Kinder/Jugendlichen gewährleisten muss, dann muss ich folgende Fragen mit JA beantworten können:

    Bin ich darüber informiert, wo sich die mir anvertrauten Kinder und Jugendlichen befinden und was sie tun ?

    Habe ich generell alle Vorkehrungen zum Schutze der mir Anvertrauten und Dritter getroffen ?

    Habe ich auch in der jetzigen Situation alles Zumutbare getan, was vernünftigerweise unternommen werden muß, um Schäden zu verhindern ?

    In diesem Fall muss angenommen werden, dass die Frau des Jugendleiters diese Aufgabe der Betreuung der Jugendlichen bei einem Fußballturnier stellvertretend für ihn wahrgenommen hat und weiß was Aufsichtspflicht bedeutet, wie sie die Aufsichtspflicht erfüllt, Gefahrenquellen vermeidet, die Pflicht zur Ausführung der Aufsicht auch tatsächlich wahrnimmt.

    Das liest sich sehr belastend und mit hohen Anforderungen verbunden. Mit normalem Menschenverstand lassen sich diese Anforderungen m. E. jedoch alle erfüllen, erst Recht, wenn damit ein Beitrag zur Erziehung unserer Kinder/Jugendlichen geleistet wird.

    Das Problem ist jedoch eine gesellschaftliche Entwicklung die Kurt Tucholsky bereits 1919 bereits sehr deutlich vorhergesehen hat:
    „Wenn der Deutsche hinfällt, dann steht er nicht auf, sondern sieht sich um, wer schadensersatzpflichtig ist.“

    Meine schießsportlichen Leistungen haben leider nie für eine DM-Teilnahme gereicht. Wenn ich es geschafft hätte, sicherlich mit dem scheinbar besseren "neuen", "Top-Qualität" usw. Material. Scheinbar bringen dann auch immer wieder neue Regel-Spielereien auch Unsicherheiten selbst bei den Herstellern/Anbietern. Haben denn Kustermann, Holme usw. nicht den Anspruch ihren Kunden das Beste zu liefern? Warum stimmen die Anbieter das nicht mit dem Regelwerk ab.

    Haben Kustermann und Holme usw. sich kulant gezeigt?

    Hallo Mattl,

    Zitat


    Warum stimmt die Schießbekleidung nicht,wenn ich bei einem zertivizierten Schießsportgeschäft meine Original-Equipment-Manufacturer ( Originalausrüstungshersteller ) einkaufe?

    Diese Frage würde ich schriftlich dem "Vertragspartner" stellen. Sofern Du dich nach der Antwort immer noch schlecht behandelt fühlst, würde ich einen Schadenausgleich einfordern - ebenfalls schriftlich- , wobei eine mögliche Wiedergutmachung von Aufregung, Zeitverlust, Zusatzaufwand im Zusammenhang mit der Herstellung der ursprünglich versprochenen Leistung z. T. schwierig , aber in jedem Fall mit einbezogen werden sollten. Auch eine nachträgliche Kaufpreisreduktion kann eine "Wiedergutmachung" sein.

    Am Ende der Aktion sollte die Öffentlichkeit davon erfahren, welche Leistung der Händler xyz Dir gegenüber erbracht hat. Bist Du damit schlussendlich zufrieden oder kannst Du deinen Sportkameraden einen praktischen Tipp im Umgang mit Händler xyz geben.

    Meine Erfahrung ist, dass für eine zunehmende Zahl von Händlern/Herstellern den vielleicht veralteteten - für mich aber immer noch gültigen Spruch "Der Kunde ist König" , nach der Geldleistung des Kunden, seine Bedeutung verliert.

    Von diesen "schlechtleistenden Händlern" sollte die Öffentlichkeit unbedingt erfahren - aber ebenso von den "leistungsstarken Händlern", weil die für ihre guten Leistungen mit Kundenzuspruch belohnt werden sollten.