Betriebssport als Chance um neue Mitglieder für den Schützenverein zu gewinnen?

  • Betriebssport als Chance um neue Mitglieder für den Schützenverein zu gewinnen?


    Nach Auskunft des Deutschen Betriebssportverbandes gehören zu den registrierten 324.603 Betriebssportlern/innen auch 2.451 Sportschützen/innen (0,8%). Gibt es hier im Forum berichtenswerte Erfahrungen mit den Betriebssportlern?


    Kommen sie schon aus den Reihen der Schützenvereine?


    Besteht die Möglichkeit aus den Reihen der Betriebssportlern auch Vereinssportler zu gewinnen?


    Treten die Schützenvereine gegenüber den Betriebssportgemeinschaften als Dienstleister auf?


    Ein Verein, der den BSGen die Anlagen zur Verfügung stellt, 2012 auch die Deutschen Meisterschaften durchführt, ist die SG Tell Dietzenbach.


    Tell Schütze ist Europameister im Betriebssport - SG Tell Dietzenbach

  • Ich habe da in naher Zukunft etwas ähnliches vor, das kann ich noch nicht veröffentlichen, hat aber im Grunde auch damit zu tun...


    Da wäre es für mich natürlich interessant zu wissen, wie so eine Kooperation aussehen kann. Mir ist natürlich lieber, wenn jemand bei uns im Verein Mitglied ist, als sich da mehr oder weniger über den Betriebssport einzumieten.


    Hier muss ich mir nicht wirklich sorgen machen, in Berlin gibt es so eine Betriebssportliga im Schießen eh nicht.

  • Hallo,


    auch bei uns gibt es eine Betriebssportgruppe Schießen, die im DSB gemeldet sind. Die Mitglieder gehören zur Betriebssportgruppe Bremen die nicht nur Schießsport betreiben, sondern auch viele andere Sportarten. Bei uns bewgt sich dieser "Verein" nur auf traditioneller Basis. Meines Wissens nach, dürfen sie auch keine Jugendlichen aufnehmen wurde mir mal erzählt von einem Vereinsmitglied.


    Kogge

  • Sind das nicht die berühmten Eisenbahner- und Postsportvereine?

    Mein Trainingsmotto:
    Wer aufhört besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein. (Philip Rosenthal, Unternehmer, *1916)

  • Betriebssportmannschaften gibt es sehr viele und viele Unternehmen fördern das auch.


    Wir haben z.B. beim 1. und 2. Frankfurter Bankencup mit einer Mannschaft mitgekickt. Beim ersten sind wir in die Historie des Wettbewerbs als erster Sieger eingegangen.


    Frankfurter BankenCup für alle Banken, Sparkassen und Finanzinstitute Deutschlands


    Frankfurter BankenCup für alle Banken, Sparkassen und Finanzinstitute Deutschlands


    und letztes JAhr beim 2. sind wir Dritter geworden.


    Die Kosten waren nicht gerdae gering, für die Teilnahme. Ich glaube € 500,- für die Mannschafts und dann nochmal € 30,- je Teilnehmer/Spieler. zzgl. Trikots, etc.
    Aber manche Firmen machen das einfach, was ich persönlihc klasse finde.


    Das Thema beim Betreibssport schießen ist allerdings, für mich jedenfalls, dass man nicht unbedingt direkt nach der Arbeit auf den Stand gehen kann.
    Ich wohne z.B. über 50Km entfernt vom Arbeitsplatz. Nach Hause fahren, anch Feierabend, die Sportwaffen holen, egal welche, und dann 50 Km wieer zurück ist bescheuert. Aber genausowenig ist es praktikabel, rechtliche Seite mal ganz außen vor gelassen, die Sportwaffen mit auf die Arbeit zu nehmen, auch wenn ich einen "B" Schrank für den Arbeitsplatz bekommen könnte. Da greifen auch versicherungsrechtliche Themen mit rein und das muss von höchster Stelle genehmigt sein. In meinem Fall. würde das über den Bereichsleiter des Facilitymanagment gehen, der sich wiederum beim Vorstand absichern würde. Und wie ein Vorstand darüber denkt, dass ein Ami mit ner Wumme in einer Bank ist, naja, darüber möchte ich nicht weiter nachdenken.


    Ich denke mal einen Stand zu bekommen, wenn man nahe genug an dem Schießstand wohnt, ist weniger das Problem. Problematisch wird es eben dann, wenn man nicht in der Nähe wohnt, aber die eigenen Waffen verwenden möchte.

  • also auch unter den Schützen gibt es einige Betriebssportgemeinschaften. Ich habe erst gestern auf der DM einige Schützen rumlaufen sehen, die den Aufdruck Betriebssportverein auf Ihren T-Shirts hatten.
    Aber ich sehe dies auch so, das diese Sportvereine eine geringe Rolle im Schützenleben spielen, da doch einige Besonderheiten in der Ausübung des Schiesssportes vorherrschen (wie bereits angesprochen)



    Gruß
    Uwe

  • Ich gehe auch davon aus, dass die BS Mannschaften, eher den Betriebssport als Nebensport betreiben und sonst ganzj normal im Schützenverein, einer SLG oder Gruppe Mitglied sind.
    Genauso wie viele Schützen in verschiedenen Verbänden Mitglied sind.

  • Hallo,


    Die Post und Bahnsportvereinewaren als sie gegründet wurden , als reine Betriebssportvereine gedacht. Waren aber duch ihre Dachorganisation dem Deutschen Sport Bund angeschlossen. So nach und nach öffneten sich die Vereine für nicht angehörige , da sie nicht genug Mitglieder bekamen.


    Kogge

  • Hallo Uwe,


    also auch unter den Schützen gibt es einige Betriebssportgemeinschaften. Ich habe erst gestern auf der DM einige Schützen rumlaufen sehen, die den Aufdruck Betriebssportverein auf Ihren T-Shirts hatten.
    Aber ich sehe dies auch so, das diese Sportvereine eine geringe Rolle im Schützenleben spielen, da doch einige Besonderheiten in der Ausübung des Schiesssportes vorherrschen (wie bereits angesprochen)



    Gruß
    Uwe


    auch wenn der Anteil der Schützen unter den Betriebssportlern eher gering ist, sehe ich auch darin einen guten Ansatz das Sportschießen in einem lebensnahen Umfeld zu präsentieren und neue Mitglieder zu gewinnen.


    Dass aus Betriebssportgemeinschaften (BSG) eigenständige Vereine wurden (damit die DSB-Statistik bereichern) kann daran liegen, dass seitens der Finanzämter Betriebsausgaben für den Betriebssport in Eigenregie der Besteuerung unterworfen wurden. Spenden an Sportvereine jedoch steuerlich abzugsfähig sind und deshalb die unselbständige BSG in einen Sportverein "umgewandelt" wurde.

  • Aus meine Erfahrung im Umgang mit Betrieben, Behörden und Vereinen kann ich sagen, dass es relativ einfach ist, diese festen Gruppen für einen „Betriebsausflug nach Feierabend“ zu gewinnen.


    Der Schützenverein als Dienstleister bietet ein Firmenpokalschießen an, dass die Basis für spätere Besuche des Schützenvereins darstellt. In einer festen Gruppe, mit dem Anspruch, über einen gemütlichen, einem mit viel Sport-Spiel-Spannung ausgerichteten Wettbewerb einen Schützenverein kennenzulernen, geht es einfacher, als über einen „Schnupperabend“ zu dem man alleine hingeht.

  • Das ist zwar richtig, bringt aber meiner Meinung nach keine neuen Mitglieder in die Vereine.
    Das sind quasi eher Eintagsfliegen, da die Kollegen oftmals nicht in der Nähe des Vereins wohnen und somit bei eigenem Waffenbesitz durchaus zu rechtlichen Problemen führen kann.


    Wie bereits erwähnt, wohne ich z.B. 50Km entfernt von meiner Arbeitsstätte. Wenn ich meine Kollegen zu mir in den SV einladen würde, zu einem Betriebsschießen, würde am Ende genau "0" langfristig hängen bleiben, für den Verein.
    Solche Gruppen funktionieren meist nur, wenn die Mitglieder entweder in der Nähe wohnen und so auch regelmässig der Tätigkeit nachgehen können, oder die Arbeitszeiten so liegen, dass es keine nennenswerten Wartezeiten gibt.


    Ich habe einige Zeit in der Fussballmannschaft unserer Firma mit gekickt und auch an Turnieren teilgenommen. Training hat immer um 19:00h angefangen, in den warmen Monaten auf einem Platz in Wiesbaden, wo ich arbeite. Wenn ich aber breits um 16:00h Feierabend habe, was soll ich die restlichen drei Stunden machen?
    Selbst wenn ich um 17:30h Feierabend habe, ist das eine recht lange Wartezeit, bis das Training losgeht. Da verliert man die Lust. Nach Hause fahren und später wieder zurück ist unrentabel und zu teuer.


    Genauso ist es auch wenn man eine Betriebssport Schützengruppe machen wollte.
    Man benötigt erstmal einen Schützenverein der einem den Stand dafür zur Verfügung stellt. Ist in Ballungszentren wohl etwas schwieriger. Dann müssen auch alle an dem Tag Zeit und Lust haben. Dann benötigt man auch entsprechende Waffen zum Trainieren.


    Ich will nicht abstreiten, dass es funktionieren kann und vielerorts auch funktioniert, aber es ist mit vielen Hürden behaftet.

  • Hallo Dan More,


    die Hindernisse für Sport in der Gemeinschaft kann ich gut nachvollziehen. Dass es aber trotzdem dazu kommt in einer Gruppe/Mannschaft/Abteilung ... gemeinsam etwas zu unternehmen liegt an der Motivation und dem persönlichen Mehrgewinn jedes Einzelnen sich dieser Gruppe anzuschließen.


    Liegt also ein interessantes Angebot vor, wird auch das Interesse geweckt. Ich muss hier niemandem erklären, dass Schießen Spaß macht.


    In unserem Verein wurde von 1995 (118 Mitglieder) bis 2006 58 neue Mitglieder aufnommen. Etwa die Hälfte sind davon über das Firmenpokalschießen zu uns gekommen. Als sog. Quereinsteiger sind davon acht aktive Auflageschützen LG/KK geworden.

  • Wie gesagt, ich bestreite keinesfalls das es funktionieren kann.


    Nur gibt es in der heutigen Zeit viele Hürden, die es vor einigen Jahren noch nicht so gab.


    Sicherlich liegt es mitunter auch an einem selbst, ob er/sie sich einbringen will, aber bei meiner erwähnten Konstellation ist es denkbar ungünstig.
    Und wenn im Winter in der Halle gekickt wird, weichen die Kollegen nach Mainz aus, was genau entgegen gesetzt zu meiner Richtung ist. Also gehe ich da erst gar nicht hin. Lohnt einfach nicht.
    Die meisten in der Mannschaft wohnen aber in Mainz oder Wiesbaden und haben daher einen recht kurzen Anfahrtsweg, der teilweise von einigen auch mit dem Fahrad gefahren wird.


    Würde ich näher an meiner Firma wohnen, wäre es um vieles einfacher, aber so, wie gesagt unrentabel.


    Und das ganze jetzt anders herum, wer will schon ca. 50Km auf sich nehmen, um in ein, zwei, drei oder viermal im Monat in einen Schützenverein zu gehen. Dann suchen die sich eher einen in der eigenen Umgebung und bringt somit meinem eigenen Verein relativ wenig.

  • @ Dan More,


    o.K. unter der Annahme eines laufenden aktiven Betriebssportes, wonach ich eingangs gefragt hatte, sind Kosten- und Zeitaufwand ein Hinderungs- oder Organisationsproblem.


    In dem Beispiel des Firmenpokalschießens geht es um eine Veranstaltung, die einmal jährlich stattfindet und durch seine besondere Attraktivität hier sehr bekannt geworden ist und Betriebe/Gruppen über 60 Kilometer fahren um an diesem "Betriebsausflug" teilzunehmen. Es kommt sogar vor, dass der Chef selber als bester Fan seine Dreiermannschaften anfeuert.

  • Hallo,


    es ist beides richtig was ihr sagt, aber unser alter Verein war ein Post SV und denen ist es auch nicht gelungen nur aus dem Betrieb Post und Telekom die Mitglieder zu rekutieren. Es waren später mehr Mitglieder aus allen Richtungen , als Postler oder Telekomer. Bei uns gibt es eine reine Betriebssportgruppe mit Hauptsitz in Bremen, die so ziemlich alle Sportarten treiben, auch den Schießsport. Die Mitglieder rekutieren sich aus großen Betrieben, Lloyd Werft usw. in bremerhaven.


    Kogge

  • @ Dan More,


    o.K. unter der Annahme eines laufenden aktiven Betriebssportes, wonach ich eingangs gefragt hatte, sind Kosten- und Zeitaufwand ein Hinderungs- oder Organisationsproblem.


    In dem Beispiel des Firmenpokalschießens geht es um eine Veranstaltung, die einmal jährlich stattfindet und durch seine besondere Attraktivität hier sehr bekannt geworden ist und Betriebe/Gruppen über 60 Kilometer fahren um an diesem "Betriebsausflug" teilzunehmen. Es kommt sogar vor, dass der Chef selber als bester Fan seine Dreiermannschaften anfeuert.


    Das ist schon richtig.
    Ich beziehe mich hier eigentlich nur auf den Eingangsthread, da mit er nicht in OT abwandert. Da ja ein Betriebsausflug zu einem Pokalschießen nicht wirklich etwas mit Betriebssport zu tun hat.


    Was diese Pokalschießen angehth, stimme ich Dir zu.

  • O.K. ich bin hier nicht ganz auf der Linie geblieben. Es kommt mir hier auch nicht darauf an Recht zu haben/zu bekommen.


    Die Diskussion um die Möglichkeiten, die wir haben, um unseren Sport attraktiver in der Öffentlichkeit zu präsentieren, reicht mir schon. Sachliche Kritik bringt uns alle weiter.


    Die Idee nach dem Erfolg dieses breitensportlich mit Spaß- und Unterhaltungskomponenten ausgestatteten FiPos war und ist, die teilnehmenden Gruppen, wenn sie schon mal die Anlagen und den Sport des Vereins kennengelernt haben, als Dauergäste zu gewinnen und sie im Idealfall zur Bildung einer Betriebssportgruppe zu überzeugen, bzw. als neue Einzelmitglieder zu gewinnen. Die "Bindung an den Verein" kann auch über die Zurverfügungstellung der vermietungsfähigen Anlagen/Einrichtungen erfolgen.