Hallo Dan More,
was den DSB betrifft, kenne ich keine bessere Vertretung meiner Interessen, meinem Hobby Schießsport nachzugehen. Ich weiß auch, dass ein Verband eine viel weitergehende, übergeordnete Aufgabenvielfalt zu bewältigen hat, als die Einzelinteressen von Dir und mir umzusetzen. Das führt zwangsläufig dazu, dass mir die Ergebnisse der Verbandsarbeit mal mehr oder weniger gut gefallen. Sollte in der Summe der Wertungen am Ende ein dauerhaftes „Minus“ herauskommen, muss ich mich entscheiden, ob ich weiter Beiträge zahle oder meine Mitgliedschaft aufkündige. Eine weitere Option wäre, sich aktiv an der Verbandsarbeit zu beteiligen.
Bei einer existenziellen Thematik (weitere Verschärfung des Waffengesetzes, Imagepflege, Finanzierung …) kann ich nicht nur bewerten oder fordern, sondern dann bin ich auch in der Pflicht, zusammen mit dem Verband etwas im Rahmen meiner Möglichkeiten für die Problemlösung zu tun:
Informationen holen und geben gehört ebenso dazu wie die Bereitschaft zu Umlagen und aktiver Mitarbeit.
In meinem LV hat das dazu geführt, dass ich Seminare für Öffentlichkeits- und Nachwuchsarbeit angeboten und durchgeführt (1x) habe – sehr erfolgreich nach Meinung der Teilnehmer/innen. Eine Wiederholung durfte nicht stattfinden. Fatal ist nur, dass ich auf meine Frage nach dem Warum bis heute keine offizielle Antwort erhalten habe.
Da, wie schon oft beschrieben, das Lichtschießen hier eine Erfolgstory ist, werde ich, meine Arbeit fortsetzen. Erfolg motiviert natürlich. Soll ich wegen der Inkompetenz und Trägheit eines Landesverbandes an dieser Stelle mit meiner Arbeit aufhören, an einem Punkt, wo genau das, was dringend gefordert wird, nämlich eine erfolgreiche Nachwuchsarbeit zu leisten, mein Beitrag ist?
Würde ich damit aufhören, müsste ich konsequent sein und auch den Verband verlassen, mir ein anderes Hobby suchen. Stillhalten und zuschauen, wie der Karren noch weiter in den Sumpf gefahren wird, kann ich nicht.
Natürlich hat der DSB es versäumt, sich durch interne und externe Maßnahmen auf eine seit langem erkennbare negative Entwicklung anzupassen. Die Mehrheit der Mitglieder hat diese negativen Entwicklungen doch auch mitbekommen – oder? Somit besteht aus meiner Sicht ein „Versäumnis-Kollektiv“ Verband-Verein-Mitglied. Alle haben mehr oder weniger die Augen zugemacht.
Nein, ich gehe nicht davon aus, dass Informationen Holschulden für die Mitglieder sind – nur dann, wenn ich der Meinung bin, dass die Verbands-Informationen m. E. falsch, unvollständig oder missverständlich sind.
Das Thema mit der „Geheimdiplomatie“ bleibt mir unverschlossen. Keine Ahnung was wann wie kritisch und mit welchen Zugeständnissen von wem bei der Gesetzgebung gegen unsere Interessen gelaufen ist.
Beitragsanpassungen können nur nach einem strengen Procedere beschlossen werden. Da sollten schon alle notwendigen Fragen gestellt und beantwortet worden sein.