Übrigends: Ich bekenne mich zu den "Nichtabschrauber der Bürste beim zurückziehen" und bislang treffen alle meine Waffen noch.
Und ehrlich gesagt habe ich noch nie einen gesehen, der das tut.
Bekenne mich schuldig 
Druckluftwaffen:
Nach dem Verschießen einer Dose Diabolos werden ca. 5 Filzpfropfen verschoßen und das wars.
Nach jedem Schießen werden lediglich die äußeren Metallteile mit einem leicht geölten Tuch abgerieben (Handschweiß...)
Wir haben mal im Verein 3 LG mit WD40 gereinigt und dachten wir tun da was Gutes. Nach 1 oder 2 Wochen kammen die 3 LG zum Büchsenmacher
um die Dichtungen auszutauschen, da diese überhaupt nicht mehr abgedichtet haben.
Zu scharfen Waffen:
Meiner Meinung sollte man wie immer im Leben pragmatisch bleiben. Rein sachlich betrachtet, wozu reinigt man Waffen?
1.) Einwandreie Funktion => Waffenreinigung ist wesentlicher Beitrag
Entscheidend bei Selbstladern. Da muss man die Teile von Schmauch und Fett (.22 Munition) reinigen.
Zum Einölen habe ich unterschied. Waffenöle und -Fette probiert.
Resultat:
-Ballistol zum Reinigen vollkommen ausreichend.
-Zum Einölen der beweglichen Teile Ballistol nur wenn nichts anderes vorhanden ist.
Sehr gute Erfahrungen mit ganz normalen Motoröl vom PKW, man braucht kein überteures tactical special force Öl kaufen
Da kommt es auch sehr auf die verwendete Munition an. Meine CZ mag die PPU 9mm 124grain aber diese Patronen verdrecken
die Waffe unglaublich schnell. Spätestens nach 250 - 300 Schuss gibts Zuführungsprobleme...
2.) Damit man das Ziel trifft => Waffenreinigung ein Faktor von vielen und oft überschätzt
Da habe ich mit jemanden von einem angesehenen deutschen Laufhersteller gesprochen.
Resultat:
Lauf reinigt man erst, wenn man merkt das die Waffe anfängt ungenauer zu treffen!
Ganz normale Reinigung: kugelgelagerter Putzstock, Ballistol, Messingbürste, Patches oder Filzpfropfen.
Einbahnstraße vom Patronenlager zur Laufmündung danach Messingbürste runterschrauben und wiederholen.
Mit der chemischen Reinigung (Ballistol Robla Solo Mil...) erst wenn man merkt, dass die Waffe nach der "Normalreinigung"
schlecht trifft und der Grund nicht wo anders liegt z.B. andere Munition. War bei mir auch an den Waffen mit Zielfernrohr noch nie der Fall.
Auch aufpassen bei High-End Geschossen mit Molybdänbeschichtung (z.B.: Norma Black Diamond Line) diese Beschichtung bekommt man nicht
ohne weiteres aus dem Lauf raus, wenn man später wieder mal mit "normalen" Geschossen schießen will wird man wahrscheinlich ein anderes
Trefferbild haben als vor der Molybdängeschichte.
3.) Damit die Waffe nicht rostet => Wichtig bei manchen Wafffen (Schwarzpulver, Zimmerstutzen?, Korrosive Ostblock-Munition)
Nun ... Ballermann für die Waffe ... bei der Ostblockmunition darf das Gewehr heißes Wasser mit Spühlmittel aus dem Trichter saufen.
Bei Kurzwaffe: Lauf ausbauen vom Schmauch reinigen und ab in den alten Wasserkocher, am Besten Wasser aus dem Luftentfeuchter nehmen, da
kein Kalk drin ist.