Beiträge von Wiegand17

    Prinzipielle ist alles fei verkäuflich. Lediglich für das Pulver bräuchtest du eine Erlaubnis nach dem § 27 SprengG. So lange du kein Pulver verwendest, ist alles frei. Auch für Minikanonen gibt es übrigens tatsächlich sportliche Wettkämpfe - nur mal so am Rand :whispering: musste mal google quälen

    Hallo Wiegand 17,

    was wären denn Deiner Meinung nach erforderliche Modernisierungen, die der DSB durchführen sollte?

    Na da wäre das abschließende Festhalten an den statischen, klassischen Disziplinen zum Beispiel. Viele Schützen zieht es zu den anderen Dachverbänden, weil diese alle auch andere, modernere und vor allem auch dynamische Disziplinen anbieten.

    Man wäre beim DSB mal gutberaten, zu analysieren, wo die Mitglieder überwiegend hin wechseln und was da den Unterschied zum Angebot des DSB ausmacht.

    naja, mit dem aktuellen Auftreten beim Thema Waffenrechtsverschärfung hat sich der DSB auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Was viele Sportschützen erneut enttäuscht haben dürfte. Der Mangel an Modernisierungswillen sorgt auch nicht gerade für ein positives Außenbild. Wenn die Nähe zum DOSB nicht wäre, würden die Zahlen nach meiner Meinung noch desaströser ausfallen. Der DSB verkennt, das seine Ansicht zum Thema Schießsport keine Religionsfrage ist, wo keine andere Meinung daneben zugelassen sei. Andere Dachverbände haben sich da einfach mal weiterentwickelt - was nicht zuletzt auch an der Sportordnung abgelesen werden kann.

    nun ja, wenn die Pistole nicht korrekt gehalten wird, kann die Schießhand nicht das benötigte Widerlager bieten, dass aber für den automatischen Repetiervorgang benötigt wird. Dann geht ein großer Teil der Energie in die Bewegung der Masse von der ganzen Pistole und es bleibt nicht genug Energie mehr für den Repetiervorgang im System. Die Folge ist dann, dass der Verschluss nicht mehr vollständig zurückläuft = Ladestörung

    servus, du solltest zu deinen Überlegungen hinzuziehen, dass so manche Hanfeuerwaffe das Repetieren verweigert, wenn diese nicht stramm genug gehalten wird...
    daraus leite ich mir ab, dass es die Massenträgheit des Schlittens selbst ist, der - sobald die Waffe auf die Handgabel trift, erst dann zu gleiten beginnt.

    Ah, ein interessanter Hinweis. Ja, du hast Recht. Viele Probleme beim Repetieren - vor allem bei unverriegelten Pistolen - ist auf zu "lasches" Halten zurück zu führen. Dafür braucht es einen guten Trainer und keinen Büma. Wäre auch ein interessanter Punkt bei der Ursachenerforschung

    also mal Physik für Schützen. Die GSP hat einen unverriegelten Feder-Masse-Verschluss. Dieser wird durch die "Rückstoßenergie" angeschoben. Die Energie, die das Geschoss nach vorn drückt, wirkt gleichstark nach hinten auf den Verschluss. Der Verschluss hat also nichts... Gar nichts mit dem Ausziehen der Hülse zu tun, außer dass er über die Trägheit seiner Masse und der Verschlussfeder dieser entgegenwirkt und das Öffnen so verzögert.

    Und ich sage es gern nochmal: eine Stahlfeder verhärtet nicht über die Jahre und die Munition ist nicht signifikant schwächer geworden. Eine neue Feder macht somit nur Sinn, wenn man die Pistole auf eine bestimmte Patrone anpassen möchte. Sonst ist die Ursache an andere Stelle zu suchen...

    Also der Auszieher spielt bei einer unverriegelten Pistole nur beim Repetiervorgang von Hand eine Rolle. Beim Schuss wirkt die Rückstoßkraft durch den Gasdruck auf den Hülsenboden und bringt so über die Hülse den Verschluss in den Rücklauf. Die Hülse würde also im Schuss auch dann ausgezogen, wenn die Kralle komplett fehlen würde. Der Ausstoßer wäre da schon viel eher von Interesse.

    Generell muss man sich doch mal die Frage stellen, was kann sich über die Zeit so verändern, dass es eine Störung verursachen kann. Eine Stahlfeder wird über die Jahre nicht härter - das ist also Unsinn. Wäre der Mangel schon von Anfang gewesen, hätte mit Sicherheit einer der Vorbesitzer - wenn nicht gleich der Erstbesitzer auf Garantie - den Mangel beheben lassen. Die Munition ist auch nicht schwächer geworden auf die Jahre. Also kann es nur auf Verschleiß oder Verschmutzung am Ende hinauslaufen. Die Prüfung mit dem Ausstoßer erscheint mir da noch die relevantere Größe zu sein. Der Rest beläuft sich dann mit Ausprobieren, welche Muni am Besten läuft und wie schon gesagt, alternative Schmiermittel probieren. Im Übrigen kann auch zu viel Schmiermittel zu derartigen Störungen führen, wenn die Toleranzen am Verschluss noch sehr eng sitzen. Viel ist hier nicht immer gleich besser!

    ja, solche Experimente mit der Feder sind gewagt und eher etwas für den Fachmann. Eine zu schwache Feder lässt den Verschluss u.U. zu früh zurück fahren. Dann kann der Gasdruck nicht voll ausgenutzt werden, was im besten Fall zu großen Streukreisen und im schlimmsten Fall zum Steckenbleiben des Geschosses im Lauf führen kann. Wer das machen möchte sollte sich meiner Meinung nach dann besser an einen mit Sportpistolen erfahrenen Büma wenden. Aber wie gesagt, wenn der Vorbesitzer hier nichts verändert hat - wieso sollte dann die Feder jetzt zu stark geworden sein??? Das macht keinen Sinn. Wenn die Möglichkeit bestehen sollte, vielleicht kann man dazu ja mal den Vorbesitzer kontaktieren.

    Hallo, also wenn du eine bereits gebrauchte GSP gekauft hast und durch den Vorbesitzer die Feder nicht kurz vorm Verkauf gewechselt wurde, dann denke ich nicht, dass die Feder zu stramm und Ursache für dein Problem ist. Ich würde mir erstmal den Weg des Verschlusses ansehen, ob dort hartnäckige Verschmutzungen sind oder starkes Spiel. Bei meiner Hämmerli hat z.B. der Wechsel auf ein anderes Schmiermittel mit Keramikteilchen (Guncer von Ballistol) viel gebracht. Von Schöneberg gibt es übrigens auch eine etwas strammere Patrone, die Pistol Match Special. Mit den beiden Mitteln (Öl und Patrone) habe ich bei meiner Hämmerli dieses Problem in den Griff bekommen.

    erstaunlich, wie ein totgeglaubter Thread plötzlich wieder zu leben beginnt :clapping:

    Ich glaube die Hauptfragen die man sich bei dem Thema stellen muss ist doch:

    Was möchte ich investieren?

    Wieviel Erfahrung habe ich bislang auf dem Gebiet?

    Wo liegen meine eigenen Limits?

    Welches Modell bietet mir nach Beantwortung der ersten drei Fragen das beste Preis-Leistungs-Verhältnis und passt dabei zu meiner Anatomie bzw. kann hierfür angepasst werden?

    Ich hole das alte Thema mal hoch.

    Meine Frage:

    Hämmerli 280 gibt es ja 1. und 2. Generation. Glaube mal irgendwo gelesen zu haben das die 1. Generation einige Macken hat?

    Ich bin am Überlegen mir eine Zuzulegen, statt gleich mit einer aktuellen Walther oder Pardini einzusteigen.

    Danke schon mal für Eure Hilfe.

    bayer1957 möchte scheinbar seine erste Spopi erwerben, zumindest möchte ich seine Frage mal so interpretieren. Und er möchte keine Hypothek dafür aufnehmen und es wohl beim Hobby-Schützen belassen und nicht zum Berufs-Schützen aufsteigen. Ergo macht es da wohl keinen Sinn über die aktuellsten und sündhaft teuren am Markt erhältlichen Modelle zu sprechen. Und ja, was die Ergonomie angeht, gibt es heute Fortschritte und ein einstellbares Kimmenblatt ist wahrlich eine feine Sache. Aber braut das jemand wirklich, der nicht vor hat zur nächsten DM anzutreten???

    Ich denke unter diesen Gesichtspunkten dürfte sich für die meisten Hobby-Sportschützen der Kreis der Verdächtigen wohl rasch auf die GSP oder halt die 280 eindampfen. Eine Pardini ist 'ne feine Sachen, aber nicht jeder ist bereit gleich über 2 TEUR hinzublättern, um erste eigene Erfahrungen zu sammeln.

    Letzten Endes muss man das akzeptieren und froh darüber sein, dass es noch neue Interessenten für unseren Sport gibt, der eh immer unerschwinglicher für viele wird.

    Unter all diesen Punkten vertrete zumindest ich nach wie vor die Meinung, dass die Hämmerli 280 eine hervorragende Matchpistole ist, die reichliche Anpassungsmöglichkeiten bietet - wenn auch nicht alles, was heute machbar ist - und bei pflegevollen Umgang mit der richtigen Muni ein zuverlässiges Sportgerät darstellt, auch wenn sie langsam in die Jahre gekommen ist. Und obendrein ist sie erschwinglich und die Ersatzteilversorgung besser als man oft behauptet.

    Aber letzten Endes ist es wie mit der Religion, wer eine hat, hält sie für die einzig Richtige.

    also ich muss hier nochwas loswerden. Die Technik der 280 als veraltet zu bezeichnen ist schlicht falsch. Da hat sich in den mechanischen Dingen (von elektrischen Abzügen mal abgesehen) gar nicht soviel getan seither. Lediglich das Design hat sich dem Wandel der Zeit unterworfen und bei einigen Modellen ist der Griffwinkel etwas flacher geworden, aber dann hört es eigentlich auch schon auf. Geübte Schützen können bei der richtigen Munition sogar den 10 damit halten - das Hauptproblem liegt - wie so oft eher am Schützen und weniger am Material.

    Die benannten Störungen haben bei der 280, wie auch bei vielen anderen Modellen im oberen Sportsegment, 2 Ursachen. Die erste ist sehr häufig mangelhafte Pflege. Mir sind Schützen bekannt, die haben ihre Spopi noch nich auseinandergenommen, weil es ihnen zu kompliziert sei - da kann man bereits erahnen, wie die Mechanik im Inneren ausschaut. Der 2. Punkt ist die besagte Munitionsfühligkeit. Auch eine Eigenschaft, die sie mit vielen anderen Modellen teilt. Ich habe nach mehreren Testläufen für mein Modell die SK Pistol Match spezial auserkoren und damit läuft sie gut, auch beim Duell.

    also der herausragende Unterschied liegt eigentlich nur in der leichteren Demontage, was bei der 2. Baureihe durch die Frontschraube für Ungeübte deutlich einfacher geht. Zudem ist die 2. Baureihe durch ihre zweigeteilte Verschlussfeder nicht ganz so munitionsfühlig wie die 1. Baureihe. Aber ansich kein wirkliches Problem. Die Präzision ist bei beiden gleich gut auf sehr hohem Niveau. Auch die Ersatzteilversorgung ist für beide kein Problem, gibt es alles bei https://schiesssport-billharz.eu/280. Walther hat sich damals bei der Übernahme von Hämmerli zum Support bekannt.

    Ich kann die 280 guten Gewissen empfehlen, ich habe die 1. Baureihe.

    also, dass reines Wasser die Stahloberfläche verändert hat, glaube ich mal nicht. Was aber häufig passiert ist, dass der falsche Reinigerzusatz verwendet wird und dieser auf der Oberfläche dann eine raue Oxidschicht bildet.

    Am besten nur Zusätze verwenden, die auch für die Reinigung von Waffen gedacht sind. Da gibt es z.B. einen (nicht ganz billigen) Zusatz von Hornady, der sehr gut funktioniert. Zur Not funktioniert auch ein mildes Geschirrspülmittel. Am Besten ging bei mir FIT - das normale, billige ohne Zusätze.

    Okay, das Thema ist zwar schon einige Tage alt, aber falls zufällig jemand über diesen Thread stolpern sollte – so wie ich – wollte ich gern noch etwas mit auf den Weg geben. Zum Einen die Hämmerli 280 ist damals wie heute eine exzellente Sportpistole mit einem hohen Maß an Präzision. Das Griffstück sowie alle nichtmetallischen Teile sind aus Carbon gefertigt, weshalb sie zum anderen extrem robust und widerstandsfähig ist.

    Das Thema Ersatzteile wurde hier auch angesprochen, aber nicht ganz korrekt. Es gibt nach wie vor fabrikneue Ersatzteile durch die Firma Carl Walther. Ein guter Shop für diverse Ersatzteile ist der Onlineshop „Judith Billharz Jagd-/Sportwaffen und Zubehör“ aus Freiburg (https://schiesssport-billharz.eu/280). Bislang habe ich noch alle benötigten Teile bekommen, etwa Verschleißteile wie die Gummipuffer.

    Einziger Wermutstropfen ist das Zerlegen sowie die Munitionsfühligkeit der 1. Generation (leicht zu erkennen an den beiden Stehbolzen am Oberteil, unterhalb des Laufes – bei der 2. Generation wird hier das Oberteil mit dem Griffstück durch eine Schraube fixiert und besitzt auch eine zweiteilige Rückholfeder). Ich habe für mich hier als ideale Patrone die „SK Pistol Match Special“ von Schönebeck ausgemacht.

    Ansich eine wunderbare Sportpistole mit sehr angenehmen Schussverhalten, guter Anpassungsmöglichkeit an die Schützenbedürfnisse (Stichwort Gewichtsverteilung) und faktisch unverwüstlich und mittlerweile auch zu günstigen Preisen zu bekommen. Wem der Griff nicht passen sollte, kann bei „Rink Formgriffe“ (https://www.formgriffe.de/shpSR.php?sfC=…9&p1=400&p2=255) sich immer noch einen besser passenden bestellen oder gar anfertigen lassen.

    Ich habe mir nach einigen hin und her eine USP-Elite von Heckler und Koch im Kaliber 9mm gegönnt. Ich bin fasziniert von der wirklich außerordentlichen Präzision dieser Pistole - allen Unkenrufen gegen die Plastikpistolen zum Trotz. Hat vielleicht schon jemand hier im Forum seine Erfahrungen mit dieser Pistole und entsprechenden Munitionssorten gemacht? Ich habe bislang ausgerechnet mit den billigsten Patronen auf dem Markt, die Schüttpackung von S&B mit 124 grs. mit die besten Ergebnisse erzielen können. Hat jemand vielleicht noch andere Erfahrungen mit anderen Fabrikaten gemacht:/:/:/

    Dann wäre das Phänomen identisch wie bei der Hämmerli.

    Leider muss man mit dem Problem leben. Der Verschluss fährt beim 1. Schuss einfach nicht so weit nach hinten, dass er die neue Patrone zu packen bekommt. Ich verwende jetzt das GunCer -Öl von Ballistol und dies führte zu einer merklichen Reduzierung dieses Problems - im Gegensatz zu den vorherigen Ölen von Ballistol und Brunox, wenn auch nicht in Gänze.

    Die Munitionsauswahl hatte ebenfalls darauf eine starke Wirkung. Verwende daher jetzt nur noch die SK Pistol Match spezial. Auch das führte zu einer Minimierung dieses Störungsbildes. Aber so ganz geht es nicht weg. Gerade an sehr kalten Tagen tritt das Phänomen stärker auf. Habe es mir daher angewöhnt, die erste Patrone im Magazin weiter vor zu schieben. Das funktioniert ganz gut - wenn ich es nicht wieder vergessen habe :rolleyes:... was gerade bei Duell extrem nerven kann...

    Hämmerli war dieses Problem anscheinend bekannt. Sie änderten die Verschlussfeder in der 2. Baureihe und ersetzten die einteilige Feder gegen eine zweiteilige, welche dem Verschluss offenbar einen geschmeidigeren Übergang in die Bewegung ermöglichte.

    Ich hätte mal eine Frage, k.A. ob ich das richtig verstanden habe. Tritt das Phänomen immer nach dem 1. Schuss aus jedem Magazin auf oder tritt das nur bei dem allerersten Schuss im Training auf und legt sich dann beim weiteren Gebrauch?

    Ich frage nur deshalb, weil meine Hämmerli 280 (1. Baureihe) das selbe Problem hat, aber nur beim allerersten Schuss. Alle weiteren Schüsse funktionieren auch nach Magazinwechseln (richtige Munition vorausgesetzt) fehlerfrei. Bei mir konnte ich die verwendeten Schmiermittel (also Öl) als die wahrscheinlichste Ursache ermitteln.

    Hallo in die Runde,

    man hört immer mal wieder, dass die Gewehrschäfte der alten Ordonnanzgewehre, wie etwa dem Gewehr 98 oder dem Enfield, von dem einen oder anderen aufgearbeitet wurden (z.B. System- oder Laufbettung, Freistechen usw.), um die Präzision der alten Feuerstöcke zu verbessern. Leider findet man aber nur sehr wenig belastbare Informationen zu diesem Thema. Offenbar wird das Wissen darüber immer nur vererbt...

    Mich würde daher mal interessieren, wer von Euch in dieser Richtung schon tätig war und was gerade bei den alten Gewehren wirklich Sinn macht bzw. von was man besser die Hände lassen sollte.