Beiträge von Parallax

    Es handelt sich in diesem Fall eben nicht um den Zweck "zur Abgabe von Startschüssen oder einer zur Brauchtumspflege Waffen tragenden Vereinigung".

    Du mußt den § 12 Abs. 3 b) als Aufzählung lesen, EINER der folgenden Optionen muß zutreffen:

    als Beauftragter oder Mitglied

    • einer jagdlichen oder schießsportlichen Vereinigung [ODER]
    • einer anderen sportlichen Vereinigung [KOMMA] zur [ZUM ZWECKE DER] Abgabe von Startschüssen ODER
    • einer zur Brauchtumspflege Waffen tragenden Vereinigung

    Der erste Punkt deckt Dein Szenario ab.

    Der zweite Fall betrifft Startschußpistolen z.B. bei Laufsportwettbewerben.

    Gruß,
    Parallax

    Aber die Fakten und Tatsachen interessieren unsere Politiker ohnehin nicht die Bohne.

    Zitat Faeser bei Illner gestern:

    Zitat

    Zum Einen haben wir den furchtbaren Anschlag in Solingen gehabt. Aus meiner Sicht hat das Handlungen erfordert. Menschen wollen sehen wenn solch ein furchtbarer Terroristischer Anschlag ist wo drei Menschen brutal ermordet werden, acht Menschen schwer verletzt werden, das auch die Regierung handelt, und das haben wir sehr schnell, sehr gut in einem Sicherheitspaket gemacht wo wir die drei Aspekte verbunden haben: Waffenrechtverschärfung, die Frage der weiteren Befügnisse der Polizeien um gewaltbereiten Islamismus besser zu bekämpfen.

    Es geht also nicht um wirksames, rational begründetes Handeln, sondern um Handeln um des politischen Selbstwillens. Hauptsache man "tut etwas" um den Durst der Bürger nach Abhilfe zu Stillen - zumindest im Empfinden. Üblicherweise ist die Standardfloskel "wir haben ALLES getan..." (read: nichts Sinnvolles).

    Oder wie man so schön sagt: Operative Hektik bei geistiger Windstille. "besorgte Bürger" sind mehr Wählerstimmen als LWB, auch wenns da Schnittmengen gibt.

    Kritischer finde ich das Behörden nun bei LBW "einfach so" ne Haussuchung veranstalten können... Da reicht dann bei der aktuellen Triggerhappiness schon eine anynome Anschwärzung und Zack hat man auch dann gleich die passende "Gefahr im Verzug" argumentativ und man braucht nicht mal mehr nen Richter der es (wie üblich einfach) abnickt.

    Dankeschön. Von einer gewissen potentiellen Bedeutung scheint mir die Änderung bei Mindestlauflänge bei Kurzwaffen zu sein. Während früher die Mindestlauflänge nur bei Revolvern 100 mm betrug, gilt dies nunmehr auch für Pistolen.

    Nope, man hat nur einen Widerspruch korrigiert. In der Tabelle in Teil 0 stand auch vorher schon das auch bei den Pistolen die Lauflänge mind. 100mm betragen muß. Warum man den Hinweis in Teil 2 nicht gleich ganz gestrichen hat ist mir schleierhaft...

    Wer ist dann eigentlich der Adressat der o.g. Vorschrift, wie Waffen im Hotel zu lagern sind?

    Die Behörden, wie sie Regelungen im Gesetz auslegen und handhaben sollen. Indirekt natürlich die Betroffenen, aber leider gaukeln die VwV Rechtssicherheit vor, die nicht existiert. Die Behörden kommen regelmäßig damit weg, die VwV gravierend kreativ auszulegen oder gar exakt das Gegenteil davon zu tun was da drin steht. Solange das politisch "von oben" gedeckt ist und der/die Richter(in) das weltanschaulich gerade passt, wird die VwV allseits ignoriert. Traurig, aber wahr.

    Inwiefern haben die Relevanz für die Zukunft? Welcher Verband fordert denn für seine Wettbewerbe alt-Anschützkompatibilität?

    Anschütz scheint übrigens zumindest heutzutage auch nach UIPM zu kodieren.

    Wo ist der Markt für herstellerproprietäre Kodierungen in der Zukunft wenn es den UIPM Standard gibt?

    1. weil es den Schützen einschränkt

    Jo, wie alle Regeln. Wie alle Schützen dann.

    2. weil dadurch die Spanne zwischen Spitzensport und Breitensport zu groß wird

    Du meinst von der Präsentation her? Am Leistungsniveau ändert das ja in erster Näherung nichts. Also lieber alles "langweilig" lassen weil im Breitensport nicht umsetzbar?

    4. Man bringt die Daten nicht im Bild unter

    Sehe ich nicht. Sollte machbar sein.

    5. Reizüberflutung für den Zuseher

    Aktuell mangelt es dem unbedarften Zuschauer quasi an sämtlichen Reizen.

    6. Warum kompliziert machen wenn es einfacher auch geht?

    Wie lautet der konstruktive Vorschlag?

    Das ist aber kein Alleinstellungsmerkmal für uns Schützen.

    Hat das jemand behauptet?

    Dagegen wäre Ausenstehenden die Ergebnisfindung im Schießport oftmals einfacher zu erklären.

    Die Ergebnisfindung (falls Du damit Regeln und Arithmetik meinst) ist auch nicht das Problem. Da gibts Komplizierteres. Schaue Dir American Football an - Massenkompatibel, aber auch komplexes Regelwerk. Wenn man einfach nur Party haben will kann man letzteres aber auch weitgehend ignorieren - den Kampf sieht man trotzdem auf dem Spielfeld, und das Ergebnis davon (plus/minus Fouls die einem dann auch sofort ein Kommentator erklärt) ebenfalls.

    Hab mir vorhin die Aufzeichnungen von den LP Finals M/W angeschaut, da hat der Kommentator quasi gar nichts über die für Laien nicht sichtbaren/erkennbaren Vorgänge erzählt oder gar erklärt. Sehr schade...

    Nein, aufgrund mehreren Gründen

    Willst Du die noch erläutern? Was ist daran uninteressant? Fände ich hochinteressant... und zwar nicht nur für unsereins, sondern gäbe dem Laienzuschauer Dinge die er/sie beobachten und Unterschiede zwischen den Akteueren ausmachen kann... dazu noch nen fachlich fundierten Kommentar der Aufmerksamkeit des Zuschauer steuert und den Erklärbär macht...