Beiträge von CoolMint

    Hallo zusammen,

    mir schwebt vor, die Rohdaten eines Schützen in einem bestimmten Bewerb (z.B. Schützennummer, Uhrzeit, x-koordinate, y-Koordinate) aus dem Meyton- System herauszubekommen, um sie dann für das Training und Nachbesprechungen verwenden zu können. Es sollte eine Schnittstelle sein, die im Meyton- Standard vorhanden ist, und die so einfach zu bedienen ist, daß man auf einem fremden Stand den Bediener erfolgreich um die Daten bitten kann.

    Es gibt da zwar eine Listendarstellung mit Ausgabe als pdf, in der alle diese Daten schön aufgelistet zu finden wären, aber ich möchte nicht unbedingt ein pdf auslesen, um an die Daten zu kommen.

    Nutzt jemand Auswertungen oder Trainingshilfen, die über die einfachen Ausdrucke hinausgehen? Wenn man mich schon zum "Trainer" verdonnert hat, möchte ich wenigstens gute Werkzeuge verwenden, um der Aufgabe gerecht zu werden. Danke vorab.

    Stimmt wohl, auf die Komponenten gesehen, weniger Komplex als eine 9mm, aber die Patrone verzeiht nehme ich an auch weniger Fehler bei z.B. Toleranzabweichungen bzw. die schlagen sich schneller in der Präzision nieder.

    Ein bischen mehr z.B. Zündmasse hat, nehme ich an, bei 9x19 erheblich weniger Auswirkungen auf das Trefferbild.

    Also ich kann Dir sicher zustimmen, daß es Großkaliber- Patronen gibt, die auf kleine Veränderungen der Komponenten kaum reagieren. Die genannte 9x19 gehört da eher nicht dazu, weil sie schon ursprünglich als Hochleistungspatrone mit kleinem Pulverraum entworfen wurde. Da kann schon ein Chargenwechsel bei den Zündern oder beim Pulver ausreichen, um die Ladungsentwicklung (Wiederlader) neu beginnen zu müssen. Bei 9,0 Schnitt ist das noch nicht ganz so schlimm. Bei 9,5 können da Welten zwischen brauchbar und Ausschuss liegen. Und weil auch die Hülsen bei 9x19 einen großen Einfluß ausüben, sind der Präzision beim Wiederladen Grenzen gesetzt. Je nach Ernsthaftigkeit des Schützen und Disziplin kommt es auf diese letzte Genauigkeit aber weniger an als auf fleißiges Training im scharfen Schuß und somit bringt die weniger teure Munition unterm Strich wieder Vorteile.

    Bei KK-Munition, wo etwas mehr oder weniger Zündmasse möglicherweise dazu führt, das ein Geschoss mit 150 oder 190 Joule vorangetrieben wird, liegt der Unterschied vielleicht bei einem fünftel der Geschossenergie, während es bei einer 9x19 ein zehntel wäre?

    Die Geschoßenerige bei GK ändert sich da gar nicht so großartig aber ein wenig die Laufzeit durch den Lauf. Und weil der Lauf so kurz ist, schwingt er mit hoher Frequenz und darum führen winzige Abweichungen in der Laufzeit dazu, daß der Abgang des Geschosses sich von einer günstigen zu einer ungünstigen Schwingungsform an der Laufmündung verlagert. Und damit öffnen sich die Gruppengrößen. Das stimmt man beim Wiederladen mit kleinsten Änderungen in Pulvermenge, Setztiefe usw. ab, falls man echte Präzision sucht.

    Das ist bei Fabrikmunition nicht möglich. Im Grunde ist aber bei KK das "Ausschießen" von Fabriksmunition nichts Anderes, als der Versuch, eine Munition zu finden, bei der die Abgangsfehler minimal sind. Das kann grundsätzlich auch die billigste Muni sein, wenn sie denn zufällig zur Waffe passt und sonst gleichmäßig gefertigt wurde.

    Daher hätten mich eben auch die Geschoßgeschwindigkeiten interessiert. Wenn die sehr gleichmäßig sind, weist zumindest das schon mal auf eine präzise Fertigung hin. Und eigentlich sollten ähnlich schnelle Geschosse auch ähnliche Streukreise liefern. Aber was KK- Munition und die zugehörigen Waffen betrifft, bin ich (noch) ohne belastbare eigene Erfahrungen. Daher meine vielleicht befremdlich klingenden Fragen.

    Danke für diese Angaben. Da läßt sich schon Einiges an Überraschendem herauslesen.

    Wurden eventuell die Geschoßgeschwindigkeiten auch gemessen?

    Wichtig für mich: Man kommt um die etwas mühsame Testerei nicht herum, denn selbst laden ist nicht und somit bleibt nur Fabrikmunition.

    Und diese winzigen, primitiven Patrönchen sind wie mir scheint im Vergleich zu Großkaliber (9mm und .45ACP) hemmungslos überteuert.

    - 45ACP ist im Vergleich zu .22LR eine Riesenpatrone, kostet neu ca. EUR 0,40 und selbst geladen ca. EUR 0,17.

    - 9mm Para kostet neu ca. EUR 0,18 und wiedergeladen ca. EUR 0,15.

    - KK- Munition liegt irgendwo von EUR 0,07 bis EUR 0,30. Die "übliche" KK- Sportmuni wird um die EUR 0,12 bis 0,25 gekauft.

    Habe ich mich hier bei den Preisen für KK geirrt oder ist das wirklich so?

    Wenn ich die Sache also ernst nehme und hochwertige Munition will, sind die Kosten für das Verbrauchsmaterial bei Sportpistole mindestens gleich bis deutlich höher als bei Großkaliber?

    Ich frag mal ganz ketzerisch: Ist dein Niveau so hoch, dass du schon ausgeschossene Munition brauchst?

    Und ob man das Problem bei den paar Schuss, die man beim Munitionstest macht, erkennt, wage ich zu bezweifeln.

    Darf ich nachfragen, ab welchem Schnitt es Sinn macht, "ausgeschossene" KK- Munition zu erwerben?

    (Bei Faustfeuerwaffe- Großkaliber wäre die als Faustregel angesetzte Grenze bei einem Schnitt von 9 Ringen. Darunter können die Schützen Unterschiede in der Munitionsstreuung noch schwer erkennen. Und bei GK- Pistolen ist die Genauigkeit aus der Ransom Rest teils schlechter als mit der selben Waffe Freihand geschossen. Aussagekräftige Vergleiche sind also nicht so leicht herzustellen.)

    Wenn ich die Aussagen richtig verstanden habe, wäre bei Waffen mit längerem Lauf (also beispielsweise die MG2) die Munitionsempfindlichkeit geringer sowohl was die Streuung als auch was die zuverlässige Funktion betrifft?

    In welcher Größenordnung ist die Streuung dann mit einer MG2 bei bestmöglicher Munition anzusetzen?

    Und wo liegt diese ungefähr bei einer kurzläufigen Waffe bei bestmöglicher Munition?

    Meiner Meinung nach ist es allerdings besser, sich auf seine Schüsse zu konzentrieren und mitzuzählen. KK ist deutlich filigraner zu schießen als GK und wenn die Waffe sich beim letzten Schuss anders verhält, als bei den vier davor kann das störend sein (unterschätze die Dynamik eines Schlittens auch bei KK nicht).

    Man zählt also bei der Sportpistole also tatsächlich mit. Man lernt nie aus. Na das wird auch noch zu schaffen sein.

    Bei GK liegt (für mich) der Trick im Gegensatz darin, den letzten Schuß mit seinem etwas anderen Verhalten eben NICHT zu erwarten.

    Wie schlimm ist es wirklich, auf die leere Kammer abzuziehen? Man hört da Unterschiedlichstes.

    Probeschiessen im PLZ-Bereich 91xxx wäre möglich. Ich hatte damals auch eine MG2RF bei Buinger schiessen können (sowie auch Tesro, Feinwerkbau und Pardini).

    Das klingt sehr gut. Bitte um nähere Infos dazu.

    Gattin träumt gleich von einem laaaange überfälligen Ausflug auf den Nürnberger Weihnachtsmarkt mit Sitzung im "Zum Gulden Stern" auf ein paar Bratwürste. Damit ist der Ausflug bereits vorab genehmigt.

    Wenn die Tesro doch ausgesprochen gut lag, warum nicht diese??

    Ansonsten wäre es gut, wenn du deinen Wohnort posten würdest. Vielleicht ergibt sich ein Treffen mit einem MatchGun Besitzer.

    Hallo Bastian,

    die Tesro war recht stark modifiziert, um so hoch wie irgend möglich greifen zu können. Eigentlich will ich am Rahmen einer neuen Waffe nicht unbedingt fräsen / schleifen, um das zu erreichen. Eine tiefe Lauflage sollte sie eigentlich schon mitbringen. Aber von der Gewichtsverteilung, der Vorneigung des Griffes und besonders dem guten mechanischen Abzug war ich sehr angetan.

    Zum Schlittenfang habe ich weiter nachgeforscht und verstehe das jetzt so, daß mir meine Großkaliber- Kenntnisse im Wege stehen. Ein Schlittenfang bei KK scheint unnötig, so lange die Waffe das leere Abschlagen verträgt. Den Einschlag des nach der letzten Patrone ungebremsten Schlittens muß sie ja ohnehin ertragen. Und wenn Schnellfeuer- Schützen einen 6. Schuß auf das leere Patronenlager abgeben, um die Bewegung beizubehalten, sollte das nicht die ganz große Katastrophe für die Waffe bedeuten.

    Ich wohne und schieße in Tirol. Eine Fahrt ins Spätzle- oder Weißwurschtland zum Erfahrungsaustausch wäre natürlich genial!

    endlich mal einer der etwas weiter denkt.......

    Genau das versuche ich auch...

    Vorerst mal besten Dank für alle Beiträge in diesem Faden, die mir einen guten ersten Überblick über die aktuellen Sportpistolen gegeben haben. Eingestiegen bin ich hier, weil ich zwar sportlich Großkaliber schieße, aber bislang mit Sportpistolen keinerlei Berührungen hatte. Unlängst habe ich bei Interesse entwickelt. Nun konnte ich eine hochgradig angepasste Tesro eines anderen Schützen ausprobieren, die mir ausgesprochen gut lag und noch wichtiger: Das Schießen mit den winzigen Randfeuerpatronen macht echt Spaß.

    Nun meine Problemchen:

    1; Niemand hier schießt eine MG2. Aufgrund der Empfehlung von no.limits wäre sie aber in meiner ersten Wahl. Wie komme ich zu einer soliden Entscheidung bzw. wie kann ich feststellen, ob mir die Waffe wirklich liegt, ohne daß ich mir dazu erst eine kaufen muß.

    2; Durch die Großkaliberwaffen mit ihrem Schlittenfang bin ich daran gewöhnt, zu schießen bis der Schlitten hinten bleibt. Die Waffe zählt also für mich mit und schaltet nach der letzen Patrone ab. Bei der Tesro habe ich bei der ersten Serie auf die leere Kammer abgeschlagen, weil ich eben nie mitzähle. Das kam für mich völlig unerwartet und ist bei Randfeuer Gift für die Waffe. Muß ich mir wirklich angewöhnen, die Schüsse mitzuzählen oder gibt es da eine vernünftige technische Lösung?