Beiträge von CoolMint

    Nur weil es einem offiziellen Dokument entspringt wird es nicht richtig.

    Da stimme ich zu.

    Das Dokument wird von den Sportleitern jährlich überprüft und bei Bedarf angepasst und hat sich als sinnvoll und brauchbar erwiesen. Die Schützen erachten es als sinnvoll und niemand fühlt sich bevormundet oder in der individuellen Freiheit beschränkt. Möglicherweise macht es von außen betrachtet einen martialischen Eindruck. Oder ich habe das so beschrieben.

    Der Sportschießer neigt dazu gerne Freiheit und Eigenverantwortung abzugeben und findet dies auch noch positiv.

    Ist das nicht vielleicht ein wenig zu sehr pauschalisiert?

    Mir persönlich ist nur ein Schießstand bekannt, an dem es autoritärer zugeht. Dort wird ein Dominanzverhalten und eine Hackordnung fühlbar, was mir zuwider ist, weil es meine Freiheit und Eigenverantwortung beschränkt. Diesen Stand meide ich genau deshalb.

    Den Sicherheitsregeln von Herrn Cooper stimme ich zu und genau darauf beruht auch meine grundlegende Sicherheitseinweisung für neue Schützen oder Gäste. Übrigens auch bei Luftpistole. Das reicht für einen geordneten und sicheren Schießstandbetrieb.

    Aber es reicht nicht aus, um mit einer größeren Anzahl Schützen einen Bewerb in annehmbarer Zeit sicher unfallfrei abzuwickeln.

    Man sagte mir übrigens erst kürzlich, dass die Läufe der CZ keine sonderlich hohe Lebensdauer hätten.

    Aber das muss jeder selber wissen.

    Das ist eine interessante Aussage. Gab es dazu auch Hinweise von der Quelle, an welcher Stelle der Laufverschleiß auftritt? Und bei welchen Produkten?

    In einem Film über das CZ- Werk wird auch die Herstellung der Laufrohlinge gezeigt: Kaltschmieden

    Man sieht sogar ganz kurz eine GFM Plakette auf einer der Kaltschmiedemaschinen. Diese Maschinen sind vom Feinsten und werden weltweit beim Kaltschmieden von Läufen über Kaliberdornen aus Hartmetall eingesetzt. Durch dieses Kaltschmieden entsteht eine recht glatte Laufinnenfläche mit Druck- Vorpannungen, die eigentlich eine besonders hohe Lauflebensdauer bewirken sollte.

    Was mit Kaltschmieden an Präzision erreichbar ist, kann man hier nachlesen: http://www.styriaarms.com/laeufe.html

    Wenn es trotzdem Qualitätsprobleme geben sollte, wäre ich sehr interessiert, weil ich bei 9mm eventuell in Kaufstimmung kommen könnte und CZ in die engere Auswahl käme.

    Mehr als die vier Regeln bedarf es nicht. Dieses Machtgehabe bezüglich Magazinen, Munition und Hülsen ist unnötig.

    Lesen bildet: Sportordnung FFWGK

    Die Vorschriften zum "Machtgehabe" sind unter 8. Sicherheitsbestimmungen nachzulesen.

    • "Machthaber" ist der Wettkampfleiter für die Dauer der Veranstaltung.
    • Es wird klar definiert, was unter "unsicherem Verhalten" zu verstehen ist.
    • Der Wettkampfleitung alleine obliegt es auch, unsicheres Verhalten zu ahnden.
    • Sofortige Disqualifikation ist bei Sicherheitsvergehen vorgesehen.
    • Es liegt im alleinigen Ermessen der Wettkampfleitung, ob vorerst nur eine Verwarnung ("Anschiß") ausgesprochen wird.

    Falls Du sinnvolle Verbesserungsvorschläge einbringen möchtest, nehme ich diese gerne an und leite sie weiter...

    Echt schlimm , der größte Feind des Sportschießers ist der Sportschießer. Jeff Cooper rotiert bei diesem Quatsch mit 10000rpm im Grab

    Was soll daran den verblichenen Jeff Cooper in Drehung versetzen?

    Bitte erklär Dich näher.

    Da nicht nur ich in der Kunst des Gedankenlesens nicht bewandert bin, bleibt Dein gefühlsbetonter Einwurf sonst unverstanden.

    Und das wäre doch schade.

    Man muss sich wirklich nicht wundern, dass die Waffenhandhabung im Kreis der Sportschießer immer schlechter wird. Es ist nicht die Frage ob, sondern nur die Frage wann es zu einem schweren "Unfall" kommt.

    Ich schieße recht intensiv Großkaliber als Sportschütze und dort gibt es bei uns keine "Schnur" aber einen korrekten Umgang mit der Waffe und Disziplin bei der Einhaltung der Sicherheitsvorschriften. Ich habe keinerlei unangenehme Gefühle, wenn ich zu den Scheiben vor gehe und hinter mit 10 oder mehr Kurzwaffen auf den Ständen liegen mit der Mündung zum Kugelfang. Die sind sämtlich mit dem Schlitten offen verriegelt und ohne Magazin bzw ausgeschwenkter Trommel.

    Und wer sich nicht zu benehmen weiß und Anstalten macht, ohne Kommando eine Waffe, Magazin, Munition oder auch nur am Boden liegende Hülsen zu berühren, kriegt augenblicklich einen deutlichen Anschiß oder einen Standverweis. Das wirkt. Eine Schnur lenkt da doch nur von den eigentlichen Themen ab, wie ich finde.

    Bei den Luftschützen ist das alles viel lockerer. Ich finde zu locker. Aber daran ändert eine Schnur auch wenig.

    Hier noch ein interessanter Link dazu:

    Quelle Schießsport Buinger

    Danke! Bin schon gespannt auf Deinen Erfahrungsbericht.

    Das Thema trifft Lang- und Kurzwaffenschützen ja unterschiedlich. Bei Kurzwaffe mit Kimme- Korn kann ein Filter nur in der Brille sein. Hier ein paar Hinweise, welche Farbfilter bei Brillengläsern wo Anwendung finden können:

    Optik Müller welche-filter-fuer-welchen-zweck

    Ich habe so eine Dynamik und hatte auch mal die gelben Kantenfilter kurz ausprobiert. Das war für mich zu ungewohnt. Einige wenige mir bekannte Schützen nutzen diese ganz bewußt bei GK- Pistole. Besonders bei der Präzisionsscheibe scheint es zu wirken. Weil diese Filter aber Brillengläser mit Sehstärke sind, kosten die auch ordentlich. Und mit der nächsten Änderung der Fehlsichtigkeit sind sie Geschichte...

    Dafür gibt es keine Reflexionen und kaum Lichtverlust. Also optimales Sehen.

    ....und die Schuhgröße der Optikerin!:D

    Die hätte mich jetzt weniger interessiert. Aber im Optik Müller Team bereichern die sympathischen und kompetenten Damen das Erscheinungsbild merklich. Ich freu mich immer schon auf die ausnehmend gute und freundliche Beratung.

    Jetzt habe ich einen gefunden, bei ihm hatte ich Anfang 2000 auch eine Fortbildung. In dem über 200 Seiten starken Buch "Sportschießen Gewehr - Training für Jugendliche" von Hagen Bublitz steht

    "Ich halte im übrigen nicht all zu viel von dem Schießen auf die weiße Scheibe oder den Kugelfang. Ich kenne keinen Wettkampf, in dem auf den Kugelfang geschossen wird oder die weiße Scheibe. Auch Balkenscheiben habe ich noch nicht als Wettkampfscheiben erlebt, Wichtig ist, dass der Schütze bei diesem Training eines bestimmten Segmentes, Zielen, Abzug, Nachzielen nicht die Scheibe einsieht, sondern sich nur auf das trainierte Segment konzentriert, aber mit dem originalen Zielbild, dem schwarzen Spiegel. Bewährt hat sich, den Spiegel bis auf den Fünfer-Ring auszustanzen. Dann besteht keine Möglichkeit der Ringwertung des Schusses"

    Es ist schon interessant, daß diese eigentlich ganz verschiedenen Hilfsmittel (Weiße Scheibe, Balkenscheibe, ausgestanzte Scheibe) bei Herrn Bublitz in einem Topf landen. Mit denen soll doch jeweils ein ganz bestimmtes Ziel erreicht werden. Teilweise geht es dabei nur darum, dem Schützen (besonders dem Jungschützen) bestimmte Zusammenhänge bewußt zu machen, die man zwar predigen kann aber die nur "ankommen", wenn man sie auch vorführen kann.

    Wobei seine Aussagen bei Luftgewehr eher zutreffen mögen - Aber sich bei der Pistole bestimmte Werkzeuge selbst vorzuenthalten, finde ich jetzt nicht so prickelnd.

    Mir reicht die Begründung, dass der eigentliche Sinn der weißen Scheibe sofort nach dem ersten Schuss diese Übung hinfällig macht (wenn man auf Papierscheiben schießt), weil danach sofort gezielt wird.

    Grundsätzlich richtig. Aber auf die weiße Scheibe braucht man keine optimale Schärfentiefe. Es ist ohnehin dort nichts von Interesse zu sehen. Und wer ohne oder mit offener Irisblende den Diabolo- Treffer auf 10 m sieht sollte eventuell darüber nachdenken, sich ausschließlich auf das Korn zu fokussieren. Und nach dem Schoß auch gleich lange nachzuhalten mit weiterem Fokus auf das Korn. Das ist nicht leicht aber es wäre die reine Lehre.

    Abhilfe wäre auch eine helle Beleuchtung im Scheibenkasten, die das Loch so hell erscheinen läßt wie das weiße Papier.

    Mag sein, aber in seiner Position hat oder kann er sich zumindest Mitarbeiter leisten, die seine Reden vorher soweit überarbeiten dass er dann auch das in die Kamera sagt was er uns vermitteln will.

    Vielleicht will er gar keinen Inhalt vermitteln? Schließlich ist er Politiker und wendet sich an das Stimmvieh.

    Wenn ich mir diesen Faden mit dem vergeblichen Versuch, die Aussage zu deuten und dazu die erbosten Reaktionen der GrünInnen so betrachte, haben ihm seine Mitarbeiter einen perfekten Text geliefert.

    Er hat angedeutet, ohne sich festzulegen und dazu die GrünInnen zum Aufschäumen gebracht. Und alle Welt redet über ihn und beschäftigt sich mit ihm und er hat die Aufmerksamkeit. Für einen Politiker ist das doch ideal.

    Denn ich habe viel Zeit und Geld investiert und ich müsste mir die Frage stellen womit ich die letzten knapp 21 Jahre meines Lebens verschwendet habe

    Das halte ich eigentlich für einen verlockenden aber sehr gefährlichen Gedankengang. Zumindest bin ich damit regelmäßig schwer auf die Nase gefallen. Das kritische Hinterfragen des eingeschlagenen Kurses kann nie schaden.

    Eher ist schon das übertriebene Festhalten gefährlich: https://de.wikipedia.org/wiki/Eskalierendes_Commitment

    Im Zweifel ist der Zweifel Dein bester Ratgeber...

    Daß die Schreiberlinge in Wikipedia nicht mal mehr im Stande sind, den Titel eines Beitrages ins Deutsche zu übersetzen oder vielleicht sogar glauben, das mit "Eskalierendes_Commitment" durch Austausch von ein paar Buchstaben getan zu haben, zeigt die Tiefe des kulturellen Absturzes. Es ist zum Fremdschämen.

    Viele Sportarten kamen und gingen, aber das Interesse am Schießen ist bis heute geblieben.

    Und das ist Deine Antwort. Sogar wie ich finde ziemlich die Bestmögliche.

    TRICS gibt es seit dem 01.07.2015. Die Messungen sind quantitativ nicht zu gebrauchen. Welche Kraft am Sensor anliegt, lässt damit wohl nur grob schätzen. Für qualitative Messungen sind die Sensoren brauchbar. Also für die Frage, ob eine Druckerhöhung oder Reduzierung im zeitlichen Vergleich stattfindet sind sie verwendbar.

    Wie genau / ungenau ist der Sensor? Gibt es merkbare Unterschiede, wenn

    • die selbe Person ihren Finger neu für einen neuen Schuß anlegt
    • eine andere Person die Waffe bedient?
    • Ist das in der Software überhaupt eindeutig ablesbar?

    Im Übrigen danke für die ernüchternde Auskunft. Das hat mich vorerst vor einem übereilten Impulskauf bewahrt.

    Hab mal was von einem alten VBS-DevKit (scattsdk) gehört. Da soll auch das Format erkärt werden oder rauszulesen sein.

    Finden kann ich aber keinen. Vielleicht hat den einer irgendwo. Oder ein Mythos.

    Nach dem was ich auf targettalk gefunden habe, wurde wohl ein scattsdk direkt vom Hersteller angeboten. Das war aber nur dazu da, die bereits auf Platte befindlichen Daten in einfach Tabellen auszugeben.

    Was es noch gibt: https://github.com/zliobaite/Scatt-analysis

    Die tun ungefähr das Gleiche, um nachträglich noch weitere Analysen durchführen zu können.

    Was nicht geht: Auf GitHub nach "Scatt" suchen. Das gibt eine mehrstündige Sperre...

    Danke für die Informationen. Das TRICS scheint ja recht neu zu sein. ich hatte noch nie zuvor davon gehört oder gelesen.

    Das TRICS System gefällt mir zur Montage an eine Waffe sehr gut. Der Sensor ist dünn, kostengünstig, flexibel und wird aufgekittet. Andererseits ist das wohl auch der Grund dafür, daß man vermutlich nur den Verlauf der Abzugskraft messen und darstellen kann, nicht aber deren Betrag. Zumindest sieht es auf den Bildschirmfotos so aus, weil die Software dazu keine Skalenteilung für die Höhe der Abzugskraft hat.

    Verwendest Du / Ihr das TRICS System noch? Und wie setzt ihr das im Training ein?

    Eine Alternative wäre das TRICS-System von Christian und Sandra Reitz oder die Selbstbaualternative mit einem druckempfindlichen Widerstand und einem Arduino.

    Das System von Reitz scheint mir ganz gut zu sein. Und der Preis scheint mir auch angemessen.

    Lohnt sich denn da ein Selbstbau mit Arduino überhaupt? Die Bauteile samt Arduino sind zwar super billig aber die wollen auch programmiert sein. Und dann noch die Software am PC. Bis das alles steht, vergeht viel Zeit. Die PC- Software traue ich mir zu samt netter Oberfläche, falls die Daten über die Schnittstelle gepuffert und aufbereitet ankommen.

    Hättest Du da eventuell schon einen Ansatz?