Du merkst hier an den oberen Kommentaren, dass eine Diskussion mit einigen nicht mehr möglich ist. Quasi "ist er nicht für uns ist er gegen uns" . Deinen letzten Absatz kann ich unterschreiben.
Ja, Demokratie und Meinungsfreiheit ist wahrlich etwas sehr schwieriges und mühseelig dazu. Es ist aber trotzdem die beste aller schlechten Gesellschaftsformen.
Womit ich mit vielen übereinstimme ist, dass es in der Vergangenheit immer mehr Denkverbote, immer mehr Sprechverbote gegeben hat. Politik wurde "alternativlos", was nichts anderes bedeutet, als dass man gar nicht mehr darüber diskutieren darf, dass jede andere Meinung nicht zugelassen ist. Die Opposition im Bundestag hatte lange Zeit in ihrer Aufgabe versagt - Kontroverse...wohin kämen wir da. Und auch die 5. Gewalt, die Medien haben auf ganzer Breite versagt. Auch hier, kritisches Versagen bei problematischen Regierungsentscheidungen? Fehlanzeige.
So wurden sukkzesive andere Meinungen subtil unterdrückt. Wer sie äußerte riskiert soziale Ächtung, Jobverlust usw. Wie war das mit dem Schriftsteller, der es wagte eine eigene Meinung zu haben, von dem sich sein Verlag dann umgehend distanzierte? Ein Beispiel von vielen.
Wohin hat uns dieses Einstellung geführt? Die Gesellschaft ist tief gespalten, Europa ist tief gespalten. Das Leuchtturmprojekt EU steht auf tönernen Füßen und wird zwangsläufig kurz über lang in sich zusammenbrechen. Ich bin mir nicht sicher, ob mir diese Auswirkungen wirklich gefallen.
Und wer langfristig auf der Verliererstraße ist, das wird die Zeit weisen. Aber nochmal, wir müssen wieder lernen, andere Meinungen auszuhalten. Menschen nicht zu diffamieren, nur weil sie eine andere als die eigene, aber vom Grundgesetz ausdrücklich geschützte Meinung haben. Das würde unserer Gesellschaft deutlich guttuen.
Und jetzt seit friedlich, es ist gleich Ostern, nehmt Euch bei der Hand und tauscht Friedensküsse aus... 