Beiträge von mikki-

    Ich kann und will niemandem irgendetwas vorschreiben, das macht dass WaffG, die WaffVwV und eventuell ein Gericht, sollte es zu einem Prozess kommen.

    Ich kenne mich in den Gesetzen natürlich nicht so gut aus wie du, Carcano .

    Auf der sicheren Seite scheint man meines Wissens nach in JEDEM FALL zu sein, wenn:

    - die Waffe in einem verschlossenen (= abgeschlossenen) Behältnis, bei dessen Schließvorrichtung

    - der Schlüssel nicht steckt, oder

    - das Zahlenkombinationsschloss verdreht ist

    - im Kofferraum

    - die Munition zusätzlich in einem verschlossenen Behältnis

    transportiert wird.

    Die Investitionskosten für diese Rechtssicherheit sind mit einem 6,50 € teuren Vorhängeschloss überschaubar. Das Geld nehme ich gerne in die Hand, wenn ich mir dadurch die Diskussion bei einer eventuellen Polizeikontrolle ("Ihr Waffenkoffer ist ja nicht abgeschlossen. Das gilt als zugriffsbereit" -- "Eine Waffe gilt als nicht zugriffsbereit, wenn sie nicht innerhalb von 3 Sekunden und 3 Handgriffen in Anschlag gebracht werden kann" -- Polizist geht an den Waffenkoffer "Klick, geöffnet, Waffe genommen, in Anschlag gebracht, in weniger als 3 Sekunden, mit 3 Handgriffen") ersparen kann.

    Ist aber nur meine persönliche Meinung.

    Okay, da habe ich mich falsch ausgedrückt. "Wenn man mit dem Duelltraining anfängt, bleiben Schüsse in den Boden nicht aus" wäre der bessere Satz gewesen

    Mich würde das Thema Druckpunkt interessieren. Wenn ich richtig informiert bin, wird dieser zu einem relativ großen Anteil bereits beim hochgehen vorweggenommen, Schüsse in den Boden bleiben da wohl nicht aus.

    Wenn noch jemand Anregungen hat, nur zu.

    no.limits

    Ein Inhaltsverzeichnis im ersten Beitrag finde ich immer ganz gut. Wie Viele hier schon angemerkt haben, gehen viele Informationen nach einer gewissen Zeit einfach unter, siehe Griffthread. Wenn man das im Inhaltsverzeichnis etwas übersichtlicher gestalten und verlinken könnte (bspw "Atemtechnik ab Beitrag #27") könnten auch noch in 2 Jahren Leute von den schnell auffindbaren Informationen profitieren.

    Und ja, mein Beitrag kann gerne gelöscht werden.

    Danke für das Video, die unterschiedlichen Herangehensweisen sind schon interessant. Bei der Chinesin erkenne ich nicht einmal ein Leitbild. Der linke Arm hängt irgendwo, sie geht zwar immer in dieselbe Rücklage, aber nicht immer den gleichen Weg wieder zurück. Sie scheint auch oft ihren Blickfokus zu wechseln, wenn sie nach unten schaut weiß ich natürlich nicht, ob sie vielleicht die Augen geschlossen hat um diese zu entspannen.

    Der Erfolg gibt ihr natürlich recht, aber einem Anfänger würde ich sie nicht als Musterbeispiel zeigen und sagen "Lernen durch Nachahmung".

    Sehr sehr geil, gefällt mir richtig gut. Mir persönlich wäre es schlicht zu groß, aber sehr schönes Teil. Wofür genau war der viele Draht? Und wie viel hat es gekostet, also rein die Materialkosten.

    Soll ichs in Stein meißeln und per Post schicken? Die Aktion hat das Ziel überwiegend neue KINDER und JUGENDLICHE in den Verein zu bringen. Gezielt diese.

    Das hat schon jeder verstanden. Da gibt es eben 2 Wege:

    - Jugendliche und Kinder DIREKT ansprechen

    - Jugendliche und Kinder INDIREKT ansprechen (heißt also, sie über Umwege in den Verein zu lotsen).

    Du scheinst dich sehr darauf festzulegen, den ersten Weg zu nehmen und suchst nach Möglichkeiten, deine Zielgruppe durch Veranstaltungen oder ähnliches direkt anzusprechen. Ich persönlich bin der Meinung, dass ein Kind ohne Bezugsperson von sich aus nur sehr selten den Weg zu einem neuen Verein findet. Die Hemmschwelle ist da einfach zu hoch als dass ein 13-jähriger die Eigeninitiative an den Tag legt, sich bei einem neuen Verein zu melden.

    Ich denke, dass der indirekte Weg der erfolgversprechendere ist. Gewinne die Eltern, Großeltern, großen Geschwister für deine Sache, für das Schießen im allgemeinen und wenn die sehen, welche Möglichkeiten talentierten Kindern durch deinen Verein eröffnet werden, werden diese ihre Kinder ohne großes Zutun zu euch schicken. Vielleicht. Vielleicht täusche ich mich auch komplett.

    Das es bei meinem Verein Jungschützen zu früh gepusht und verheizt werden ist eine Unterstellung für die du keinen einzigen Hinweis/Beweis hast. Du kennst die Abläufe bei uns nicht. Die Jungschützen haben sehr wohl die Möglichkeit bei eigenem Interesse die Kader"laufbahn" zu beginnen und werden von uns bestmöglichst vorbereitet und unterstützt - es muss aber keiner tun. Es sind ausnahmslos alle Eltern unserer Jungschützen ständig bei Planungen etc. involviert, um eine mögliche Überbeanspruchung der Nachwuchsschützen so gut es geht auszuschließen. Dabei spielen das Interesse des Nachwuchsschützen, schulische Leistungen, körperliche Voraussetzungen, Bereitschaft der Eltern und vieles mehr eine Rolle.

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    Das hast du falsch verstanden, er sprach von der Gefahr, die besteht. Und nicht, dass ihr das so macht.

    Carcano Kannst du vielleicht bezüglich der von der Sportwissenschaft gelieferten Belege und Erkenntnisse, welche der Schießsport allgemein nicht zur Kenntnis nimmt oder ignoriert, näher ins Detail gehen? Sofern es den Rahmen des Themas nicht sprengt, in diesem Fall kannst du mir einfach per Konversation antworten.

    Ich halte es für recht schwierig, junge Leute für den Schießsport zu begeistern, die vorher keinen Kontakt dazu hatte. Der Sport ist weder hipp, noch cool noch angesagt und fristet bei der Jugend neben Sportarten wie Fußball, Handball, Tennis eher ein Schattendasein. Bei uns läuft die Mitgliederwerbung (unabhängig vom Alter) über die nächsten Verwandten und Freunde ab. Der Vater bringt den Sohn mit, der Opa den Enkel, der Mann die Frau, der Freund seinen Kumpel etc.

    Gezielte Aktionen zur Mitgliederwerbung haben wir nicht, es läuft eher nebenbei ab. So gibt es bei uns z.B. eine Osterschießwoche, in der jeder über 12 Jahre mit dem Luftgewehr schießen darf. Hierfür wird Werbung gemacht, viele Vereine kommen und am Ende der Woche werden die Sieger gekürt, inklusive Presseartikel. Für jede 10 bekommt man einen Schokohasen, für jeden Schuss auf der Scheibe ein Osterei. In manchen Jahren kommen dann mal 1-2 neue Mitglieder, in anderen keine. Ist aber nicht explizit auf Jugendliche und Kinder ausgerichtet, aber die schießen natürlich auch mit wenn ihre Eltern oder Vereine da sind.

    Ansonsten noch die Ferienspiele, aber das Konzept dürfte dir wohl bekannt sein. Auch hier geht es eher um die Bespaßung der Kids als um neue Mitglieder. Wenn im Nachgang davon mal 2 in die Schützenjugend kommen, wäre es viel.

    Eine Idee wäre eine Art Sommerbiathlon im kleinen, vielleicht im Rahmen der Bundesjugendspiele oder sonst irgendeiner Ortsveranstaltung (der Kerb vielleicht?).

    Aber ich bin immer noch der Meinung, dass bei so einer speziellen Sportart wie dem Schießsport der größte Erfolg über die persönliche Empfehlung kommt. Da kannst du ja im Alltag mal die Augen offen halten, wie andere um neue Mitglieder werben, zum Beispiel Fitnessstudios. Dieses "Bring a friend"-Konzept halte ich in dem Bereich für am vielversprechendsten. Könnte dann so aussehen, dass diejenigen belohnt werden, die ein Mitglied werben oder eines 5x mitbringen oder oder oder.

    Ansonsten gehe ich mit der allgemeinen Meinung hier d'accord. Es mag sein, dass du die Zielgruppe der -ich hoffe, ich drücke mich damit so diplomatisch wie möglich aus ohne jemandem auf den Schlips zu treten- Spaßschützen nicht in deinem Verein haben willst, sondern ganz klar die ambitionierten und ergebnisorientierten Leistungsschützen. Das halte ich persönlich für einen nicht falschen, aber suboptimalen Ansatz. In diesem Fall wäre es vielleicht zielführender, seine Aktionen mit dem Nachbarverein, welcher wohl die Möglichkeiten für KK und GK hat, zu koordinieren. Wenn der Vater beim Nachbarverein eintritt und seinen Sohn zu euch schickt, ist das eine win-win-win-win-Situation.

    Priorität sollte es erst einmal sein, die entsprechende Zielgruppe für das Schießen im Allgemeinen zu begeistern. Egal ob leistungsorientiertes Schießen oder Spaßschießen. Und erst im Nachhinein zum Leistungsschießen zu führen. Ich bin der Meinung, dass das Spaßschießen einem irgendwann zu langweilig wird, spätestens, wenn man alle möglichen Waffen mal geschossen hat. Und spätestens wenn man zum 3. Mal bei der Vereinsmeisterschaft im hinteren Mittelfeld gelandet ist, wird man sich fragen, wie man sich selbst verbessern kann.

    Und bevor sich doch wieder jemand beleidigt fühlt oder ich mich vielleicht auch unglücklich ausgedrückt habe:

    Spaßschießen/Spaßschützen: Schießen ohne Jagd auf Ringe, ohne Leistungsorientierung, ohne zielgerichtetes Training, ohne Plan

    Leistungsschießen/Leistungsschützen: Schießen mit dem Fokus besser zu werden, eventuell im Kader oder einer höheren Klasse zu schießen.

    EDIT: Und über welchen Weg ist Justus zu euch gekommen?

    Dann werdet Ihr es sehr schwer haben mit der Attraktivität. Junge Leute haben Interesse am "richtigen" Schießen; so bringt man sie in den Sportbereich, und darin dann natürlich u.a. auch zu Luftdruckwaffen. So herum - und NICHT umgekehrt.

    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass das bei mir genau so abgelaufen ist, siehe Sportpistole KK Komplettanfänger (Low Budget) und Sportpistole KK Komplettanfänger (Low Budget) . Das Interesse der Jugend dürfte aufgrund von Computerspielen, Kriegs- und Actionfilmen wohl eher auf dem Schießen mit "richtigen", scharfen Waffen liegen. Ich glaube, der Wettbewerbsgedanke kommt erst später mit einer gewissen Reife.

    Bei uns im Verein sind wir in der glücklichen Lage, dass wir mehrere Vereinspistolen verschiedener Hersteller haben, auch einigermaßen aktuelle Modelle. So kann jeder Anfänger ausgiebig testen, auch über mehrere Monate lang. Oft hat jeder eine Vereinspistole dann exklusiv für sich, an der er auch rumstellen kann. Nach 6 - 12 Monaten haben die Schützen dann schon eine gewisse Grunderfahrung und kaufen sich dann eigene Pistolen. Die Fehlkaufquote hat sich dadurch reduziert.

    Das ist natürlich das Optimum für jeden Neuanfänger und auch Fortgeschrittenen, der verschiedene Modelle über einen längeren Zeitraum testen möchte. Jedoch leider für die meisten Vereine finanziell nicht machbar...