24.10.2018
Rundenwettkampf (Heim): 1430 : 1336
Wettkampfanalyse
Wettkampfvorbereitung
Die fiel dieses Mal verständlicher Weise nicht so akribisch aus, wie bei den AuswärtsWK zuvor. Da ich jedoch Probleme mit kalten Händen habe, drehte ich am Montag einmal die Heizung auf, um zu schauen, wie sich die Luft und Temperatur verändert. Einen neuen Stammplatz habe ich mir auch gesucht. Mittlerweile stehe ich ganz rechts auf Bahn 10, direkt vor einem Heizkörper und dem Fenster. Diese Position hat sowohl Vor- als auch Nachteile. Vorteilhaft ist, dass ich den gesamten Raum im Blick habe, was mir ein Gefühl von Kontrolle gibt. Nachteilhaft ist, dass ich den gesamten Raum im Blick habe... Dadurch kann ich mir alle Mitstreiter ansehen, sehe flüchtig ihre Scheiben, ihre Bewegungen etc. Ich bilde mir zwar ein, mich davon nicht (oder nur kurz) ablenken zu lassen, aber das müsste ein Außenstehender beurteilen. Weiterhin ist die Luft etwas trockener und es ist somit anstrengender für die Augen.
Zum sonstigen Tag:
Kein Zucker, keine verarbeiteten Lebensmittel, wenig Fett, normale Flüssigkeitsaufnahme.
15:30 bin ich zum Einkaufen gelaufen und war etwas mehr als eine Stunde unterwegs. Das hat mir an diesem Tage echt gut getan, da ich die restliche Zeit viel gesessen habe und mein unterer Rücken leicht schmerzte.
Gegen 18 Uhr habe ich mich dann mein Dehn- und Kräftigungsprogramm durchgeführt.
18:45 Fahrt mit dem Auto zum Schützenhaus
19:00 Heizung aufdrehen, Waffe und sonstiges bereitlegen
19:15 Spazieren gehen, dabei weiter gestreckt und gedehnt. Dieser letzte Gang bringt mir mMn richtig viel. Ich lockere hier etwas, strecke mich, kreise mit den Armen, tanke Sauerstoff, gehe im Geiste meine Bewegungen durch und kann trotzdem noch etwas entspannen.
19:30 Wieder zurück im Schützenhaus, Vorbereitung der Scheiben, Umziehen für den WK
Allgemein war ich im Gegensatz zu den ersten WKen weitaus entspannter. Ob das an der Erfahrung liegt oder am Heimvorteil, weiß ich nicht.
Äußerer Anschlag
Der hat sich an diesem Tag ganz gut angefühlt. Beim dem einen Schuss besser, bei dem anderen schlechter. Je aufrechter ich stehe, desto stabiler fühle ich mich.
Fußstellung: Sehr gut, das passt langfristig denke ich.
Hüfte: Passt auch. Ich habe im Gegensatz zum letzten mal nicht das Gefühl gehabt, die Hüfte zu sehr einzudrehen.
Spannung im Oberkörper: In 50% der Fälle gut
Kopfhaltung: Kurz bevor ich die Auftaktphase beginne, kontrolliere ich mit einem ganz kurzen Blick, ob mein Kopf auch nicht nach rechts oder links geneigt ist. Weiterhin kriege ich im Schultergürtel etwas mehr Spannung hin, wenn ich den Kopf leicht nach vorne neige. Wobei... wenn ich das jetzt so beschreibe, kann es auch sein, dass mein Kopf dadurch einfach in die normale waagrechte bringe... Das muss sich jemand anderes mal ansehen.
Einschießen
Ich habe immer noch keine Struktur. Überlege ich mir die Woche mal. Aber ich versuche, die beim Anschlag genannten Punkte abzuarbeiten und gehe von unten nach oben vor. Wenn das getan ist, halte ich die Waffe wie ein Baby im Arm und fühle mich in den Abzug hinein. In dieser Position stelle ich mir meinen Ablauf vor meinem geistigen Auge vor und atme auch dementsprechend, sodass ich mich wirklich nur auf den Abzug konzentriere. Danach beginnen dann die Anschläge, erst trocken, dann scharf.
Hier hatte ich dann auch die Probleme. Normalerweise mache ich etwa 10-12 Schuss, dieses Mal waren es 16. Ich hatte letzte Woche den Griff leicht nach rechts geneigt und seitdem mit Tiefschüssen zu kämpfen. Ich versuche die Fehler zuerst bei mir zu suchen, nach 10 Schuss habe ich dann jedoch 8 Klicks bei Tief gedreht, nachdem ich bei den Treffern in die 3 und 4 bei der oberen Spiegelkante angehalten hatte. Danach waren die Treffer dann in der Vertikalen dort, wo ich sie auch vermutet hatte.
Wettkampf
Die ersten beiden Scheiben liefen sehr gut. Mein Feeling war da, der Abzug hat sich gut angefühlt, der Griff und der sonstige Anschlag auch. Zum Absetzen war ich auch 2-3x in der Lage und das wurde mir dann mit 2 38er Serien vergolten. Der erste Schuss auf der 3. Scheibe war dann auch eine 9 oder 10 (da bin ich nicht mehr sicher) und da fing es dann an schlechter zu werden. Meine Gedanken drifteten in Richtung "Geil, das werden vielleicht echt 370" oder "Hätte ich mich mal lieber heute für die Vereinsmeisterschaften eintragen lassen". Die Konzentration litt und ich war mit den Gedanken nicht mehr bei meinem Ablauf. Nach der 3. Scheibe habe ich kurz Pause gemacht, etwas getrunken, bin herumgelaufen und habe mich kurz ausgeschüttelt. Und wenn ich das tue, bekomme ich mich nicht mehr in den Fokus. Der erste Schuss nach so einer kurzen Pause geht entweder nach rechts in die 8 oder 7, oder nach oben, weil ich das Feeling für den Abzug nicht mehr habe und zu schnell zu viel Druck aufbaue.
Danach habe ich mich dann aber wieder gefangen, war jedoch (wie beim letzten Mal auch) etwas zu ängstlich am Abzug.
Die letzten drei Scheiben waren dann wieder nicht mehr so gut. Das Schussbild ging auf, aber ich weiß nicht genau warum. Ob es an mangelnder Konzentration lag, fehlender Kraft, oder daran, dass ich mittlerweile allein auf dem Stand war und die anderen nicht so lange warten lassen wollte.
Ich habe Im Anhang auch mal meine WK-Analyse als Excel Datei angehängt. Spannend ist, dass nun bei 4 Wettkämpfen die Serien 3 und 8-9 unterdurchschnittlich sind.