Beiträge von Johann


    Es gibt wohl Vereine, da bestätigen die ÜL den Verzicht auf die ihnen vertraglich zustehenden 2.100 EUR und erhalten eine Spendenquittung in entsprechender Höhe. Bei einem unterstellten Steuersatz von 20% ergibt das eine Steuererstattung von 420 EUR, ohne das der Verein einen müden EUR an seinen ÜL ausschütten musste.
    Das halte ich für nicht ungefährlich. Um nicht die Gemeinnützigkeit zu riskieren, würde ich ÜL-Vereinbarungen in dieser Größenordnung nur vereinbaren, wenn der Verein auch ohne das Spenden der Beträge über die finanziellen Mittel zum Zahlen der vereinbarten ÜL-Gelder verfügt.


    Die Verzichterklärung ist das dümmste, was man machen kann. Man lernt aber schon beim ÜL-Schein, dass das Geld fließen muß. Am besten bargeldlos, dann ist auch ein Nachweis kein Problem. Über irgendwelche Spenden kann und wird dann kein Amt sich aufregen.
    Diese Spende wird dann auch wieder dem Beitragsaufkommen angerechnet, was den Mitgliedsbeitrag wieder senken kann.

    Da leider die Vereinspauschale von einem gewissen Mindestmitgliedsbeitrag abhängt und dieser wohl erneut angehoben wird und voraussichtlich noch weiter steigt, stellt sich aktuell die Frage wie wir die Aufwendungen der Übungsleiter in Zukunft behandeln. Die erste Mindestbeitragserhöhung könnten wir vielleicht noch mitgehen, aber langfristig wird sicherlich eine Alternative benötigt. Wie handhabt ihr die anfallenden Kosten für Ausbildung und Fortbildung?

    Das stimmt so nicht ganz. man muss auch bei Behörden das Kleingedruckte lesen.

    Zitat

    Tatsächliche Beitragseinnahmen - ggf. zuzügl. Spenden zum 31.12.2011 €
    (In das Ist-Aufkommen können sowohl nicht zweckgebundene als auch solche Spenden eingerechnet werden, die speziell für die Maßnahme gegeben werden, deren Förderung beantragt wird, sowie Einnahmen aus dem laufenden Geschäftsbetrieb, die durch ehrenamtliche (unentgeltliche) Tätigkeiten von Mitgliedern erzielt werden (z. B. Erlöse aus Altpapiersammlungen).


    Auch reichen mit ensprechender Begründung 70% des Soll-Betrages.


    ...Es wird statt der ganz normalen Lehrgangslänge für die Besitzer des Ju-Assi durchgeführt und daher brauchen wir, um richtig planen zu können, leider schon so früh eine feste Zusage da es ja lauter Ju-Assi besitzer sein müssen ...


    Steht aber nirgendwo in der Mitteilung. Darauf bitte bei der Ausschreibung achten.
    Und nochmals, feste Zusagen kriegt man leichter, wenn man einen festen Termin vorgibt.

    Hallo Bene,
    schön, dass Ihr das anbietet, aber das Jahr 2013 ist lang. Die Anmeldequote würde bestimmt höher ausfallen, wenn ein Termin genannt wird. Es wird ja eine verbindliche Anmeldung gefordert.
    In welcher Lizenz endet dieser verkürzte Lehrgang? Gleiche Punktezahl (650), wie Ul-J?

    Hallo Frank,
    es ist auf jeden Fall eine Spiegelreflexkamera. Bei der Kamerasoftware, die dabei war, gibt es die Möglichkeit mit linkem Mausklick auszulösen.
    Die Software zum Umsetzen des Tons in den Mausklick hat er sich im Intenet besorgt, war ein Kanadischer Anbieter, hat irgendwo um die 30 € gekostet. Mehr kann ich Dir zur Zeit nicht darüber sagen, mir war die Kamera schon zu teuer, darum habe ich nicht mehr weiter gefragt.
    Das System hat einfach rießige Vorteile gegenüber einem Video. Man kann bestimmte Körperpartien, wie Stützarm oder Backe herauszoomen und dann die Wiederholungsgeauigkeit in der Schußfolge darstellen.
    Wenn ich Gerhard Schuller wieder treffe, ist aber erst nächstes Jahr, werde ich ihn nach den Komponenten fragen.
    Hoffentlich war das dem wegi82 nicht zu OT.

    Jetzt sind wir aber doch vom Thema etwas abgewichen.
    Jedes Trainingssystem zeichnet ja nur den jeweiligen Schuß auf. Bei Topschützen ist das OK. Bei Ottonormalschützen kommt zuerst die Frage, wie genau der Anschlag jedesmal aufgebaut wird.
    Hier hilft die Fotografie weiter. Eine Kamera auf Stativ, die vom Laptop ausgelöst werden kann, ein Mikrofon, das den Schuß ans Laptop weitergibt und eine Software, die diesen Tonimpuls zum Mausklick macht. So kann man dann ganze Bilderserien machen und dann beim Abspielen der Bilder die Bewegung im Anschlag sehen. Gerhard Schuller, einer der BSSB-Trainer, wendet dieses System zB. bei seinen Schützlingen an. Meiner Meinung nach effektiver als ein Scatt oder Rika, da der stabile, immer gleiche Anschlag Voraussetzung für einen guten Schuß ist.

    Manche haben sich auch eine Halterung an den Messrahmen gebaut. Als Zubehör kannst du noch einen Druckverlaufsensor für den Abzug und einen Pulsmesser kaufen, ist meiner Meinung nach aber nicht nötig. Gerade der Pulsmesser würde nur im Wettkampf Sinn machen und da nimmt man den Scatt normalerweise nicht. Die Qualität des Abziehens kann man auch in der Koordinationsgrafik sehen, wo dann die letzte Sekunde nochmals in Zehntel unterteilt wird.
    Edit:
    Ein normales Kamerastativ reicht aus, das billigste, das es gibt. Es wird wie die Kamera aufgeschraubt.

    Hallo Christof (nehme nicht an, daß du wirklich Asterix heißt)![...]

    Und auch ich will dir nicht zu nahe treten, aber pekuniär schreibt man ohne "t". Ich hoff, dir mit der Antwort geholfen zu haben.

    liebe Grüße

    TOM


    Dann wäre es ja der umgekehrte Fall, der Rika ist un einiges billiger.
    Aber durch die Verbreitung, gerade im Leistungs- und Spitzensport, des Scatt´s ist eine Vergleichbarkeit vorhanden. Natürlich auch immer mit optischen Mitteln kombiniert. Scattkurven von Spitzenschützen werden von Trainern analysiert und bewertet. Es ist einfach vergelchbar.
    Ich hatte am Samstag die Kurven von Norbert Ettner gesehen, zusammen mit Fotos die jeweils bei der Schußabgabe gemacht wurden. Auch waren Kurven von Dick Boschmann dabei, der beim Absenken der Waffe gerade mal eine Ringbreite braucht. Das sind einfach vergleichbare Zahlen, die man dann zusammen mit Bildern und Gesprächen analysieren kann.
    Die von Thomas erwähnte Zielweglänge ist die Bewegung des Laufes in den letzten zwei Sekunden (L-Wert). Ein entscheidender Wert, genauso wie die letzten 0,2 sek. die du beim Scatt auch ausgewertet bekommst. Da kannst du auf einen Abzugsensor fast verzichten.

    Noch einmal zum "Jugendleiter", bevor ich zu den Trainern zurückspringe:

    Ich sage nicht, dass die Ausbildung - die für diese besondere Art Lizenz ja sportartenübergreifend und nicht fachspezifisch ist - schlecht wäre. Vermutlich ist sie sogar recht gut und reichhaltig.
    Aber wenn ein Riesenverband wie der Deutsche Fußballbund mit seinen vielen vielen Jungs und Mädels in unendlich vielen Mannschaften nur ganze 333 Jugendleiter hat, dann muss das einen Grund haben.

    Nun wieder zu Trainern: es ist seltsam. Geht es nur mir so (große Tomaten auf beiden Augen?), oder ist es fast unmöglich, aus den Websites der Landesschützenverbände irgendwelche Zahlen zu erheben? Die Kadertrainer bzw. die an einem Landesleistungszentrum Tätigen werden oft vorgestellt, manchmal sogar mit Kurzbiografie, was ich sehr nett finde. Aber dann? Die vielen vielen anderen? Wo sind die Statistiken allgemein?

    Carcano

    Noch einmal zum "Jugendleiter", bevor ich zu den Trainern zurückspringe:

    Ich sage nicht, dass die Ausbildung - die für diese besondere Art Lizenz ja sportartenübergreifend und nicht fachspezifisch ist - schlecht wäre. Vermutlich ist sie sogar recht gut und reichhaltig.
    Aber wenn ein Riesenverband wie der Deutsche Fußballbund mit seinen vielen vielen Jungs und Mädels in unendlich vielen Mannschaften nur ganze 333 Jugendleiter hat, dann muss das einen Grund haben.

    Nun wieder zu Trainern: es ist seltsam. Geht es nur mir so (große Tomaten auf beiden Augen?), oder ist es fast unmöglich, aus den Websites der Landesschützenverbände irgendwelche Zahlen zu erheben? Die Kadertrainer bzw. die an einem Landesleistungszentrum Tätigen werden oft vorgestellt, manchmal sogar mit Kurzbiografie, was ich sehr nett finde. Aber dann? Die vielen vielen anderen? Wo sind die Statistiken allgemein?

    Carcano


    Das im Fußball hat einen einfachen Grund. Die machen lieber den Trainerschein, als irgendeine überfachliche Ausbildung. Da sind die Trainerkurse auch überwiegend dezentral, nicht wie beim BSSB zentral in München an Werktagen mit der Einschränkung ca.40 Leute pro Jahr.
    Wir hatten für den Bezirk Schwaben mal eine dezentrale C-Trainer Ausbildung gefordert und auch versprochen bekommen, allerdings fanden sich nicht genügend Leute, gefordert waren ca.35. Bei über 98000 Mitgliedern sollte dies kein Problem sein, war unsere Meinung. Selbst wenn man davon ca. 60000 als Passiv bezeichnen will. Aber viele sehen den Schießsport leider nicht als Wettkampfsport an und benötigen fürs Hobby keinen Trainer.
    Aber fragen wir doch mal Geronimo, warum er den überfachlichen UL-J und nicht den UL-F gemacht hat?

    Wenn der DSB von Fördermittel spricht, meint er hauptsächlich die Förderung der Stützpunkte und Leistungszentren, deren Förderung am Erfolg gemessen wird. Der "normale" Schützenverein wird genauso behandelt, wie jeder andere Sportverein.
    Sportförderung ist Landessache. Vielleicht helfen Dir die Richtlinien weiter. Genaue Zahlen kannst Du aber immer nur vom Kassenbericht der LV´s bekommen.

    da stimme ich zu 100% zu.

    Ich wollte lediglich zum Ausdruck bringen, dass ggf. bei einem Kaderschützen anders entschieden werden würde, als bei einem Schützen wie ich es bin....


    Auch ich kann Dir bestätigen, dass Nationalkaderschützen die gleichen Nachweise bringen müssen, wie der jeweilige LV vom Normalschützen verlangt. Eine Diskussion hierüber war auch völlig zwecklos. Sportschützeneigenschaft hin oder her, hauptsache er opfert seine Zeit für den BSSB, DSB.
    Im Fall meines Schützlings ging um einen Trainingsaufenthalt im Ausland, für den er schnellstens seine WBK brauchte. Der SB der Genehmigungsbehörde war verständnisvoller, als unser Lspl, der die Bedürfnisse ausstellt und brauchte nur 2 Tage. BSSB brauchte eine Woche.

    Also mich stören deine vielen Konjunktive. Schreib denen doch einfach, was Du genau willst und warte auf die Antwort. Weißt Du sicher, dass nichts versucht wurde?
    Bei mir würde der Schuß allerdings nach hinten los gehen. Ich mag die Typen nicht, die ihren Erfolg nur auf Kosten anderer machen. Aber das ist ja schon OT und spaltet sicher die Nation.