Beiträge von no.limits

    Ich gehe mal davon aus da Du eine moderne LP mit Absorber schiesst.
    Diese LPs machen keine Bewegung im Moment der Schussabgabe, ich würde jetzt mal ohne es gesehen zu haben annehmen das Du im entscheidenden Moment erstmal nicht die Konzentration auf der Visierung hast.
    Wenn dem so wäre würdest Du die Bewegung die hier diese Ausreißer verursacht sehen. Ein Topschütze hat das Augenmerk mit darauf und friert das Abkommen das im Moment der Schussabgabe steht, ein.
    Im Übrigen es wird nicht abgezogen, der Druck wird Gramm für Gramm aufgebaut bis der Schuss überraschen bricht. (Ein Auslösen mit Finger krumm machen, geht immer mit bewusster Bewegung und Kraftaufwand einher. Genau das verursacht Ausreißer.)
    Daraus ergibt sich eine vermeintliche Trefferlage die dann im Nachgang überprüft und abgeglichen wird. Nun ist erstmal ersichtlich wie oft geling das und wie genau gelingt das. Daraus wiederum sollten Ablauffehler erkennbar werden…….

    Es können sporadisch auftretende Auslöse Fehler sein, es könnte auch an einem mechanischen Abzugsverlauf liegen der nicht unbedingt zum Schießstiel und oder der Disziplin des Schützen passt, es kann ein nicht optimal eingestelltes Züngel sein.
    In jedem Fall ist Analyse angesagt, mit Ferndiagnose aber nicht möglich.
    Beginnen tut es wie oben angeführt mit der Wahrnehmung. In diesem sensiblen Bereich ist das die Grundlage. Ohne Wahrnehmung kein erkennen.
    Wenn es noch Luft nach oben hat im Ergebnis, kannst davon ausgehen das die besseren Schützen ihren Vorsprung hier holen, mit der passenden Wahrnehmung und der Optimierung in dieser entscheidenden Phase.

    No.limits

    Ein weiterer Punkt: man sollte nicht denken, eine erlaubnispflichtige Waffe wäre in die WBK reingemeisselt. Speziell bei Kurzwaffen sind die Investitionen überschaubar. Interessen ändern sich.

    Auch das ist richtig, mit der Zeit wachsen Erkenntnisse und oft auch Bedürfnisse.
    Absolut abträglich sind Umstände die einen mehr oder minder beschäftigen oder sogar in Atem halten.

    Das sind Dinge die einen beschäftigen weil sie nicht passen, sie begleiten einen nicht nur Gedanklich, die lenken ab bündeln und reduzieren, beziehungsweise lenken die Konzentration ab.
    Man ist beschäftigt und kämpft mit ,,schräg stehenden,, Waffen, Visierungen und Abzügen die nicht kompatibel sind mit dem Schießstiel des Schützen.
    Hier werden Ressourcen gebündelt beim aktiven Ablauf für Korrekturen die eigentlich gebraucht würden um einen Leistungsaufbau zu gestalten.
    Das hat u.U. schon den Beginn bei der fehlerhaften Auswahl des Sportgerätes.
    Das es manchmal ein Glückspiel ist beschreibst Du oben ja anschaulich.
    Wenn im Nachgang festgestellt wird das elementares nicht passend ist, kostet das immer Zeit, Geld und Energie und bedeutet erstmal Stillstand.
    Der einzigste positive Punkt könnte dann doch noch ein Gewinn an Erfahrung sein.
    Wenn mangels Testmöglichkeiten, weil das Objekt der Begierde vielleicht erst neu am Markt ist oder Ähnliches kann man sich ja mit dem technischen Gegebenheiten und den nicht gegebenem technischen Verstell Möglichkeiten theoretisch auseinander setzen.
    Wenn man schon Vorlieben oder gar KO Kriterien definieren kann die das Schießeisen mit sich bringen muss ist das von Vorteil.


    No.limits

    Waffenauswahl


    In schöner Regelmäßigkeit kommen Hilferufe aus der Community zur Hilfe bei der Waffenauswahl.

    Nachdem ich das nun schon sehr lange beobachte und auch meine Ansichten und letztlich auch die Vorgehensweise bei einer vermeintlich anstehenden Entscheidung verändert habe ist das nun mein aktueller Stand zum Thema.


    Die Kriterien zu so einer Auswahl können unterschiedlicher nicht sein, es geht aber letztlich darum eine Struktur in die Vorgehensweise zu bringen.


    Es wird Punkte geben die zu Entscheiden sind die doch immer sehr persönlich sind und es wird Punkte geben die allgemein gültig sind.


    Unterm Strich muss aber jeder selbst entscheiden was für ihn wesentlich oder unwesentlich ist.


    Kriterium 1)

    Ich würde nach aktuellen Erkenntnissen erstmal das mögliche Budget fixieren.

    Das könnte eben ein Totschlag argument sein gegen alles weitere.

    Dieser Preisrahmen ist dann auch erstmal abhängig von einer Einschätzung wo es Leistungsmässig hingehen soll. Und was finanziell möglich oder gewollt ist. Da spielt ein gewisser Ehrgeiz mit rein wieviel Leistung oder Hobby es wird .

    Schon hier spielen viele Faktoren mit rein.

    Was will ich ich? was kann ich?

    Wollen tun wir alle viel, aber was ist realistisch?

    Was für Rahmenbedingungen spielen mit rein, Job, Familienstand, andere Hobbys, letztlich der gesamte Zeitliche Rahmen, welche Disziplin(en) etc.

    Eine gewisse Zielstrebigkeit oder auch nicht kann eine Rolle spielen. Ich habe viele erlebt die kurz nach dem Start massiv eingebrochen sind. Kann vorkommen aber wenn es System hat und in der persönlichen Historie ständig wiederkehrt, sprich es ist einer der jährlich was neues anfängt und regelmäßig nie weit kommt, sollte man es vielleicht erstmal langsam angehen und mit Leih-oder Vereinswaffen die erste Zeit absolvieren.

    Wenn der Virus nie richtig zündet ist erstmal viel Geld gespart.


    Kriterium 2)

    Die Waffenwahl, technisch!

    Hier muss selektiert werden welche körperlichen Voraussetzungen auch KO Kriterien bringe ich eventuell mit.

    Dabei geht es in der Regel um die Handgrösse, wer kleine oder sehr große Hände hat muss damit rechnen das nicht alle Waffen in Frage kommen oder diverse Probleme mitbringen.

    Die Hände sind aber nicht das einzigste es können eine Vielzahl Dinge sein die aber am besten schon mit Leih oder Vereinswaffen zu lokalisieren sind.

    Das koaliert auch mit den Disziplinen die man schiessen möchte.

    Komme ich mit einer Waffe zurecht oder werden es mehrere, und wie ergänzen die sich, das ist immens wichtig.

    Nicht jede Waffe auch wenn sie einem noch so gefällt ist hier der Schlüssel zum Erfolg.

    Es gilt halt nun mal hier sowenig wie möglich Reibung einzubauen was immer das ist.


    Kriterium 3)

    Waffen Tests,

    Ich war lange Zeit ein Verfechter von probieren, Tests und Probeschiessen!

    Ich bin es auch Heute noch, allerdings mit ganz anderen Erkenntnissen als vor einigen Jahren noch.

    Man muss wissen bei einem Test, egal wann, egal wo trifft man auf eine unbekannte Waffe die ihre ganz spezifischen Merkmale hat.

    Egal ob das eine neue Waffe direkt aus einem Karton ist oder eine Full Race Gun high end getunt von wem auch immer. Irgendwo dazwischen wird die Waffe liegen mit ihren ganz speziellen Eigenschaften.

    Das heißt man trifft auf Merkmale die Fakt sind ob die mich weiterbringen ist genau hier erstmal offen. Genau das hängt nämlich von der Erfahrung ab die der Tester mitbringt, erkennen und überhaupt einschätzen kann.

    Ein Neueinsteiger kann es in der Regel nicht.

    Was passiert erstmal, es wird die Handlage beurteilt und das mit einem Griff der halt montiert ist mit der Hand in Volumen, Passung, Richtung und Neigung der Testperson nix aber auch gar nix gemein hat.

    Ein Passender Griff ist Einzigartig, Punkt.

    Fremde Griffe können wenn man keine Erfahrung hat ein gutes Gefühl vermitteln, mehr aber auch nicht.

    Genauso geht es eigentlich bei allem was wichtig wäre zum beurteilen auch weiter.

    Alles rund um Balance, Abzug, Visierung, Handling ist fixiert und wird beurteilt so wie es zwangsläufig aktuell an diesem Objekt ist und eher nicht wie ich es brauche.

    Es wird aber erstmal wahrgenommen und dient fälschlicher Weise zur Beurteilung.

    Wenn nichts passt, komisch ist oder drückt wird das dem Modell zugeschrieben und sehr wahrscheinlich erstmal negativ bewertet obwohl vorhandener Erfahrung alles mit mehr oder weniger schnellen Handgriffen passen könnte.

    Fatal ist wenn aus so einem Test so eine Fehlentscheidung entsteht.

    Hier hilft nur Erfahrung, daraus resultiert erstmal die Erkenntnis möglichst lange mit Vereinswaffen zu schiessen bis eine Erfahrung vorhanden ist.

    Wirklich helfen können auch vielfach Tests, ich will sagen so oft wie möglich von Kollegen eine Waffe in die Hand bekommen und Anschläge machen und auch schiessen um für Unterschiede sensibel zu werden.

    Fazit wenn man einigermaßen sicher gehen will sollte es eine der modernen Waffen werden die flexibel sind und viele Variationen in den Verstellmöglichkeiten haben. Das A&O ist dabei ein variabler Griff und viel Flexibilität beim Abzug und der Visier Einstellung.

    Variabler Griff heißt, viele Verstellmöglichkeiten in Richtung, Neigung und keine bis wenig Einschränkung beim Volumen und Abstand zum Züngel.

    Es kann viel Geld und Verdruss sparen.

    Man muss sich eigentlich nur vorstellen meine Tochter mit ihrem XS Griff gibt ihre Waffe einem Typ wie Bud Spencer mit Händen wie Kohlenschaufeln oder umgekehrt zu was für einem Testergebnis das führen würde?

    Hat was mit Selbsteinschätzung, Analysefähigkeit und Beurteilungsvermögen zu tun.


    Soweit so gut, ich habe natürlich zu allem eine bestimmte Erfahrung und Vorstellungen, daraus resultiert diese erste Zusammenfassung.

    Diese ist garantiert nicht endgültig, es wird interessant sein was andere hier noch sinnvoll ausbauen können wo ich wenig oder keinen Augenmerk drauf hatte.

    Wie gesagt jeder hat ja nur seine eigene und oft auch begrenzte Sichtweise, erweitert nun meine.

    Viel Erfolg

    No.limits

    Ja das bedeutet es.
    Je weiter Du nach rechts oder links auslagerst um so größer wird ein eventuelles Kippmoment.
    Bei einer Freien Pistole wo in der Regel mit Plus Minus 30 Gramm Auslösegewicht geschossen wird, ist das sicher überschaubar.
    Bei 1000 Gramm bzw. einem hohen Druckpunkt Gewicht innerhalb der 1000 Gramm wird oder kann sich das beim Duell oder in der Disziplin Standardpistole schon zeigen. Aber auch in Präzionsdisziplinen wenn die Technik vom Schützen nicht ausgereift ist.
    Man lagert einen Kippmoment aus wie einen Lastarm, je weiter, je schlimmer.

    No.limits

    Ich trenne mit der Dremel Flexscheibe, die ist sehr dünn. Wenn der Trennschnitt nicht 100% sauber ist lässt es sich nach arbeiten.
    Problematisch sind ja auch die Befestigungsschrauben.
    Zum befestigen nimmt man nur je eine Schraube pro Seite. Man nimmt die die sich besser lokalisieren lässt. Wenn der Griff damit fixiert ist kommt eine Lage Tempo oben drauf das die Schraube nicht voll läuft.
    Alle anderen Löcher werden auch mit Tempo versiegelt.
    Wenn die Arbeiten abgeschlossen sind wird mit 🙈GPS das Schraubenloch gesucht auf jeder Seite.
    Man nimmt einen kleinen Bohrer um bis zu Tempo durch zu bohren.
    In der Regel erwischt man es trotz GPS 🤩 nicht so ganz genau. Dann wird es mit einem Dremel Fräser mittig ausgearbeitet.
    Sollte es nicht so ganz genau und sauber werden kann man es nach kitten.
    Die unbenutzten Löcher sind einfacher, weil die Schalen ja jetzt entfernt sind kann man die von hinten pass genau bohren.

    Gutes gelingen no.limits

    Hi Grumpy,

    Wenn es also hier einen Waffenhändler oder Büchsenmacher gibt, der dazu bereit wäre, dann dürfen auch waffenrechtlich relevante Teile angeboten werden

    Ich kann mir nicht vorstellen das hier jemand der eine Lizenz hat Dieses Risiko eingeht.
    Irgendwann gibt es einen Vorgang der bei so einem grünen Richterle landet und der meint er muss die große Keule schwingen.
    Dann haftest mit Haus und Hof, für einen Akt an dem noch nicht mal was verdient ist.
    So weich gekocht ist keiner. Das Risiko ist immens, zumal der Lizenzgeber noch nichtmal in der Lage sein dürfte 24/7 alles was eingestellt würde zeitnah zu prüfen, das geht gar nicht. Aber die Haftung hat er 24/7.

    Wenn dann muss das Risiko von Erlaubnispflichtigen und verbotenen Teilen geregelt sein.
    Aber dann wäre es sicher interessant.

    No.limits

    Ich denke, dass die Qualitätsprobleme mit dazu beigetragen haben

    Er war vernarrt in die Konstruktion mit dem Hebemechanismus, Das hat ja vor ihm auch noch keiner versucht als Automatic.
    Er hat immer extravagantes gebaut, seine erste eigene Freie Pistole war auch so ein Teil. In der Theorie eine tolle Konstruktion, hatte alles was man gemeinhin als Top einstuft.
    Trotzdem war sie schwer zu schiessen, bzw keiner brachte ganz hohe Ergebnisse zu Stande. Das hatten wir aber in dieser Epoche bei einigen Freien, Die Elektrische Walther, die Steyr, speziell von der hatte man sich viel versprochen getroffen hat außer Pottek keiner was damit. Die FP 10 von Hämmerli ist auch eine Cesare Konstruktion daraus ist die FP Match Guns entstanden, die fast identisch sind. Dort hat er nur Änderungen eingebaut das nix kompatibel ist. Die Griffe kann man Gegeseitig verwenden.

    Seine Lpˋs sind auch Innovationen durch interessante Details. So ist sein Druckventil das schnellste wohl am Markt. Das Handycap war halt das er keinen Absorber konstruieren konnte weil solche Konstruktionen ausgereizt sind. Alles denkbare dazu ist von den anderen Firmen über Patente verbaut.

    Und trotzdem hast du damals mit hoher Wahrscheinlichkeit sehr respektable Ergebnisse damit erzielt,

    Ja, es hat viel Energie und Frust beinhaltet.
    Es ist schwer zu beschreiben, ich wusste das so einiges nicht in Ordnung ist.
    Ich konnte nie so genau sagen was mich das eine oder andere Handycap an Ringen kostet. So war an der Lupi die Arbeit mit der Visierung besser zu Anfang.
    Die passte besser, bei der Sako SPO Pi musste man den ganzen Visiereinsatz wechseln, war teuer, Ergebnis ungewiss, war bastelei und man musste die Waffe immer neu einschiessen. Ich hab es lange Zeit akzeptiert wie es war mit dem Wissen es ist nicht optimal.
    Dasselbe mit dem Abzug, da gab es keine wechsel Züngel und starr war es auch, nix zum verschieben, drehen, neigen, schwenken. Der Finger lang nur schräg am Züngel an. Wir formten dann das Züngel mit dem Schweißbrenner um und legten es nach hinten, auch hier wurde der Rahen dazu nachbearbeitet.
    Es hat viele Jahre gedauert bis ich im Kreis der Topschützen war mit diesen Handycaps und über Gesprächsrunden und Stammtische mitbekommen habe das man kreativ sein muss und eingreifen kann.
    Ähnlich war es im Griffbereich, der Henkel von der LuPi war frei gestaltbar und mit dessen Volumen, Richtung und Neigung war ich zufrieden. Sako war eine Katastrophe, der Griff war nicht gestaltbar für meine Hand.
    Die Konstruktion und Rahmenbau verhinderten das. Die Waffe war komplett ungeeignet für mein Handgrösse.
    Es hat viele Jahre auch hier gedauert bis ich am Rahmen Material abgenommen hab und den Griff ziemlich verschlankt hab. Das man Waffen nach Schießstiel und körperlichen Voraussetzungen auswählt, war damals nicht das Thema.
    Die Waffen konnten ja auch nix. Es dauerte lang bis ich hier Zusammenhänge erkannte. Bei Meisterschaften waren ja auch schon mal 2 oder 3 Disziplinen an einem Tag. Früh z.B. LuPi kurz danach SpoPi oder Freie oder umgekehrt.
    Auch hier dauerte es geraume Zeit zu erkennen was das mit sich bringt wenn die Waffen unterschiedliche Griffe haben. Man schießt LP, kurz drauf was anderes das Handgelenk mit Visierung steht ganz wo anders mit der nächsten Waffe.
    Im Prinzip müsste man Super Vorbereitet sein alles warm alles am laufen, beim Folgewettkampf, es war genau das Gegenteil, weil die Griffe nicht konform waren, war es eher kontraproduktiv.
    Die Waffe hat oft im ersten Halbprogramm der Folgedisziplin ganz wo anders hingezogen, ich kämpfte gegen die Gewalten.
    Nachdem das Problem bekannt und offensichtlich wurde bin ich dann dazu übergegangen zwischen den Disziplinen mit Trockentraining das Handgelenk um zu trainieren auf die neue Position für die nächste Disziplin.
    Solche Kämpfe gegen die Gewalten haben mich Jahrelang begleitet bis ich eins um das andere aufgearbeitet hatte.
    Basteleien, Waffenwechsel waren dabei an der Tagesordnung.
    Diese ganzen zum teil Hausgemachten Handycaps mussten aber ja mit mehr Training und trixen kompensiert werden. Solche Umstände halten auf, bremsen einen, limitieren einen.
    Aus dem Grunde bin ich Heute auch eher kompromisslos. Aber mit brutal viel Erfahrung.

    No.limits